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Wirtschaftliche Sanktionen und universelle Menschenrechte

Title: Wirtschaftliche Sanktionen und universelle Menschenrechte

Term Paper , 2004 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lukas Schulte (Author)

Politics - Topic: Public International Law and Human Rights
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In meiner Hausarbeit werde ich mich mit der Hypothese beschäftigen, wirtschaftliche Sanktionen seien ein effektives Instrument der Vereinten Nationen Menschenrechte global durchzusetzen. Ich stelle mir dazu die Frage, ob wirtschaftliche Sanktionen zur Durchsetzung von Menschenrechten taugen oder ob sie selbst Menschenrechte verletzen.

Hierzu werde ich zuerst erklären, in welcher Weise wirtschaftliche Sanktionen als Instrument der Vereinten Nationen legitimiert sind und was unter dem Begriff der wirtschaftlichen Sanktionen genau zu verstehen ist. Anschließend werde ich an den Beispielen Polen und Irak positive und negative Seiten wirtschaftlicher Sanktionen erläutern und schließlich näher auf die so genannten „Smart Sanctions“ eingehen, die in den letzten Jahren als Alternative zu wirtschaftlichen Sanktionen in der internationalen Politik aufgetaucht sind.

Ich bitte zu bedenken, dass ein Großteil dieser Arbeit auf Literatur basiert, die sich nicht ausschließlich mit Sanktionen zur Durchsetzung von Menschenrechten beschäftigt, sondern mit allgemeinen wirtschaftlichen Sanktionen, die unterschiedliche Ziele verfolgen.

Die Sanktionen gegen Polen dienen mir als Beispiel für Sanktionen, deren ausdrückliches Ziel die Verbesserung der Menschenrechte in Polen war. Das Beispiel Irak soll zeigen, welche Auswirkungen wirtschaftliche Sanktionen auf Menschenrechte haben können. Aus diesem Grund werden beide Beispiele auch nur auf diesen Hintergrund hin untersucht. Die abschließende Behandlung der Smart Sanctions soll zum einem die Frage klären, ob wirtschaftliche Sanktionen auch humanitär gestaltet werden können und zum anderen heute als Instrument zur Durchsetzung der Menschenrechte in Betracht kommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wirtschaftliche Sanktionen

2.1 Was sind wirtschaftliche Sanktionen

2.2 Legitimation durch die Vereinten Nationen

3 Fallbeispiele: Polen und Irak

3.1 Beispiel Polen

3.2 Beispiel Irak

4 Smart Sanctions

4.1 Begriff der Smart Sanctions

4.2 Smart Sanctions und wirtschaftliche Sanktionen

5 Schlussfolgerung

5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

5.2 Ergebnis

6 Bibliographie

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Hypothese, ob wirtschaftliche Sanktionen ein effektives Instrument der Vereinten Nationen zur globalen Durchsetzung von Menschenrechten darstellen. Dabei wird kritisch hinterfragt, inwieweit Sanktionen Menschenrechte fördern oder diese durch negative Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung selbst verletzen.

  • Grundlagen und Definitionen wirtschaftlicher Sanktionen
  • Die Rolle der Vereinten Nationen bei der Legitimierung von Sanktionen
  • Vergleichende Analyse der Fallbeispiele Polen und Irak
  • Untersuchung des Konzepts der "Smart Sanctions" als Alternative
  • Reflexion über Effektivität und moralische Legitimität

Auszug aus dem Buch

3.2 Beispiel Irak

Als Antwort auf die irakische Invasion Kuwaits verhängten die Vereinten Nationen am 6. August 1990 unilaterale Sanktionen gegen den Irak (Resolution 661). Diese verboten jegliche Ex- und Importgeschäfte mit dem Irak. Erlaubt waren ausschließlich der Import von Lebensmitteln, Medikamenten und bestimmten Produkten des zivilen Grundbedarfs. Auf Grund der Ausfuhrbeschränkungen besaß der Irak aber keine Devisen um solche Einfuhren zu finanzieren. Ziel der Sanktionen war der Rückzug des irakischen Militärs aus Kuwait.

Mit dem Ende des 2. Golfkrieges und der Vertreibung der irakischen Armee aus Kuwait wurden die Sanktionen in die Waffenstillstandsbedin gungen (Resolution 687/1991) übernommen. Eine endgültige Aufhebung der Sanktionen wurde an eine erfolgreiche Abrüstung des Irak, speziell an die Vernichtung aller Massenvernichtungswaffen (MVW) geknüpft.

Am 20. Mai 1996 tritt das so genannte Programm „Öl für Nahrung“ in Kraft, dass in der Resolution 986 vom April 1995 bestimmt ist. Diese erlaubt dem Irak den Verkauf von Öl bis zu einem bestimmten Limit, die Einnahmen sind zum größten Teil für die Importe von Nahrung und anderen wichtigen humanitären Gütern bestimmt. Jeder Handel der unter diesem Programm läuft muss von einem Sanktionskommittee abgesegnet werden, das mit der Resolution 661 gebildet wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in den Menschenrechtskatalog und die Herausforderung der internationalen Durchsetzung mittels Sanktionen.

2 Wirtschaftliche Sanktionen: Definition und Abgrenzung verschiedener Sanktionstypen sowie deren rechtliche Legitimation durch die UN-Charta.

3 Fallbeispiele: Polen und Irak: Analyse der unterschiedlichen Auswirkungen von Sanktionen anhand der positiven Entwicklung in Polen und der humanitären Krise im Irak.

4 Smart Sanctions: Vorstellung zielgerichteter Sanktionsmechanismen zur Minderung negativer Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung.

5 Schlussfolgerung: Synthese der Erkenntnisse mit dem Fazit, dass Sanktionen kein Allheilmittel sind und eine Politik der "kleinen Schritte" zu bevorzugen ist.

6 Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Wirtschaftliche Sanktionen, Menschenrechte, Vereinte Nationen, Smart Sanctions, Polen, Irak, Außenpolitik, Humanitäre Hilfe, Resolution 661, Öl für Nahrung, Sanktionsregime, Völkerrecht, Politische Effektivität, Moralische Legitimität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen der Nutzung wirtschaftlicher Sanktionen zur Förderung von Menschenrechten und der Gefahr, dass diese Instrumente selbst Menschenrechte verletzen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen von Sanktionen, deren völkerrechtliche Basis sowie ihre praktische Anwendung und moralische Vertretbarkeit.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Autorin/der Autor fragt, ob wirtschaftliche Sanktionen ein effektives Instrument der Vereinten Nationen sind, um Menschenrechte weltweit zu durchsetzen, oder ob sie das Ziel durch die eigene schädigende Wirkung konterkarieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und einen komparativen Ansatz, bei dem die Fallbeispiele Polen und Irak gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begriffsdefinitionen und die UN-Legitimation erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Sanktionen gegen Polen und Irak sowie der Diskussion moderner "Smart Sanctions".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben wirtschaftlichen Sanktionen und Menschenrechten vor allem die Konzepte der moralischen Legitimität, politischen Effektivität und zielgerichteter Sanktionen.

Warum wird Polen als positives Fallbeispiel angeführt?

Polen dient als Beispiel dafür, wie durch eine präzise Sanktionspolitik und die Belohnung kleiner Schritte bei der Liberalisierung des Regimes politische Ziele ohne katastrophale Folgen für die breite Bevölkerung erreicht werden konnten.

Welche Kritik wird an den Sanktionen gegen den Irak geübt?

Die Arbeit kritisiert, dass die Sanktionen gegen den Irak massiv die Zivilbevölkerung trafen und zu einer humanitären Notlage führten, während sie das Ziel eines Regimewechsels verfehlten.

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Details

Title
Wirtschaftliche Sanktionen und universelle Menschenrechte
College
University of Göttingen  (Abteilung für Internationale Beziehungen)
Course
Theorien der Internationalen Beziehungen
Grade
1,3
Author
Lukas Schulte (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V33935
ISBN (eBook)
9783638342803
Language
German
Tags
Wirtschaftliche Sanktionen Menschenrechte Theorien Internationalen Beziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas Schulte (Author), 2004, Wirtschaftliche Sanktionen und universelle Menschenrechte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33935
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