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Die deutsch-amerikanischen Sicherheitsbeziehungen im Zeitraum von 9/11 bis zum Irakkrieg. Eine konstruktivistische Analyse

Title: Die deutsch-amerikanischen Sicherheitsbeziehungen im Zeitraum von 9/11 bis zum Irakkrieg. Eine konstruktivistische Analyse

Term Paper , 2014 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Rasmus Portmann (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics
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Das Thema dieser Seminararbeit sind die deutsch-amerikanischen Sicherheitsbeziehungen ab den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 bis zum Beginn des Irakkrieges. Die durch die zahlreichen Konflikte und Umwälzungen im Internationalen System entstandene Interaktionsnotwendigkeit zwischen den Akteuren des Internationalen Systems, vor allem zwischen Deutschland und den USA, lassen konstruktivistische Ansätze hier am geeignetsten erscheinen.

Neben der dem strukturellen Ansatz von Wendt soll vor allem in Bezug auf die Eigenwahrnehmung Deutschlands ein rollentheoretischer, akteursbezogener Ansatz nach Kirste und Maull angewendet werden. Dies scheint geeignet um sowohl die systemrelevanten als auch die akteursrelevanten Aspekte des Konstruktivismus zu umfassen und zu berücksichtigen. Um dem in dieser Arbeit zugrundeliegenden Konstruktivismusverständnis gerecht zu werden und die Konstituierung von Akteur und Struktur sinnvoll zu ergänzen ist es daher wichtig beide Ebenen, die des Akteurs und die der Struktur, zu beschreiben.

Die Frage die in dieser Seminararbeit beantwortet werden soll, ist, wieso sich das Verhältnis zwischen diesen beiden Staaten innerhalb einer Zeitspanne von knapp 2 Jahren so dramatisch verändert hat. Wie ist die Abkühlung des Verhältnisses zu erklären? Auf beiden Seiten des Atlantiks wurde eingesehen, dass die Beziehungen zwischen beiden Staaten so kühl sind wie sie lange nicht mehr waren. „The winter of 2002/2003 was the coldest ever experienced in the most successful transatlantic relationship since the days of the Mayflower“ (Künhardt 2004:1). Auf beiden Seiten wurde rhetorisch nicht mit Superlative (im negativen Sinne) gespart. Es wurde von einem Ende der transatlantischen Partnerschaft gesprochen oder gar vom Ende der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Dem Grund solcher verbalen Entgleisungen und den daraus folgenden Reaktionen soll diese Arbeit nun nachgehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die strukturellen Veränderungen des Internationalen System nach 1989/1990

3. Der Sozialkonstruktivismus nach Wendt (struktureller Ansatz)

3.1. Prämissen des Sozialkonstrukitvismus

I. Staaten sind die Hauptakteur

II. Identitäten und Interessen entstehen durch Interaktion

III. Interaktionen münden in Institutionen

IV. Die Struktur des internationalen System besteht aus intersubjektiv geteiltem Wissen

V. Das internationale System unterliegt ständigen Tranformationsprozessen

3.2. Akteur-Struktur-Problem

4. Der rollentheoretische Ansatz (akteursbezogene Ansatz)

4.1. Definition der Rollentheorie

4.2. Zivilmacht als Rollenkonzept

4.3. Rollenkonzeption Deutschlands

5. Implikationen für die deutsch-amerikanischen Beziehungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die dramatische Verschlechterung der deutsch-amerikanischen Sicherheitsbeziehungen im Zeitraum von den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 bis zum Beginn des Irakkrieges unter Anwendung konstruktivistischer Theorien. Das primäre Ziel besteht darin, durch die Verknüpfung des systemischen Ansatzes nach Wendt mit dem rollentheoretischen Ansatz nach Kirste und Maull die Ursachen für das Auseinanderdriften der beiden Staaten und die Enttäuschung wechselseitiger Erwartungen zu erklären.

  • Analyse der strukturellen Veränderungen im internationalen System nach 1989/1990.
  • Darstellung des Sozialkonstruktivismus als Brücke zwischen systemischer Struktur und Akteurshandeln.
  • Anwendung des Rollenkonzepts der „Zivilmacht“ auf die deutsche Außenpolitik.
  • Untersuchung der Identitätskonstruktion durch „role-taking“ und „alter-casting“.
  • Bewertung der Auswirkungen von exogenen Schocks auf transatlantische Interaktionsmuster.

Auszug aus dem Buch

3.1. Prämissen des Sozialkonstrukitvismus

Um die Sicherheitsbeziehungen zwischen Deutschland und der USA aus konstruktivistischer Sicht erklären zu können, ist es notwendig neben der oben bereits erklärten Ontologie und Epistemologie des Konstruktivismus auch die von Wendt ausgearbeiteten Prämissen kurz zu erläutern. Als Grundlage dient hier sein Werk „Social Theory of International Politics“. Die folgenden Prämissen sollen der Übersicht halber nur kurz angerissen werden.

Um seinem Werk als „via media“ gerecht zu werden gesteht Wendt ein, dass auch materielle Elemente, wie sie die Neorealisten ins Feld führen, eine Rolle bei dem Verständnis von Phänomen in den internationalen Beziehungen haben: „I agree with Realists that there are strictly material elements in the structure of social systems. The actors who make up social systems are animals with biologically constituted capacities, needs, and dispositions not at all unlike their cousins lower down the food chain. These animals have various tools (``capabilities'') at their disposal, material objects with intrinsic powers, which enable them to do certain things. In emphasizing the ideational aspect of international structure, therefore, we should not forget that it supervenes on this material base, the analysis of which is a key contribution of Realism (Wendt 1999: 189).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung skizziert die Problematik der deutsch-amerikanischen Beziehungen nach 2001 und begründet die Wahl eines konstruktivistischen Analyseansatzes.

2. Die strukturellen Veränderungen des Internationalen System nach 1989/1990: Das Kapitel analysiert den Wandel von einer bipolaren zu einer multipolaren Weltordnung und dessen Einfluss auf die transatlantische Identitätsbildung.

3. Der Sozialkonstruktivismus nach Wendt (struktureller Ansatz): Hier werden die ontologischen und epistemologischen Grundlagen sowie die fünf Prämissen des Sozialkonstruktivismus zur Erklärung internationaler Beziehungen dargelegt.

4. Der rollentheoretische Ansatz (akteursbezogene Ansatz): Dieses Kapitel führt die Rollentheorie ein, definiert den Begriff der Zivilmacht und analysiert das deutsche außenpolitische Selbstverständnis.

5. Implikationen für die deutsch-amerikanischen Beziehungen: Die theoretischen Ansätze werden auf den konkreten Konfliktverlauf zwischen Deutschland und den USA nach dem 11. September angewendet.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer neuen Vertrauensbasis durch reflektierte Rollenverständnisse.

Schlüsselwörter

Sozialkonstruktivismus, Rollentheorie, Zivilmacht, deutsch-amerikanische Beziehungen, Alexander Wendt, Identitätskonstruktion, 9/11, Irakkrieg, Systemwandel, Interaktion, Außenpolitik, Erwartungshaltung, transatlantische Partnerschaft, Sicherheitsbeziehungen, internationale Struktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für die deutliche Abkühlung und die Konflikte in den deutsch-amerikanischen Sicherheitsbeziehungen zwischen den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und dem Beginn des Irakkrieges.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind der Wandel des internationalen Systems nach 1989, die Identitätsbildung von Staaten durch soziale Interaktion sowie die Divergenz zwischen theoretischem Anspruch und außenpolitischer Praxis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu beantworten, warum sich das deutsch-amerikanische Verhältnis innerhalb von nur zwei Jahren so drastisch verschlechtert hat und wie dieser Prozess konstruktivistisch erklärt werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden konstruktivistische Theorien angewandt, namentlich der systemische Ansatz nach Alexander Wendt sowie der rollentheoretische, akteursbezogene Ansatz nach Kirste und Maull.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Konstruktivismus, die Definition von Rollenkonzepten wie der „Zivilmacht“ und die anschließende Synthese dieser Ansätze zur Analyse der transatlantischen Differenzen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Analyse ist geprägt durch Begriffe wie Sozialkonstruktivismus, Rollentheorie, Zivilmacht, Identitätskonstruktion durch „alter-casting“ und das Akteur-Struktur-Problem.

Welche Rolle spielt die „Zivilmacht“ für die Analyse Deutschlands?

Der Zivilmachtsanspruch dient als theoretischer Rahmen, um die deutsche Zurückhaltung bei militärischen Interventionen sowie die Spannungen mit den USA bezüglich ihrer Erwartungshaltung an Deutschland zu erklären.

Warum wird der 11. September 2001 als exogener Schock betrachtet?

Nach Wendt wirken exogene Schocks strukturverändernd; die Anschläge fungierten als Katalysator, der bestehende Divergenzen offenlegte und die über Jahre gewachsenen, kollektiven Identitätsmuster destabilisierte.

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Details

Title
Die deutsch-amerikanischen Sicherheitsbeziehungen im Zeitraum von 9/11 bis zum Irakkrieg. Eine konstruktivistische Analyse
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Grade
2,3
Author
Rasmus Portmann (Author)
Publication Year
2014
Pages
21
Catalog Number
V339480
ISBN (eBook)
9783668291072
ISBN (Book)
9783668291089
Language
German
Tags
Konstruktivismus Sicherheitsbeziehungen Transatlantisches Verhältnis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rasmus Portmann (Author), 2014, Die deutsch-amerikanischen Sicherheitsbeziehungen im Zeitraum von 9/11 bis zum Irakkrieg. Eine konstruktivistische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339480
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