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Sartre und die Dialektik. Jean-Paul Sartres Umgang mit der Hegelschen Dialektik in "Das Sein und das Nichts"

Título: Sartre und die Dialektik. Jean-Paul Sartres Umgang mit der Hegelschen Dialektik in "Das Sein und das Nichts"

Trabajo Escrito , 2013 , 12 Páginas , Calificación: 1.0

Autor:in: Leon Frisch (Autor)

Filosofía - Ensayos generales, épocas
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Welche Stellung hat die hegelsche Dialektik in Satres "Das Sein und das Nichts"? Diese Arbeit fragt außerde, inwiefern er die Dialektik in seinem eigenen Projekt, dem „Versuch einer phänomenologischen Ontologie“ gelten lässt, und an welchen Punkten er sich von Hegel absetzt, sei es implizit oder in offener Argumentation gegen ihn.

Welche Gründe führen ihn dazu? Was folgt schließlich aus seinem Umgang mit der Dialektik für seine Arbeit und für sein ontologisches Projekt in Abgrenzung zu dem Hegels?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Sein und das Nichts

2.1 Sartres Projekt

2.2 Dialektische Strukturen bei Sartre

3. Sartres Kritik an Hegel

4. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Standpunkt Jean-Paul Sartres zur Methode der Dialektik und die metaphysischen Implikationen von Hegels logischem System, wie sie in Sartres Hauptwerk "Das Sein und das Nichts" zum Ausdruck kommen. Die zentrale Forschungsfrage ist, inwiefern Sartre die Dialektik in seinem Projekt der phänomenologischen Ontologie gelten lässt, wo er sich von Hegel absetzt und welche metaphysischen Begründungen diesen Differenzen zugrunde liegen.

  • Phänomenologische Grundlagen des sartreschen Weltbilds
  • Analyse dialektischer Strukturen (Unaufrichtigkeit und Ehrlichkeit) bei Sartre
  • Kritische Auseinandersetzung mit Hegels Verständnis von Sein und Nichts
  • Metaphysische Abgrenzung zwischen Existentialismus und objektivem Idealismus

Auszug aus dem Buch

2.2 Dialektische Strukturen bei Sartre

Die Hegelsche Dialektik wird in einem Kapitel bei Sartre explizit thematisiert. Dazu werde ich später kommen, da es dort bereits um die metaphysischen Überlegungen Hegels geht. Hier soll zunächst geprüft werden, ob und inwiefern dialektisch vorgegangen wird, beziehungsweise was das bei Sartre heißen könnte. Dazu wird die erste zu untersuchende Begriffsbeziehung die von Unaufrichtigkeit und Ehrlichkeit sein.

Unaufrichtigkeit wird zu Anfang des zweiten Kapitels des ersten Teils von Das Sein und das Nichts als eine negative Haltung des Menschen sich selbst gegenüber bezeichnet. Sartre untersucht diese bestimmte Haltung in der Absicht, den Menschen als jemanden zu erfassen, der in der Lage ist, sich selbst zu negieren. Bei einem Beispiel für unaufrichtiges Verhalten blendet der Mensch verschiedene Aspekte seines Seins aus, wie im Beispiel der Frau bei einem Rendezvous ihr Körper von ihr als nicht dem Ich zugehörig empfunden wird, obwohl womöglich gar eine Erregung verspürt wird. Sartre beschreibt dabei die Unaufrichtigkeit als „eine gewisse Kunst, widersprüchliche Begriffe zu bilden, das heißt solche, die eine Idee und die Negation dieser Idee in sich vereinigen“.

Diese widersprüchlichen Begriffe sind laut Sartre nun aber keinesfalls ein simpler logischer Patzer, sondern verarbeiten die Eigenschaft des menschlichen Seins, „eine Faktizität und eine Transzendenz zu sein.“ , also niemals vollkommen eins und mit sich identisch zu sein. Die Analyse der Unaufrichtigkeit erhellt die Tatsache, dass der Mensch nicht das ist, was er ist.

Dagegen setzt Sartre nun den Begriff der Ehrlichkeit – interessanterweise gekennzeichnet als „Antithese zur Unaufrichtigkeit“ -, der nun zunächst freilich als Aporie erscheint, da die Aufforderung an den Menschen, genau das zu sein, was er ist, nach den bisherigen Untersuchungen über den Möglichkeiten des Menschen steht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, skizziert Sartres Ansatz zur Dialektik in Abgrenzung zu Hegel und erläutert die methodische Vorgehensweise innerhalb des Werkes.

2. Das Sein und das Nichts: Dieses Kapitel stellt das ontologische Grundprojekt Sartres vor, differenziert zwischen An-sich und Für-sich und analysiert dialektische Strukturen anhand der Begriffe Unaufrichtigkeit und Ehrlichkeit.

3. Sartres Kritik an Hegel: Hier wird Sartres Auseinandersetzung mit der Hegelschen Logik und Metaphysik analysiert, wobei insbesondere der Widerspruch zwischen der Existenzphilosophie und dem objektiven Idealismus herausgearbeitet wird.

4. Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Sartres Arbeit zwar dialektische Elemente enthält, jedoch an einer strikten metaphysischen Trennung von Sein und Nichts festhält.

Schlüsselwörter

Sartre, Hegel, Dialektik, Das Sein und das Nichts, Ontologie, Phänomenologie, An-sich, Für-sich, Unaufrichtigkeit, Ehrlichkeit, Negation, Idealismus, Existentialismus, Sein, Nichts

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis des französischen Philosophen Jean-Paul Sartre zur Dialektik von G.W.F. Hegel, speziell im Kontext von Sartres Hauptwerk "Das Sein und das Nichts".

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die phänomenologische Ontologie Sartres, die Rolle der Negation in menschlichen Existenzstrukturen sowie der metaphysische Gegensatz zwischen Sartres existentialistischem Ansatz und dem Hegelschen Idealismus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, inwiefern Sartre dialektische Methoden verwendet und wo er bewusst und begründet von Hegel abweicht, um seine eigene ontologische Position zu fundieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der philosophischen Textanalyse, um Sartres Argumentationsstrukturen aus "Das Sein und das Nichts" zu extrahieren und mit den metaphysischen Voraussetzungen Hegels zu konfrontieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich zunächst mit Sartres Projekt des "Für-sich" und "An-sich", analysiert das Verhältnis von Unaufrichtigkeit und Ehrlichkeit als dialektische Begriffe und untersucht abschließend Sartres Kritik an Hegels Logik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Sartre, Hegel, Dialektik, Ontologie, An-sich-Sein, Für-sich-Sein und Negation charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Auffassung der Negation bei Sartre von der bei Hegel?

Während bei Hegel die Negation als inhärenter Bestandteil der Dinge den dialektischen Prozess vorantreibt, verortet Sartre die Negation ausschließlich im menschlichen Bewusstsein, das sich vom "An-sich" distanziert.

Warum bezeichnet der Autor das menschliche Sein als "paradox"?

Das menschliche Sein ist nach Sartre paradox, da der Mensch ständig versucht, mit sich selbst identisch zu werden, dies jedoch aufgrund seiner dualen Struktur als "Faktizität" und "Transzendenz" prinzipiell unmöglich ist.

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Detalles

Título
Sartre und die Dialektik. Jean-Paul Sartres Umgang mit der Hegelschen Dialektik in "Das Sein und das Nichts"
Universidad
Free University of Berlin  (Institut für Philoophie)
Curso
Jean-Paul Sartre – Das Sein und das Nichts
Calificación
1.0
Autor
Leon Frisch (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
12
No. de catálogo
V339496
ISBN (Ebook)
9783668291034
ISBN (Libro)
9783668291041
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sartre Hegel Dialektik Das Sein und das Nichts Phänomenologie Existenzialismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Leon Frisch (Autor), 2013, Sartre und die Dialektik. Jean-Paul Sartres Umgang mit der Hegelschen Dialektik in "Das Sein und das Nichts", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339496
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