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Die Alltagskultur in den 1950er Jahren der amerikanischen Nachkriegsgesellschaft

Título: Die Alltagskultur in den 1950er Jahren der amerikanischen Nachkriegsgesellschaft

Trabajo , 2010 , 14 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia - América
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Seit dem Fall der Berliner Mauer 1989 ist die Kulturgeschichte zu einem großen Forschungsgebiet in der Neusten Geschichtswissenschaft geworden. Für einen Konflikt, der mehr ein Krieg der Worte als der Schusswaffen war, sollte die Kultur des Kalten Krieges, in diesem Fall die Alltagskultur Amerikas in den 1950er Jahren nicht ignoriert werden.

Auf einem ähnlichen Feld, der Alltagsgeschichte, nennt Alf Lüdtke in seinem Aufsatz „Einleitung. Was ist und wer treibt Alltagsgeschichte“, deren Forschungsschwerpunkte. Demnach stehen im Mittelpunkt der alltagsgeschichtlichen Forschung das Handeln und Leiden derer, die häufig als „kleine Leute“ bezeichnet werden. Hierbei sind diejenigen das Zentrum des Interesses, die von Allgemeinhistorikern übersehen und vom Interesse an der Geschichte der „Großen“ ins Abseits geraten. Lüdtke nennt Themen, wie „Arbeiten und Nicht-Arbeiten, Wohnen und Wohnungslosigkeit, Kleidung und Nacktheit, Ängste und Zukunftserwartungen. Also die alltäglichen Sorgen, Erfahrungen und Emotionen des normalen Menschen. Es ist die Geschichte der Lebensart.

Diese Sichtweise will geschichtliches Handeln aus seiner eigenen Logik begreifen lassen und fragt, in welchem Verhältnis Einzelne und kleine Netzwerke zu dem großen Ganzen wie Staatsform, gesellschaftlichen Verhältnisse und politischen Umstände standen und wie sie von ihnen geprägt wurden, bzw. wie sie diese ihrerseits prägten. Lüdtke spricht von den „kleinen Leuten“ wie von „Akteuren“, die mehr als nur blinde Marionetten oder hilflose Opfer waren. Sie nahmen aktiv am Geschehen teil und prägten damit die Geschichte.

In dieser Hausarbeit werde ich die Auswirkungen des Kalten Krieges auf die Alltagskultur, insbesondere das Konsumverhalten des Durchschnittsamerikaners untersuchen und versuchen zu erklären, dass sich das Zeitalter der großen „Anxiety“ und Propaganda nicht nur auf die politische Stimmung im Land auswirkte, sondern auch weitreichende Konsequenzen für den Alltag und das Verhalten vieler Amerika hatte. Wichtig ist es mir dabei, wie es Carlo Ginzburg in seinem Text „Mikro-Historie – Zwei oder drei Dinge, die ich von ihr weiß“, erklärt, von einem reduzierten Beobachtungsfeld aus zu analysieren. Es geht darum ein kleines Forschungsfeld zu untersuchen und in einem größeren Bedeutungszusammenhang zu stellen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Zum Forschungsstand der Amerikanischen Alltagsgeschichte:

3. Hauptteil

4. Reaktion der Wirtschaft

5. Schwierigkeit der empirischen Nachprüfbarkeit

6. Fazit

7. Anhang

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Kalten Krieges auf die Alltagskultur der amerikanischen Nachkriegsgesellschaft in den 1950er Jahren, wobei der Fokus insbesondere auf dem Konsumverhalten als Ausdrucksform nationaler Identität und Reaktion auf die atomare Bedrohung liegt.

  • Die Entwicklung der amerikanischen Alltagsgeschichte als Forschungsdisziplin.
  • Die psychologischen und sozialen Folgen der "Anxiety" und atomaren Bedrohung.
  • Die Rolle der Werbeindustrie bei der Formung des Konsumverhaltens der neuen Mittelklasse.
  • Das Konzept der "Wegwerfethik" und des "geplanten Verschleißes" in der Konsumgesellschaft.

Auszug aus dem Buch

Die Reaktion der Wirtschaft

Wie bereits erwähnt vermehrte sich die amerikanische Bevölkerung zwischen 1950 und 1960 um 29 Millionen Menschen. Die Werbeindustrie war natürlich über diese Entwicklung erfreut und ein Forschungsinstitut erläuterte mit naiver Ehrlichkeit, die Hauptfunktion eines jeden Mediums bestehe darin, der werbenden Firma ein Publikum zu verschaffen. Die Kapriolen der Werbewirtschaft erreichten ein bis dahin nicht gekanntes Format: neue Antiquitäten wurden angeboten, natürliches Vinyl für Christbäume, echtes Fassbier auf Flaschen gezogen. Die Firma Lastex behauptete, mit ihrer Unterwäsche sei eine „reconversion to prewar beauty“ möglich. Die Werbebranche rechnete mit einer neuen Mittelklasse bestehend aus Managern, angestellten Akademikern, Bürokräften und Verkaufspersonal. Sie hatte die ältere Mittelklasse aus Farmern, Geschäftsleuten und Freiberuflern zahlenmäßig überholt. Die Fabrikanten reagierten mit ihren Produkten auf die neuen Klassenstrukturen. General Motors offerierte eine statusverleihende Typenpalette, die von Chevrolet über Pontiac, Buick und Oldsmobile zum Cadillac als Krönung reichte. Eine große Agentur konnte bis zu 1100 Angestellte beschäftigen. Wem es gelungen war, für Coca Cola zu werben oder für angesehene Automarken, konnte mit hohem gesellschaftlichen Ansehen rechnen. Ein Werbemanager wurde unter Eisenhower Minister.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung verortet das Thema in der kulturgeschichtlichen Forschung und definiert das Ziel, den Einfluss des Kalten Krieges auf das Konsumverhalten des Durchschnittsamerikaners zu untersuchen.

2. Zum Forschungsstand der Amerikanischen Alltagsgeschichte:: Dieser Abschnitt gibt einen historischen Abriss über die Entwicklung der Alltagsgeschichte als wissenschaftliche Disziplin in den USA.

3. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Angst vor dem Atomkrieg und wie diese die Lebensführung, den Wohnungsbau und das Sicherheitsbedürfnis der Amerikaner prägte.

4. Reaktion der Wirtschaft: Hier wird beleuchtet, wie die Werbeindustrie auf die wachsende Bevölkerung und die neue Mittelklasse reagierte, um Konsumbedürfnisse zu wecken.

5. Schwierigkeit der empirischen Nachprüfbarkeit: Dieses Kapitel erörtert die methodischen Probleme bei der Analyse der Wirkung von Popkultur auf das Individuum.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert den kulturellen Kalten Krieg im Kontext eines frühen Globalisierungsprozesses.

7. Anhang: Der Anhang liefert statistische Daten zur demografischen Entwicklung der USA in der Nachkriegszeit.

Schlüsselwörter

Kalter Krieg, Alltagsgeschichte, Konsumverhalten, Amerikanische Nachkriegsgesellschaft, Atombombe, Angst, Werbeindustrie, Mittelklasse, Wegwerfethik, Popkultur, Massenkonsum, Überflussgesellschaft, Identitätsbildung, David Riesman, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Alltagskultur der USA in den 1950er Jahren und wie diese durch die politischen Rahmenbedingungen des Kalten Krieges geformt wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der gesellschaftlichen psychologischen Lage unter der atomaren Bedrohung sowie der Entstehung einer spezifischen Konsumkultur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie die amerikanische Bevölkerung auf die Bedrohungen durch den Kalten Krieg reagierte und welche Rolle dabei der Konsum zur Identitätsbildung einnahm.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein kulturhistorischer Ansatz gewählt, der Elemente der Mikrogeschichte und der historischen Anthropologie nutzt, um das Verhalten einzelner Akteure im historischen Kontext zu verstehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert untersucht?

Der Hauptteil befasst sich mit dem Zivilschutz, der Transformation von Wohnbedürfnissen sowie der massiven Beeinflussung durch die Werbeindustrie.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Konsumentenkultur, atomare Angst, Wegwerfethik und die Überflussgesellschaft der 1950er Jahre.

Wie beeinflusste die Angst vor dem Atomkrieg das Konsumverhalten der 1950er Jahre?

Die Angst führte zu einer ambivalenten Haltung, in der Konsum als stabilisierender Faktor und Flucht in den Optimismus diente, während gleichzeitig Produkte wie Atombunker den Markt erreichten.

Was versteht die Arbeit unter dem Begriff "Wegwerfethik"?

Damit ist die Entwicklung hin zur Wegwerftechnik und dem geplanten Verschleiß gemeint, die eng mit der Prosperität und den Konsumgewohnheiten der Zeit verknüpft war.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Alltagskultur in den 1950er Jahren der amerikanischen Nachkriegsgesellschaft
Universidad
University of Göttingen  (Institut für Geschichtswissenschaft)
Curso
Aufbauseminar Neuzeit: Propaganda im Kalten Krieg
Calificación
2,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
14
No. de catálogo
V339519
ISBN (Ebook)
9783668291010
ISBN (Libro)
9783668291027
Idioma
Alemán
Etiqueta
alltagskultur jahren nachkriegsgesellschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2010, Die Alltagskultur in den 1950er Jahren der amerikanischen Nachkriegsgesellschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339519
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