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Betrachtungen zur Königswahl Lothars III in der "Narratio de electione Lotharii" und anderen Quellen

Titel: Betrachtungen zur Königswahl Lothars III in der "Narratio de electione Lotharii" und anderen Quellen

Hausarbeit , 2013 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jacqueline Barth (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, auf welche Art und Weise die Wahl Lothars III. in den verschiedenen Quellen geschildert wird, welche Schwerpunkte gesetzt werden, wie seine Herrschaft legitimiert wird und welche Tendenzen ihnen innewohnen.

Die Analyse setzt sich demnach aus einer inhaltlichen, sprachlichen und daraus resultierenden dritten Kategorie, der Deutung, die alle gesammelten Fakten in sich vereint und interpretiert, zusammen.

Die Königswahl Lothars III wurde in vielen Quellen thematisiert, indes gestalten diese sich in ihrer Schilderung ungleich differenzierter. Diese Quellen sind die Narratio de electione Lotharii, die Weltchronik des Otto von Freising, sowie seine später entstandene Gesta Friderici, die Annales Palidenses, der Sächsische Annalist und die ecclesiastical history von Ordericus Vitalis. Als Hauptquelle dient die Narratio de electione de Lotharii, die in der Geschichte als einzigartig monographische Darstellung gilt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Quellen

2.1 Annalista Saxo

2.2 Annales Palidenses

2.3 Otto von Freising: Chronica oder Historia de duabus civitatibus

2.4 Otto von Freising: Gesta Friderici I imperatoris

2.5 Orderic Vitalis: The ecclesiastical history

3. Die Narratio de electione Lotharii ducis Saxoniae in regem Romanorum

4. Vergleiche der Quellen

4.1 Die Narratio de electione Lotharii und die eccelesiastical history von Ordericus Vitalis

4.2 Die Gesta Friderici und die ecclesiastical history von Ordericus Vitalis

4.3 Die Chronica und die Gesta Friderici Ottos von Freisings

5. Herrschaftslegitimation in den Quellen

6. Mögliche Absichten und Tendenzen der Verfasser

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Untersuchung der Darstellung der Königswahl Lothars III. in verschiedenen zeitgenössischen Quellen. Dabei soll analysiert werden, wie die Wahl geschildert wird, welche Schwerpunkte die jeweiligen Verfasser setzen, auf welche Weise Lothars Herrschaft legitimiert wird und welche Tendenzen oder Intentionen den Berichten innewohnen.

  • Vergleichende Analyse mittelalterlicher Geschichtsquellen zur Königswahl Lothars III.
  • Untersuchung von Herrschaftslegitimation und göttlichem Beistand in der Historiographie
  • Mentalitätsgeschichtliche Einordnung der Quellen
  • Analyse der Absichten und Tendenzen der jeweiligen Verfasser
  • Rolle von Akteuren wie Adalbert von Mainz im Wahlprozess

Auszug aus dem Buch

3. Die Narratio de electione Lotharii ducis Saxoniae in regem Romanorum

Die Narratio de electione Lotharii stellt die Hauptquelle dieser Untersuchung dar. In der Forschung wird von vielen Autoren angenommen, es handle sich bei dem Bericht um einen Mönch aus dem Göttweiger Kloster, wobei Vones in ihm den Abt Kadaloh vermutet. Ebenfalls weitgehend einig sind sie sich darin, dass es sich bei dem Schreiber um einen Augenzeugen handle. Einzig Schneidmüller beschreitet neue Wege, indem er behauptet, der Bericht müsse auf einen wesentlich späteren Zeitpunkt, nämlich zwischen 1150 und 1170, datiert werden. Damit spricht er ihm seine Einzigartigkeit ab, die allen anderen Autoren gemein ist.

Zudem ist Kalbfuss der Auffassung, dass der Schreiber zu den Pietisten gehöre und Schmale sieht in ihm einen Anhänger der Reformkrise, die für die kanonische Bischofswahl eintraten. Auch Vones sagt er sei ein Verfechter kirchlicher Reformideen. Bei der Gattung handelt es sich um einen singulären Bericht. Im Folgenden soll nun der genaue Hergang der Wahl detaillierter dargestellt werden. Der Bericht öffnet mit der Aufzählung der Fürsten, welche sich, wie betont wird, ungewöhnlich zahlreich eingefunden hätten. Zudem wären diese freiwillig aus Pflichtbewusstsein und nicht auf Befehl des Kaisers zusammengekommen. Anschließend erfahren wir, dass die Fürsten an unterschiedlichen Stellen des Rheinstroms lagerten. Diese Trennung ist symbolisch zu verstehen, denn sie nimmt die Entwicklung der Ereignisse vorweg.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der quellenkritischen Herangehensweise und Definition des Forschungsziels, die Wahl Lothars III. als mentalitätsgeschichtliches Phänomen zu untersuchen.

2. Die Quellen: Detaillierte formale und inhaltliche Charakterisierung der verwendeten historischen Quellen, darunter Annalista Saxo, Otto von Freising und Orderic Vitalis.

3. Die Narratio de electione Lotharii ducis Saxoniae in regem Romanorum: Detaillierte Rekonstruktion des im Bericht geschilderten Wahlvorgangs unter Berücksichtigung der Rolle der Fürsten und des Wahlverfahrens.

4. Vergleiche der Quellen: Synoptische Analyse der verschiedenen Berichte, um Gemeinsamkeiten und Divergenzen in der Darstellung der Ereignisse und Akteure aufzuzeigen.

5. Herrschaftslegitimation in den Quellen: Untersuchung der verschiedenen Strategien, wie Lothars Anspruch auf das Königtum in den Texten theologisch und historisch begründet wird.

6. Mögliche Absichten und Tendenzen der Verfasser: Analyse der Intentionen der Chronisten, um deren Schreibabsicht und die Beeinflussung durch familiäre oder ideologische Hintergründe zu verstehen.

7. Schluss: Zusammenfassende Synthese der Ergebnisse über die Vielfalt der Darstellungsweisen und die Bedeutung der Quellen für das mittelalterliche Verständnis von Herrschaft.

Schlüsselwörter

Lothar III., Königswahl, Mittelalter, Narratio de electione Lotharii, Otto von Freising, Herrschaftslegitimation, Annalista Saxo, Orderic Vitalis, Wahlverfahren, Historiographie, Staufer, Mentalitätsgeschichte, Adalbert von Mainz, Gottesgnadentum, 1125.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Königswahl Lothars III. im Jahr 1125 und untersucht, wie dieses Ereignis in verschiedenen mittelalterlichen Quellen geschildert und inhaltlich interpretiert wird.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die Analyse der Quellenlage, die detaillierte Schilderung des Wahlvorgangs, die Legitimation der Herrschaft sowie die Intentionen und Tendenzen der verschiedenen zeitgenössischen Geschichtsschreiber.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, auf welche Art und Weise die Wahl Lothars III. in unterschiedlichen Quellen dargestellt wird, welche Schwerpunkte gesetzt werden und wie seine Herrschaft als rechtmäßig legitimiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine quellenkritische und vergleichende Analyse, die sowohl den Inhalt der Berichte betrachtet als auch mentalitätsgeschichtliche Aspekte sowie die Intentionen der Verfasser einbezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Quellen, die detaillierte Darstellung der Narratio de electione Lotharii, einen Quellvergleich, die Untersuchung von Legitimationsstrategien sowie die Analyse der Schreiberabsichten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lothar III., Königswahl, Herrschaftslegitimation, mittelalterliche Historiographie, Narratio de electione Lotharii und Otto von Freising charakterisieren.

Welche besondere Rolle nimmt die "Narratio de electione Lotharii" ein?

Sie dient als Hauptquelle, da sie als einzigartige, monographieähnliche Darstellung gilt, die den Wahlvorgang besonders detailliert schildert.

Wie bewertet die Arbeit die stauferfreundliche Tendenz bei Otto von Freising?

Die Arbeit führt diese Tendenz maßgeblich auf die verwandtschaftlichen Verhältnisse Ottos zurück, insbesondere die Verbindung seiner Mutter Agnes mit dem Hause der Staufer.

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Details

Titel
Betrachtungen zur Königswahl Lothars III in der "Narratio de electione Lotharii" und anderen Quellen
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Mittelalterliche Geschichte)
Veranstaltung
Königswahl im Mittelalter
Note
1,0
Autor
Jacqueline Barth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
22
Katalognummer
V339585
ISBN (eBook)
9783668288812
ISBN (Buch)
9783668288829
Sprache
Deutsch
Schlagworte
betrachtungen königswahl lothars narratio lotharii quellen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jacqueline Barth (Autor:in), 2013, Betrachtungen zur Königswahl Lothars III in der "Narratio de electione Lotharii" und anderen Quellen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339585
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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