Tarifäre und Nicht-Tarifäre Handelshemmnise

Die Wirkung von Ausländischen Direktinvestitionen


Hausarbeit, 2015
19 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Ausländischen Direktinvestitionen
2.1. Horizontale ADIs
2.2. Vertikale ADIs

3. Motive für Unternehmen Direktinvestitionen im Ausland zu tätigen
3.1. Gesamtwirtschaftliche Motive
3.2 Einzelwirtschaftliche Motive
3.2.1. Marktmotive
3.2.2. Kostenmotive
3.2.3. Beschaffungsorientierte Motive
3.2.4. Know-How-View
3.2.5. Sonstige Motive

4. Voraussetzung von Empfängerstaaten und inländischen Unternehmen für die Steigerung der allgemeinen Wohlfahrt
4.1. Produktivität und Technologiestand
4.2. Politische Voraussetzungen

5. Auswirkung von ADIs auf die Beschäftigung im Empfängerstaat
5.1. Direkte Auswirkungen
5.2. Indirekte Auswirkungen
5.2.1. Vertikale indirekte Beschäftigungswirkung
5.2.2. Horizontale indirekte Beschäftigungswirkung
5.2.3. Beispiel VW-Skoda in Tschechien

6. Auswirkung von FDIs auf das Know-How im Empfängerstaat

7. Auswirkung von FDIs auf die Akkumulation von Sachkapital im Empfängerstaat
7.1. Lieferanten
7.2. Kunden

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die zunehmende Globalisierung, sowie die Liberalisierung der Handels-, Absatz- und Kapitalmärkte (führten in den letzten 40 Jahren dazu, dass) haben in den letzten 40 Jahren dazu geführt, dass Unternehmen und Konzerne ihre Aktivitäten auf die internationale Ebene weiter ausbauten. Vor allem der Kapital- und Warenverkehr verzeichneten einen Zuwachs. Die sog. (sicher ob du so abkürzen darfst?) Ausländischen Direktinvestitionen verzeichneten einen Zuwachs von 13 Milliarden US-Dollar (1970) auf 1.833 Milliarden US-Dollar (2007). Diese enorme Steigerung zeigt wie wichtig ADIs für die globale Weltwirtschaftsentwicklung waren und heute noch sind. Die Gründe für eine solche Zunahme sind vielfältig. Der durch GATT angestoßene Abbau von Handelsbarrieren, der Rückgang von internationalen Transaktionskosten und die Integration von Osteuropa und Asiens in die Weltmärkte sind hierfür sicherlich ausschlaggebend (Römer 2008: 8f zitiert nach IW Consult 2004, Güntzel/ Reinhard 2007).

Eine genaue Betrachtung und das Wissen um die Wirkungen von ADIs (engl.: Foreign Direct Investment) ist wichtig für das Verständnis von Beziehungen zwischen Staaten und Unternehmen und das Verhältnis zwischen einzelnen Staaten untereinander (bilaterale, multilaterale Beziehungen) (United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD): Handbook of Statistics, World Investment Report, verschiedene Jahrgänge).

Das Ziel der folgenden Arbeit ist es, die Frage „Warum bemühen sich Staaten um ausländische Direktinvestitionen (ADIs) von multinationalen Unternehmen (MNUs) und welche Auswirkungen haben diese ADIs auf die Empfängerstaaten und deren Unternehmen?“ zu beantworten.

Bevor mit der Analyse begonnen werden kann, soll das Vorgehen in dieser Arbeit näher erläutert werden.

Im ersten Schritt erfolgt eine Begriffserklärung und eine Beschreibung von möglichen Gründen für Investitionen von MNUs im Ausland zu tätigen. Der zweite Schritt soll die Voraussetzungen erläutern die in den jeweiligen Empfängerstaaten und den einheimischen Unternehmen notwendig sind damit Staat und Unternehmen von den ADIs profitieren können. Im dritten Schritt sollen direkte und indirekte Wirkungen von ADIs auf die Beschäftigung im Empfängerland behandelt werden. Als Beispiel dient hier VW-Skoda in Tschechien. Des Weiteren soll die mögliche Verbesserung des Know-Hows im Empfängerstaat untersucht werden, (die durch ADIs entstehen kann. Der 5. Schritt besteht darin, die Wirkung der ADIs auf das Know-How im Empfängerland zu untersuchen. Das Know-How wird hier in Form von Technologien und auf der Ebene des Managements und Neuerungen auf der Organisationsebene bestimmt. Der letzte Schritt soll die Wirkungen von ADIs auf die Entwicklung von Sachkapital beschreiben, die Vielfältigkeit der Wirkung soll anhand von Lieferanten und Kunden gezeigt werden.

2. Definition von Ausländischen Direktinvestitionen

Ausländische Direktinvestitionen werden als solche Investitionen bezeichnet, die von Einzelnen Individuen oder Unternehmen getätigt werden. Entweder dienen sie dazu bestehende, ausländische Produktionsstätten, Niederlassungen voll oder nur teilweise zu erwerben. Auch die Errichtung oder Erweiterung von Produktionsstätten oder Niederlassungen im Ausland werden als Direktinvestitionen bezeichnet. Direktinvestitionen sind der Kategorie der langfristigen, internationalen Kapitalbewegung zuzuordnen. Charakteristisch für Direktinvestitionen ist das hohe Maß an Einfluss und Kontrolle auf die jeweiligen ausländischen Investitionsobjekte (Otto 2005: 23). Die OECD definiert ADIs wie folgt:

„ FDI is defined as cross-border investment by a resident entity in one economy with the objective of obtaining a lasting interest in an enterprise resident in another economy. The lasting interest implies the existence of a long-term relationship between the direct investor and the enterprise and a significant degree of influence by the direct investor on the management of the enterprise. Ownership of at least 10% of the voting power, representing the influence by the investor, is the basic criterion used.” (OECD Factbook 2013)

Der IWF definiert als ADI eine Investition in einem Unternehmen, die mindestens einer Beteiligung von 10% am Unternehmen entspricht. Man begründet dies damit, dass man bei weniger als 10% Beteiligung keinen (weder einen) großen Einfluss (noch) Kontrolle in einem Unternehmen ausüben könne.

In der Wissenschaft haben sich für die beiden Varianten von ADIs die beiden Begriffe Greenfield-Investments und Mergers and Acquisitions etabliert. Fusionen oder der Kauf von Anteilen an ausländischen Unternehmen werden als Mergers and Acquisitions bezeichnet.

Wird ein Unternehmen im Ausland gegründet oder ausgebaut, spricht man von Greenfield- Investments.

Aus der Sicht eines Staates kann man ADIs nochmals aufgrund ihrer Transaktionsrichtung unterteilen. Von Hereinkommenden ADIs wird gesprochen, wenn ausländische Unternehmen im Inland einheimische Unternehmen erwerben, neugründen oder erweitern. Hinausgehende ADIs werden als solche bezeichnet, die durch einheimische Unternehmen im Ausland getätigt werden (Otto 2005: 24)

Die wichtigste Unterscheidung bei ADIs ist jedoch die zwischen vertikalen und horizontalen ADIs.

2.1. Horizontale ADIs

Von horizontalen ADIs spricht man, wenn sich das Augenmerk eines Unternehmens auf den (Absatz-)Markt im Ausland konzentriert. Dies bedeutet, dass Unternehmen eine ADI tätigen wenn die Errichtung einer Produktionsstätte kostengünstiger ist und das Produkt so auf dem jeweiligen Markt kostengünstiger angeboten werden kann als das Produkt durch Export oder Lizensierung auf dem Markt anzubieten. Durch Gegenüberstellung von Fixkosten, Anschaffungskosten, Verlust von Skalenerträgen und Transportkosten, Zölle und weitere Transaktionskosten können Unternehmen abwägen was unter diesen Punkten kostengünstiger für sie ist. Unternehmen versuchen so neue Märkte zu erschließen oder aber die jeweilige Marktstellung zu verbessern.

2.2. Vertikale ADIs

Bei vertikalen ADIs liegt der Fakt zugrunde, dass in den verschiedenen Teilschritten der Produktionsprozesse unterschiedliche Produktionsfaktoren benötigt werden. Da dieses Model eher kostenorientiert ist kommt es den Unternehmen darauf an die Produktionsprozesse dorthin zu verlegen wo sie am kostengünstigsten und vorteilhaftesten stattfinden können. Die Faktorausstattung spielt hier eine große Rolle, da davon ausgegangen wird, dass die Faktorausstattung der Staaten unterschiedlich ist. Deshalb verwundert es nicht, dass vertikale ADIs meist von Industrieländer in Entwicklungsländern getätigt werden. Die an Kapital reichen Staaten investieren in die, an Arbeit reichen, Staaten (Römer 2008: 26f).

3. Motive für Unternehmen Direktinvestitionen im Ausland zu tätigen

Die Motive für Unternehmen im Ausland zu investieren sind sehr vielfältig. Selten kann man eine ADI auf ein einzelnes Motiv reduzieren, höchstens gibt es ein Motiv, welches als herausragend gelten kann. Im Folgenden sollen die gesamtwirtschaftlichen und die einzelwirtschaftlichen Beweggründe kurz skizziert werden.

3.1. Gesamtwirtschaftliche Motive

Für Unternehmen spielen neben den Marktmotiven, Kostenmotiven und dem Zugang zu Know-How vor allem gesamtwirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Vor allem bei horizontalen ADIs sind gesamtwirtschaftliche Faktoren von großer Bedeutung. Das heißt das Abwägen vom jeweiligen Länderrisiko ist für Investitionen sehr entscheidend. Nach Argawal (2000: 331ff) sind diese Faktoren sogar die bedeutendsten Argumente für ADIs. Hierzu gehören unter anderem die politische Stabilität, Maß der Korruption, Bürokratie, Rechtstaalichkeit, Infrastruktur, Wechselkurspolitik und andere Aspekte. Für die Investition in Entwicklungs- oder Schwellenländer hängt die Entscheidung der Unternehmen demnach in besonderen Maße vom politischen und wirtschaftlichen Länderrisiko1 ab.

3.2 Einzelwirtschaftliche Motive

Für Unternehmen und Investoren spielen allerdings nicht nur die gesamtwirtschaftlichen Faktoren eine Rolle. Die Möglichkeiten und Motive auf betriebswirtschaftlicher Ebene sind sehr vielfältig und oft muss das Verhältnis dieser Faktoren stimmen, damit Unternehmen im Ausland investieren. Im Folgenden sollen nun die wichtigsten Motive erläutert werden:

[...]


1 Politische (Diktatur, Handelsblockaden, Krieg, Unruhen), wirtschaftliche (Wechselkursrisiko) und soziokulturelle (Gesellschaftsstruktur, Gebräuche, Traditionen) Risiken in einem Land

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Details

Titel
Tarifäre und Nicht-Tarifäre Handelshemmnise
Untertitel
Die Wirkung von Ausländischen Direktinvestitionen
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Proseminar „Grundlagen der Internationalen Politischen Ökonomie“
Note
2,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
19
Katalognummer
V339615
ISBN (eBook)
9783668291201
ISBN (Buch)
9783668291218
Dateigröße
853 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tarifäre Handelshemmnisse, Politische Ökonomie, Politik, Wirtschaft, ADI, Globalisierung
Arbeit zitieren
Rasmus Portmann (Autor), 2015, Tarifäre und Nicht-Tarifäre Handelshemmnise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339615

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