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La symbolique des lieux. Wie steht die Symbolik von Orsenna in Verbindung zum Romanende von "Le Rivage des Syrtes" von Julien Gracq?

Título: La symbolique des lieux. Wie steht die Symbolik von Orsenna in Verbindung zum Romanende von "Le Rivage des Syrtes" von Julien Gracq?

Trabajo , 2015 , 24 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: Lars Marwinski (Autor)

Estudios franceses - Literatura
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Julien Gracqs "Le Rivage des Syrtes" ist eines der Hauptwerke des französischen Surrealismus. Die in dieser Strömung oft gebrauchte Symbolisierung der Handlungsorte findet sich ebenfalls im Roman wieder und wird in der Hausarbeit genau untersucht. Die Arbeit bietet dabei nicht nur Einblicke in den Roman, sondern auch in die Strömung des Surrealismus allgemein.

Julien Gracq, bürgerlich Louis Poirier, gilt als einer der wichtigsten französischen Romanautoren. Für eines seiner Werke, den Roman "Le Rivage des Syrtes", erhielt er sogar mit dem Prix Goncourt den bekanntesten französischen Literaturpreis, den er aber ablehnte.

Der Roman erzählt, wie der Protagonist seine Heimatstadt Orsenna verlässt, welche sich im Sturz befindet. Dabei begibt er sich zu mehreren verschiedenen Schauplätzen, von großstädtischen Gebieten bis hin zu wüstenähnlichem Ödland. Obwohl Gracq der Literaturströmung des Surrealismus nicht eindeutig zuzuschreiben ist, bedient er sich für den Roman einiger surrealistischer Elemente, wie der ausführlichen Ortsbeschreibungen. Diese werden durch Monologe des erzählenden Helden Aldo kundgegeben und machen einen Großteil des Textes aus.

Während man die Bibliographie zu Gracq durchforscht, stellt man fest, dass sich eine Vielzahl von Autoren mit den Orten in seinem Werk beschäftigt: "Gracq, création et récréation de l’espace" von Michèle Monballin, "Julien Gracq, Paysages et mémoire" von Alain-Michel Boyer und "Trois paysages du Rivage des Syrtes" von Michel Guiomar sind nur drei von vielen Beispielen.

Die Orte werden auch der Hauptbearbeitungspunkt der Hausarbeit sein, wobei ich mich auf Orsenna spezifiziere, dem Anfangs- und Endort von" Le Rivage des Syrtes". Erst reist der Protagonist aus seiner Heimatstadt in die Provinz, um später wieder dorthin zurückzukehren.

Orsenna wird in der Ausarbeitung auf seine Symbolik und Darstellungsweise untersucht, wobei ein besonderes Augenmerk darauf liegt, diese beiden Komponenten dem Ausgang der Handlung, nämlich dem Fall Orsennas, gegenüberzustellen. Dafür bieten die zahlreichen Ortsbeschreibungen in Aldos Monologen oder Dialogen mit z.B. Bewohnern der Admiralität genug Material.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Julien Gracq

3. Le Rivage de Syrtes

4. La symbolique des lieux

5. Konklusion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Symbolik der fiktiven Stadt Orsenna in Julien Gracqs Roman „Le Rivage des Syrtes“ (1951) und analysiert, wie diese durch verschiedene narrative Motive und Isotopien den Untergang des Stadtstaates vorausdeutet.

  • Analyse der Rolle von Orsenna als Anfangs- und Endort des Romans.
  • Untersuchung von Wortfeldern wie Verfall, Sumpf und Fäulnis.
  • Deutung von Motiven wie Schlaf, Alter und Überwachung als Indikatoren für den Staatsverfall.
  • Gegenüberstellung der Symbolik mit dem Handlungsverlauf und dem letztendlichen Kriegseintritt.

Auszug aus dem Buch

4. La symbolique des lieux

In Le Rivage des Syrtes spielen die Ortsbeschreibungen bzw. –bewertungen eine übergeordnete Rolle. Auch die Städte Orsenna bzw. Maremma geraten dabei in den Fokus und werden des Öfteren vom erzählenden Protagonisten Aldo thematisiert. Das von der Seigneurie beherrschte, hauptstädtische Orsenna erhält dabei oft die Assoziation einer schlafenden Stadt, ebenso wie das an der Küste liegende Maremma. Hier zu erwähnen ist, dass in der Vergangenheit beide Städte großen kulturellen und wirtschaftlichen Erfolg vorzuweisen hatten. Dieser geht jedoch immer weiter zurück und mündet in der Zerstörung beider durch den orsennisch-farghestanischen Krieg. Bezogen auf die Leitfrage, Wie steht die Symbolik der Orte Orsenna und Maremma in Verbindung zum Romanende von Le Rivage des Syrtes von Julien Gracq (1951)?, steht folglich im Raum, wie und ob Julien Gracq bei der Beschreibung der orsennischen Städte Querverweise bzw. Mittel benutzt, um den Untergang Orsennas vom Leser vorausdeuten zu lassen.

Die Professorin für Romanische Literatur an der Universität Kassel, Franziska Sick, sieht in Le Rivage des Syrtes Elemente der Dekadenzbewegung, was auch mit der Aussage des französischen Autors Paul Bourget einhergeht, wenn er die These aufestellt „daß die Gesellschaft zugrunde geht, wenn Mitglieder anfangen, ein eigenes Leben zu führen und sich von der Gemeinschaft zu lösen.“

Ein dekadenter Ort bzw. eine dekadente Stadt steht vor dem politischen, wirtschaftlichen und materiellen Absturz. Vielmehr steht dieser Ort aber auch für eine untergehende Gesellschaft oder Weltanschauung, denn für die Anhänger der Dekadenz fungiert dieser Ort „als Erinnerungsträger.“ Oft stehe daher auch der Tod, z.B. durch die Einbindung eines Grabes, im Vordergrund. Als topos für die Illustration der Décadence gebrauchen die Autoren auch Großstädte, um den Verfall darzulegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Autors und des Werkes sowie Definition der zentralen Fragestellung bezüglich der Symbolik von Orsenna.

2. Julien Gracq: Biografischer Überblick über Julien Gracq und Einordnung seines Werkes in den literarischen Kontext.

3. Le Rivage de Syrtes: Zusammenfassung der Romanhandlung, der Ausgangssituation in Orsenna und der Rolle des Protagonisten Aldo.

4. La symbolique des lieux: Kernanalyse der im Roman verwendeten Motive und Isotopien zur Vorausdeutung des Stadtuntergangs.

5. Konklusion: Synthese der Analyseergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage zur symbolischen Verbindung zwischen Orsenna und dem Romanende.

Schlüsselwörter

Julien Gracq, Le Rivage des Syrtes, Orsenna, Symbolik, Dekadenz, Verfall, Narratologie, Motivik, Krieg, Staatsuntergang, Literaturanalyse, Aldo, Farghestan, Isotopie, Seigneurie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die symbolische Bedeutung der Stadt Orsenna in Julien Gracqs Roman „Le Rivage des Syrtes“ und deren enge Verknüpfung mit dem dramatischen Ende des Werkes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Verfall eines Stadtstaates, die Darstellung von Dekadenz in der Literatur, politische Überwachung sowie die Metaphorik von Natur und Körperlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie Julien Gracq durch eine spezifische Erzählweise und die Nutzung von Motiven den Untergang Orsennas bereits im Vorfeld der Handlung für den Leser greifbar macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die sich auf die Untersuchung von Wortfeldern, Isotopien und Motiven stützt, ergänzt durch relevante Forschungsliteratur zur Dekadenz-Thematik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung von Motiven wie dem Schlaf, dem Alter, der Fäulnis (Natur), dem Überwachungsstaat und dem „enfermement“ (Einschluss), um daraus Rückschlüsse auf den Zustand der Stadt zu ziehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Orsenna, Dekadenz, Symbolik, Verfall, Motivanalyse und der Autor Julien Gracq.

Welche Bedeutung hat das Motiv der „Hand“?

Die Handmetaphorik wird genutzt, um den Schwund der Stärke und die Passivität Orsennas zu verdeutlichen, was wiederum auf das hohe Alter der Bevölkerung und den Zustand der Seigneurie verweist.

Wie korrespondiert der „Sumpf“ mit dem Untergang?

Der Sumpf dient als Sinnbild für einen instabilen, schlammigen Untergrund, in dem sich Strukturen auflösen, und spiegelt so das Versinken von Orsenna in Korruption und politischer Stagnation wider.

Warum wird der „Schlaf“ als zentrales Motiv hervorgehoben?

Der Schlaf symbolisiert die Lethargie und Passivität des Staates; er wird nicht als Erholungsphase, sondern als Vorbote für den Endzustand, den Tod, interpretiert.

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Detalles

Título
La symbolique des lieux. Wie steht die Symbolik von Orsenna in Verbindung zum Romanende von "Le Rivage des Syrtes" von Julien Gracq?
Universidad
University of Münster
Calificación
3,0
Autor
Lars Marwinski (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
24
No. de catálogo
V339644
ISBN (Ebook)
9783668293847
ISBN (Libro)
9783668293854
Idioma
Alemán
Etiqueta
Surrealismus Rivage des Syrtes Gracq französische Literatur
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lars Marwinski (Autor), 2015, La symbolique des lieux. Wie steht die Symbolik von Orsenna in Verbindung zum Romanende von "Le Rivage des Syrtes" von Julien Gracq?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339644
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