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Hipster. Ein Diskurs von den Ursprüngen bis zum Bashing

Title: Hipster. Ein Diskurs von den Ursprüngen bis zum Bashing

Seminar Paper , 2013 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tabea Nau (Author)

Sociology - Culture, Technology, Nations
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Als ich mich zum ersten Mal mit dem Begriff „Hipster“ auseinander setzte, fiel mir auf, dass dieser Begriff wie aus dem Nichts aufgetaucht ist und ich ihn gebrauchte ohne wirklich zu wissen wer oder was ein Hipster ist.

Der Begriff „hip“ findet sich in vielen Jugend(Sub-)kulturen wieder, wie zum Beispiel bei den Hippies, oder in der Hip Hop Szene. Ich möchte mich der Frage widmen, was sich seit der damaligen Zeit verändert hat. Denn war man früher stolz darauf ein Hipster zu sein, so scheint es als würde heute jeder vor dieser Jugend(Sub-)kultur davon laufen. Kann man überhaupt noch von Hipstern sprechen, wenn keiner mehr einer sein will?

Dadurch, dass es sehr wenig wissenschaftliche Literatur zum Thema „Hipster“ gibt aber trotzdem sehr viele Meinungen wie ein Hipster auszusehen hat und wie er sich zu verhalten hat, war es nicht einfach für mich über dieses Thema zu schreiben. Ich entschied mich dafür dieser Arbeit den Titel „Ein Diskurs von den Ursprüngen bis zum Bashing“ zu geben, weil es viel umstritten ist was genau einen Hipster ausmacht und nicht den einen richtigen Hipster gibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserklärungen

2.1 Jugend (Sub-)kultur

2.2 Mainstream

2.3 Bashing

3 Der Hipster aus der Vergangenheit

4 Der zeitgenössische Hipster

5 Hipsterbashing

6 Die Ironie des Holzfällerhemdes

7 Ergebnisse und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Hipsters, ausgehend von seinen historischen Wurzeln im afroamerikanischen Jazz der 1920er und 1940er Jahre bis hin zum modernen, zeitgenössischen Hipster und dem damit verbundenen gesellschaftlichen Diskurs des „Hipsterbashings“. Ziel ist es, die Transformation der Identität zu beleuchten, das paradoxe Selbstverständnis dieser kulturellen Gruppe zu analysieren und zu ergründen, warum der Begriff heute häufig mit negativen Konnotationen behaftet ist.

  • Historische Herleitung des Hipster-Begriffs und dessen Wandel
  • Die Abgrenzung von Jugend- und Subkulturen
  • Der zeitgenössische Hipster als „ironisches“ Modewesen
  • Analyse der Mechanismen und Ursachen des Hipsterbashings
  • Die Rolle der Ironie und Symbolik am Beispiel des Holzfällerhemdes

Auszug aus dem Buch

Die Ironie des Holzfällerhemdes

»How do you think anything becomes ›ironic‹ in the hipster sense? Because hipsters make it that way, it’s not that Atari is in-and-of-itself ironic, it’s because somebody thought that the marketing was cheesy and dated, so it became funny. But it’s not cheeky or ironic until somebody makes it that way, poises it. That’s the hipster frame and that’s your frame too, apparently. But it’s not mine. Hipster-ism (pardon the expression) as I think of it is based on consumption, based on becoming the ultimate savvy consumer, so savvy that you can buy things that everybody else thinks are stupid and old, but you, the maven hipster, see them a different way, in an IRONIC way.«

Dieses Zitat von Aimee Plumley alias Brain Bernbaum zeigt deutlich in welcher Weise der Hipster mit der Ironie in Verbindung gebracht werden kann. Diese Ironie möchte ich anhand eines Beispiels, dem Holzfällerhemd, verdeutlichen. Dazu muss etwas ausgeholt und auf den Ursprung des Holzfällerhemdes eingegangen werden.

Der Ursprung des Holzfällerhemdes, oder auch Flanellhemd genannt, ist bei den Waldarbeitern in Kanada zu suchen. Diese Hemden sind aus einem weichen, robusten und teilweise wärmenden Material gefertigt. Sie dienten überwiegend als Arbeitskleidung, weil sie eben so robust sind und nicht so schnell kaputt gehen.

Über den Grunge-Trend der 1990er Jahre wurden diese Hemden wieder ins Blickfeld gerückt (Abbildung 10). Auch in der Indie-Rock Szene, deren Anhänger unter anderem auch dem Hipstertum angehören, ist das Flanellhemd von großer Beliebtheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung des Forschungsinteresses und die Schwierigkeiten bei der Definition des Hipster-Begriffs sowie das Fehlen wissenschaftlicher Standardliteratur.

2 Begriffserklärungen: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie Jugend(sub)kultur, Mainstream und Bashing definiert, um eine theoretische Basis für die Untersuchung zu schaffen.

3 Der Hipster aus der Vergangenheit: Der historische Rückblick untersucht die Wurzeln des Hipsters im Jazz-Milieu der 1940er Jahre und dessen Popularisierung durch die Beat-Generation.

4 Der zeitgenössische Hipster: Dieses Kapitel analysiert das heutige Phänomen des Hipsters, der sich vor allem durch Distinktion vom Mainstream, spezifische Konsummuster und eine ironische Attitüde auszeichnet.

5 Hipsterbashing: Hier wird der gesellschaftliche Umgang mit dem Hipster thematisiert, insbesondere die öffentliche Ablehnung und das gezielte Niedermachen durch Medien und Internetblogs.

6 Die Ironie des Holzfällerhemdes: Anhand des Beispiels des Flanellhemdes wird die Rolle der Ironie als Abgrenzungs- und Statussymbol innerhalb der Hipster-Kultur verdeutlicht.

7 Ergebnisse und Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass das ursprüngliche Hipstertum nicht mehr existiert und der moderne Hipster ein sich ständig neu erfindendes, paradoxes urbanes Phänomen darstellt.

Schlüsselwörter

Hipster, Jugendkultur, Subkultur, Mainstream, Hipsterbashing, Jazz, Beat-Generation, Ironie, Holzfällerhemd, Distinktion, Konsum, Urbanisierung, Identität, Neo-Hipster, Modewesen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kulturellen Figur des „Hipsters“, analysiert dessen historische Ursprünge in der Jazz-Szene und vergleicht diese mit dem heutigen, oft kritisch betrachteten Hipster-Phänomen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Wandel von Jugendkulturen, die Bedeutung von Konsum und Mode für die Identitätsbildung sowie die soziologische Dynamik des gesellschaftlichen Spotts, bekannt als „Hipsterbashing“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu verstehen, was einen Hipster ausmacht, warum er sich so stark vom Mainstream abgrenzen möchte und wie das heutige Bild des Hipsters im Vergleich zu seinen historischen Vorläufern entstanden ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, da wenig dedizierte wissenschaftliche Primärquellen existieren, und stützt sich zudem auf eine Diskursanalyse von Medienbeiträgen und Internetphänomenen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der 1940er und 50er Jahre, die Untersuchung des aktuellen Zeitgenossen, das Phänomen des Bashings sowie eine Fallstudie über die Symbolik des Holzfällerhemdes als ironisches Ausdrucksmittel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hipster, Subkultur, Distinktion, Mainstream, Ironie, Konsumkritik und die Transformation urbaner Lebensstile.

Warum wird der Hipster heutzutage oft „gebasht“?

Der Vorwurf lautet häufig, dass der heutige Hipster keine eigenen Inhalte mehr hervorbringe, sondern durch Ironie und Konsum von eigentlich „uncoolen“ Objekten lediglich eine privilegierte, substanzlose Identität inszeniere.

Inwiefern spielt das Internet eine Rolle für das Hipstertum?

Das Internet fungiert einerseits als Plattform zur Verbreitung von Hipster-Trends, sorgt aber andererseits durch die schnelle Verfügbarkeit für jeden auch für eine rasche Kommerzialisierung, wodurch der Hipster zum Mainstream wird und sich gezwungen sieht, ständig zu „flüchten“.

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Details

Title
Hipster. Ein Diskurs von den Ursprüngen bis zum Bashing
College
Technical University of Darmstadt
Grade
1,3
Author
Tabea Nau (Author)
Publication Year
2013
Pages
22
Catalog Number
V339649
ISBN (eBook)
9783668291690
ISBN (Book)
9783668291706
Language
German
Tags
Hipster Jugendkultur hip
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tabea Nau (Author), 2013, Hipster. Ein Diskurs von den Ursprüngen bis zum Bashing, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339649
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