Chinas Position im System der internationalen Beziehungen - Auf dem Weg zur Weltmacht?


Hausarbeit, 2002
28 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil
1. Historischer Hintergrund
2. Kriterien einer zukünftigen Weltmacht
2.1. Wirtschaft
2.2. Militär
2.3. Innere Stabilität
2.4. Auswärtige Beziehungen
2.4.1. Vereinigte Staaten von Amerika
2.4.2. Japan
2.4.3. Russland
2.4.4. Indien
2.4.5. Andere Staaten im asiatischen Umfeld
2.4.6. Europäische Union
2.5. Internationale Popularität
2.6. Kulturelle Attraktivität

III. Schlussbetrachtung

I. Einleitung:

Die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieg herrschende Bipolarität des Systems der inter-nationalen Beziehungen, zwischen dem Ostblock unter Führung der Sowjetunion und dem Westen unter Führung der Vereinigten Staaten von Amerika, war so allumfassend, dass sie viele weltweit latent vorhandene Konflikte überdeckte. Anfang der 1990er Jahre fand mit dem Zerfall der Sowjetunion diese Bipolarität ein jähes Ende, und somit gab es nur noch eine einzig verbliebene Supermacht, „(...) the United States became the first and the only truly gobal power.”[1] Unter anderem aufgrund ihrer einzigartigen militärischen und ökonomischen Macht sind sie der heutige Hegemon der internationalen Beziehungen. Es existieren jedoch eine Reihe von Akteuren, die sich auf verschiedenste Art und Weise dafür einsetzen, dass sich diese aktuelle Unipolarität zu einer Multipolarität wandeln könnte. Dies sind z.B. nicht-staatliche Akteure wie die islamischen Terroristen des „Elften September“, ein supra-nationaler Akteur wie die EU oder auch Staaten wie Russland und die Volksrepublik China.

In der folgenden Arbeit wird nun diese Volksrepublik China näher untersucht und der Versuch unternommen, die Frage zu klären, ob sie sich – getragen von einer äußerst rasanten Entwicklung der letzten zwanzig Jahre – auf dem Weg befindet, eine Weltmacht der Zukunft zu werden. Die Frage ist von großer Bedeutung, da ein Aufstieg einer neuen Großmacht stets destabilisierend für das internationale System war und für große Konflikte gesorgt hat.[2]

Die aktuelle Diskussion über die Zukunft Chinas ist außerordentlich vielfältig und kontrovers: Gerald Segal vertritt in seinem Aufsatz „Does China matter?“[3] den Standpunkt, dass China für die westlichen Staaten kaum eine Rolle spiele und nur eine Mittelmacht unter vielen sei. Laurence J. Brahm hingegen zeichnet in seinem Buch „China as No. 1“[4] das Bild einer kommenden Supermacht China, die in wenigen Jahrzehnten den Globus bestimmen werde.

Chinas geographische Größe und seine Bevölkerung von knapp 1,3 Milliarden Menschen sind sehr beeindruckend, doch müssen sicherlich noch andere Kriterien angelegt werden, um die gestellte Frage beantworten zu können. Im Hauptteil werden zentrale Kriterien, wie z.B. wirtschaftliche Stärke und kulturelle Attraktivität in die Untersuchung einbezogen und auch Faktoren wie innere Stabilität und auswärtige Beziehungen der Volksrepublik China analysiert. Vorangestellt ist ein ausführlicher geschichtlicher Teil, der erst ein Verständnis des Denkens und Handelns der chinesischen Führung ermöglicht.

II. Hauptteil

II.1. Historischer Hintergrund:

Um China einschätzen und verstehen zu können ist ein Blick auf seine Historie, noch vielmehr als bei der Untersuchung anderer Staaten, unabdingbar, weil Chinas lange Geschichte einen großen Einfluss auf die moderne chinesische Gesellschaft und ihre Führung ausübt. Das chinesische Selbstbild ist stark von historischen Ereignissen geprägt, und nur durch das Verständnis dieses chinesischen Selbstbildes, kann man die zukünftige Politik der heutigen Volksrepublik einschätzen.

Die Anfänge der chinesischen Geschichte liegen ungefähr bei 2000-1500 v. Chr., doch dauert es bis ca. 220 v. Chr. bis die Chin-Dynastie das fragmentierte Land unter einer Herrschaft vereinigt. Voraus gehen Jahrhunderte, deren politische Geschichte sich größtenteils nur durch Legenden fassen lässt und in der zahllose Kriege in den einzelnen Regionen des späteren Riesenreiches toben. Trotz dieser Zerrissenheit wird diese Zeit vor der ersten Einheit prägend für den gesamten späteren Verlauf der Geschichte und Kultur Chinas. In dieser Zeit entwickeln die Schüler nach dem Tode ihres Meisters, des berühmten Philosophen Konfuzius (551-479 v. Chr.) aus seinen Aussprüchen das Lehrgebäude des Konfuzianismus, ein System von religiösen, philosophischen und gesellschaftlich-politischen Ideen und Wertvorstellungen mit den Grundformeln: Respekt vor dem Älteren oder dem Höherstehenden im Verhältnis zwischen Fürst und Untertanen, zwischen Ehemann und Ehefrau, zwischen Brüdern und Freunden und generell die Priorität des Kollektiven gegenüber dem Individuellen.[5]
In diese Zeit fällt auch die Entwicklung der Grundzüge der chinesischen Schriftsprache Mandarin, die heute noch gebräuchlich ist.

China versteht sich in den folgenden Jahrhunderten als das „Reich der Mitte“, das von einem Kaiser, dem „Sohn des Himmels“ regiert wird. In vielen Bereichen ist dieses alte China sehr hoch entwickelt, so z.B. in der Literatur und Philosophie, in der Technologie, wie z.B. der Entwicklung von Schießpulver, Magnetkompass, Papier und Buchdruck und auch in der Staatsverwaltung mit einem gut ausgebildeten Beamtenstab, den sog. „Mandarinen“.

Umgeben sieht man sich von kulturell unterlegenen „Barbaren“, gegen die man sich verteidigen müsse. Eindrucksvoll veranschaulicht dies der spätere Bau der Chinesischen Mauer zur Abwehr von nomadischen Reitervölkern aus dem Norden.[6]

Ungefähr zwischen 1400 und 1450 n.Chr. gibt es allerdings eine kurze Periode der Kontakt- aufnahme mit weit entfernten Ländern über den Seeweg. Eine gigantische Hochseeflotte mit 28000 Mann Besatzung und den größten jemals aus Holz erbauten Schiffen, den neunmastigen „Schatzschiffen“ fuhr bis nach Persien und Ostafrika, nicht jedoch, um diese Reiche zu erobern, sondern nur um den Reichtum und die Macht des chinesischen Kaisers und damit die kulturelle Überlegenheit zu demonstrieren und um Handel mit exotischen Waren zu treiben.[7] So verhält sich das die Meere beherrschende China ganz anders als die späteren europäischen Seemächte, die expansionistisch neues Land eroberten und Großteile der indigenen Völker vernichteten. Mitte des 15. Jahrhunderts endet diese kurze Phase der forcierten Kontaktaufnahme mit fremden Völkern abrupt, als ein neuer Kaiser die Hochseeschifffahrt verbietet. Diese nach Außen Gerichtetheit sei unkonfuzianisch, das Reich solle sich wieder auf sich selbst konzentrieren.[8]

So versinkt China erneut in seiner Selbstzentriertheit und in seinen Autarkiebestrebungen. 1516 errichten die Portugiesen den ersten Handelsstützpunkt in Kanton. Nach ihnen kommen die Niederländer, die von 1624-1662 Formosa (das heutige Taiwan) beherrschen. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts arrangiert man sich mit den immer zahlreicher werdenden europäischen Kaufleuten; doch als der chinesische Kaiser im Jahre 1838 den Opiumschmuggel der Europäer, der seine Bevölkerung vergiftet, verbietet und beschlagnahmtes Opium vernichtet, erklären die Briten China den Krieg. 1842 kapituliert die chinesische Führung und unterzeichnet den ersten der sog. „ungleichen Verträge“, in denen China eine Reihe von Küstenstädte abtreten und sich endgültig für westliche Waren öffnen muss (u.a. fällt in dieser Zeit Hong Kong an Großbritannien).

1895 kommt es zum ersten Krieg zwischen China und Japan, in dem China Formosa verliert. Japan, der einstige Vasallenstaat Chinas, wird in den kommenden Jahrzehnten zu einer immer größer werdenden Bedrohung für das Festland. Im Jahre 1905 besetzt Japan schließlich die Küstenprovinz Fujian gegenüber von Formosa und Teile der Mandschurei.

Zwischenzeitlich ist es im Jahre 1900 zum sogenannten „Boxer-Aufstand“ gekommen, als sich in einigen Provinzen um Peking herum der Hass auf die „fremden Teufel“, wie die Europäer genannt werden, in Christenmassakern und dem Mord an dem deutschen Gesandten entlädt. Eine internationale Strafexpedition unter deutschem Kommando schlägt die Aufstände blutig nieder.

Nachdem es schon im Jahre 1906 zu ersten anti-monarchistischen Aufständen kommt, ruft Sun-Yat-sen im Jahre 1911 die Republik aus, die in den nachfolgenden turbulenten Jahren jedoch nur nominell bestand hat. Die Mongolei und Tibet sagen sich in dieser Schwächephase Chinas von Peking los. Sun-Yat-sen wird der Führer der ein Jahr später gegründeten Kuomintang (Nationale Volkspartei).

Im Ersten Weltkrieg erobert Japan die deutschen Besitzungen in der Provinz Shandong und fordert weitgehende politische und wirtschaftliche Sonderrechte für seine Gebiete. China ist gezwungen, diese sog. „21 Forderungen“ anzunehmen.

Regionale Warlords beherrschen zu dieser Zeit weite Gebiete Chinas, die erst im Jahre 1926 von der Allianz der inzwischen gegründeten Kommunistischen Partei Chinas und der Kuomintang unter Chiang Kai-shek besiegt werden. Nachdem aber diese gemeinsame Bedrohung der beiden Gruppierungen nicht mehr existiert werden sie zu Gegnern. Die neue Regierung unter Chiang Kai-shek sieht sich aber nicht nur der internen Bedrohung durch die Kommunisten gegenüber, sondern vor allem der äußeren durch die Japaner, die die 1931 besetzte Mandschurei 1932 als „Mandschukuo“ zu ihrem Satellitenstaat machen und 1933 die Provinz Hebei nahe Peking erobern.

Den Kommunisten gelingt das Überleben nur durch die Flucht, dem sog. „Langen Marsch“ über 9700 km in die Provinz Shanxi unter Führung Mao Zedong in den Jahren 1934/35. 1937 bricht der chinesisch-japanische Krieg aus, und in den nächsten zwei Jahren erobern die Japaner weite Teile Ost- und Südchinas.

Obwohl sie gegen die Japaner gemeinsam gekämpft hatten, bricht nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges der Bürgerkrieg zwischen den Kommunisten und der Kuomintang erneut aus. Chiang Kai-shek flieht im Jahre 1949 mit seiner Kuomintang-Bewegung vor den siegreichen Kommunisten nach Taiwan, das in den nachfolgenden Jahrzehnten unter dem Schutz der USA stehen wird. Die Volksrepublik beharrt auf dem „Ein-China-Prinzip“, welches besagt, dass Taiwan integrativer Bestandteil Chinas sei und es irgendwann zu einer Wiedervereinigung mit dem Festland kommen müsse.[9]
Im selben Jahr ruft Mao Zedong die Volksrepublik China aus und sichert sich die Unter- stützung der Sowjetunion in einem Freundschafts- und Beistandspakt, die allerdings die Anerkennung der mongolischen Unabhängigkeit dafür fordert. 1950 wird Tibet besetzt und wieder in den chinesischen Staat eingegliedert.

KP-Chef Mao Zedong ordnet Verstaatlichung der Wirtschaft und eine Bodenreform an. Mit dem sog. „Großen Sprung nach vorne“ 1958 soll eine Industrialisierung des Landes erreicht werden, z.T. mithilfe von Kleinsthochöfen in jedem Dorf. Aufgrund der daraus resultierenden Nahrungsmittelknappheit sterben jedoch in den nächsten drei Jahren ca. 20 Millionen Menschen. Ab 1960 verschlechtert sich das Verhältnis zwischen China und der UdSSR zunehmend. 1962 erobert China Teile von Kaschmir (Aksai Chin) sowie geringe Teile des indischen Bundesstaates Assam.

1964 zündet China nach einem nur fünf Jahre dauernden Nuklearprogramm seine erste Atombombe. 1966 kommt es zur „Großen Proletarischen Kulturevolution“, die die bürokratische Erstarrung des Staates abwenden und die Machtposition der KP festigen soll, es gibt Hunderttausende von Toten.

Nachdem es 1969 erste Grenzkonflikte mit der UdSSR am Ussuri-Fluß gibt, nimmt China mehr Kontakt zu den USA auf. 1971 wird China Mitglied der Vereinten Nationen und der Nationale Sicherheitsberater der USA, Henry Kissinger, führt in Peking Geheimgespräche, die den China-Besuch von Präsident Richard Nixon 1972 einleiten.

In den 1980er Jahren leitet Deng Xiaoping die sog. „Vier Modernisierungen“ ein, Ziel ist

die Fortentwicklung der Landwirtschaft, der Industrie, der Wissenschaft und Technologie sowie der Armee. Ein langsames Öffnen zum Ausland wird angestrebt, sämtliche Reformen sind von Pragmatismus und Gradualismus geprägt[10]. International wird eine Mittelposition zwischen den beiden Polen der Weltordnung angestrebt, um das eigene Nationales Interesse besser durchsetzten und eventuell die beiden Supermächte gegeneinander ausspielen zu können. Die Maxime lautet: „Den Kampf der Tiger aus der Ferne beobachten“[11].

1989 erleidet die aufkommende Demokratisierungsbewegung einen schweren Rückschlag, als die Studentenproteste auf dem Platz des himmlischen Friedens blutig niedergeschlagen werden. Die Reformen werden aber fortgesetzt, auch unter dem ab 1993 regierenden Jiang Zemin. 1997 gibt es für China zwei bedeutende Ereignisse: Der große Reformer Deng Xiaoping stirbt und Großbritannien gibt die Kronkolonie Hong Kong zurück. Für China gehen damit symbolisch anderthalb Jahrhunderte der Demütigung zu Ende, die mit dem Opiumkrieg begannen. Als 1999 auch noch Macao, wie Hong Kong, nach der Formel

„ein Land – zwei Systeme“[12] an China zurückfällt, ist die Wiederherstellung der nationalen Einheit fast komplett, es fehlt nur noch das als abtrünnige Provinz angesehene Taiwan.

Nach der historischen Betrachtung ist festzustellen, dass China über den bei weitem längsten Zeitraum der letzten 2000 Jahre nicht nur das Land mit den meisten Menschen und die größte Volkswirtschaft der Erde, sondern eine der fortgeschrittensten Zivilisation – technologisch wie in seinem Regierungssystem – war.[13]

Das chinesische Selbstbild entsprach eher dem einer konfuzianischen (bzw. sinischen) Zivilisation als dem eines chinesischen Nationalstaates.[14]

China definierte sich historisch also weniger geographisch, sondern vor allem kulturell. Auch heutige Länder wie Korea, Vietnam oder die Mongolei wurden als teilweise dem sinischen Macht- bzw. Kulturbereich zugehörig betrachtet.[15]

Heutzutage ist eine solche Sichtweise natürlich problematischer, da die Nationalstaaten, ausgestattet mit interner und externer Souveränität die Handlungseinheiten des gegenwärtigen Systems der internationalen Beziehungen sind.[16] Des weiteren ist festzustellen, dass Chinas Geschichte von Anfang an von einem Spannungsverhältnis zwischen der vorwiegend herrschenden Einheit und der zeitweiligen Teilung des chinesischen Kulturraums durchzogen ist, das bis heute Denken und Handeln der Chinesen prägt. Dieses Spannungsverhältnis ist wiederum eng mit dem Verhältnis Chinas zur meist feindseligen Außenwelt, sowie mit dem Spannungsverhältnis zwischen der Zentralgewalt und den Regionen, verbunden.

[...]


[1] Vgl.: Brzezinski, Zbigniew: The Grand Chessboard – American Primacy and Its Geostrategic Imperatives, New York 1997, S.165 [im folgende zitiert als Brzezinski: The Grand Chessboard ]

[2] Vgl.: Huntington, Samuel P.: The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order, London 1998, S.231 [im folgenden zitiert als Huntington: Civilizations ]

[3] Vgl.: Segal, Gerald: Does China matter?, in Foreign Affairs, No.5, September/Oktober 1999

[4] Vgl.:Brahm, Laurence J.: China as No. 1: The new Superpower takes Centre Stage, Singapur 1996

[5] Vgl.: Huse, Ulrich Ernst: Harenberg Staatenlexikon, Dortmund 2000, S.139

[6] Vgl.: Kinder, Hermann und Hilgemann, Werner: dtv-Atlas Weltgeschichte, München 2000, S.41,227

[7] Vgl.: Seitz, Konrad: China - Eine Weltmacht kehrt zurück, Berlin 2001, S.11f
[im folgenden zitiert als Seitz: China ]

[8] Ebd. S.15f

[9] Vgl.: Oksenberg, Michel: Taiwan, Tibet and Hong Kong in Sino-American Relations, in: Vogel, Ezra F. (Hrsg.): Living with China: U.S.-China Relations in the Twenty-first Century, New York 1997, S.55
[im folgenden zitiert als Vogel: Living with China]

[10] Vgl.: Seitz: China, S.218

[11] Vgl.: Opitz, Peter J.: Grundprobleme und Grundzüge der chinesischen Außenpolitik zwischen 1949 und 1989, in: Luther, Susanne und Opitz, Peter J. (Hrsg.): Chinas Rolle in der Weltpolitik, München 2000, S.17
[im folgenden zitiert als Luther, Opitz: Chinas Rolle ]

[12] Verteidigung und Außenpolitik werden von Peking aus bestimmt, ansonsten hat Hong Kong eine recht große Autonomie in inneren Angelegenheiten. Es hat seine eigene Währung, sein eigenes Steuer- und Gerichtssystem sowie seinen eigenen Finanzhaushalt.

[13] Vgl.: Seitz, Konrad: China im 21. Jahrhundert, Hrsg.: Homolka, Walter; Salditt, Dieter und Walter, Norbert, Frankfurt am Main 2000, S.9

[14] Die Situation, dass die große konfuzianische Zivilisation quasi nur aus einem Staat, der heutigen Volksrepublik China, besteht ist ein weltweit einmaliger Fall und kontrastiert stark mit den anderen Zivilisationen, allen voran der islamischen mit ihrem sehr fragmentierten Staatensystem. Auch bei der Hindu-Zivilisation ist dies, wie man vielleicht vermuten könnte, nicht der Fall, da in Indien über einhundert Millionen Menschen leben, die der islamischen Zivilisation zuzurechnen sind.

[15] Vgl.: Huntington: Civilizations, S.168

[16] Vgl.: Bull, Hedley: The Anarchical Society - A Study of Order in World Politics, New York 1995, S.8

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Chinas Position im System der internationalen Beziehungen - Auf dem Weg zur Weltmacht?
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1,7
Autor
Jahr
2002
Seiten
28
Katalognummer
V33966
ISBN (eBook)
9783638343060
ISBN (Buch)
9783638652483
Dateigröße
575 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Chinas, Position, System, Beziehungen, Weltmacht
Arbeit zitieren
MA Internationale Beziehungen Jan Fichtner (Autor), 2002, Chinas Position im System der internationalen Beziehungen - Auf dem Weg zur Weltmacht?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33966

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