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Der Begriff des Dichters in Friedrich Schillers "Über naive und sentimentalische Dichtung"

Title: Der Begriff des Dichters in Friedrich Schillers "Über naive und sentimentalische Dichtung"

Scientific Essay , 2016 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Norman Franz (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Schillers Abhandlung „Über naive und sentimentalische Dichtung" erschien zuerst in Fortsetzungen im Blatt „Horen" und fällt in das Jahr 1795. Die Abhandlung ist als Frucht des ständigen Umganges und der Auseinandersetzung mit seinem engen Freund Johann Wolfgang v. Goethe zu betrachten.
Dieses Essay nun stellt sich die Frage, und versucht sie gleichsam zu beantworten, was der Begriff des Dichters sei in Schillers Abhandlung „Über naive und sentimentalische Dichtung".

Die Frage – besonders aus philosophischer Sicht – stellt sich, da es in heutiger Zeit, in der die Dichtung (und somit der Dichter als Person, Schaffender und Wirkender der Zeit auf diese) als solches immer weniger Bedeutung für gegenwärtige Kultur und Literatur im speziellen hat, mehr und mehr unklarer wird und im Nebel verschwindet, was ein Dichter, was der Dichter aus der Sicht eines Dichters (wie eben bei Schiller) sei, welche Beweggründe, Zwecke, welchen Sinn dieser in sich birgt, kurz: was er ist, der Dichter.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Teil I

2. Teil II

3. Teil III

4. Teil IV

5. Teil V

6. Teil VI

7. Nachbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Dichterbild in Friedrich Schillers Abhandlung „Über naive und sentimentalische Dichtung“, um das Wesen und die Bedeutung des Dichters innerhalb der Literatur und Philosophie zu ergründen und seine Rolle als Vermittler zwischen Mensch und Natur zu beleuchten.

  • Analyse des Naturbegriffs bei Schiller als fundamentale Voraussetzung für das Dichterverständnis.
  • Differenzierung und Charakterisierung der naiven und sentimentalischen Dichtungsweise.
  • Untersuchung des dichterischen Geistes und dessen moralischem Trieb.
  • Reflexion über die Stellung des Dichters zwischen Ideal und Wirklichkeit.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Entwicklung und dem potenziellen Wandel des dichterischen Schaffens.

Auszug aus dem Buch

Teil II

Es ist unumgänglich, wenn man den Begriff des Dichters betrachten will, den Begriff der Natur vornan zu stellen, und diesen zu deuten, um durch ihn die Natur des Dichters erkennen zu können. Schiller meint, und dies ist ein ungemein großer und gewichtiger Teil der Deutung des Dichters und dessen Begriffs: „Die Dichter sind überall, schon ihrem Begriffe nach, die Bewahrer der Natur.“ (S. 25).

Natur – Schillers Auffassung von dieser ist Hauptstück des Anfanges seiner Abhandlung „Über naive und sentimentalische Dichtung“ (fortan mit „Ü.n.u.s.D.“ abgekürzt). Daher ist es unumgänglich kurz auf diese einzugehen.

Natur wird erfahren, wenn der Betrachter – so auch der Dichter – in künstlichen Verhältnissen und Situationen mit dem Anblick der einfältigen Natur überrascht wird, und es gibt Momente, in denen man diese Natur liebt, nur weil sie Natur ist, also einzig aus dem Grunde heraus, dass sie, die Natur, sie selbst ist – ohne andere hinterstehende Gründe. Weiter, auf andere Art und überaus bildlich wird es anderer Stelle beschrieben: „Unser Gefühl für Natur gleicht der Empfindung des Kranken für die Gesundheit.“ (S.24).

Zusammenfassung der Kapitel

Teil I: Das Kapitel führt in die historische Entstehung und das Umfeld der Abhandlung Schillers ein und etabliert die zentrale Fragestellung nach dem Begriff des Dichters.

Teil II: Es wird die fundamentale Bedeutung des Naturbegriffs für das Verständnis des Dichters sowie die Definition des Naiven als Gegenpol zur künstlichen Welt erörtert.

Teil III: Dieses Kapitel widmet sich der Einteilung der Dichter in naive und sentimentalische Dichtungsweisen und definiert den dichterischen Geist als unsterblichen, moralischen Trieb.

Teil IV: Der Fokus liegt auf der Rolle des Dichters als Schaffender der Poesie, wobei die Nachahmung des Wirklichen und die Darstellung des Ideals als poetische Handlungsweisen kontrastiert werden.

Teil V: Hier wird die Möglichkeit einer Fusion beider Dichtercharaktere diskutiert, ergänzt durch Schillers Aussagen zur Schönheit und zur Verantwortung des Dichters.

Teil VI: Dieses Kapitel vertieft den Begriff der Poesie und die Unterscheidung der beiden Dichtungsarten als Pole, zwischen denen sich das dichterische Streben bewegt.

Nachbemerkung: Der Autor resümiert seine Analyse und formuliert kritische Anmerkungen sowie weiterführende Fragen zur Dynamik zwischen den Dichtertypen bei Schiller.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Über naive und sentimentalische Dichtung, Dichterbegriff, Natur, Naiv, Sentimentalisch, Dichtungsweise, Genie, Ideal, Wirklichkeit, Poetischer Geist, Ästhetik, Menschheit, Literaturphilosophie, Ausdruck

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das spezifische Dichterverständnis, wie es Friedrich Schiller in seinem Werk „Über naive und sentimentalische Dichtung“ darlegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Dichter, Natur und Kunst sowie die Kategorisierung dichterischer Schaffensweisen in naive und sentimentalische Typen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu definieren, was einen Dichter aus Schillers Sicht ausmacht und welchen Sinn oder Zweck er in der Welt erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Textanalyse, bei der Schillers Originaltext systematisch interpretiert und in Bezug auf die Fragestellung ausgewertet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine schrittweise Deutung von Schillers Begriffen (Natur, Naiv, Genie, Dichter) und die Analyse ihrer Anwendung auf die Dichtkunst.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Natur, Naiv, Sentimentalisch, Ideal, Wirklichkeit und der dichterische moralische Trieb.

Wie definiert Schiller das Verhältnis des Dichters zur Natur?

Schiller sieht den Dichter als „Bewahrer der Natur“, der entweder unmittelbar Natur ist (naiv) oder nach ihr sucht (sentimentalisch), um den Menschen mit seinem Ursprung auszugleichen.

Gibt es laut Schiller eine dritte, neue Dichterkategorie?

Ja, der Autor deutet an, dass Schiller eine Art Fusion oder Synthese beschreibt, bei der ein Dichter das Naive und Sentimentalische in sich vereint.

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Details

Title
Der Begriff des Dichters in Friedrich Schillers "Über naive und sentimentalische Dichtung"
College
Humboldt-University of Berlin  (Philosophie)
Grade
2,0
Author
Norman Franz (Author)
Publication Year
2016
Pages
22
Catalog Number
V339662
ISBN (eBook)
9783668292796
ISBN (Book)
9783668292802
Language
German
Tags
Schiller Dichtung naiv sentimentalisch Begriff Dichter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Norman Franz (Author), 2016, Der Begriff des Dichters in Friedrich Schillers "Über naive und sentimentalische Dichtung", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339662
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