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Die Aktion Stolpersteine und die dazugehörige mobile Applikation. Welche Rolle spielen Bild und Ort nach Hans Belting?

Titel: Die Aktion Stolpersteine und die dazugehörige mobile Applikation. Welche Rolle spielen Bild und Ort nach Hans Belting?

Essay , 2015 , 10 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Cornelius Gesing (Autor:in)

Kunst - Bildende Kunst allgemein, Stilkunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit ist in vier thematische Bereiche gegliedert. Zunächst wird ein Bezug zum Seminarthema hergestellt, um im weiteren Verlauf einerseits die Relevanz des ausgewählten Themas zu verdeutlichen und eine Fragestellung formulieren zu können. Nachdem auf zentrale Begriffe eingegangen wurde, wird im zweiten Teil analysiert, welche Rolle das Bild und welche Rolle der Ort nach Beltings Theorie spielt. Dies erfolgt am Beispiel der Aktion Stolpersteine mit der dazugehörigen mobilen Applikation für Hamburg. Anschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst, reflektiert und Schlussfolgerungen gezogen.

Um sich intensiv mit einem Kunstwerk auseinandersetzen zu können, bedient man sich grundlegender Methoden. Erst dann kann garantiert werden, dass der Gegenstand objektiv analysiert und subjektiv interpretiert wird. Im Seminar werden breitgefächerte zentrale Methoden erklärt und erprobt. Dazu gehören neben Beltings Bildanthropologie auch Erwin Panofskys Ikonologie, Max Imdahls Ikonik, oder auch Gottfried Benns Bildtheorie. Dadurch wird essentielles methodisches Wissen vermittelt, welches die Bildinterpretation erleichtert. Dies wirft grundsätzlich die Frage auf, was ist ein Bild? In dieser Hausarbeit wird ein Kunstwerk vorgestellt und untersucht, inwieweit es ein Bild ist und welche Rolle der Ort dabei spielt. Es handelt sich um die Aktion Stolpersteine mit der dazugehörigen mobilen Applikation. Hierbei verschmelzen Kunstwerk und digitale Medien sowie alte und neue Formen der Erinnerung und des Bildes. Beltings Bild-Anthropologie dient hierfür als Leitfaden zur Analyse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Überblick zum Aufbau der Arbeit

1.2 Bezug zum Seminarthema, Begründung der Relevanz des Themas und Formulierung der Fragestellung

1.3 Definition zentraler Begriffe

1.3.1 Aktion Stolpersteine

1.3.2 Virtuelle Denkmäler

2. Stolpersteine per App

2.1 Die Rolle des Bildes

2.1.1 Funktion des Erinnerns

2.1.2 Funktion des Mahnens

2.1.3 Funktion der Zuweisung eines Status

2.2 Die Rolle des Ortes

3. Fazit

3.1 Zusammenfassung der Ergebnisse

3.2 Schlussfolgerungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Grundlage von Hans Beltings Bild-Anthropologie, inwieweit die Aktion Stolpersteine und die zugehörige mobile Applikation als moderne Form des Gedenkens fungieren und welche Rolle dabei das Bild sowie der Ort für die Vermittlung von Erinnerung spielen.

  • Kulturelle und anthropologische Bedeutung des Bildes und des Ortes
  • Analyse der Stolperstein-Aktion als dezentrales Mahnmal
  • Die Rolle digitaler Medien bei der Transformation von Erinnerungskultur
  • Wechselspiel zwischen physischem Standort und digitaler Repräsentation
  • Zukunftsperspektiven virtueller Denkmäler für die jüngere Generation

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Rolle des Bildes

Seit jeher stehen Bild und Tod in einer engen Verbindung (vgl. Belting 2011). Gerade diese Zentralität von Bildern beim Tod sucht man vergeblich bei Stolpersteinen auf der Straße. Erst über die Applikation lassen sich zu vielen Opfern auch Bilder finden. So sind die digitalen Bilder unsichtbar gespeichert, können überall aufgerufen, heruntergeladen und zusammen mit der dazugehörigen individuellen Biographie geteilt werden. Ihre Medialität wird somit ins unendliche erweitert. Es scheint paradox, denn die Anwesenheit in den Bildern eines Opfers ist geprägt durch deren Abwesenheit. Gerade die Unterstützung von Bildern in der App ist wichtig, um den Bildeindruck und die damit verbundene Aufmerksamkeit, die wir Bildern widmen, zu steuern. Die Funktionen, die Bilder in der Stolperstein-App bewirken sollen, lassen sich wie folgt einteilen:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel legt den Grundstein der Untersuchung, definiert zentrale Begriffe wie die Aktion Stolpersteine sowie virtuelle Denkmäler und erläutert den methodischen Rahmen der Arbeit.

2. Stolpersteine per App: Hier wird analysiert, wie Bild und Ort im Kontext der Stolperstein-App agieren, wobei insbesondere die Funktionen des Erinnerns, des Mahnens und der Statuszuweisung beleuchtet werden.

3. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und diskutiert die Bedeutung der Digitalisierung für zukünftige Formen der Gedenkkultur.

Schlüsselwörter

Stolpersteine, Hans Belting, Bild-Anthropologie, Gedenkkultur, virtuelle Denkmäler, digitale Medien, Erinnerung, Mahnmal, Holocaust, Generation Y, Bildtheorie, Digitalisierung, Biographien, Trägermedien, Applikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle von traditioneller Erinnerungskultur, repräsentiert durch die Stolpersteine, und modernen digitalen Vermittlungsformen durch eine mobile Applikation.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die anthropologische Bildtheorie nach Hans Belting, die Bedeutung von Gedenkorten sowie die Auswirkungen der Digitalisierung auf das kollektive Gedächtnis.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Untersuchung geht der Frage nach, inwieweit die Stolperstein-App als Bild fungiert, welche Rolle der Ort dabei spielt und wie sich das Gedenken durch digitale Medien verändert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Als methodischer Leitfaden dient die Bild-Anthropologie von Hans Belting, um die Aktion Stolpersteine und die dazugehörige Applikation theoretisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionen der Bilder in der App (Erinnerung, Mahnung, Status) und untersucht die Verschiebung vom physischen zum virtuellen Gedenkort.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Stolpersteine, Bild-Anthropologie, Gedenkkultur, virtuelle Denkmäler und digitale Transformation.

Wie verändert die App das Gedenken an die Opfer?

Die App macht Informationen und Biografien ortsunabhängig zugänglich, wodurch das Gedenken von einem festen geografischen Ort entkoppelt und digital erweitert wird.

Warum wird das Bildverbot im Judentum im Kontext der Stolpersteine erwähnt?

Die Arbeit beleuchtet das Paradoxon, dass Stolpersteine als dezentrales Mahnmal jüdischer Opfer existieren, während die Einbeziehung von Opferbildern teilweise mit dem jüdischen Bildverbot kollidiert.

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Details

Titel
Die Aktion Stolpersteine und die dazugehörige mobile Applikation. Welche Rolle spielen Bild und Ort nach Hans Belting?
Note
2,0
Autor
Cornelius Gesing (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
10
Katalognummer
V339690
ISBN (eBook)
9783668291638
ISBN (Buch)
9783668291645
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stolpersteine Hamburg App Applikation Bildanthropologie Ikonik Bildtheorie Hans Belting Erinnerung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cornelius Gesing (Autor:in), 2015, Die Aktion Stolpersteine und die dazugehörige mobile Applikation. Welche Rolle spielen Bild und Ort nach Hans Belting?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339690
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Leseprobe aus  10  Seiten
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