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Populismus Messung des AFD-Parteiprogrammes. Die Wahlprogramme zur Europawahl 2014

Titel: Populismus Messung des AFD-Parteiprogrammes. Die Wahlprogramme zur Europawahl 2014

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 12 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit ihrem Gründungsparteitag 2013 ist die AfD (Alternative für Deutschland) Teil der Parteienlandschaft in Deutschland. Wahlerfolge feierte die AfD im Jahr 2014 bereits vier Mal. Die AfD wird häufig als „Anti-Euro-Partei“ und als „rechtspopulistisch“ deklariert. Sich selbst sieht die AfD als eine Partei, die aus der Mitte der Gesellschaft kommt und weder als rechts noch links eingestuft werden möchte.

Von Seiten der Etablierten Parteien(CDU/SPD) erfährt die AfD Ablehnung. Aufgrund der enormen Präsenz in den Medien, welche auf die Wahlerfolge dieser „neuen“ Partei zurückzuführen ist und aufgrund des besonders lauten Populismus-Vorwurfs gegen die AfD auch und besonders von Seiten der etablierten Parteien drängt sich die Frage auf: Wie populistisch geprägt ist die Politik der AfD im Vergleich zur Politik der Etablierten Parteien (CDU/SPD)?

In dieser Hausarbeit werde ich mithilfe einer computerbasierten Inhaltsanalyse die Wahlprogramme der drei oben genannten Parteien zur Europawahl 2014 vergleichen. Die Grundlage meiner Inhaltsanalyse bilden die Wahlprogramme zur Europawahl, da die AfD noch kein ausführliches Parteiprogramm besitzt, sondern lediglich über Richtlinien verfügt. Des Weiteren können Wahlprogramme als das Dokument gesehen werden, welches den deutlichsten Überblick darüber gibt, für was eine Partei zu einem gewissen Zeitpunkt steht. Unter anderem führten Rooduijn und Pauwels eine Inhaltsanalyse der Wahlprogramme populistischer Parteien in verschiedenen westeuropäischen Ländern durch, darunter auch das Wahlprogramm der Linkspartei. Mein Vorgehen zur Messung von Populismus anhand der Wahlprogramme der drei oben genannten Parteien orientiert sich sehr stark an dem von Rooduijn und Pauwels. Der Fokus dieser Arbeit liegt nicht hauptsächlich darauf, zu messen ob und wie stark populistisch geprägt die Politik der AfD ist, sondern vielmehr darauf, ob die AfD im Gegensatz zu den Etablierten wirklich so viel populistischere Politik betreibt wie ihr vorgeworfen wird. Ziel dieser Hausarbeit ist es, den Populismus-Vorwurf gegen die AfD methodisch zu bestätigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Populismus

2.1 Definition des Begriffes „Populismus“

2.2 Rechts- und Linkspopulismus in Deutschland

3 Populismus-Messung mittels einer computerbasierten Inhaltsanalyse

3.1 Durchführung der computerbasierten Inhaltsanalyse

3.1.1 Ergebnis der computerbasierten Inhaltsanalyse

4 Schluss/Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser wissenschaftlichen Arbeit ist es, den Populismus-Vorwurf, der häufig gegenüber der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) erhoben wird, methodisch zu überprüfen und mit den etablierten Parteien CDU und SPD zu vergleichen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwieweit die Politik der AfD im Vergleich zu den etablierten Parteien populistisch geprägt ist.

  • Analyse des Populismusbegriffs und seiner ideologischen Bestandteile
  • Untersuchung von Rechts- und Linkspopulismus in Deutschland
  • Anwendung einer computerbasierten Inhaltsanalyse auf Basis von Wahlprogrammen
  • Vergleichende Untersuchung der Parteien AfD, CDU und SPD zur Europawahl 2014
  • Evaluierung der Ergebnisse hinsichtlich des "anti-elitism"-Konzepts

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition des Begriffes „Populismus“

Bevor wir mit der Messung von Populismus beginnen können, müssen wir zuallererst den, in der europäischen politischen Landschaft negativ konnotierten Begriff „Populismus“ definieren. Rensmann(2006:1)schreibt Folgendes zum Populismus-Vorwurf: “Der Vorwurf populistisch zu agieren, wird heute zumeist dann in Stellung gebracht, wenn dem politischen Gegner unterstellt wird, er polarisiere und simplifiziere bei komplexen Sachverhalten um opportunistisch einer augenblicklich wahrgenommenen Stimmung oder Mehrheitsmeinung zu entsprechen und aus dieser skrupellos politisch Kapital zu schlagen(Rensmann, 2006:1).“

(Mudde 2004:543) definiert Populismus als eine Ideologie, welche die Gesellschaft in zwei homogene und feindliche Gruppen geteilt betrachtet, auf der einen Seite das „Volk“ auf deranderen Seite die „korrupte Elite“ Außerdem sei der Populismus eine Ideologie, welche Politik als Ausdruck des allgemeinen Volkswillens sieht. Das heißt, der Populismus bestehe aus zwei Bestandteilen: „people-centrism“ und „anti-elitism“. „People-centrism“ bedeutet, dass das Volk im Mittelpunkt steht und nicht die Eliten. Der Anti-Elitismus („anti-elitism“) steht für die ablehnende Haltung gegenüber den Herrschenden und Einflussreichen.

Der Ausgangspunkt eines jeden Populisten ist die Zentralität des Volkes (Ionescu und Gellner 1969:4; Mèny und Surel 2002). Des Weiteren sind Populisten negativ gegenüber Eliten eingestellt, da sie der Zentralität des Volkes im Wege stehen (Mudde 2004).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz der AfD in der deutschen Parteienlandschaft dar und formuliert die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich des populistischen Charakters der AfD im Vergleich zur CDU und SPD.

2 Populismus: Hier werden theoretische Grundlagen des Populismus, insbesondere die Definition von Mudde, sowie die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Rechts- und Linkspopulismus in Deutschland erörtert.

2.1 Definition des Begriffes „Populismus“: Dieses Unterkapitel setzt sich mit der wissenschaftlichen Definition des Begriffs auseinander, wobei Konzepte wie „people-centrism“ und „anti-elitism“ als Kernmerkmale identifiziert werden.

2.2 Rechts- und Linkspopulismus in Deutschland: Es wird die Historie und Entwicklung populistischer Parteien in Deutschland beleuchtet sowie die Ähnlichkeit der AfD zu früheren Gruppierungen und die Rolle charismatischer Führungspersonen diskutiert.

3 Populismus-Messung mittels einer computerbasierten Inhaltsanalyse: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise der Untersuchung, bei der Wahlprogramme mittels des Programms Yoshikoder anhand eines spezifischen Wörterbuchs auf populistische Indikatoren untersucht werden.

3.1 Durchführung der computerbasierten Inhaltsanalyse: Die technische Umsetzung der Inhaltsanalyse wird beschrieben, wobei der Fokus auf dem Vergleich der Parteiprogramme und der Wortübereinstimmungen liegt.

3.1.1 Ergebnis der computerbasierten Inhaltsanalyse: Hier werden die empirischen Befunde präsentiert, die belegen, dass die AfD eine deutlich höhere Anzahl an „anti-elitism“-Begriffen in ihrem Wahlprogramm verwendet als die CDU oder SPD.

4 Schluss/Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Validität der gewählten Methode und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der AfD im Kontext des politischen Wettbewerbs.

Schlüsselwörter

Populismus, AfD, Inhaltsanalyse, Europawahl 2014, Rechts- und Linkspopulismus, anti-elitism, Wahlprogramme, politische Kommunikation, Parteienvergleich, Yoshikoder, Demokratie, Elite, politisches System, Parteienlandschaft, Protestwähler

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung des populistischen Gehalts der AfD im Vergleich zu den etablierten deutschen Volksparteien CDU und SPD auf Basis der Europawahlprogramme von 2014.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Definition von Populismus, die Analyse der deutschen Parteienlandschaft unter Einbezug von Rechts- und Linkspopulismus sowie die methodische Messung populistischen Sprachgebrauchs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den häufig erhobenen Populismus-Vorwurf gegen die AfD wissenschaftlich zu validieren, indem untersucht wird, ob die AfD tatsächlich populistischer agiert als die etablierten Parteien.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Autorin/der Autor nutzt eine computerbasierte Inhaltsanalyse mittels der Software "Yoshikoder", um Wahlprogramme anhand eines vorgegebenen Wörterbuchs auf bestimmte populistische Begrifflichkeiten hin auszuwerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Populismusbegriffs, die Einordnung der deutschen Parteien sowie die methodische Durchführung und Darstellung der Analyseergebnisse anhand der 2014er Wahlprogramme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Populismus, AfD, Inhaltsanalyse, anti-elitism, Parteienvergleich und Wahlprogramme sind die zentralen Begriffe, die den Kern der Untersuchung beschreiben.

Warum wurde explizit die Europawahl 2014 als Grundlage gewählt?

Die Europawahl 2014 war für die AfD eine zentrale Phase ihres Aufstiegs, und die Wahlprogramme boten das am besten vergleichbare Dokument, da die AfD zu diesem Zeitpunkt über kein ausführliches Parteiprogramm verfügte.

Was ist das wichtigste Ergebnis der computerbasierten Inhaltsanalyse?

Die Analyse zeigt, dass das Wahlprogramm der AfD signifikant mehr populistische Begriffe („anti-elitism“) aufweist als die der CDU und SPD, was die These einer populistischeren Ausrichtung stützt.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Populismus Messung des AFD-Parteiprogrammes. Die Wahlprogramme zur Europawahl 2014
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg  (Sozial-und Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Einführung in die Methoden der vergleichenden Politikwissenschaft
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
12
Katalognummer
V339738
ISBN (eBook)
9783668294646
ISBN (Buch)
9783668294653
Sprache
Deutsch
Schlagworte
AfD Populismus SPD CDU Etablierte Parteien Europawahl 2014 Inhaltsanalyse Populismusmessung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2014, Populismus Messung des AFD-Parteiprogrammes. Die Wahlprogramme zur Europawahl 2014, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339738
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Leseprobe aus  12  Seiten
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