Arbeit Untersucht die Veränderung der kognitiven Lernfähigkeit mit zunehmendem Alter. Auf dieser Basis, unter Berücksichtigung der bisherigen Lern- und Ausbildungsmethoden und der Würdigung gängiger Software in Bezug auf ihre praktische Nutzbarkeit, wird ein Bewertungsmuster, sowie weitere Ansätze formuliert, eine qualitative Steigerung in der Fortbildung, für ältere Arbeitnehmer zu erzielen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die psychologischen Aspekte der Sinneserfahrungen
2.1 Die Entwicklung der kognitiven Wahrnehmung
2.2 Die psychologischen Aspekte der Motivation
2.3 Gedächtnis und Verarbeitung im Alter
2.4 Fazit der Sichtung für ältere Arbeitnehmer
3 Sozialer Kontakt im Unternehmen
3.1 Formen der Arbeitsorganisation
3.2 Hierarchiestrukturen der heutigen Arbeitswelt
3.3 Extreme Erscheinungen sozialer Kontakte
3.3.1 Mobbing
3.4 Fazit sozialer Gefüge für ältere Mitarbeiter
4 Wissen und Erfahrungspotential älterer Mitarbeiter
4.1 Ausbildung und Praxis
4.2 Das Erlangen von Erfahrung und Wissen
4.3 Ökonomisches Kapital durch Erfahrung
4.4 Human Ressources älterer Mitarbeiter für die Unternehmen
5 Informationstechnologien und die Praxis ihrer Nutzung
5.1 Beschreibung der verbreiteten Softwareapplikationen
5.2 Graphical User Interface in der Nutzung
5.2.1 Gestaltungsregeln für grafische Benutzeroberflächen
5.2.1.A Die Hervorhebung
5.2.1.B Der Einsatz von Farben
5.2.1.C Der Dialogaufbau und die Dialogführung
5.2.1.D Geometrischer Aufbau von Fenstern
5.3 GUI-Gestaltungsrichtlinien - Praxisvergleich Internet
5.3.1 Beispiel eins: „Internet Provider“
5.3.2 Beispiel zwei: „Unternehmensauftritt“
5.3.3 Beispiel drei: „Suchmaschine“
5.3.4 Fazit
5.4 Mächtigkeit gängiger Softwareapplikationen
5.5 Fehlermeldungen
5.6 Fazit zu Informationstechnologien und der Praxis ihrer Nutzung
6 Ausbildung zur Nutzung von IT und Qualitätskriterien
6.1 Formen der Ausbildung und Einweisung zur Nutzung von IT
6.2 Qualitätskriterien für Motivation, Einführung und Anwendung von IT
6.2.1 Erläuterung zu den Grad- und Wertungsabstufungen der Kriterienauswahl
6.3 Fazit zu Ausbildung zur Nutzung von IT
7 Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, warum das Wissenspotenzial älterer Arbeitnehmer im Kontext der zunehmenden Nutzung multimedialer Softwareapplikationen in Unternehmen oft unzureichend genutzt wird. Ziel ist es, die kognitive Erfahrungswelt dieser Altersgruppe zu analysieren und Kriterien für eine erfolgreiche, motivierende Schulung sowie eine benutzerfreundliche Gestaltung von Software zu entwickeln, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
- Psychologische Aspekte der kognitiven Wahrnehmung und Gedächtnisleistung im Alter.
- Soziale Strukturen im Unternehmen und deren Auswirkungen auf die Akzeptanz von IT.
- Bewertung von Usability-Standards bei verbreiteten Internetanwendungen.
- Entwicklung eines Qualitätsmodells zur Messung von Akzeptanz und Motivation beim IT-Einsatz.
- Strategien zur besseren Integration älterer Mitarbeiter durch strukturierte Qualifizierung.
Auszug aus dem Buch
Die psychologischen Aspekte der Sinneserfahrungen
„Ich denke – also bin ich“, so knapp und klar lässt sich die menschliche Existenz seit dieser Formulierung durch Descartes eingrenzen. Doch woher rührt dieses Denken? Ist es nicht von der ersten biochemischen Reaktion in unserem embryonalen Hirn an, geprägt von den Eindrücken, die uns unsere Sinne vermitteln? Unser Denken und Handeln spiegelt die Erfahrung gewonnener Sinneseindrücke und deren Verarbeitung durch die Leistung unserer Gehirne, im Wechselspiel des Denkens und Handelns mit den anderen Menschen und Dingen unsere Umwelt wieder. Wir nehmen wahr und speichern, wir verarbeiten und reagieren, wir erkennen und handeln konzeptionell, wir erinnern und lassen diese Erfahrungen in unsere Handlungskonzepte einfließen.
Die Wahrnehmung stimuliert uns von unserer Geburt an. Ging man noch bis zu den Sechziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts davon aus, dass Säuglinge in den ersten drei Lebensmonaten von einer chaotischen, konfusen und undifferenzierten Wahrnehmungsentwicklung geprägt sind, ergaben spätere, differenzierte Versuche zur kognitiven Leistung von Säuglingen, dass diese bereits ab der 17. Lebensstunde zu einer Verarbeitung von Sinneseindrücken in der Lage sind. Mittels der Präferenztechnik, einer Untersuchungsmethode, in deren Verlauf Säuglingen gerade und kurvenlineare Konturen zur visuellen Wahrnehmung angeboten wurden, stellte man eine Präferenz zu den komplexeren Konturenmustern hin, fest. Auch bei Versuchen der Habituations-Dishabituations-Methode, die Frantz, Saayman, Ames und Moffett erstmals 1964 durchführten, wurden diese Erkenntnisse bestätigt und erweitert. Säuglinge wurden durch einen Reiz stimuliert, die Wiederholung dieses Reizes führte zur Habituation, also zur verinnerlichten Erinnerung des Wahrgenommenen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Umbruch der Arbeitswelt durch technologischen Fortschritt und die resultierende Problematik der Arbeitslosigkeit unter älteren Arbeitnehmern.
2 Die psychologischen Aspekte der Sinneserfahrungen: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Wahrnehmungsentwicklung und des Gedächtnisses, um die kognitiven Voraussetzungen für das Lernen im Alter zu verstehen.
3 Sozialer Kontakt im Unternehmen: Es werden verschiedene Formen der Arbeitsorganisation und soziale Phänomene wie Mobbing untersucht, die den Umgang mit IT im Berufsalltag beeinflussen.
4 Wissen und Erfahrungspotential älterer Mitarbeiter: Die Analyse des Erfahrungswissens älterer Beschäftigter und deren Rolle als Humankapital stehen hier im Mittelpunkt.
5 Informationstechnologien und die Praxis ihrer Nutzung: Das Kapitel vergleicht verbreitete Softwareapplikationen und Internet-Gestaltungsrichtlinien anhand konkreter Anwendungsbeispiele auf ihre Benutzerfreundlichkeit.
6 Ausbildung zur Nutzung von IT und Qualitätskriterien: Hier wird ein Bewertungsschema für Motivation, Schulung und Softwarequalität eingeführt, um die Akzeptanz von IT zu messen.
7 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit der Forderung nach einer gezielten, individuellen Integration älterer Mitarbeiter, um deren Erfahrungswissen für die Unternehmenserfolge zu sichern.
Schlüsselwörter
Ältere Arbeitnehmer, Informationstechnologie, Kognitive Wahrnehmung, Wissensmanagement, Humankapital, Software-Usability, Intrinsische Motivation, Weiterbildung, E-Learning, Arbeitsorganisation, Digitale Kluft, Qualifizierungsplanung, Mensch-Computer-Interaktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Herausforderung, ältere Arbeitnehmer erfolgreich in die Arbeit mit moderner Informationstechnologie (IT) zu integrieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die kognitive Psychologie des Lernens im Alter, die soziale Arbeitsorganisation, das Management von Erfahrungswissen und die qualitative Bewertung von Softwareoberflächen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen die Potenziale älterer Mitarbeiter durch angepasste Schulungen und intuitive IT-Systeme besser nutzen können, statt sie aufgrund demografischer Vorurteile auszugrenzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturanalyse psychologischer und betriebswirtschaftlicher Theorien, die durch praxisorientierte Fallbeispiele zur Software-Usability ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert, wie Gedächtnisprozesse (Frames und Skripte) für Software-Schulungen genutzt werden können und bewertet die Anwenderfreundlichkeit von Internetseiten anhand festgelegter Kriterien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Human Ressources, IT-Akzeptanz, Erfahrungspotenzial, Usability, Intrinsische Motivation und Qualifizierungsrisiko.
Wie bewertet der Autor die aktuellen Fehlermeldungen in Betriebssystemen?
Der Autor kritisiert, dass viele Fehlermeldungen für den Anwender unverständlich sind und den Arbeitsfluss eher behindern, da sie technisches Fachwissen voraussetzen, statt konstruktive Lösungshilfen zu bieten.
Welchen Stellenwert räumt die Arbeit dem Erfahrungswissen bei?
Der Autor betrachtet Erfahrungswissen als essenzielles „Schmiermittel“ für den Unternehmenserfolg, dessen Verlust durch eine einseitige Verjüngungsstrategie der Belegschaft volkswirtschaftlichen Schaden verursacht.
- Quote paper
- Diplom Betriebswirt Lothar Mohrmann (Author), 2004, Human Ressources. Das ungenutzte Potential älterer Angestellter in der Arbeit mit Informationstechnologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33976