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Frauen in der DDR. Familie, Partnerschaft und Ehe

Rechtliche Grundlagen und Alltagsrealität

Título: Frauen in der DDR. Familie, Partnerschaft und Ehe

Trabajo de Seminario , 2012 , 25 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Manuela Klagge (Autor)

Historia universal - Historia moderna
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Frauen wurden in der DDR mit einem besonderen Interesse bedacht. Sie waren letztendlich diejenigen, die den Erhalt der sozialistischen Gesellschaft durch die Geburt von Kindern sicherten. Gleichzeitig stellten sie nach dem Zweiten Weltkrieg den größten Teil der Bevölkerung und spielten somit eine entscheidende Rolle in der Produktion. Daher ist es nicht verwunderlich, dass viele Regelungen und Erleichterungen auf die Bedürfnisse der Frauen ausgerichtet waren. In der folgenden Arbeit sollen diese betrachtet und den Lebenswirklichkeiten der DDR-Frauen in ihrem Alltag gegenübergestellt werden.

Einen wichtigen Wendepunkt für die Situation der Frauen innerhalb der Familien bildeten die 1960er und 70er Jahre. In dieser Zeit entstand das Familiengesetzbuch der DDR (FGB) und eine Neuformulierung des Parteiprogramms der SED. Welche politischen Bestimmungen existierten in der DDR zur Regelung des privaten Bereiches bezüglich der Frauen in Familie, Partnerschaft und Ehe? Wie sahen der Alltag und die Lebenswirklichkeit der Frauen nun aus? Diesen zentralen Fragen widmet sich die vorliegende Arbeit.

Da in der DDR bis 1990 die SED gesetzmäßig allein regierte, bildet ihr Programm von 1976 den Ausgangspunkt dieser Analyse. Anhand der ideellen Vorstellung der Alltagssituation von Frauen in der DDR durch die SED, welche in ihrem Parteiprogramm festgehalten ist, werde ich diese Vorstellung der Realität in den einzelnen Bereichen – Familie, Partnerschaft und Ehe – gegenüberstellen.

In der Forschungsliteratur werden oftmals nur die Erwerbstätigkeit der Frauen und deren Vereinbarungsstrategien zwischen Beruf und Familie betrachtet. Untersuchungen zum privaten Bereich, besonders bezogen auf die innerfamiliäre Beziehung zwischen Frau und Mann, sind kaum erfolgt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rechtliche Grundlagen

2.1 Das Familienrecht in der DDR

2.2 Die Gleichstellungspolitik der DDR

3. Das Programm der SED von 1976

4. DDR-Frauen in Familie, Partnerschaft und Ehe

4.1 Die werktätige Mutter

4.2 DDR-Frauen in der Familie

4.2.1 Familienformen

4.2.2 Unterstützung der Familien

4.3 DDR-Frauen in der Ehe: Gleiche Rechte - Gleiche Pflichten?

4.4 DDR-Frauen in Partnerschaft: Gleichberechtigung und Reproduktion

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Lebenswirklichkeit von Frauen in der DDR im Spannungsfeld zwischen den politisch-ideologischen Vorgaben der SED und der gelebten Alltagspraxis in Familie, Partnerschaft und Ehe.

  • Analyse der gesetzlichen Grundlagen, insbesondere des Familiengesetzbuchs (FGB).
  • Untersuchung der staatlichen Gleichstellungspolitik und des Frauenleitbilds der SED.
  • Betrachtung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und familiären Verpflichtungen.
  • Evaluation verschiedener Familienformen und ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz.
  • Kritische Würdigung der Diskrepanz zwischen offizieller Ideologie und persönlichem Alltag.

Auszug aus dem Buch

DDR-Frauen in Familie, Partnerschaft und Ehe

Vorstellungen und die Realität liegen oft weit auseinander, daher werde ich nun beschreiben, inwiefern die Bestrebungen der Politik und die Vorstellungen der Partei gewirkt haben und ob sich diese in der Lebens- und Alltagwelt der Frauen wiederspiegelte.

Das Parteiprogramm richtet sich nur an die werktätigen Mütter. Andere Frauengruppen werden nicht angesprochen. Der gesamte erste Teil des besprochenen Auszuges beschäftigte sich mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es war wichtig, dass auch die Frauen arbeiten gingen, da ein Arbeitskräftemangel vorherrschte. Auch im FGB ist die Erziehungsaufgabe ganz auf die Frau gerichtet. Darin steht, die Frau soll „ihre berufliche und gesellschaftliche Tätigkeit mit der Mutterschaft vereinbaren“ (§ 10 (1)). In den übrigen Paragraphen werden stets beide Partner benannt, nur an dieser Stelle findet allein die Mutter Erwähnung.

Der Wunsch der Regierung, eine zunehmende Frauenarbeitsquote zu erzielen, geriet genau an dieser Stelle auch zu einem Problem. In den 1970ern waren die Bestrebungen der Regierung auf die Vereinbarkeit der Mutterrolle der Frau mit deren Erwerbsarbeit gerichtet. Viele Autoren argumentieren, dass sich die Frauen der DDR einer gegensätzlichen Aufgabe gegenüber sahen – zum einen die Produktion zum anderen die Reproduktion – und diese nun miteinander vereinbaren mussten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Frauenrolle in der DDR und Definition der zentralen Forschungsfragen hinsichtlich des privaten Bereichs und politischer Bestimmungen.

2. Rechtliche Grundlagen: Erläuterung des Familiengesetzbuchs (FGB) von 1965 sowie der allgemeinen Gleichstellungspolitik der DDR-Regierung.

3. Das Programm der SED von 1976: Detaillierte Untersuchung der familienpolitischen Vorgaben im Parteiprogramm der SED von 1976 und deren Absicht zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit.

4. DDR-Frauen in Familie, Partnerschaft und Ehe: Analyse der Alltagswirklichkeit von Frauen, unterteilt in die Rolle der berufstätigen Mutter, verschiedene Familienformen und die tatsächliche Aufgabenteilung in Haushalt und Partnerschaft.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Diskrepanz zwischen den staatlichen Vorstellungen einer gleichberechtigten sozialistischen Familie und der faktischen Doppelbelastung der Frauen.

Schlüsselwörter

DDR, Frauenpolitik, SED, Familiengesetzbuch, Gleichberechtigung, Sozialismus, werktätige Mutter, Vereinbarkeit, Erwerbstätigkeit, Familienformen, Doppelbelastung, Reproduktion, Alltag, Ehe, Parteiprogramm.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Situation von Frauen in der DDR, wobei der Fokus auf dem privaten Lebensbereich wie Ehe, Partnerschaft und Familie sowie der staatlichen Frauenpolitik liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Gesetzgebung, insbesondere das Familiengesetzbuch, die Rolle der Frau als werktätige Mutter und die staatlich angestrebte Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die ideellen Vorstellungen der SED-Parteipolitik der Lebenswirklichkeit der Frauen gegenüberzustellen und Widersprüche aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die offizielle Regierungsdokumente wie das SED-Parteiprogramm und das FGB mit soziologischer Forschung zur DDR-Geschichte vergleicht.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse von Gesetzestexten, der Rolle der werktätigen Mutter, verschiedenen gelebten Familienformen und der faktischen Aufgabenteilung innerhalb der Ehen.

Welche Schlüsselwörter kennzeichnen die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie DDR-Frauenpolitik, SED, Familiengesetzbuch, Doppelbelastung, Erwerbstätigkeit und sozialistisches Familienleitbild charakterisieren.

Welche Bedeutung hatte das Babyjahr 1976 für die Frauen?

Das Babyjahr sollte die Reproduktion fördern, die Lebensläufe planbarer gestalten und Frauen nach der Erziehung wieder schneller in den Arbeitsprozess zurückführen.

Warum wurde die "werktätige Mutter" als primäres Leitbild propagiert?

Aufgrund eines Arbeitskräftemangels war der Staat auf die Einbindung von Frauen in die Produktion angewiesen, was durch staatliche Unterstützung bei der Kinderbetreuung forciert wurde.

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Detalles

Título
Frauen in der DDR. Familie, Partnerschaft und Ehe
Subtítulo
Rechtliche Grundlagen und Alltagsrealität
Universidad
Dresden Technical University  (Geschichte)
Calificación
2,3
Autor
Manuela Klagge (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
25
No. de catálogo
V340000
ISBN (Ebook)
9783668295742
ISBN (Libro)
9783668295759
Idioma
Alemán
Etiqueta
DDR Frauen Alltagsgeschichte Rolle Rollenbilder Ideal Alltag Familiengesetzbuch Parteiprogramm SED Erwerbstätigkeit Familie Ehe Partnerschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Manuela Klagge (Autor), 2012, Frauen in der DDR. Familie, Partnerschaft und Ehe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340000
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