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Realistik und Phantastik im Comic. Wie konstituiert sich Fiktionalität in "Peter Pan" von Régis Loisel?

Titre: Realistik und Phantastik im Comic. Wie konstituiert sich Fiktionalität in "Peter Pan" von Régis Loisel?

Dossier / Travail , 2013 , 16 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll der erste Band der Comicreihe „Peter Pan“ von Régis Loisel im Hinblick auf seine Fiktivität untersucht werden. Leitende Fragestellung soll sein, wie Fiktivität im Comic konstituiert und vermittelt wird und wie der Leser diese wahrnimmt.

Die Bestimmung von Fiktivität in Geschichten ist umstritten, da es keine eindeutig geklärte Fiktionstheorie gibt, die sich problemlos anwenden lässt. Problemstellungen bei der Bestimmung von Fiktion sind zum Beispiel die Fragen, wie und wodurch der Leser zwischen faktualer und fiktionaler Erzählung unterscheiden kann, wo Fiktionalität anfängt und wo Faktualität aufhört und wie ein Realitäts- beziehungsweise Fiktionscharakter medial vermittelt wird.

In unserem Fall ist das Medium ein Comic. Scott McCloud definiert Comics 1993 als "zu räumlichen Sequenzen angeordnete, bildliche oder andere Zeichen, die Informationen vermitteln und/oder eine ästhetische Wirkung beim Betrachter erzeugen". Doch wie wird Fiktionalität im Comic vermittelt?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Materialdarstellung

3. Analyse

3.1 Realistik und Phantastik

3.2 Fiktivitätsfaktoren

3.2.1 Ereignisträger

3.2.2 Zeit

3.2.3 Ort

3.3 Reale Objekte in fiktiven Geschichten

4. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den ersten Band der Comicreihe "Peter Pan" von Régis Loisel im Hinblick auf seine Fiktivität. Ziel ist es, zu analysieren, wie Fiktionalität innerhalb des Mediums Comic konstituiert und vermittelt wird und wie der Leser zwischen realistischen und phantastischen Elementen unterscheidet.

  • Untersuchung der Fiktivitätsfaktoren nach Frank Zipfel
  • Differenzierung zwischen Realistik und Phantastik
  • Analyse von Ereignisträgern, Zeit und Ort im Comic
  • Klassifizierung von realen Objekten in fiktionalen Welten
  • Der Einfluss von Fabelwesen auf die Wahrnehmung von Fiktionalität

Auszug aus dem Buch

3.1 Realistik und Phantastik

Frank Zipfel unterscheidet zwei unterschiedliche Formen von Fiktivität. Erstens die Realistik, zweitens die Phantastik. Realistik und Phantastik sind Bezeichnungen, die auf den Anteil an Erfundenem in Geschichten beziehungsweise auf die Ähnlichkeit zwischen realer und fiktiver Welt verweisen.

Darstellungen gelten als realistisch, wenn "die Geschichte einer Erzählung in Bezug auf das jeweils gültige Wirklichkeitskonzept möglich ist". Realistik im Sinne der Fiktionstheorie ist nicht notwendig mit der Epoche des Realismus oder mit realistischem Stil verknüpft.

Unter Phantastik werden Geschichten verstanden, in denen "Elemente enthalten [sind], die von dem im Hinblick auf die gültige Wirklichkeitskonzeption Möglichen abweichen". Phantastisch ist also all das, was nach unserem Verständnis und unserer Welterfahrung nicht möglich ist. Ereignisse, die in einer phantastischen Erzählung stattfinden, setzen Fähigkeiten oder Sachverhalte voraus, die es in unserer realen Welt nicht bloß nicht gibt, sondern die es in der Wirklichkeit nach unserer Erfahrung auch gar nicht geben kann.

Eine von Andreas Kablitz gelieferte Definition lautet:

Diejenigen Erzählungen, die Gesetzesannahmen implizieren, die durch kein kulturell als möglich bzw. gültig erachtetes Wirklichkeitsmodell abgedeckt werden, verdienen das Prädikat [phantastisch].

Der fiktionsspezifische Unterschied der Schauplätze in dem Comic Peter Pan ist von interpretatorischer Relevanz, da es für die Geschichte nicht unerheblich ist, ob sie an einem realen Ort oder an einem imaginären spielt. Die Geschichte um Peter Pan ist fiktiv. Sie besitzt zu Beginn noch Formen von Realistik, was im Folgenden näher analysiert werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema, die Comicvorlage sowie die Problemstellung der Fiktionsbestimmung im Comic anhand der Fiktivitätsfaktoren von Frank Zipfel.

2. Materialdarstellung: Vorstellung der Comicreihe "Peter Pan" von Régis Loisel und Erläuterung der Handlung im Kontext der Fiktivität.

3. Analyse: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Fiktionsbegriff und detaillierte Untersuchung der Fiktivitätsfaktoren (Realistik/Phantastik, Ereignisträger, Zeit, Ort) sowie der Integration realer Objekte.

4. Fazit: Zusammenfassung der Analyseergebnisse, die den Übergang von einer realistisch dargestellten Londoner Welt hin zu einer phantastischen Nimmerland-Erzählung belegen.

Schlüsselwörter

Fiktion, Fiktivität, Fiktionalität, Comic, Peter Pan, Régi Loisel, Realistik, Phantastik, Ereignisträger, Wirklichkeitskonzept, Frank Zipfel, Nimmerland, Immigrant objects, Surrogate objects, Fabelwesen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht den ersten Band der Comicreihe "Peter Pan" von Régis Loisel auf seine Fiktivität hin, um zu verstehen, wie fiktive Welten in Comics konstruiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Unterscheidung zwischen Realistik und Phantastik sowie die Anwendung der Fiktivitätsfaktoren Ereignisträger, Zeit und Ort auf das konkrete Beispiel des Comics.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie Fiktivität im Comic konstituiert und vermittelt wird und wie der Leser zwischen der realistisch dargestellten Welt und der phantastischen Anderswelt unterscheiden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die sich primär auf die Fiktionstheorie von Frank Zipfel stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Materials, die theoretische Definition von Fiktionskriterien und deren Anwendung auf die Schauplätze, Figuren und Zeitverhältnisse des Comics.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Die Analyse wird maßgeblich durch die Begriffe Realistik, Phantastik, Fiktivitätsfaktoren und die Einteilung von Objekten in native, immigrant und surrogate objects bestimmt.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Realistik und Phantastik im Comic?

Realistik liegt vor, wenn die Ereignisse dem gültigen Wirklichkeitskonzept entsprechen, während phantastische Elemente dieses Konzept durch Unmögliches (wie fliegende Menschen oder Fabelwesen) durchbrechen.

Welche Bedeutung haben die "Fiktivitätsfaktoren" für die Interpretation von Nimmerland?

Nimmerland wird als nicht-möglicher Ort identifiziert, da die Anwesenheit von Fabelwesen und die Anomalien im Zeitfluss das allgemeingültige Wirklichkeitsmodell unserer Welt verletzen.

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Résumé des informations

Titre
Realistik und Phantastik im Comic. Wie konstituiert sich Fiktionalität in "Peter Pan" von Régis Loisel?
Université
University of Hamburg  (Germanistik)
Cours
Comics: Referenz und Intermedialität
Note
2,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
16
N° de catalogue
V340023
ISBN (ebook)
9783668295889
ISBN (Livre)
9783668295896
Langue
allemand
mots-clé
realistik phantastik comic fiktionalität peter régis loisel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2013, Realistik und Phantastik im Comic. Wie konstituiert sich Fiktionalität in "Peter Pan" von Régis Loisel?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340023
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Extrait de  16  pages
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