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Selbstverletzendes Verhalten im Jugendalter. Interdisziplinäre Einblicke in Phänomenologie, Ätiologie und Therapie

Título: Selbstverletzendes Verhalten im Jugendalter. Interdisziplinäre Einblicke in Phänomenologie, Ätiologie und Therapie

Tesis (Bachelor) , 2016 , 75 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Sarah Schäfer (Autor)

Pedagogía - Psicología pedagógica
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In meiner Arbeit werde ich selbstverletzendes Verhalten im Jugendalter genauer beleuchten, die Ursachen erläutern und pädagogische Interventionsmöglichkeiten vorstellen. Ich verstehe meine Arbeit als einen Einblick in die vielen Facetten selbstverletzenden Verhaltens sowie in die verschiedenen Komorbiditäten.

Zunächst werde ich mich in Kapitel 2 mit der Adoleszenz beschäftigen. Ich werde dabei den Fokus auf die emotionale und soziale Entwicklung legen, da die verschiedenen Veränderungen auf diesen Ebenen bei der Entstehung von selbstverletzendem Verhalten häufig eine Rolle spielen. Zudem kann es in einigen Fällen aufgrund dieser Veränderungen zu einem krisenhaften Erleben und zu Risikoverhaltensweisen kommen, was ich in den darauffolgenden Abschnitten erläutern werde.

Anschließend werde ich einen kurzen Einblick in das Phänomen „psychische Störung“ bieten und mich daraufhin mit der Begriffsbestimmung sowie der Klassifikation selbstverletzenden Verhaltens befassen. Im dritten Kapitel wird selbstverletzendes Verhalten in Hinblick auf die Erscheinungsformen und die Prävalenz beleuchtet, woraufhin ich im vierten Kapitel die möglichen Ursachen und die verschiedenen Erklärungsansätze erläutern werde. Kapitel 5 „Komorbidität“ wird sich mit psychischen Störungen auseinandersetzen, die häufig gleichzeitig mit selbstverletzendem Verhalten auftreten.

Nachdem ich in Kapitel 6 die Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Diagnostik von selbstverletzendem Verhalten vorstelle, werde ich in Kapitel 7 die verschiedenen Ansätze der Therapie und die Bedeutung der Prävention aufzeigen. Zusätzlich werde ich in diesem Kapitel die Möglichkeiten und Grenzen der pädagogischen Intervention erläutern und meine Arbeit mit dem Fazit in Kapitel 8 abschließen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Terminologie

2.1 Emotionale und soziale Entwicklung in der Adoleszenz

2.2 Adoleszenzkrise

2.3 Risikoverhalten in der Adoleszenz

2.4 Abgrenzung einer Adoleszenzkrise von pathologischem Verhalten

2.5 Begriffsbestimmung „Psychische Störung“

2.6 Begriffsbestimmung „Selbstverletzendes Verhalten“

3. Phänomenologie

3.1 Prävalenz und Epidemiologie

4. Ätiologie

4.1 Risikofaktoren

4.2 Funktionen selbstverletzenden Verhaltens

4.2.1 Selbstverletzendes Verhalten und Emotionen

4.3 Erklärungsansätze und Modelle

4.3.1 Neurobiologischer Ansatz

4.3.2 Sozialisation und Entwicklung

5. Komorbidität

5.1 Borderline-Persönlichkeitsstörung

5.2 Depressionen

5.3 Suizidalität

5.4 Weitere Komorbiditäten

6. Diagnostik

7. Intervention, Prävention und Therapie

7.1 Therapiemöglichkeiten

7.2 Verhaltenstherapie

7.2.1 DBT-A

7.3 Systemische Therapie

7.4 Psychoanalyse

7.5 Pharmakotherapie

7.6 Prävention

7.7 Pädagogische Interventionsmöglichkeiten

7.7.1 Elternarbeit und Kooperationen im Helfersystem

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit beleuchtet das komplexe Phänomen des selbstverletzenden Verhaltens im Jugendalter. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Ursachen, Erscheinungsformen und die psychosoziale Ätiologie zu entwickeln sowie praxisnahe pädagogische Ansätze und Interventionsmöglichkeiten für den professionellen Umgang mit betroffenen Jugendlichen aufzuzeigen.

  • Adoleszenzentwicklung und krisenhaftes Erleben
  • Phänomenologie und Ätiologie selbstverletzenden Verhaltens
  • Zusammenhang zwischen Emotionen und selbstschädigenden Handlungen
  • Komorbiditäten wie Borderline-Störungen, Depressionen und Suizidalität
  • Methoden der Diagnostik, Therapieformen (insbes. DBT-A) und Präventionskonzepte

Auszug aus dem Buch

2.1 Emotionale und soziale Entwicklung in der Adoleszenz

Die Adoleszenz birgt für Heranwachsende völlig neue soziale sowie persönliche Herausforderungen. Auch in Hinblick auf die emotionale Ebene ist die Adoleszenz durch zahlreiche Veränderungen gekennzeichnet (Bühler, u.a. zit. nach Wendt 2009).

In der traditionellen Sichtweise spricht man auch von der Zeit des „Sturm und Drangs“, da es sich bei der Adoleszenz um eine Phase handelt, in der es zu extremen Stimmungsschwankungen und problematischen Verhalten kommen kann. Man ging in der Pädagogik zunächst von einer Zeit des Übergangs und des Einstieges in die berufliche und familiale Lebenswelt aus, wobei der Adoleszenz selbst nur wenig Eigengewicht zugesprochen wurde. Inzwischen wird die Jugend als eigenständige Lebensphase mit einer eigenen Lebensweise und spezifischen Orientierungsmustern gesehen. Die Jugendlichen befinden sich in einer Zeit, in der sie nicht mehr als Kind, allerdings auch noch nicht als Erwachsener gelten, wobei die Hauptaufgabe in dieser Zeit in der Identitätsfindung und dem daraus resultierenden Versuch, Unabhängigkeit von den eigenen Eltern zu erlangen, liegt. Man kann die Adoleszenz nicht an einem bestimmten Alter festmachen, da eine Vielzahl von persönlichen Faktoren auf die Entwicklung einwirkt und somit ein individueller Eintritt und Austritt entsteht (Zartler 1997, Gerrig/Zimbardo 2008).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, warum Jugendliche in Krisenzeiten zu selbstverletzendem Verhalten neigen und warum pädagogische Handlungsansätze hierbei essenziell sind.

2. Terminologie: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Grundlagen der Adoleszenz, definiert das Risikoverhalten und grenzt Adoleszenzkrisen von pathologischen Störungen ab.

3. Phänomenologie: Hier werden die Erscheinungsformen und die Verbreitung (Prävalenz) von Selbstverletzungen im Jugendalter analysiert.

4. Ätiologie: Dieses Kapitel behandelt die Entstehungsursachen, von biologischen Risikofaktoren bis hin zu psychologischen Modellen der Emotionsregulation.

5. Komorbidität: Es werden Zusammenhänge mit psychischen Störungen wie Borderline, Depressionen und die Schnittstellen zur Suizidalität untersucht.

6. Diagnostik: Dieses Kapitel widmet sich den Herausforderungen bei der Identifizierung und Einschätzung selbstverletzenden Verhaltens in der pädagogischen und klinischen Praxis.

7. Intervention, Prävention und Therapie: Dieser Hauptteil stellt verschiedene Therapieansätze, wie die DBT-A und systemische Ansätze, sowie präventive und pädagogische Handlungsmöglichkeiten vor.

8. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer besseren Klassifikation sowie der Integration fachspezifischer Ansätze in die pädagogische Ausbildung.

Schlüsselwörter

Selbstverletzendes Verhalten, Adoleszenz, Entwicklungspsychologie, Adoleszenzkrise, Emotionsregulation, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Depressionen, Suizidalität, Prävention, DBT-A, Pädagogische Intervention, Diagnostik, Risikofaktoren, Resilienz, psychosoziale Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von selbstverletzendem Verhalten bei Jugendlichen als multifaktorielles Phänomen, eingebettet in den Kontext der Adoleszenzkrise.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Neben der Definition und Phänomenologie liegt der Fokus auf der Ätiologie, den Komorbiditäten (z. B. Depressionen, Borderline) und den Möglichkeiten therapeutischer und pädagogischer Intervention.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Pädagogen und Fachkräfte selbstverletzendes Verhalten erkennen, einordnen und welche Interventionsstrategien zur Unterstützung der Jugendlichen effektiv sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung klinischer Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl biologische als auch psychologische Erklärungsmodelle, die verschiedenen Funktionen des Verhaltens (z. B. Spannungsreduktion) sowie ein ausführlicher Überblick über therapeutische Verfahren vorgestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Selbstverletzendes Verhalten, Adoleszenz, Emotionsregulation, Prävention und pädagogische Intervention.

Warum wird in der Arbeit zwischen gelegentlichem und repetitivem Verhalten unterschieden?

Diese Unterscheidung ist diagnostisch wichtig, da gelegentliches Verhalten oft im Rahmen einer zeitlich begrenzten Adoleszenzkrise auftritt, während repetitives Verhalten eher pathologische Ausmaße annimmt.

Welche Rolle spielt die DBT-A bei der Therapie?

Die DBT-A (Dialektisch-Behaviorale Therapie für Adoleszente) gilt als das derzeit wirkungsvollste Verfahren, da sie speziell auf die Bedürfnisse Jugendlicher zugeschnitten ist und Fertigkeiten zur Emotionsregulation vermittelt.

Final del extracto de 75 páginas  - subir

Detalles

Título
Selbstverletzendes Verhalten im Jugendalter. Interdisziplinäre Einblicke in Phänomenologie, Ätiologie und Therapie
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Fachbereich 02 – Sozialwissenschaften, Medien und Sport)
Calificación
1,0
Autor
Sarah Schäfer (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
75
No. de catálogo
V340036
ISBN (Ebook)
9783668296183
ISBN (Libro)
9783668296190
Idioma
Alemán
Etiqueta
Selbstverletzendes Verhalten Adoleszenz psychische Störungen Jugendalter Borderline
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sarah Schäfer (Autor), 2016, Selbstverletzendes Verhalten im Jugendalter. Interdisziplinäre Einblicke in Phänomenologie, Ätiologie und Therapie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340036
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