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Potenzial des Spiels als Methode im Sprachunterricht

Titel: Potenzial des Spiels als Methode im Sprachunterricht

Essay , 2015 , 8 Seiten , Note: 1, 7

Autor:in: Markus Hofbauer (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ Auf eine derartige Weise beschreibt Schiller in seiner Abhandlung Über die ästhetische Erziehung des Menschen die menschliche Existenz und ihren Ausdruck in der Welt. Ein sogenannter Spieltrieb sei im Wesen des Menschen tätig, der ihn zu immer größeren Leistungen beflügelt und sein Dasein als homo ludens kennzeichnet. Für den Dichter liegt also erst im Spiel, dem Müßiggang und der Gleichgültigkeit, der fruchtbare Boden, auf dem sich der Mensch und seine Natur entfalten.

Noch radikaler als Schiller legt Johan Huizinga dar, dass in der gesamten menschlichen Entwicklung das Spiel federführend bei der Entstehung der Kultur war. Darunter ist auch die Sprache zu subsumieren, deren Tradierung schon seit Jahrtausenden einen wesentlichen Aspekt in der Erziehung eingenommen hat und als das Medium der Kommunikation gilt, welches im gegenwärtigen, globalisierten Rahmen immer neuere Formen annimmt. Unter diesen Prämissen soll im Nachfolgenden dargelegt werden, wie die genannte 'Triebkraft des Spiels' im modernen Sprachunterricht sinnvoll eingebunden werden kann, um den zeitgemäßen, multilingualen Ansprüchen gerecht zu werden.

Hierzu soll zunächst auf den Stellenwert des Spiels in der Gesellschaft wie im schulischen Rahmen eingegangen werden, um dann im Anschluss das Potenzial des Spiels als Methode zu erläutern. Dies soll anhand von verschiedenen Mustern von Sprachspielen geschehen, die fachspezifische wie fächerübergreifende Lernziele verfolgen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die existenzielle Bedeutung des Spiels

2. Das Spiel in der modernen Gesellschaft und Schule

3. Das Potenzial von Lernspielen im Sprachunterricht anhand ausgewählter Beispiele

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des spielerischen Lernens als didaktische Methode im modernen Fremdsprachenunterricht, um die intrinsische Motivation der Lernenden zu fördern und einen lebensnahen sowie kompetenzorientierten Unterricht zu gestalten.

  • Die theoretische Verankerung des Spieltriebs (Homo ludens) in der Pädagogik
  • Analyse der Rolle von Lernspielen bei der Förderung von Autonomie und sozialer Eingebundenheit
  • Kategorisierung und praktische Anwendung von Sprech- und Hantierspielen im Unterricht
  • Vergleich zwischen konventionellem Frontalunterricht und schülerorientierten Spielmethoden
  • Die Bedeutung von Gamification im Kontext digitaler Medien und globalisierter Kommunikation

Auszug aus dem Buch

3. Das Potenzial von Lernspielen im Sprachunterricht anhand ausgewählter Beispiele

Insbesondere die Persönlichkeitsentwicklung und das eben erwähnte ‚innere‘ Interesse an Sprachen könnten durch Spiele enorm gefördert werden. Die Realisierung der intrinsischen Motivation scheint nämlich in einem frontal geführten Unterricht in gewisser Weise determiniert zu sein, wenn man die motivationale Theorie von DECI und RYAN in Betracht zieht: Die intrinsische Motivation entsteht durch Autonomie, soziale Eingebundenheit und Kompetenzerleben im Lernprozess. Denn der ‚konventionelle‘ Sprachunterricht trägt den Fokus zu sehr auf die lehrerzentrierte Vermittlung der sprachlichen Syntax, der Orthographie und des notwendigen Vokabulars, während doch Englisch wie Französisch in einer globalisierten Welt als äußerst lebendige Sprachen im Alltag wahrgenommen und so behandelt werden sollten. In dieser Sichtweise sind demnach auch fachübergreifende Kompetenzen, wie Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie Konfliktlernen, in praxisnahen Situationen von herausragender Bedeutung für eine spätere, adäquate Anwendung der Theorie und für die Reife des Zöglings.

Daher spielen die Erzeugung eines persönlichen Sprachempfindens und der autonome, selbstinitiierte und spontane Austausch eine wesentliche Rolle, um eine Sprache zu erlernen. Im Spiel spiegeln sich diese Prozesse in gewisser Weise wider, da sie als praktisches Medium der Spracherlernung mit stark aktivierenden Phasen über die extrinsische Motivation von Spannung, Spaß und Erfolgserlebnis hinausgehen können. Bei den nachfolgenden Beispielen wird deutlich, dass sich Spiele nach der Vermittlung der theoretischen Grundlagen für die genannten Aufgaben anbieten, da sie den Kriterien des selbstbestimmten Lernens entsprechen und somit auch den ‚Spieltrieb‘ des Schülers produktiv umsetzen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die existenzielle Bedeutung des Spiels: Dieses Kapitel verortet das Spiel historisch und philosophisch als essenziellen Bestandteil der menschlichen Entwicklung und Kultur und leitet die Notwendigkeit ab, das spielerische Element im Sprachunterricht zu integrieren.

2. Das Spiel in der modernen Gesellschaft und Schule: Hier wird der Einfluss von Digitalisierung und Medien auf die Lebenswelt der Schüler beleuchtet und die Diskrepanz zwischen traditionellem Frontalunterricht und dem Bedürfnis nach schülerorientiertem, spielerischem Lernen aufgezeigt.

3. Das Potenzial von Lernspielen im Sprachunterricht anhand ausgewählter Beispiele: Das Kapitel erläutert didaktische Spielformen wie Sprech- und Hantierspiele und zeigt auf, wie diese die intrinsische Motivation durch Autonomieerleben und soziale Interaktion steigern.

4. Fazit: Die abschließende Betrachtung fasst zusammen, dass das Spiel eine fruchtbare Symbiose mit dem Unterricht eingehen kann, um sowohl fachliche als auch übergeordnete Lernziele effizient zu erreichen.

Schlüsselwörter

Fremdsprachenunterricht, Spieltrieb, intrinsische Motivation, Homo ludens, Kompetenzorientierung, Sprachspiele, Sprechspiele, Hantierspiele, Schülerzentrierung, Selbstbestimmungstheorie, Didaktik, Lernprozess, Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung, interkulturelles Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Integration von Spielen als didaktische Methode im Fremdsprachenunterricht und deren Beitrag zur Steigerung der Lernmotivation und Sprachkompetenz.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit thematisiert die Motivationstheorie, die Rolle des Spiels in der modernen Schulpädagogik sowie konkrete didaktische Umsetzungen für den Sprachunterricht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu belegen, dass spielerisches Lernen die intrinsische Motivation fördert und Schülern einen Raum bietet, sprachliche Fähigkeiten in realitätsnahen, spontanen Situationen anzuwenden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Analyse der Motivationspsychologie (DECI/RYAN) und eine fachdidaktische Untersuchung von Spielformen unter Berücksichtigung bildungsplanrelevanter Kompetenzziele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der aktuellen Unterrichtssituation sowie die Vorstellung spezifischer Sprachspiele, wie etwa das „White Family“-Spiel oder das „Balloon-Trip-Spiel“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Fremdsprachenunterricht, intrinsische Motivation, Schülerorientierung, Sprachspiele und Kompetenzorientierung.

Warum wird das „Balloon-Trip-Spiel“ als Beispiel angeführt?

Dieses Spiel wird exemplarisch genutzt, um aufzuzeigen, wie Schüler durch den Rollenwechsel (z. B. berühmte Persönlichkeiten) ihre Argumentationsfähigkeit trainieren und soziale Kompetenzen wie Empathie und Konfliktlösung entwickeln müssen.

Welche Rolle spielt die „Selbstbestimmungstheorie“ in der Argumentation?

Die Theorie von Deci und Ryan dient als wissenschaftliches Fundament, um zu erklären, warum Autonomie, soziale Eingebundenheit und Kompetenzerleben im Spiel zu einer höheren und nachhaltigeren Lernbereitschaft führen.

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Details

Titel
Potenzial des Spiels als Methode im Sprachunterricht
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Pädagogik, Professur für Schulpädagogik)
Veranstaltung
Die Erziehung des Spiels – Bildungs- und Erziehungsprozesse in der (simulierten) Welt des Spiels
Note
1, 7
Autor
Markus Hofbauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
8
Katalognummer
V340103
ISBN (eBook)
9783668297487
ISBN (Buch)
9783668297494
Sprache
Deutsch
Schlagworte
potenzial spiels methode sprachunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Hofbauer (Autor:in), 2015, Potenzial des Spiels als Methode im Sprachunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340103
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Leseprobe aus  8  Seiten
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