Forscher und Wissenschaftler zur radikalen Inventionstätigkeit zu motivieren ist oberstes Ziel, wenn es darum geht, dem Wettbewerbsdruck in Form von Globalisierung, wechselnden Umweltbedingungen und sich ständig ändernden Kundenbedürfnisse gegenüberzutreten. Nur diejenigen Institutionen, Unternehmen, Branchen, Forschungseinrichtungen, Gesellschaften etc., die dazu in der Lage sind, Inventionen zu erzeugen und zu adaptieren, werden diese Herausforderung bestehen. Daher wurde sich mit der Frage beschäftigt, inwiefern die intrinsische Motivation zur Inventionsleistungen von der Variable „Körperbewusstsein“ abhängt.
Eine Einzelfallstudie in Form eines telefonischen Interviews, soll Aufschluss darüber geben, ob ein vorhandenes Körperbewusstsein mit einer hohen intrinsischen Motivation einhergeht und dass die intrinsische Motivation mit einer Verbesserung des Körperbewusstseins ebenfalls gesteigert wird. Dafür wurden von der Untersuchungseinheit Items über die eigene Motivation und dem eigenem Körperbewusstsein in Form eines Rankings von 1-7 eingeschätzt. Diese Werte wurden dem gewünschten Wert gegenübergestellt und ließen erkennen, dass die Untersuchungseinheit intrinsisch motiviert ist und über ein stark ausgeprägtes Körperbewusstsein verfügt. Forschungsanwendungen, einschließlich der Untersuchungsergebnisse, werden am Ende dieser Arbeit diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Motivation
2.2 Körperbewusstsein
2.3 Invention vs. Innovation
2.4 Literaturüberblick und Herleitung der Propositionen
3. Methodik und Datensatz
3.1 Fallstudienanalyse und Datensatz
3.2 Variablen und Operationalisierung
4. Analyse der empirischen Daten
4.1 Inhaltliche Zusammenfassung der Propositionen
4.2 Proposition 1: Körperbewusstsein und intrinsische Motivation
4.3 Proposition 2: Der Umgang mit dem Körper und der Arbeit
4.4 Proposition 3: Arbeitsmotivation und Herausforderungen
5. Diskussion
5.1 Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse
5.2 Limitationen
5.3 Implikationen für die Forschung
5.4 Implikationen für die Praxis
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Zusammenhang zwischen der intrinsischen Arbeitsmotivation von Wissenschaftlern und ihrem Körperbewusstsein zu untersuchen, um zu erforschen, ob ein gesundes Körperbewusstsein die Inventionsleistung optimieren kann.
- Motivationstheorien und deren Relevanz für Wissenschaftler
- Definition und Dimensionen des Körperbewusstseins (physisch, mental, emotional)
- Unterscheidung zwischen Invention und Innovation
- Qualitative Analyse mittels Einzelfallstudie
- Herleitung von Propositionen zur Leistungssteigerung in der Forschung
Auszug aus dem Buch
2.2 Körperbewusstsein
Der Mensch strebt danach, in jeder seiner Handlung ein Wohlgefühl zu erfahren. Ein bewusster Umgang mit dem eigenen Körper hilft Bedürfnisse zu erkennen und sich dementsprechend zu verhalten. Bewusst ausgeführte körperliche Tätigkeiten verbrauchen weniger Energie und erhöhen die Aufmerksamkeit, zugleich tragen sie zu einer Verbesserung der Lebensqualität bei. Körperbewusstsein ist die individuelle Betrachtung der Vorgänge im physischen Körper, das Erkennen des Ist-Zustandes und schließt auch die Betrachtung des emotionalen und mentalen Körpers ein. Menschen mit einem gut entwickelten Körperbewusstsein erkennen ihr eigenes Potenzial und ihr Handlungsspielraum wird dadurch größer.
Der physische Körper braucht Energie, um zu funktionieren. Wird er dauerhaft beansprucht, wird er krank oder die Leistungsfähigkeit lässt nach. Regenerationsphasen und Energie befähigen den Körper sich selbst zu heilen. Befindet sich der Körper in einem Ungleichgewicht, signalisiert er dies durch die Körpersprache. Diese Erscheinungen fordern zu Regenerationsphasen auf (Millman, 1997, S. 6-9). Der emotionale Körper wird sichtbar durch das emotionale Äußern von Gefühlen. Er reagiert, wenn auch meist unbewusst, auf die Eindrücke des Erlebten oder nach einem bestimmten Muster und gesellschaftlichen Normen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung der Motivationsforschung bei Wissenschaftlern und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Theoretischer Rahmen: Hier werden die zentralen Begriffe Motivation, Körperbewusstsein und Invention vs. Innovation theoretisch fundiert und die Hypothesen für die Untersuchung hergeleitet.
3. Methodik und Datensatz: Dieses Kapitel beschreibt das Vorgehen der qualitativen Einzelfallstudie, die Auswahl des Probanden sowie die Operationalisierung der verwendeten Variablen.
4. Analyse der empirischen Daten: Die erhobenen Daten werden präsentiert und in Bezug zu den aufgestellten Propositionen analysiert, um den Zusammenhang zwischen Körperbewusstsein und Motivation zu prüfen.
5. Diskussion: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Limitationen der Studie und leitet Implikationen für Forschung und Praxis ab.
Schlüsselwörter
Motivation, Körperbewusstsein, Inventionsleistung, Innovationsmanagement, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Fallstudienanalyse, Forschungsleistung, Wissenschaftler, Körperwahrnehmung, Arbeitspsychologie, Leistungsorientierung, Radikale Invention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Körperbewusstseins als moderierende Variable auf die intrinsische Arbeitsmotivation von Wissenschaftlern, um deren Inventionsleistung zu steigern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind Motivationsforschung, die verschiedenen Dimensionen des Körperbewusstseins sowie die Innovationsprozesse in öffentlichen Forschungseinrichtungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob Wissenschaftler mit einem ausgeprägten Körperbewusstsein eine höhere intrinsische Motivation aufweisen und somit leistungsfähiger in radikalen Inventionstätigkeiten sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine qualitative Einzelfallstudie in Form eines strukturierten telefonischen Interviews mit einem Erfinder aus einer öffentlichen Forschungseinrichtung durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Rahmen, die methodische Vorgehensweise, die Analyse empirischer Daten anhand spezifischer Propositionen und eine kritische Diskussion der Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Körperbewusstsein, Motivation, Inventionsleistung und Innovationsmanagement definieren.
Warum wurde ausgerechnet die Variable "Körperbewusstsein" gewählt?
Das Körperbewusstsein wird als bisher in der Motivationsforschung vernachlässigter, aber potenziell einflussreicher Faktor angesehen, da der menschliche Körper der Ursprungsort für Energie und Handlungsfähigkeit ist.
Welche Rolle spielt die Einzelfallstudie für die Ergebnisse?
Die Einzelfallstudie dient als Pionieruntersuchung, um konkrete Anzeichen für die Korrelation zwischen Körperbewusstsein und Motivation bei einem Experten zu identifizieren, auch wenn die Ergebnisse aufgrund des kleinen Stichprobenumfangs noch limitiert sind.
- Arbeit zitieren
- Cennet Aktas (Autor:in), 2015, Geht ein vorhandenes Körperbewusstsein mit einer hohen intrinsischen Motivation zur Inventionsleistung einher?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340139