Das Ziel der Arbeit ist es, einen inhaltlichen Eindruck von der Seite www.chronik-der-mauer.de zu bekommen und zu erkennen, ob mit dieser Website historisches Lernen möglich ist und ob vorrangig Kinder in der Sekundarstufe 1, ihr Geschichtsbewusstsein hierdurch erweitern.
Nachdem die Seite Chronik der Mauer im Voraus beschrieben und eine Klärung des Begriffs multimedialer Hypertext vorgenommen wird, soll es darum gehen, inwieweit sich vor allem die Potenziale aber auch Hemmnisse eines solchen Textes in einem Beispiel erkennen lassen.
Die Seite Chronik der Mauer bietet das zurzeit umfangreichste multimediale Informationsangebot zum Thema Mauer. Um eine Analyse der Website vorzunehmen, wird anhand von drei Aspekten überprüft, ob diese Seite das historische Lernen fördert. Es ist zu umfangreich alle Texte der Seite auf dieses Kriterium hin zu untersuchen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Hypermedia-Begriff
3. Chancen und Hemmnisse eines multimedialen Hypertextes
4. Äußere Quellenkritik
5. Überprüfung der Website anhand fachdidaktischer Kriterien
5.1. Multiperspektivität
5.2. Begründete Auswahl (Schülerinteresse)
5.3. Chronologie
6. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Website www.chronik-der-mauer.de auf ihr Potenzial zur Förderung des historischen Lernens im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe 1. Dabei wird analysiert, ob die Seite fachdidaktische Kriterien wie Multiperspektivität, eine begründete Themenauswahl und chronologische Strukturierung erfüllt, um Schülern ein effektives geschichtliches Lernen zu ermöglichen.
- Grundlagen des Hypermedia-Begriffs und dessen Bedeutung für das historische Lernen
- Chancen und Risiken bei der Nutzung multimedialer Hypertexte im Unterricht
- Durchführung einer äußeren Quellenkritik der Website
- Analyse der Website anhand der fachdidaktischen Kriterien Multiperspektivität, Auswahl und Chronologie
- Eignung der Website für den Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe 1
Auszug aus dem Buch
3. Chancen und Hemmnisse eines multimedialen Hypertextes
Der Begriff Hypermedia steht nach der vorgenommenen Begriffserklärung an dieser Stelle für sich. Um ihn in einen Zusammenhang mit Historischem Lernen zu bringen, soll im Folgenden geklärt werden, welche Chancen und Potenziale ein multimedialer Hypertext für das Historische Lernen bietet. Zugleich sollen auf der anderen Seite die Hemmnisse und Gefahren eines solchen Textes herausgestellt werden. Es muss also aus dieser Gegenüberstellung resultieren, wo der Vorteil liegt, mit Hilfe von multimedialen Hypertexten sich Geschichte anzueignen.
Eine Chance von multimedialen Hypertexten ist, dass man sich individuell aus Mosaikteilen ein eigenes Bild schaffen kann. Somit kann der Benutzer eine eigene Schwerpunktsetzung vornehmen. Diese beiden Möglichkeiten zusammengefasst, ermöglichen ein selbstgesteuertes Lernen und machen den User immer wieder neugierig. Es wird so auch eine intrinsische Motivation beim Benutzer hervorgerufen, sodass er sich selbst motiviert und sich positiv gefühlsmäßig an den Lerngegenstand bindet. Voraussetzung hierzu ist das Interesse des Users und das eigene Interesse des Inhalts. Vor allem liegt die große Chance oder vielmehr der Vorteil multimedialer Hypertexte darin, dass sie multiperspektivisch sind und dass bei solchen Texten großer Wert daraufgelegt werden sollte, sie mit multiperspektivischen Sichtweisen zu gestalten. Eben diese Darstellung ungleicher Perspektiven, Wertvorstellungen und Sichtweisen, welche verbunden mit sozialen Positionen und Stellungen einhergehen, lassen sich in multimedialen Hypertexten in instruktiver Form umsetzen. Zudem ist durch die Multiperspektivität die Integration von verschiedenen Quellenarten unvermeidlich und steht in enger Verbindung damit. Auch ist der Gegenwartsbezug durch aktuelle Befragungen von Historikern und Zeitzeugen ein Potenzial des multimedialen Hypertextes.
Zuerst ist der Begriff lost in cyberspace von Bedeutung. Der Benutzer verliert hierbei den Überblick und befindet sich durch die Verlinkungen zu Bildern, Videos und anderen Texten in einem Durcheinander. Ebenfalls wird beim User durch eine Reizüberflutung, da viele Seiten gleichzeitig geöffnet werden, ein Orientierungsverlust hervorgerufen. Durch das übermäßige Angebot kann der Benutzer seinen Lernpfad nicht mehr nachempfinden und somit tritt eine kognitive Überlastung auf.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des digitalen Lernens im Geschichtsunterricht ein und formuliert die Zielsetzung sowie die Forschungsfrage der Arbeit in Bezug auf die Website www.chronik-der-mauer.de.
2. Der Hypermedia-Begriff: Das Kapitel definiert den Begriff Hypermedia durch die Zerlegung in Hypertext und Multimedia und erläutert dessen Merkmale wie Nichtlinearität und Multimodalität.
3. Chancen und Hemmnisse eines multimedialen Hypertextes: Es wird die Gegenüberstellung von Potenzialen wie selbstgesteuertem Lernen und Multiperspektivität gegenüber Gefahren wie Orientierungsverlust und kognitiver Überlastung vorgenommen.
4. Äußere Quellenkritik: In diesem Kapitel wird eine formale Bewertung der Website anhand eines Kriterienrasters zur Autorenschaft, Materialqualität und Nutzerorientierung durchgeführt.
5. Überprüfung der Website anhand fachdidaktischer Kriterien: Die Analyse erfolgt in drei Unterkapiteln zur Multiperspektivität, zur begründeten Auswahl für den Unterricht sowie zur chronologischen Strukturierung der Inhalte.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und bestätigt die Eignung der Website für den Geschichtsunterricht unter Erfüllung der untersuchten fachdidaktischen Kriterien.
Schlüsselwörter
Historisches Lernen, Website-Analyse, multimediale Hypertexte, Chronik der Mauer, Sekundarstufe 1, Multiperspektivität, Geschichtsdidaktik, Quellenkritik, Digitales Lernen, Geschichtsbewusstsein, Medienkompetenz, Lernpfad, Internetrecherche, Unterrichtsmaterialien, Lehrplanrelevanz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Eignung der Website www.chronik-der-mauer.de für den Einsatz im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe 1 und deren Fähigkeit, historisches Lernen zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Hypermedia, die didaktische Analyse von Online-Ressourcen sowie die geschichtsdidaktischen Kriterien der Multiperspektivität, Stoffauswahl und Chronologie.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, ob die Website www.chronik-der-mauer.de das historische Lernen für Schüler der Sekundarstufe 1 fördert und fachdidaktische Anforderungen erfüllt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer geschichtsdidaktischen Analyse, gestützt durch eine äußere Quellenkritik nach dem Raster von Martin Sachse und die Überprüfung anhand spezifischer fachdidaktischer Kriterien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine kritische Betrachtung der Chancen und Hemmnisse multimedialer Texte sowie eine praktische Überprüfung ausgewählter Website-Module.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Historisches Lernen, Multiperspektivität, Geschichtsdidaktik, multimediale Hypertexte und die Analyse von Unterrichtsmedien.
Inwiefern beeinflusst die Multiperspektivität das Nutzererlebnis auf der Website?
Durch die Einbindung von Videos mit unterschiedlichen Expertenmeinungen sowie Zeitzeugenberichten (wie zum Beispiel zum Mauerbau oder zur Kuba-Krise) ermöglicht die Seite den Nutzern, historische Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Eignung für den Unterricht?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die Website für den Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe 1 sehr gut geeignet ist, da sie lehrplanrelevante Themen ansprechend und fundiert aufbereitet.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2014, Fördern Webseiten das historische Lernen in der Sekundarstufe I? Untersuchung von „www.chronik-der-mauer.de“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340163