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Biografische Fall- und Milieurekonstruktion

Das Konzept des biografisch-narrativen Interviews

Title: Biografische Fall- und Milieurekonstruktion

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Sozialpäd. Stefan Dannheiser (Author)

Social Work
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Im ersten Abschnitt werde ich zunächst den Begriff der Rekonstruktiven Sozialpädagogik anhand der mir vorliegenden Literatur erläutern. Darauf aufbauend nehme ich unter Punkt 2.2 näheren Bezug auf die Bedeutung der Rekonstruktiven Sozialpädagogik bzw. rekonstruktiver Verfahren, speziell Fall- und Milieurekonstruktion, im Kontext der Sozialen Arbeit. Hierzu stelle ich in den Unterpunkten 2.2.1 sowie 2.2.2 die Bedeutung für die sozialpädagogische Praxis und die Bedeutung für die Theoriebildung gegenüber.
Während des zweiten Abschnittes meiner Arbeit stelle ich unter Punkt 3 das methodische Konzept des biografisch-narrativen Interviews ausführlich vor. Hierzu leite ich unter Punkt 3.1 das Thema mit einem kleinen Exkurs über Biografische Arbeit ein. Anschließend werde ich die Grundlagen, den Auswertungsprozess sowie das Konzept der Gesprächstechnik biografisch-narrativer Interviews unter den Punkten 3.1.2 ff. anhand der mir vorliegenden Literatur darstellen. Ein deutlicher Schwerpunkt liegt hierbei auf den Ausführungen der Autoren Loch und Schulze (2002). Ich begründe dies damit, dass das von ihnen vorgestellte Kombinations-verfahren zur Auswertung biografisch-narrativer Interviews (vgl. 3.1.3) die von den anderen Autoren der mir vorliegenden Literatur vorgestellten Formen, Verfahren und Theorien in einer sinnvollen und gut verständlichen Weise verbindet. Zudem ist ebenso die umfassende Darstellung des Ablaufes eines biografisch-narrativen Interviews bei Loch und Schulze (2002) in einer sehr übersichtlichen und gut strukturierten Vorgehensweise vorgegeben. Nicht zuletzt hat mich die Aktualität der Literaturvorlage von Loch und Schulz (2002) dazu veranlasst mich vornehmlich auf sie zu berufen. Den Abschluss des zweiten Abschnittes bildet eine prägnante Zusammenfassung des zuvor dargestellten Sachverhaltes. Am Ende meiner Arbeit wage ich noch einen kurzen Exkurs hinsichtlich einer kritischen Würdigung des vorgestellten Verfahrens auf Basis der Literatur von Nölke (2002) und Galuske (1998).

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedeutung der biografischen Fall- und Milieurekonstruktion im Kontext der Sozialen Arbeit

2.1 Rekonstruktive Sozialpädagogik

2.2 Bedeutung für die Soziale Arbeit

2.2.1 Bedeutung in der sozialpädagogischen Praxis

2.2.2 Bedeutung für die Theoriebildung

3. Das methodische Konzept des biografisch-narrativen Interviews

3.1 Biografisch-narratives Interview

3.1.1 Biografische Arbeit

3.1.2 Grundlagen zum biografisch-narrativen Interview

3.1.3 Der Auswertungsprozess biografisch-narrativer Interviews

3.1.4 Das Konzept der Gesprächstechnik biografisch-narrativer Interviews

3.1.5 Zusammenfassung

4. Kritische Würdigung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Konzept des biografisch-narrativen Interviews als zentrales Instrument der rekonstruktiven Sozialpädagogik zu erläutern und dessen Bedeutung sowie praktische Anwendung für den professionellen Alltag in der Sozialen Arbeit zu verdeutlichen.

  • Grundlagen und Definitionen der rekonstruktiven Sozialpädagogik
  • Die methodische Vorgehensweise des biografisch-narrativen Interviews
  • Analyseprozesse von biografischen Daten und Narrativen
  • Gesprächstechniken zur Unterstützung lebensgeschichtlicher Erzählungen
  • Kritische Reflexion des methodischen Nutzens und der Grenzen in der Praxis

Auszug aus dem Buch

3.1.4 Das Konzept der Gesprächstechnik biografisch-narrativer Interviews

Das biografisch-narrative Interview stellt in diesem Konzept den Prozess der Datenerhebung dar. Für den Professionellen ist es hier von essentieller Bedeutung sich wiederholt und systematisch „fremd zu machen“ (vgl. Loch und Schulze, 2002, S. 568; Nölke, 2002, S. 169). In der biografischen Fallrekonstruktion vollzieht sich dieses „Fremdmachen des gesprochenen Wortes“ durch die Hypothesenbildung auf den Ebenen des erzählten sowie des erlebten Lebens (vgl. Loch und Schulze, 2002, S. 572). Galuske (1998) führt fort, dass die prinzipielle Fremdheit einer biografischen Figur die zentrale Grundannahmen darstellt (vgl. ebd., S. 200). Diese beschriebene Perspektive zielt darauf hin, einen jeden Fall in seiner Individualität zu rekonstruieren (vgl. Loch und Schulze, 2002, S. 572). Während der Phase der Datenerhebung geht es vor allem darum den Klienten in seinen Ausführungen zu unterstützen sowie sich auf seine Perspektive einzulassen (vgl. ebd.). Loch und Schulze (2002) gebrauchen an dieser Stelle den Begriff vom „Prinzip der Offenheit“, d.h. diese Offenheit ermöglicht es den Klienten im Laufe des Erzählprozesses die Gestalt seiner Lebenserzählung zu entwickeln (vgl. ebd.). Nach Loch und Schulze (2002) eignet sich hierzu besonders das von Fritz Schütze in die Biografieforschung eingeführte narrative Interview, welches von Gabriele Rosenthal weiterentwickelt wurde (vgl. ebd.).

Das narrative Interview gliedert sich in drei Phasen: a) vom Klienten strukturierte Haupterzählung, der eine offene Erzählaufforderung durch den Professionellen vorausgegangen ist, b) Phase der erzählinternen Nachfragen, die sich an Sequenzialität des Klienten (Erzählenden) orientiert und c) Phase der erzählexternen Nachfragen, die sich auf Forschungsfragen beziehen (vgl. Loch und Schulze, 2002, S. 568). Es erscheint mir wichtig an dieser Stelle anzumerken, dass die Erzählungen (Ausführungen) des Klienten nicht durch andere Fragen bzw. Kommentare unterbrochen werden sollten, da dies den wichtigen Gestaltungsprozess des Erzählenden (Klienten) unterbrechen würde (vgl. ebd.). Dem lässt sich in meinen Augen z.B. mit der Methode des Aktiven Zuhörens nach Carl Rogers entgegenwirken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Klärung grundlegender Begrifflichkeiten wie „Fall“ und „Fallanalyse“ sowie Vorstellung der methodischen Gliederung der Arbeit.

2. Bedeutung der biografischen Fall- und Milieurekonstruktion im Kontext der Sozialen Arbeit: Erläuterung der Rekonstruktiven Sozialpädagogik und ihrer Relevanz für die praktische Fallarbeit sowie die theoretische Fundierung.

3. Das methodische Konzept des biografisch-narrativen Interviews: Detaillierte Darstellung der Interviewführung, der Biografischen Arbeit und des komplexen Auswertungsprozesses.

4. Kritische Würdigung und Fazit: Reflektion über Möglichkeiten und Grenzen der Methode, insbesondere hinsichtlich Ressourcenbedarf, Datenschutz und der Gefahr von Verzerrungsfaktoren.

Schlüsselwörter

Biografisch-narratives Interview, Rekonstruktive Sozialpädagogik, Fallverstehen, Biografieanalyse, Sozialarbeit, Fallrekonstruktion, Fallbericht, Ethnografische Neugier, Lebensgeschichte, Narrative Gesprächstechnik, Qualitative Sozialforschung, Hermeneutik, Interaktionsprozess, Fallstrukturierung, Professioneller Habitus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den rekonstruktiven Verfahren in der Sozialpädagogik, insbesondere mit der Nutzung des biografisch-narrativen Interviews zur Fallrekonstruktion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Durchführung biografischer Interviews, den Techniken der Auswertung sowie der theoretischen Einbettung dieser Verfahren in das Feld der Sozialen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen biografischer Fallrekonstruktionen für das professionelle Verständnis und die Intervention bei Klienten darzulegen und die praktische Umsetzung der Interviewmethode zu beschreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse bestehender Konzepte zur biografischen Forschung, insbesondere auf die Ansätze von Loch und Schulze sowie Nölke und Galuske.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl die theoretischen Grundlagen der rekonstruktiven Sozialpädagogik als auch die detaillierte methodische Vorgehensweise bei der Erhebung und Auswertung biografisch-narrativer Interviews erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Biografisch-narratives Interview, Rekonstruktive Sozialpädagogik, Fallverstehen, Biografieanalyse und die hermeneutische Herangehensweise in der Fallarbeit.

Warum ist das „Prinzip der Offenheit“ im Interview so wichtig?

Es ist essenziell, da es den Klienten ermöglicht, die Gestalt seiner eigenen Lebenserzählung während des Erzählprozesses selbst zu entwickeln, anstatt durch ein starres Frage-Antwort-Schema in vorgefertigte Kategorien gedrängt zu werden.

Welche Rolle spielt die „ethnografische Neugier“ des Professionellen?

Sie ist eine notwendige Grundhaltung, um das „Fremde“ in der Lebensgeschichte des Klienten in dessen Eigenlogik zu betrachten und das Offensichtliche zu hinterfragen, um verborgene Fallstrukturen aufzudecken.

Wie wird mit der Gefahr der Instabilisierung des Klienten umgegangen?

Vorab ist professionell zu entscheiden, ob der Rahmen eines solchen Gesprächs durch die Unterstützung von Erinnerungsprozessen Ressourcen bietet oder eine Gefahr der Instabilisierung birgt; der Klient soll sich zudem jederzeit aus unangenehmen Situationen „herauserzählen“ können.

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Details

Title
Biografische Fall- und Milieurekonstruktion
Subtitle
Das Konzept des biografisch-narrativen Interviews
College
University of Lüneburg
Course
Kasuistik - Diagnose und Fallverstehen in der Sozialpädagogik
Grade
1,0
Author
Dipl.-Sozialpäd. Stefan Dannheiser (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V34025
ISBN (eBook)
9783638343541
ISBN (Book)
9783656203698
Language
German
Tags
Biografische Fall- Milieurekonstruktion Konzept Interviews Kasuistik Diagnose Fallverstehen Sozialpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Sozialpäd. Stefan Dannheiser (Author), 2005, Biografische Fall- und Milieurekonstruktion , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34025
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