Business Plan zur Eröffnung eines Allergiker-Restaurants "Remedy Kitchen"


Projektarbeit, 2015

36 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Zusammenfassung

2. Unternehmensgegenstand
2.1. Rechtsform
2.2. Standort

3. Management und Personal
3.1. Geschäftsführung
3.2. Mitarbeiterstrukturen

4. Unternehmensmodell und Innovation
4.1. Geschäftsmodell
4.2. Produkte/ Dienstleistungen
4.2.1. Produkt
4.2.2. Kundennutzen
4.3. Innovation
4.4. Unternehmensentwicklung
4.4.1. Weiterentwicklung: Erweiterung der Menükarte
4.4.2. Qualität der Lebensmittel & Auflagen
4.4.3. Beschaffungslogistik

5. Markt- und Konkurrenzsituation
5.1. Marktvolumen&Marktpotenzial
5.2. Wettbewerbsanalyse
5.2.1. Rivalität und Kunden
5.2.2. Bedrohung durch neue Anbieter
5.2.3. Resümee
5.3. Marketing/ Vertrieb
5.3.1. Markteintrittsstrategie
5.3.2. Promotion
5.3.3. Preis
5.3.4. Distribution
5.3.5. Personal
5.3.6. Physical Evidence
5.3.7. Process

6. Anlagen

1. Zusammenfassung

Die kulinarische Vielfalt ist dank des kulturellen Austauschs von Kochkünsten, in­ternationalen Rezepten und erlesenen Zutaten, die neue Speisekreationen begünstigen, enorm angewachsen. Dabei bleibt den Genießern, die unter Lebensmittelallergien leiden, die Mehrheit der kulinarischen Köstlichkeiten aufgrund unverträglicher Zutaten verwehrt.

Unsere Mission besteht darin ein Restaurant aufzubauen, das sich als Servicequalitätsführer von hochwertigen Speisen für Lebensmittelallergiker und Nichtallergi­ker in der Gastronomie etabliert. Menschen mit Lebensmittelallergien eine Unbe­schwertheit zu vermitteln und hochklassigen kulinarischen Genuss ohne Spuren von Allergenen zu bieten, ist unsere Vision. Die Eröffnung eines Restaurants bei der momentanen Wettbewerbssituation ist eine Geschäftsidee, deren Erfolg durch eine Differenzierung des Angebots in der Gastronomiebranche begründet werden kann.

Im Konzept von „Remedy Kitchen“ bezieht sich der USP (Unique Selling Point) eindeutig auf das Angebot für die Primärzielgruppe, die Lebensmit­telallergiker. Ihre Bindung an unser Restaurant als loyale Stammkunden ist unsere oberste Priorität. Wir verfügen über einen eindeutigen Wettbewerbsvor­teil, der sich in diesem bisher einzigartigen Service für Betroffene mit den häu­figsten Nahrungsmittelallergien widerspiegelt.

Zu diesen zählen:

- Erdnuss-Allergie
- Fruchtzucker-Unverträglichkeit
- Histamin-Intoleranz
- Hühnerei-Allergie
- Kuhmilch-Allergie
- Laktose-Intoleranz
- Nuss-Allergie
- Soja-Allergie
- Weizen-Allergie
- Zöllakie

Trotz der Beschränkung bei den Zutaten und Rezepten möchten wir unseren Gästen ein raffiniertes, kulinarisches Zusammen­spiel von nationaler und internationaler Küchenkultur in einem stilvollen Ambiente bieten.

Unser Restaurant „Remedy Kitchen“ wird in der Rechtsform einer GbR geführt. Geringe Formanforderungen und Ihre grundsätzliche Gestaltungsfreund­lichkeit sind die wesentlichen Vorteile dieser Rechtsform, die es ermöglichen auch nachträglich Anpassungen und Änderungen vorzunehmen.

Die Gründungsmitglieder des Restaurants bilden hervorragende Arbeitsteams und decken notwendige Posten durch hohe persönliche Kompetenzen und Engagement ab. Zu ihren Aufgaben zählen Management, Einkauf, Marketing, Consulting, Buchhaltung und, nicht zuletzt, die Rechtsberatung innerhalb des Unternehmens.

Mit der Einbringung von 30.000 Euro Eigenkapital in das Unter­nehmen bleibt im ersten Jahr 2016 ein weiterer Bedarf von 120.000 Euro, der durch ein Darlehen gedeckt werden soll. Bei der Suche nach einem geeigneten Standort fällt unsere Wahl auf die Stadt Stuttgart, die voll und ganz unseren Anforderungen entspricht. Sie weist die höchste Bevölkerungsdichte in der Region auf und gehört zu den stark besiedel­ten Großstädten in der Bundesrepublik. In der Metropolregion Stuttgart wohnen Stand 2013 circa 5,2 Mio. Menschen.

Unser Restaurant befindet sich in Stuttgart-Mitte, in unmittelbarer Nähe der Königstraße. In der Region Stuttgart zeigt sich eine hohe Konzentration der Betriebe im Seg­ment der Gastronomie durch circa 6000 eingetragene Firmen. Schätzungsweise verfügen wir über ein Marktpotential von 485.750 Einwohnern. Dieses Potential lässt sich, unter anderem, aus Informationen des statistischen Landesamts und Resultaten einer Dauerstichprobe (DSP) über die ökonomische Situation der Haushalte bestimmen. Dabei liegt die Größenordnung unserer Primärzielgruppe der Bevölkerung, die direkt von einer Lebensmittelallergie oder Intoleranz betroffen ist, bei etwa 8.700 Personen. Diese Zahl entspricht einem bestimmten Prozentsatz, der aus einer Untersu­chung des bayrischen Staatsministeriums für Gesundheit hervorgeht.

In dem durch unsere Konzeption „neu“ zu schaffenden Segment rechnen wir mit schnell aufkommender Konkurrenz. Die bestehenden Markteintrittsbarrieren nach Porter verschaffen uns auch hier Wettbewerbsvorteile wie eine erste Erfahrungs­kurve, der Zugang zu exklusiven Vertriebskanälen und eine mögliche Bindung neuer Lieferanten. Diese Hürden können die Mitbewerber häufig nur durch sehr hohen Kapitalaufwand überwinden.

Die Analyse der Wettbewerber veranlasst uns zur Umsetzung einer detailliert geplanten Marketingstrategie. Gekennzeichnet durch den hohen Wettbewerb der Gastronomiebranche, die Unbekanntheit der Restaurantmarke und seiner Konzeption bei der Zielgruppe soll die Marktdurchdringung in der Einführungs­phase anhand der Strategie der schnellen Marktabschöpfung vollzogen werden. Diese Strategie charakterisiert sich durch eine hohe Differenzierung, die es uns ermöglicht eine geringe Preissensibilität bei den Kunden zu fördern. Besonderes Augenmerk wird auf die Bildung eines Vertrauensverhältnisses zu unserer primären Zielgruppe gelegt. Lebensmittelallergiker sollten sich uneingeschränkt auf den Service verlassen können und keine Vertrauensbarrieren aufbauen, deshalb muss im Restaurant hohe Kompetenz vermittelt werden. Diese Kompetenz wird offenkundig durch seriöses Auftreten, Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation mit Ärzten aus dem betroffenen Fachgebiet gestärkt. Bei der Absatzförderung wird neben der Installierung einer eigenen Homepage vor allem auf klassische Werbung zurückgegriffen. Diese setzt sich aus Inseraten in Fachzeitschriften und Promotionsarbeit zusammen. Außerdem wird auf diversen Social Media-Kanälen Werbung betrieben.

Da der Preis Signalwirkung besitzt, unterstützt er den Anspruch, ein wertvolles und vertrauenswürdiges Produkt anzubieten. Aus diesem Grund wird passend zur Markteintrittsstrategie eine Hochpreisstrategie gefahren.

Die Distribution der Waren erfolgt ausschließlich durch den Verkauf und Verzehr im Restaurant. Die Strategie der Mitnahme von Speisen beinhaltet unser Konzept nicht.

Besonders wichtig für ein Restaurant ist gut geschultes Personal, da dieses in Interaktion mit dem Gast steht und somit einen erheblichen Einfluss auf die Servicequalität besitzt. Um eine hohe Servicequalität zu gewährleisten wird das Personal vorab in vierzigstündigen Seminaren zu Service und allergiebezogenen Themen geschult. Durch serviceübergreifende Arbeitsteilung wird eine Basis für den effizienten Einsatz des Personals geschaffen.

Der Gastronomiebereich besteht zum Teil aus servicebedingten immateriellen Gütern. Um aber die hohe Servicequalität demonstrieren zu können, werden physische Beweise wie ein Willkommenstrink in den Restaurantablauf eingeführt. Qualitätsschwankungen müssen minimiert werden.

Bei erfolgreicher Arbeit besteht die Aussicht, eine Pionierstellung in dieser Markt­lücke einzunehmen und die Hoffnung, einen renommierten Ruf in der Öffentlich­keit zu genießen.

2. Unternehmensgegenstand

2.1. Rechtsform

Unser Restaurant „Remedy Kitchen“ wird in der Rechtsform einer GbR zum 1. Januar 2016 gegründet und nimmt ab April 2016 seinen Betrieb auf.

Die GbR verfügt über eine beschränkte Rechtsfähigkeit. Sie ist fähig, Ver­träge abzuschließen und kann gesetzliche Ansprüche (z.B. Schadensersatz) selbst geltend machen. In einem Rechtsstreit kann sie klagen und verklagt werden.

Ihr großer Vorteil besteht in ihrer grundsätzlichen Gestaltungsfreundlichkeit und ihren geringen Formanforderungen, die es ermöglichen, auch nachträglich noch Anpassungen und Änderungen vorzunehmen.

Aus Beweisgründen und auch um Missverständnisse vorzubeugen wird ein schriftlicher Gesellschafts­vertrag aufgesetzt. Die drei Gesellschafter haben gem. § 705 BGB eine Einlage von jeweils EUR 10.000 in bar zu leisten.

Da die GbR keine kaufmännische Tätigkeit ausüben darf, wird sie nicht ins Handelsregister eingetragen und es entfallen auch die handelsrechtlichen Buch­führungspflichten. Daher sind beim Betrieb einer GbR ausschließlich die Vorschriften der Abgabenordnung (insbes. §§ 140 – 148 AO) zu berücksichtigen. Dies bedeutet, dass es genügt, die Geschäftsunterlagen so transparent zu gestalten, dass sich die erzielten Umsätze einerseits und die daraus generierten Gewinne andererseits, nachvollziehen lassen (Einnahme-Überschussrechnung).

Eine Bilanzierungspflicht besteht dann, wenn ein höherer Umsatz als 350.000 Euro im Jahr oder ein höherer Gewinn als 30.000 Euro im Kalenderjahr erzielt werden (§ 141 AO). Zur besseren Veranschaulichung haben wir uns trotzdem entscheiden eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine ausführliche Bilanz für alle drei Jahre aufzustellen.

Ein weiterer Vorteil der GbR ist die steuerliche Komponente. Bei der GbR handelt es sich um eine Personengesellschaft, die weder der Einkommens- noch der Körperschaftsteuer unterliegt. Erzielt die GbR Gewinne, so werden diese einheit­lich und gesondert festgestellt und unmittelbar den Gesellschaftern zugerechnet. Bei den Gesellschaftern unterliegen die Gewinnanteile dann der Einkommens­steuer. Die GbR besteht aus drei Gesellschaftern. Zwei davon (Herr Engelmann und Herr Jennert), vertreten die Gesellschaft nach außen hin.

Für Ihre Dienste erhalten Sie 2016 einen Unternehmerlohn von 3000€ in den beiden darauffolgenden Jahren erhöht sich dieser auf 3200€ monatlich. Der andere Gesellschafter (Herr Stoll) steht der Gesell­schaft beratend zur Seite. Hierfür erhält er jedoch keine Vergütung, sondern nur einen Anteil am Gewinn, auf welchen er jedoch im ersten Jahr verzichten wird.

Werden im Geschäftsjahr Gewinne erzielt, so werden diese gemäß dem im Gesellschaftsvertrag festgelegten Verhältnis aufgeteilt. Konkret bedeutet dies, dass im Gewinnfall:

- Herr Engelmann 40%,
- Herr Jennert 40%,
- und Herr Stoll 20% des Gewinns erhält.

Falls die Gesellschaft Verluste schreibt, werden diese im Verhältnis 50:50 zwischen Herrn Engelmann und Herrn Jennert aufgeteilt.

2.2. Standort

Eine entscheidende Größe bei der Wahl des Standortes sind die Standortfakto­ren. Allgemein versteht man unter Standortfaktoren „alle Einflussgrößen, die auf die langfristige Gewinnerzielung eines Unternehmens Einfluss haben und je nach dem gewählten Standort unterschiedlich wirken können“.

Anhand dieser Einflussgrößen haben wir uns für eine Ansiedlung in der Region Stuttgart entschieden, da die Standortfaktoren dort am ehesten unseren Wünschen entsprechen. In der Metropolregion Stuttgart lebt Stand 2013 mit rund 5,2 Millionen Menschen etwa die Hälfte der Bevölkerung des Bundeslandes Baden-Württemberg. Die Stadt Stuttgart weist mit 2.954 Einwohnern je Quadratkilometer die mit Abstand höchste Bevöl­kerungsdichte in der Region auf und gehört zu den am dichtesten besiedelten Großstädten in der Bundesrepublik.

Der durchschnittliche Arbeitnehmer in Stuttgart verdient rund 3180 Euro monatlich, was zu einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 38205 Euro führt (Stand: 2012).

Entsprechend der hohen Verdienste liegt auch die ungebundene Kauf­kraft, das heißt, die verfügbaren Gesamteinnahmen abzüglich gebundener Ausgaben pro Einwohner, im Stadtkreis Stuttgart mit 17.195 Euro je Einwohner im Jahr 2004 über der Kaufkraft Baden-Württembergs (15.597 Euro).

Ein weiterer Vorteil für den Standort Stuttgart ist seine gute Verkehrsanbindung. Die Nähe zu den Autobahnen A8 und A81 bietet Anschlüsse in alle Richtungen. Zudem verfügt die Region Stuttgart über ein dichtes Netz von 3.500 Kilometern Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Dieses Netzwerk von Straßen verbindet in einem Umkreis von 100 km nahezu 12 Mio. Menschen. Auch das S-Bahnnetz des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart ist sehr gut ausgebaut. Über eine Länge von 215 Kilometern bedient es rund 83 Haltestellen. Durch das Buslinien-netz mit einer Streckenlänge von fast 10.000 Kilometern werden zusätzlich ca. 3.550 Haltestellen abgedeckt. Auch die steuerliche Situation in Stuttgart spricht für diesen Standort. Der Hebesatz für die Gewerbeertragssteuer liegt mit 420 Prozent im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten am unteren Ende der Skala (Vgl.: Berlin 490%).

Unser Restaurant befindet sich im Zentrum Stuttgarts, nahe der S- und U-Bahn Station Stadtmitte (s. Anlage 2).

3. Management und Personal

3.1. Geschäftsführung

Das Gründungsteam des Restaurants „Remedy Kitchen“, bestehend aus Robin Engelmann, Yannik Jennert und Marlon Stoll legt folgende Aufgabenverteilung innerhalb des Unternehmens fest:

das Management und den Einkauf übernimmt Yannik Jennert. Er eignet sich für diese Führungsrolle durch seine Stärken wie Kommunikations- und Kooperati­onsfähigkeit, Belastbarkeit und teamorientiertes Verhalten. Außerdem bringt er für alle Aufgaben überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft und Flexibilität.

Rechtliche Angelegenhei­ten und Aufgaben der Buchhaltung werden durch Robin Engelmann, der sich mit Yannik Jennert das Management teilt, übernommen.

In den Zuständigkeitsbereich, den Robin Engelmann betreuen wird, fallen alle Zahlungsgeschäfte des Alltags. Hierzu gehören zum Beispiel das Begleichen von Rechnungen unserer Lieferanten sowie die Überwachung der Zahlungseingänge unserer Kunden. Neben dem gewöhnlichen Zahlungsverkehr ist auch die Erstellung eines Jah­resabschlusses nötig. Dies geschieht immer zum Ende eines jeden Geschäfts­jahres und wird von Herrn Engelmann übernommen.

Neben dem Rechnungswesen regelt Robin Engelmann auch alle anstehenden Aufgaben und Formalitäten des Personalwesens. So müssen Gehaltszahlungen verbucht und die Sozialversicherungsbeiträge und Steuern abgeführt werden. Außerdem bedarf es der Überwachung von Zeiterfassungen, Urlaubsansprüchen und der Koordination von Arbeitszeiten der Aushilfskräfte.

Marlon Stoll beteiligt sich am Unternehmen mit einer Geldeinlage in Höhe von 10.000 Euro. Dem Gesellschafter Marlon Stoll werden in beratender Funktion die Geschäftsbereiche Marketing, Public Relations und die Überwachung und Schulung der Angestellten übertragen. Aufgrund seines Studiums und Arbeitslebens kann er erfolgreiche praktische Erfahrungen im Bereich Marketing vorweisen.

3.2. Mitarbeiterstrukturen

Die Aufbauorganisation und Stellenbesetzung unseres Unternehmens wird durch die nachstehende Grafik veranschaulicht:

Organigramm „Remedy Kitchen“ GbR.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Personal setzt sich aus einem speziell für allergiefreie Speisen geschulten Chefkoch und einer Küchenfachkraft zusammen. Im offenen Bereich werden drei Angestellte als Bedienung, davon eine(r) in Voll- und zwei in Teilzeit eingesetzt. Im Vorfeld werden alle in unserem Restaurant beschäftigten Personen ausführlich über Lebensmittelallergien und deren Auswirkungen geschult.

4. Unternehmensmodell und Innovation

4.1. Geschäftsmodell

Freizeit und Erholung stehen im starken Fokus unserer Gesellschaft. Zu den beliebtesten Möglichkeiten die wertvollste Zeit des Tages zu verbringen gehören neben Kino, Cafés und Museen vor allem Restaurants, deren Zweck nicht nur die Nahrungsaufnahme ist, sondern auch die Vermittlung eines angenehmen Ambientes verbunden mit perfektem Service.

Kurzum, man bemüht sich den Gast durch die elegante Darbietung von kulinarischen Genüssen für einige Augenbli­cke aus der Welt des Alltags zu entführen.

Die Eröffnung eines Restaurants bei der momentanen Wettbewerbssituation ist in der Sache selbst noch keine revolutionäre Geschäftsidee mit Erfolgsaussicht. Hierbei gilt es sich in der Gastronomie zu differenzieren und in einer Marktnische zu platzieren.

Die Veränderungen des Lebensalltags in den letzten Jahrzehnten, die durch Stress und Hektik geprägt sind, und die steigende Belastungen für unseren Körper durch Umweltverschmutzung haben einen rasanten Anstieg an Allergien wie auch Lebensmittelallergien zur Folge.

Aus dieser Gegebenheit, einer wachsenden Nachfrage heraus, bieten wir Speisen und Getränke für Lebensmit­telallergiker an, um das momentane Angebotsvakuum in der Gastronomie zu füllen. Unsere Mission besteht darin, ein Restaurant aufzubauen, das als Servicequalitätsführer von hochwertigen Speisen für Lebensmittelallergiker und Nicht­allergiker in der Gastronomie fungiert.

Weiterhin soll bei der speziellen Zielgruppe, den Lebensmittelallergikern, ihr Vertrauen gewonnen werden, um „Remedy Kitchen“ als kompetente Marke für den neu erschlossenen Gastronomiebereich zu etablieren.

Die Auswertung einer Befragung zum Hotel- und Gastronomiegewerbe, die wir im Rahmen unserer Recherchen durchge­führt haben, stärkt uns in unserem Vorhaben (vgl. Anlage 5).

Wird ein bestimmter Status mit der Marke „Remedy Kitchen“ in Stuttgart erreicht, ist angedacht, das erfolgreiche Konzept auf weitere Ballungs­gebiete auszuweiten.

4.2. Produkte/ Dienstleistungen

4.2.1. Produkt

Das Restaurant „Remedy Kitchen“ bietet dem Geschmackssinn seiner Gäste puren Genuss durch ein raffiniertes, kulinarisches Zusammenspiel von nationaler und internationaler Küchenkultur in einem stilvollen Ambiente.

Aufgrund der günstigen Lage in der Stuttgarter Innenstadt mit hervorragender Verkehrsanbindung soll jedoch auch Laufkundschaft angesprochen werden. Unseren Kunden stehen insgesamt 46 Innenplätze, davon sechs Plätze an der Bar, zur Verfügung.

Unsere Öffnungszeiten sind von 12 bis 15 Uhr und von 18 bis 24 Uhr die wir in drei verschiedene Umsatzzeiten aufteilen:

- Mittag
- Früher Abend
- Abend

Außerdem planen wir an den Montagen einen Ruhetag zur Entlastung der Mitarbeiter, Koordination von anstehenden Aufgaben und der Möglichkeit anfallende Nebentätig­keiten privater Natur auszuüben.

Des Weiteren hat das Restaurant im August 16 Tage Betriebsferien.

Unsere Devise lautet frische Produkte saisongerecht zu verarbeiten und mit Liebe zum Detail anzurichten um die Kunden stets mit qualitativ hochwertigen Gerich­ten zu erfreuen. Daher ist es stets darauf zu achten, dass die Produktpalette konsequent auf kontrolliertem Vertragsanbau beruht.

In unserem Restaurant sind alle Gerichte hausgemacht. Das ermöglicht uns genau dokumentieren zu können, welche Angebote für unsere Gäste unbedenklich sind.

Dazu kommt, dass das Küchenteam aus Sicherheits- und Qualitätsgründen in einem System arbeitet, das dem Allergiker verlässliche Informationen bietet und somit einen speziellen Service für Betroffene mit derzeit häufigsten Nahrungsmittelallergien darstellt.

Hierzu zählen die Laktose (Milchzu­cker)-Intoleranz, die Hühnerei-Allergie sowie die Gluten (Getreideeiweiß von Weizen, Roggen, Gerste und Hafer)-Allergie. Für unsere Gäste verzichten wir gezielt auf die Verwendung solcher Stoffe.

So wird zum Beispiel für ein laktosefreies Gericht die Milch in unseren Produkten durch Wasser, Sojamilch oder Reismilch ersetzt.

Zudem lassen sich all unsere Gerichte in glutenfreie Gerichte umwandeln. Unser Restaurant verfügt über eine große Auswahl an glutenfreien Nudeln sowie glutenfreiem Brot. Auch bei außer­gewöhnlichen Ansprüchen gehen der Küchenchef und sein Team gerne auf die Wünsche der Gäste ein.

4.2.2. Kundennutzen

Ein volles Restaurant und eine stark ausgelastete Bedienung zählen zu den Ursachen, weshalb eine allergische Person nicht gerne auf ihre Problematik hinweist und um Änderung der Speisen für sich bittet. Zudem fällt es manchen Menschen schwer, offen über ihre Nahrungsmittelallergien zu sprechen. Dabei sollte doch jeder die Möglichkeit haben, ein schönes Essen im Kreis von Freun­den oder der Familie in einem netten Restaurant zu genießen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten

Details

Titel
Business Plan zur Eröffnung eines Allergiker-Restaurants "Remedy Kitchen"
Hochschule
EBC Hochschule Stuttgart
Note
1,3
Autoren
Jahr
2015
Seiten
36
Katalognummer
V340300
ISBN (eBook)
9783668307698
ISBN (Buch)
9783668307704
Dateigröße
995 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Businessplan, Restaurautn, Allergiker Restaurant, remedy kitchen, internationaler Markt
Arbeit zitieren
Robin Engelmann (Autor:in)Yannik Jennert (Autor:in)Marlon Stoll (Autor:in), 2015, Business Plan zur Eröffnung eines Allergiker-Restaurants "Remedy Kitchen", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340300

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