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Lernen durch Bewegung. Einfluss gezielter Bewegungsformen auf den Mathematikunterricht

Am Beispiel einer fünften Realschulklasse

Title: Lernen durch Bewegung. Einfluss gezielter Bewegungsformen auf den Mathematikunterricht

Examination Thesis , 2012 , 40 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Carlo Kuhnert (Author)

Didactics - Mathematics
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Während meiner Studienzeit verfasste ich eine Seminararbeit zum Thema „Bewegungskonzepte an Ganztagsschulen“. In dieser Arbeit verglich ich drei verschiedene Schulmodelle miteinander, welche durch unterschiedlich stark ausgeprägte Bewegungskonzepte eine ganzheitliche Erziehung der Schülerinnen und Schüler anstrebten. So wurden verschiedene Bewegungsphasen nicht nur in die Pausen oder in den Nachmittagsunterricht integriert, sondern auch in den alltäglichen Unterricht. Es zeigte sich, dass die Schüler mehr Spaß am Unterricht hatten und zudem einen hohen Lernzuwachs erzielten. Der Unterricht verlief störungsarm und insgesamt war ein konzentriertes und störungsfreies Arbeiten zu beobachten.

Sport wirkt sich positiv auf die Leistungsfähigkeit aus. Aus diesem Grund interessiert mich die Frage, ob die Unterrichtsqualität sowie die Schülerleistungen durch mehr Bewegung im Unterricht positiv zu beeinflussen sind. Mit dieser Arbeit möchte ich ein Bewegungskonzept vorstellen, dass fächerübergreifend genutzt und im alltäglichen Unterricht ohne größere Umstände integriert werden kann. Wichtig hierbei ist, dass die Schülerinnen und Schüler das Bewegungskonzept akzeptieren und Spaß daran haben. Im Fokus meiner Untersuchungen stehen folgende Leitfragen: Welche Reaktion zeigen die Schülerinnen und Schüler auf die Übungen? Kann der Unterricht mit Hilfe der Übungen störungsfreier ablaufen als zuvor? Begünstigt gezielte Bewegung die kognitive Leistungsfähigkeit der Schüler? Können sie sich länger konzentrieren und bessere Lernergebnisse abrufen? Wirken sich die Übungen positiv auf das Sozialklima innerhalb der Lerngruppe aus?

Zu Beginn der Arbeit beschäftige ich mich mit den theoretischen Zusammenhängen zwischen Bewegung und Lernen im Allgemeinen. Danach stelle ich mein erarbeitetes Bewegungsmodell vor und erläutere dessen Aufbau sowie Ablauf. Bei den Übungen handelt es sich um eine Zusammensetzung verschiedener Bewegungsansätze aus dem Bereich des BRAIN-GYM. Allerdings soll diese Arbeit noch einen Schritt weiter gehen. Zusätzlich sollen meinem Bewegungsmodell einige kooperative Übungsformen ergänzt und ausgewertet werden. Ich möchte überprüfen, ob kooperative Bewegungsformen sich positiv auf das Sozialklima der Klasse auswirken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Die Problemfindung

1.2 Zielsetzung der Arbeit

2. Theoretische Hintergründe

2.1 Was hat Bewegung mit Lernen zu tun?

2.2 Erkenntnisse aus der Hirnforschung

2.3 Der gesellschaftliche Wandel

2.4 Gezielte Bewegungen durch Brain-Gym

2.5 Legitimation durch den Lehrplan

3. Die Beschreibung der Klassensituation

4. Die Auswahl und Beschreibung der Übungen

4.1 Didaktisch – methodische Überlegungen

5. Die Durchführung im Unterricht

5.1 Planerische Vorüberlegungen

5.2 Die Durchführung – Tag 1

5.3 Die Durchführung – Tag 2

5.4 Die Überarbeitung und Verbesserung des Bewegungsmodells

5.5 Die Durchführung – Tag 3

5.6. Die Durchführung – Tag 4

5.7. Zwischenreflexion

5.8. Die Durchführung – Tag 5 und 6

5.9. Die Durchführung – Tag 7: Das Störverhalten ausgewählter SuS

5.10. Die Durchführung – Tag 8: Der Kopfrechentest

6. Reflexion und Ausblick

6.1 Vorwort

6.2 Die Reaktion der SuS auf die Bewegungsübungen

6.3 Die Analyse der Unterrichtsstörungen

6.4 Die Analyse der Konzentration und der kognitiven Leistungsfähigkeit

6.5 Die Auswirkungen auf das Sozialklima der Klasse

6.6 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss gezielter Bewegungsübungen auf den Mathematikunterricht einer fünften Realschulklasse. Ziel ist es, ein praktikables Bewegungskonzept zu implementieren, um die Konzentration, die kognitive Leistungsfähigkeit sowie das Sozialklima der Lernenden zu verbessern und Unterrichtsstörungen zu minimieren.

  • Integration von Bewegung in den täglichen Mathematikunterricht
  • Anwendung von Brain-Gym-Übungen zur kognitiven Aktivierung
  • Einsatz kooperativer Übungsformen zur Stärkung der Klassengemeinschaft
  • Evaluation von Konzentration und Störverhalten durch Leistungstests und Beobachtung

Auszug aus dem Buch

1.1 Die Problemfindung

Während meiner Studienzeit verfasste ich eine Seminararbeit zum Thema „Bewegungskonzepte an Ganztagsschulen“. In dieser Arbeit verglich ich drei verschiedene Schulmodelle miteinander, welche durch unterschiedlich stark ausgeprägte Bewegungskonzepte eine ganzheitliche Erziehung der Schülerinnen und Schüler anstrebten. Bei der Literaturrecherche für diese Arbeit, stieß ich auf eine Bildquelle, welche die Umsetzung, sowie die Erfahrungen aus Schüler- und Lehrersicht, dokumentierte. So wurden verschiedene Bewegungsphasen nicht nur in die Pausen oder in den Nachmittagsunterricht integriert, sondern auch in den alltäglichen Unterricht. Es zeigte sich, dass die Schüler mehr Spaß am Unterricht hatten und zudem einen hohen Lernzuwachs erzielten. Der Unterricht verlief störungsarm und insgesamt war ein konzentriertes und störungsfreies Arbeiten zu beobachten. Besonders in Erinnerung blieb mir in diesem Zusammenhang ein Zitat von Dieter Hermann, dem damaligen Direktor Schulleiter der Glocksee-Schule in Hannover:

„Bewegung und Lernen gehören genauso zusammen wie man soziales, emotionales und kognitives Lernen nicht voneinander trennen kann.“

Die eigentliche Idee zu dieser Arbeit entwickelte ich einige Zeit später, zu Beginn meines Referendariats. Ich übernahm nach den Sommerferien, unter anderem, eine fünfte Klasse in Mathematik. Obwohl die Klasse durchschnittlich leistungsstark ist und ich meine Stunden stets in den ersten drei Schulstunden halte, ist die Klasse oftmals sehr unruhig und unkonzentriert. Allein der Montag bildet eine Ausnahme. Montags haben wir in der dritten Stunde Mathematik und die Klasse hat vorher eine Doppelstunde Sport. Die Montagsstunde kennzeichnet sich dadurch, dass der Unterricht konstruktiver und störungsfreier ist als sonst. Es finden weniger Nebengespräche statt und die ansonsten deutlich wahrnehmbare motorische Unruhe, sowie unerlaubte und störende Bewegungen sind in dieser Stunde deutlich minimiert. Die Schüler wirken insgesamt frischer, motivierter und konzentrierter als sonst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Beweggründe des Autors für die Auseinandersetzung mit Bewegungskonzepten in der Schule und definiert die Forschungsfragen der Arbeit.

2. Theoretische Hintergründe: Dieses Kapitel verknüpft wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Hirnforschung und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen mit dem pädagogischen Nutzen gezielter Bewegung.

3. Die Beschreibung der Klassensituation: Der Autor schildert die Ausgangslage einer fünften Realschulklasse, ihre allgemeine Unruhe und das beobachtete Potenzial für ein Bewegungskonzept.

4. Die Auswahl und Beschreibung der Übungen: Hier werden die didaktisch-methodischen Kriterien für die Zusammenstellung der kooperativen Übungen sowie der Brain-Gym-Elemente erläutert.

5. Die Durchführung im Unterricht: Dieses Kapitel dokumentiert den achttägigen Praxistest, die Optimierung des Modells aufgrund von Schülerfeedback und die systematische Erhebung der Ergebnisse.

6. Reflexion und Ausblick: Der Autor reflektiert kritisch die erzielten Ergebnisse bezüglich Konzentration, Störverhalten und Sozialklima und diskutiert die Übertragbarkeit des Konzepts.

Schlüsselwörter

Bewegung, Lernen, Brain-Gym, Mathematikunterricht, Konzentration, kognitive Leistungsfähigkeit, Realschule, Klassenklima, kooperative Übungen, Unterrichtsstörungen, motorische Unruhe, Bewegungsmodell, Neurobiologie, Bildungsauftrag, Grundschulübergang.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie gezielte Bewegungsübungen im Fach Mathematik dazu beitragen können, die Lernqualität und das Arbeitsverhalten in einer fünften Klasse zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verbindet Theorieansätze aus der Hirnforschung und Pädagogik mit der praktischen Anwendung von Brain-Gym-Übungen und kooperativen Bewegungsformen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein fächerübergreifend nutzbares Bewegungskonzept zu etablieren, um die Konzentrationsfähigkeit der SuS zu steigern, das Klassenklima zu fördern und Störungen im Unterricht zu verringern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen praxisorientierten Ansatz mit einer 14-tägigen Beobachtungsstudie, begleitet durch standardisierte Kopfrechentests zur Messung der kognitiven Leistung sowie Fragebögen für das Schülerfeedback.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung, die detaillierte Planung und Durchführung des Bewegungsmodells sowie die Analyse der gesammelten Daten aus Unterrichtsbeobachtungen und Leistungstests.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Bewegung, Brain-Gym, Konzentration, kognitive Leistungsfähigkeit, soziale Klassengemeinschaft und Unterrichtsstörungen.

Warum wurde gerade der Kopfrechentest gewählt?

Der Kopfrechentest dient als objektives Messinstrument, um den kognitiven Leistungsstand vor und nach dem zweiwöchigen Bewegungsprogramm vergleichbar zu machen.

Wie reagierten die Schüler auf die Einführung des Bewegungskonzepts?

Die SuS zeigten sich durchweg motiviert und äußerten in Befragungen eine hohe Akzeptanz für die Übungen, wobei besonders die kooperativen Formen als spaßbringend und gemeinschaftsfördernd empfunden wurden.

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Details

Title
Lernen durch Bewegung. Einfluss gezielter Bewegungsformen auf den Mathematikunterricht
Subtitle
Am Beispiel einer fünften Realschulklasse
College
University of Kassel
Grade
2.0
Author
Carlo Kuhnert (Author)
Publication Year
2012
Pages
40
Catalog Number
V340409
ISBN (eBook)
9783668331884
ISBN (Book)
9783668331891
Language
German
Tags
Mathematik gezielte Bewegungsformen Leistungsfähigkeit kognitive Leistung Unterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carlo Kuhnert (Author), 2012, Lernen durch Bewegung. Einfluss gezielter Bewegungsformen auf den Mathematikunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340409
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