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Konfliktanalyse des Verkehrsbauprojekts „Stuttgart 21“

Title: Konfliktanalyse des Verkehrsbauprojekts „Stuttgart 21“

Term Paper , 2014 , 17 Pages

Autor:in: Marius Ramius (Author)

Sociology - Communication
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Zu Anfang wird ein kurzer Einstieg in das Thema gegeben werden. Dazu wird im Folgenden erklärt, aus welchen Gründen sich diese Hausarbeit mit dem Projekt „Stuttgart 21“ beschäftigt. Des Weiteren wird ein kurzer Einblick in den bisherigen Verlauf des Konflikts gegeben und das Thema damit grob beschrieben.

Die in Punkt 2 behandelte Analyse baut schematisch auf das Modell von Friedrich Glasl auf und beruht auf den von ihm benannten Schritte zur Konfliktanalyse. Im Anschluss daran wird die Analyse mit einer Zusammenfassung der gesammelten Ergebnisse beendet. Abschließend wird ein Transfer zu den aus dem ersten Semester behandelten politischen Grundlagen gebildet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Begründung des Themas

1.2 Inhaltlicher Einstieg

2. Konfliktanalyse

2.1 Konfliktissues

2.1.1 Issues der Projektgegner

2.1.2 Issues der Projektanhänger / -befürworter

2.1.3 Zusammenfassender Konfliktinhalt

2.2 Konfliktverlauf

2.2.1 Ursachen und Entstehung

2.2.2 Weiterer Verlauf und Einstufung in das Phasenmodell

2.3 Konfliktparteien

2.3.1 Projektbefürworter

2.3.2 Projektgegner

2.3.3 Arena des Konflikts

2.3.4 Innere Kohäsion

2.3.5 Neutrale Partei

2.4 Beziehungen der Konfliktparteien

2.5 Grundeinstellungen der Konfliktparteien

2.5.1 Einschätzung der Gesamtsituation

2.5.2 Bisherige Lösungsversuche

2.5.3 Beendigung des Konflikts

3. Zusammenfassung

4. Transfer

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das umstrittene Verkehrsbauprojekt „Stuttgart 21“ unter Anwendung wissenschaftlicher Konfliktanalysemethoden zu untersuchen und auf systemtheoretische Grundlagen zu transferieren.

  • Analyse der Konfliktursachen und des Verlaufs basierend auf dem Modell von Friedrich Glasl.
  • Untersuchung der verschiedenen Interessen, Positionen und Issues der beteiligten Konfliktparteien.
  • Evaluierung der Eskalationsstufen und bisheriger Schlichtungsversuche im Projektkontext.
  • Systemtheoretische Einordnung des Konflikts als soziales System und Analyse der Kommunikationsstrukturen.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Issues der Projektgegner

Die Issues der Projektgegner beziehen sich vor allem auf die hohen Kosten, die mangelnde Leistungsfähigkeit des neuen Bahnhofs, bauliche und ökologische Risiken sowie die Nichtbeachtung der Bürgerstimmen.

Obwohl die Umstrukturierung des Stuttgarter Schienenverkehrs für eine erhöhte Leistung sorgen soll, zweifelt das die Gegenpartei an. So widerspricht unter anderem die 1995 erstellte Machbarkeitsstudie der These der Deutschen Bahn AG, der bisherige Kopfbahnhof verhindere kurze Reisezeiten und sei schnell überlastet (vgl. DB Netz AG 1995, 12). Die Behauptung, ein Kopfbahnhof sei veraltet und die Technik überholt, stimme nicht mehr. „Eher ist das Gegenteil der Fall.“ (Wolf 2011, 11 f.)

Auch die Reduzierung von 16 auf nun acht Gleisen führe zu Engpässen und mache aus dem neuen Bahnhof „kein zukunftsweisendes Verkehrs- und Bahnprojekt […], sondern ein Nadelöhr […].“ (Hesse 2011, 131). Eine fast 60-seitige Studie, die sich mit den Fahrplankonsequenzen beschäftigt habe, zeige sogar detailliert, dass durch den Neubau „[Engpässe] in einem bislang störungsfreien Verkehrssystem [entstehen würden].“ (Luik 2011, 61)

Nach Ansicht der Projektgegner seien die Kosten für das Bauprojekt unverhältnismäßig hoch und würden ständig nach oben korrigiert. Laut Arno Luik beliefen sich die Kosten 1994 auf geplante 4,8 Mrd D-Mark. Diese Zahl sei 2007 auf 2,8 Mrd, danach von verschiedenen Seiten auf 4,9 Mrd bzw. 4,1 Mrd Euro angehoben worden. Andere Berechnungen kämen sogar auf mindestens 6,3 Mrd Euro (vgl. Luik 2011, 66). Kritisiert wurde weiterhin, dass dieses Geld in anderen Bereichen wie in der Bildung oder im Sozialsystem besser angelegt sei (vgl. Wölfle 2011, 89).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Themenwahl, gibt einen Überblick über den bisherigen Konfliktverlauf und definiert das methodische Vorgehen anhand des Modells von Friedrich Glasl.

2. Konfliktanalyse: Das Hauptkapitel untersucht detailliert die Konfliktissues, den Eskalationsverlauf, die beteiligten Parteien, deren Beziehungen sowie deren Grundeinstellungen und Lösungsansätze.

3. Zusammenfassung: Hier werden die wesentlichen Ergebnisse der Konfliktanalyse nochmals gebündelt und die labile Gesamtsituation des Bauvorhabens resümiert.

4. Transfer: Dieser Abschnitt überträgt die erarbeiteten Erkenntnisse auf systemtheoretische Konzepte, insbesondere auf das Konfliktverständnis nach Niklas Luhmann und Martin Lehnert.

Schlüsselwörter

Stuttgart 21, Konfliktanalyse, Friedrich Glasl, Projektgegner, Projektbefürworter, Eskalation, Schlichtung, Systemtheorie, Kommunikation, Bauprojekt, Bürgerbeteiligung, Infrastruktur, Konfliktmanagement, Soziale Systeme, Stuttgart.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den langjährigen gesellschaftlichen Konflikt um das Verkehrsbauprojekt „Stuttgart 21“ unter Einbeziehung soziologischer und politischer Analysemodelle.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Konfliktursachen, die verschiedenen Interessenlagen der Akteure (Gegner vs. Befürworter), der Eskalationsverlauf sowie die Rolle der Kommunikation in diesem Konflikt.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist eine fundierte wissenschaftliche Analyse des Konflikts, um dessen Dynamik besser zu verstehen und diese abschließend mit systemtheoretischen Ansätzen zu verknüpfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Konfliktanalyse verwendet?

Die Arbeit nutzt das Konfliktmanagement-Modell von Friedrich Glasl, insbesondere die Analyse der Konfliktissues, der Parteien und der Eskalationsstufen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in fünf Analyseschritte, die von der Identifikation der Konfliktinhalte über den Verlauf bis hin zur Einschätzung der Konfliktparteien und deren Lösungsversuchen reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Stuttgart 21, Konfliktanalyse, Eskalation, Systemtheorie, Kommunikation und Bürgerbeteiligung.

Warum wird der Konflikt als "labil" bezeichnet?

Obwohl bauliche Fortschritte erzielt wurden, konnten die grundlegenden Meinungsverschiedenheiten und die gegenseitige Ablehnung zwischen den Parteien nie vollständig ausgeräumt werden.

Wie lässt sich die systemtheoretische Sichtweise auf diesen Konflikt zusammenfassen?

Der Konflikt wird als soziales System betrachtet, das auf fortlaufender Kommunikation und der ständigen Ablehnung von Kommunikationsangeboten der Gegenseite basiert.

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Details

Title
Konfliktanalyse des Verkehrsbauprojekts „Stuttgart 21“
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Münster
Author
Marius Ramius (Author)
Publication Year
2014
Pages
17
Catalog Number
V340681
ISBN (eBook)
9783668301153
ISBN (Book)
9783668301160
Language
German
Tags
Konflikt Konflikte Konfliktanalysem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marius Ramius (Author), 2014, Konfliktanalyse des Verkehrsbauprojekts „Stuttgart 21“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340681
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