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Die Osterweiterung der Europäischen Union 2004. Ein konstruktivistischer Erklärungsversuch

Titre: Die Osterweiterung der Europäischen Union 2004. Ein konstruktivistischer Erklärungsversuch

Dossier / Travail , 2015 , 13 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Fatma Khanjar (Auteur)

Politique - Sujet: Union européenne
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Parallel zum Fall des Eisernen Vorhangs 1989/1990 kam es zu einem Umbruch in der politikwissenschaftlichen Debatte der Internationalen Beziehung: Ereignisse und Entwicklungen der Weltpolitik, die bislang durch Grundannahmen rationalistischer Theorien, wie dem Realismus und dem Liberalismus oder Institutionalismus erklärt werden konnten, brauchten nun einen völlig neuen Ansatz. Vor allem in Bezug auf den Prozess der EU-Osterweiterung erwiesen sich die rationalistischen Theorien als nicht vollkommen erklärungsfähig.

Forschungsgegenstand dieser Hausarbeit soll daher die Osterweiterung der Europäischen Union im Jahre 2004 sein, wobei der Konstruktivismus als Analysewerkzeug dienen soll. Hierfür soll am Anfang auf den konstruktivistische Ansatz eingegangen und die Grundannahmen Alexander Wendts als Hauptvertreter des Staatskonstruktivismus angerissen werden. Davon ausgehend soll eine Vorstellung der Rolle von Normen und Werten innerhalb der Europäischen Union erfolgen. Im Rahmen dessen soll auch auf die sogenannten Kopenhagener Kriterien eingegangen werden. Anschließend soll der EU-Osterweiterungsprozess beleuchtet werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Der Konstruktivismus

3. Analyse der EU-Osterweiterung 2004 aus Sicht des Konstruktivismus

3.1. Beweggründe der mittel- und osteuropäischen Länder für einen Beitritt in die EU

3.2. Beweggründe der EU-15 für eine Osterweiterung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die EU-Osterweiterung des Jahres 2004 unter Anwendung konstruktivistischer Theorien, um zu ergründen, warum dieser Prozess trotz bestehender Skepsis erfolgreich realisiert wurde und welche Rolle dabei gemeinsame Normen und Werte spielten.

  • Konstruktivistische Theorie in den Internationalen Beziehungen
  • Die Rolle kollektiver Identität und Werte in der EU
  • Die Kopenhagener Kriterien als Integrationsinstrument
  • Beweggründe der mittel- und osteuropäischen Beitrittskandidaten
  • Interessen und Motivationen der EU-15 Staaten

Auszug aus dem Buch

3.2. Beweggründe der EU-15 für eine Osterweiterung

„Jeder europäische Staat, der die in Artikel 6 Absatz 1 genannten Grundsätze achtet, kann beantragen, Mitglied der Union zu werden“, besagt der Artikel 49 im Vertag von Amsterdam. Sobald ein Staat also Mitglied der EU werden möchte und ihre liberaldemokratischen Grundsätze aus Artikel 6 vertritt, müsste der Aufnahme von Beitrittsverhandlungen nichts im Wege stehen. Die Europäische Union ist nämlich interessiert daran, ihre Normen und Werte weiterzutragen. Vor allem nach dem Fall des ‚Eisernen Vorhanges‘ sah sich die Europäische Union dazu verpflichtet, die ehemaligen Ostblockstaaten in ein gemeinsames Europa zu integrieren.

Bei der Entscheidung für oder gegen eine Osterweiterung, spielten jedoch vor allem individuelle Interessen der einzelnen Mitgliedsstaaten eine prägende Rolle. Diesbezüglich kann man feststellen, dass vor allem Mitgliedsstaaten, die unmittelbar an die mittel- und osteuropäischen Länder grenzen, wie beispielsweise Deutschland, für eine Osterweiterung plädierten. Ein möglicher Grund könnte hier aufgrund der geografischen Nähe die größere Betroffenheit bei Problemen der Nachbarländer darstellen, die auch als „negative Interdependenz“ bezeichnet wird. Hierzu zählen beispielsweise Probleme in der Migrationspolitik oder auch Umweltpolitik, die es erfordern über Grenzen hinweg zusammen zu arbeiten. Die Aufnahme der mittel- und osteuropäischen Staaten würde somit Stabilität in die Region bringen. Es war aber offensichtlich, dass mit einer Osterweiterung auch wirtschaftliche Vorteile, wie z.B. Kostenverringerung im Handel verbunden gewesen wären, von denen beide Seiten profitieren könnten. Hier spricht man von einer „positiven Interdependenz“.

Erwähnenswert wären neben den zuvor genannten Argumenten auch geopolitische Interessen der einzelnen Staaten, die bei der Entscheidung für oder gegen eine Osterweiterung eine wichtige Rolle spielten. Hier wäre u.a. die französische Regierung als Gegner der Osterweiterung zu erwähnen, da diese befürchtete, dass Deutschland unverhältnismäßig von der Osterweiterung profitieren würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die historische Entwicklung der EU ein und begründet die Wahl des Konstruktivismus als Analysewerkzeug zur Untersuchung der Osterweiterung 2004.

2. Der Konstruktivismus: Es werden die theoretischen Grundlagen des Konstruktivismus als Alternative zu rationalistischen Ansätzen erläutert, wobei der Fokus auf der Rolle von Normen und kollektiven Identitäten liegt.

3. Analyse der EU-Osterweiterung 2004 aus Sicht des Konstruktivismus: Die Analyse beleuchtet, wie die EU ihre Werte durch die Osterweiterung verbreitete und welche strukturellen Anforderungen an die Beitrittskandidaten gestellt wurden.

3.1. Beweggründe der mittel- und osteuropäischen Länder für einen Beitritt in die EU: Hier werden die ideologischen und identitätsbasierten Motive der Beitrittsstaaten untersucht, die eine „Rückkehr nach Europa“ anstrebten.

3.2. Beweggründe der EU-15 für eine Osterweiterung: Dieses Kapitel betrachtet die verschiedenen nationalen Interessen der EU-Mitgliedsstaaten sowie das Spannungsfeld zwischen geopolitischer Stabilität und ökonomischem Nutzen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Osterweiterung sowohl durch rationalistisches Kalkül als auch durch konstruktivistische Normorientierung geprägt war und die EU als kollektive Identität festigte.

Schlüsselwörter

Osterweiterung, Europäische Union, Konstruktivismus, Internationale Beziehungen, Normen, Werte, Kopenhagener Kriterien, kollektive Identität, Integration, Transformation, Demokratisierung, Interdependenz, politische Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die EU-Osterweiterung von 2004 unter einer konstruktivistischen Perspektive und analysiert die Motive der beteiligten Staaten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die konstruktivistische Theorie der Internationalen Beziehungen, der Prozess der EU-Osterweiterung und die Bedeutung von Normen sowie Werten für die europäische Identität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel zu erklären, inwieweit der konstruktivistische Ansatz den Erweiterungsprozess der EU 2004 besser erklären kann als rein rationalistische Theorien.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, basierend auf konstruktivistischen Grundannahmen nach Alexander Wendt, um politische Prozesse und Akteursverhalten zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Konstruktivismus sowie die spezifische Analyse der Beitrittsgründe sowohl auf Seiten der neuen Mitgliedsstaaten als auch der EU-15.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem kollektive Identität, liberaldemokratische Grundnormen, Kopenhagener Kriterien sowie die Dynamik zwischen rationaler Interessenpolitik und normativer Integration.

Warum spielt das politische Kriterium für die Osterweiterung eine so zentrale Rolle?

Das politische Kriterium ist eng mit der kollektiven Identität der EU verknüpft; nur Staaten, die diese Werte teilen, werden als Teil der „europäischen Gemeinschaft“ akzeptiert.

Was ist mit dem „Puzzle der Osterweiterung“ gemeint?

Der Begriff beschreibt die Komplexität, dass die EU-Osterweiterung sowohl durch nutzenorientierte Interessen (rationalistisch) als auch durch das Streben nach normativer Konsistenz (konstruktivistisch) erklärt werden kann.

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Résumé des informations

Titre
Die Osterweiterung der Europäischen Union 2004. Ein konstruktivistischer Erklärungsversuch
Université
University of Potsdam  (Lehrstuhl für Internationale Beziehungen)
Cours
Die Rolle internationaler Organisationen in der Weltpolitik
Note
1,7
Auteur
Fatma Khanjar (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
13
N° de catalogue
V340692
ISBN (ebook)
9783668301252
ISBN (Livre)
9783668301269
Langue
allemand
mots-clé
osterweiterung europäischen union konstruktivistischer erklärungsversuch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Fatma Khanjar (Auteur), 2015, Die Osterweiterung der Europäischen Union 2004. Ein konstruktivistischer Erklärungsversuch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340692
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Extrait de  13  pages
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