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Behavioral Accounting. Spezielle Kostenrechnungssysteme

Title: Behavioral Accounting. Spezielle Kostenrechnungssysteme

Seminar Paper , 2016 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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„Alle Entscheidungen im Unternehmen werden von Menschen getroffen – der Mensch mit seinen beschränkten Fähigkeiten und seinen oft allzu menschlichen Eigenschaften trägt die Verantwortung für alle Vorgänge im Unternehmen.“

Doch in der betriebswirtschaftlichen Forschung ist das Thema „Mensch“ beziehungsweise die Berücksichtigung der Verhaltensorientierung lange Zeit vernachlässigt worden. Wissenschaftler beschränkten sich hauptsächlich auf die Modellierung des Menschen als rational handelnden (= den persönlichen Nutzen maximierenden) homo oeconomicus. Erst durch das Voranschreiten anderer Wissenschaftszweige, vor allem der Psychologie, wurde dem menschlichen Verhalten in der Betriebswirtschaftslehre wachsende Beachtung geschenkt, was sich auch an der Entstehung neuer Disziplinen erkennen lässt. Eine dieser noch relativ jungen Disziplinen ist das Behavioral Accounting.

Amerikanische Forscher kamen damals zu der Erkenntnis, dass zwischen vielen Aspekten und Problembereichen des Rechnungswesens und den Fragestellungen verhaltenswissenschaftlicher Forschung wichtige Zusammenhänge bestehen. Sie stellten fest, dass bei der herkömmlichen Betrachtungsweise des Rechnungswesens der Mensch als dessen Ersteller und Nutzer vernachlässigt wird. Darüber hinaus waren sie der Auffassung, dass die ganze Komplexität menschlicher Verhaltensweisen bei der Gestaltung und der Anwendung des Rechnungswesens berücksichtigt werden muss und dass diese neue Sichtweise ein Hinzuziehen der Erkenntnisse und Methoden der verhaltenswissenschaftlichen Forschung erfordert.

Das Behavioral Accounting hat sich in Amerika mittlerweile zu einem anerkannten Teilgebiet des Rechnungswesens entwickelt. In der deutschsprachigen betriebswirtschaftlichen Forschung wird diesem Thema bisher hingegen nur wenig Bedeutung beigemessen. Auch der Einfluss auf die Praxis ist sehr gering, obwohl die Notwendigkeit einer Einbeziehung von verhaltenswissenschaftlichen Erkenntnissen in die Gestaltung und Anwendung von Rechnungssystemen häufig betont wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Behavioral Accounting als interdisziplinäres Forschungsgebiet

2.1 Einordnung

2.2 Gegenstand und Zielsetzung

2.3 Entwicklungsgeschichte und heutige Relevanz

2.4 Hauptströmungen

3 Die partizipative Budgetierung als ausgewählter Forschungsansatz

3.1 Verhaltenswissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich der Budgetierung

3.2 Verhaltenswirkungen der Partizipation an der Festlegung von Vorgaben

4 Fazit

4.1 Ergebnisse und Erkenntnisse

4.2 Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Behavioral Accounting als Forschungsfeld, das verhaltenswissenschaftliche Aspekte in das traditionell rein ökonomisch geprägte Rechnungswesen integriert. Ziel ist es, die Auswirkungen von Informationssystemen auf das Verhalten von Akteuren im Unternehmen zu beleuchten und am Beispiel der partizipativen Budgetierung aufzuzeigen, wie menschliches Handeln durch zielorientierte Steuerungssysteme beeinflusst wird.

  • Grundlagen und Einordnung des Behavioral Accounting
  • Entwicklung und interdisziplinäre Bedeutung des Fachgebiets
  • Hauptströmungen der verhaltensorientierten Unternehmensrechnung
  • Verhaltenswissenschaftliche Analysen zur Budgetierung
  • Problematik und Chancen der partizipativen Budgetierung sowie Budget Slacks

Auszug aus dem Buch

2.2 Gegenstand und Zielsetzung

Der englische Begriff Behavioral Accounting lässt sich wörtlich nicht ins Deutsche übersetzen. Das Adjektiv „behavioral“ stammt von dem Substantiv „behavior“ ab, das allgemein mit „Verhalten“ übersetzt wird. Unter dem Begriff „Accounting“ ist im deutschen Sprachgebrauch das Rechnungswesen zu verstehen.

Das Behavioral Accounting ist ein verhaltenswissenschaftlich orientiertes Teil- bzw. Forschungsgebiet des Rechnungswesens. Im Zentrum der Betrachtung stehen die Wirkungen von Informationen der Unternehmensrechnung auf das Verhalten der Informationssender und -empfänger. Die Grundlage der Erkenntnisgewinnung bilden hierbei Theorien und Methoden der Verhaltenswissenschaften. Aufgrund des Einbezugs mehrerer wissenschaftlicher Fachbereiche handelt es sich um ein interdisziplinäres Forschungsgebiet. Folglich sind die Grenzen dieses Gebietes fließend und nur schwer auszumachen.

Im Zentrum der Behavioral Accounting-Forschung steht die Gewinnung von empirisch prüfbaren und bestätigten Erkenntnissen über die Beziehungen zwischen der Unternehmensrechnung und dem menschlichem Verhalten. Hierzu werden Hypothesen und Realtheorien über die Verhaltenswirkungen von Informationen formuliert und überprüft. In diesem Zusammenhang ist die Kenntnis über die bedeutendsten Einflussgrößen für diese Verhaltenswirkungen sowie die Wirkungsformen von Informationen erforderlich. Erkenntnisse hierzu versucht man sowohl aus theoretischen Konzepten, als auch über empirische Erhebungen zu erhalten. Mittels der aufgestellten Hypothesen und Realtheorien wird letztlich darauf abgezielt, die Auswirkungen konkreter Gestaltungsformen des Rechnungswesens auf das menschliche Verhalten erklären, vorhersagen und hierauf aufbauende Gestaltungsempfehlungen geben zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Notwendigkeit ein, verhaltenswissenschaftliche Aspekte in die betriebswirtschaftliche Forschung und insbesondere das Rechnungswesen zu integrieren.

2 Behavioral Accounting als interdisziplinäres Forschungsgebiet: Das Kapitel definiert den Gegenstand, erläutert die geschichtliche Entwicklung und gliedert das Forschungsfeld in seine Hauptströmungen.

3 Die partizipative Budgetierung als ausgewählter Forschungsansatz: Hier wird analysiert, wie sich die Einbindung von Mitarbeitern bei der Budgetfestlegung auf deren Verhalten und Leistung auswirkt.

4 Fazit: Das Fazit zieht eine Bilanz der bisherigen Erkenntnisse und reflektiert die begrenzte Aussagekraft aktueller Modelle aufgrund der Komplexität menschlichen Verhaltens.

Schlüsselwörter

Behavioral Accounting, Verhaltenswissenschaften, Unternehmensrechnung, Budgetierung, partizipative Budgetierung, Budget Slacks, Verhaltenswirkungen, homo oeconomicus, interne Unternehmensrechnung, Anreizsysteme, Verhaltensbeeinflussung, Leistungssteuerung, empirische Forschung, Management Accounting, Budgetvorgaben

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem interdisziplinären Forschungsgebiet des Behavioral Accounting, welches untersucht, wie Informationen aus dem Rechnungswesen das menschliche Verhalten innerhalb von Unternehmen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören das Behavioral Financial Accounting, das Behavioral Tax Accounting sowie das Behavioral Management Accounting, mit Fokus auf Planung, Kontrolle und Anreizsysteme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel besteht darin, einen Überblick über das Behavioral Accounting zu verschaffen und durch die Analyse der partizipativen Budgetierung aufzuzeigen, wie menschliches Verhalten in die Gestaltung von Kostenrechnungssystemen einbezogen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte theoretische Ausarbeitung, die durch verhaltenswissenschaftliche Ansätze und die Auswertung empirischer Erkenntnisse fundiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung des Behavioral Accounting, die Darstellung der Hauptströmungen und eine spezifische Fallbetrachtung der Budgetierungsprozesse unter verhaltenspsychologischen Gesichtspunkten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Behavioral Accounting, Budget Slacks, partizipative Budgetierung, Verhaltenssteuerung und interne Unternehmensrechnung.

Warum wird der homo oeconomicus in diesem Zusammenhang kritisiert?

Das Modell des homo oeconomicus vernachlässigt laut Behavioral Accounting die komplexe psychologische Realität menschlicher Entscheidungsträger, was die Aussagekraft traditioneller, rein rationaler Wirtschaftsmodelle einschränkt.

Was sind "Budget Slacks" und warum sind sie problematisch?

Budget Slacks sind Differenzen zwischen benötigten Ressourcen und tatsächlicher Mittelzuweisung; sie entstehen durch bewusste Pufferbildung der Mitarbeiter, was zu Ineffizienz und verminderter Wirtschaftlichkeit führen kann.

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Details

Title
Behavioral Accounting. Spezielle Kostenrechnungssysteme
College
Albstadt-Sigmaringen University
Course
Spezielle Kostenrechnungssysteme
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2016
Pages
16
Catalog Number
V340736
ISBN (eBook)
9783668305342
ISBN (Book)
9783668305359
Language
German
Tags
behavioural accounting Kostenrechnungssysteme homo oeconomicus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2016, Behavioral Accounting. Spezielle Kostenrechnungssysteme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340736
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