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Die Geschichtskultur zum Ersten Weltkrieg in Großbritannien

Ein didaktischer Entwurf

Title: Die Geschichtskultur zum Ersten Weltkrieg in Großbritannien

Lesson Plan , 2015 , 21 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Marie Marx (Author)

Didactics - History
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Durch die Präsenz des Themas „Erster Weltkrieg“ in den Medien, Ausstellungen, Institutionen und großen Gesamtdarstellungen wie Christopher Clarks „Die Schlafwandler“ wird das Thema anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Kriegsausbruchs in den Mittelpunkt aktueller Geschichtsdiskurse gerückt.

Die britische Geschichtskultur zum Ersten Weltkrieg bietet einen Gegensatz zu der Geschichtskultur des Ersten Weltkriegs in Deutschland. In Großbritannien und weiteren Commonwealth Mitgliedsstaaten sowie Frankreich und Belgien ist der 11. November ein wichtiger Gedenktag, der zur Erinnerung an den Ersten Weltkrieg begründet wurde. Das Gedenken an den „Great War“ ist im kollektiven Gedächtnis der Briten verankert. Während der Jahre 2014 bis 2018 finden zahlreiche nationale und regionale identitätsstiftende Aktionen im Rahmen des „Centenary“ statt, die sich auf das Geschichtsbewusstsein auswirken. Mit dem jährlichen Gedenktag „Remembrance Day“ sowie einer Zeremonie wird an britische Kriegsopfer erinnert.

Das Ziel dieser Arbeit ist nach einem theoretischen Teil über historisches Lernen mit dem Schwerpunkt Geschichtskultur eine Lernumgebung zur aktuellen Geschichtskultur des Ersten Weltkriegs in Großbritannien vorzustellen. Anhand von Unterrichtsmaterial des Veteranenverbandes „Royal British Legion“, eines Programms für britische Kommunen anlässlich des Jubiläums des Ersten Weltkriegs und zwei Artikeln aus der Zeitung „theguardian“ sollen die Schülerinnen und Schüler die britische Geschichtskultur zum Ersten Weltkrieg dekonstruieren und bewerten. Sie erkennen, dass die britische Geschichtskultur zum Ersten Weltkrieg ein Teil des gesellschaftlichen Lebens ist, während das Thema „Erster Weltkrieg“ in der Öffentlichkeit in Deutschland weniger von Bedeutung ist. Die Lernumgebung ermöglicht die Aneignung von Methoden zum Umgang mit Geschichtskultur sowie den Aufbau von interkultureller Kompetenz, die wegen des Zusammenwachsens der europäischen Staaten immer wichtiger wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1. Geschichtsbewusstsein

2.2. Geschichtskultur

2.3. Das FUER-Modell

3. Anwendung in der Praxis

3.1. Die britische Geschichtskultur zum Ersten Weltkrieg

3.2. Didaktisch-methodischer Kommentar

3.2.1. Gegenstand

3.2.2. Ziele

3.2.3. Methode

3.3. Begründung der Lernumgebung

4. Fazit

Zielsetzung und Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Vorstellung einer Lernumgebung, die es Schülern ermöglicht, die aktuelle britische Geschichtskultur zum Ersten Weltkrieg kritisch zu dekonstruieren und zu bewerten. Im Zentrum steht dabei die Auseinandersetzung mit der Perspektivität historischer Erinnerungskulturen und der Aufbau interkultureller Kompetenz.

  • Historisches Lernen im Kontext von Geschichtskultur
  • Die britische Erinnerungspraxis und deren gesellschaftliche Präsenz
  • Anwendung des FUER-Kompetenzmodells
  • Transnationale Geschichtsperspektiven im Vergleich
  • Kritische Analyse von Gedenksymbolen und -zeremonien

Auszug aus dem Buch

Die britische Geschichtskultur zum Ersten Weltkrieg

Bei der britischen Geschichtskultur zum Ersten Weltkrieg handelt es sich um ein nationales Gedenken an den Ersten Weltkrieg. Das Gedenken hat politische, ästhetische sowie kognitive Absichten. Im Folgenden werde ich die Entwicklung und die derzeitigen Aktionen in Großbritannien darstellen und einen didaktischen Entwurf vorstellen.

Im Vereinigten Königreich ist die Geschichtskultur zum Ersten Weltkrieg in der Öffentlichkeit präsent und bis heute national und politisch aufgeladen. Das Gedenken an den „Great War“ ist im kollektiven Gedächtnis verankert und wurde auch nicht von späteren Traumata, etwa dem Zweiten Weltkrieg, überschattet. Die Ursachen dafür sind u.a. die hohen Verluste der Briten im Ersten Weltkrieg und der Einfluss, den der Krieg auf britische Gesellschaft hatte, wie die Emanzipation von Frauen und die Entwicklung der nationalen Identität. In Großbritannien wird bis heute diskutiert, ob der Krieg sinnlos war.

Es finden nationale, identitätsstiftende Aktionen statt, die sich auf das Geschichtsbewusstsein der Bevölkerung auswirken. Die jährlichen, seit 1919 statt findenden Gedenkfeierlichkeiten, bestehen aus mehreren Elementen, wie dem nationalen Gedenktag „Remembrance Day“ am 11. November. Im Jahr 1920 wurde ein unbekannter Soldat von der Westfront in die nahe gelegene Westminster Abbey überführt. Anschließend besuchten 1,25 Millionen Besucher die Ruhestätte des Unbekannten Kriegers, sogenannt um Angehörige der Luft- und Seestreitkräfte einzuschließen. Nun waren das Grab des Unbekannten Kriegers sowie der Cenotaph, ein Denkmal das die Toten repräsentiert, als rechtmäßige Symbole der britischen nationalen Erinnerung an den Ersten Weltkrieg etabliert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Ersten Weltkriegs im aktuellen Gedenkjahr ein und definiert das Ziel, eine Lernumgebung zur Analyse britischer Geschichtskultur zu schaffen.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die zentralen fachdidaktischen Konzepte wie Geschichtsbewusstsein, Geschichtskultur und das FUER-Modell, die für das historische Lernen grundlegend sind.

3. Anwendung in der Praxis: Hier wird ein konkreter Unterrichtsentwurf vorgestellt, der die britische Erinnerungspraxis anhand von Quellen dekonstruiert und in einen transnationalen Kontext stellt.

4. Fazit: Das Fazit stellt die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, insbesondere den Vergleich zwischen der ausgeprägten britischen Erinnerungskultur und der eher diskursiv geprägten deutschen Gedenklandschaft.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Geschichtskultur, Geschichtsbewusstsein, FUER-Modell, Großbritannien, Remembrance Day, Gedenken, Transnationale Geschichte, historische Kompetenz, Unterrichtsentwurf, Lernumgebung, Erinnerungskultur, Mohnblumen, Multiperspektivität, Interkulturelles Lernen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Geschichtskultur – speziell zum Ersten Weltkrieg in Großbritannien – als Unterrichtsgegenstand genutzt werden kann, um bei Schülern historische und interkulturelle Kompetenzen zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Geschichtsbewusstsein, der Aufbau von Geschichtskulturen im europäischen Kontext, der Umgang mit nationalen Gedenkformaten sowie die Förderung historischer De-Konstruktion.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung einer didaktischen Lernumgebung, die Schüler befähigt, die britische Geschichtskultur zum Ersten Weltkrieg zu analysieren und kritisch zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt fachdidaktische Modelle, insbesondere das FUER-Modell, sowie die Methode der Dekonstruktion von Narrationen und Gedenkformaten im Unterricht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine Analyse der britischen Geschichtskultur und die detaillierte Vorstellung eines unterrichtspraktischen Entwurfs mit verschiedenen Erarbeitungsphasen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Geschichtskultur, Remembrance Day, historisches Lernen, Transnationale Geschichte und interkulturelle Kompetenz.

Warum ist das FUER-Modell für diese Arbeit relevant?

Es dient als theoretische Basis, um die notwendigen Kompetenzbereiche (Frage-, Methoden-, Orientierungs- und Sachkompetenz) zu diagnostizieren und gezielt zu fördern.

Inwiefern unterscheidet sich die deutsche Erinnerungskultur von der britischen?

Während in Großbritannien ein staatlich legitimiertes, nationales Gedenken an den Ersten Weltkrieg existiert, ist die Erinnerung in Deutschland eher durch wissenschaftliche Diskurse und zeitlich begrenzte Ausstellungen ohne breites, rituelles Gedenken geprägt.

Wie bewerten die im Unterricht genutzten Quellen das Gedenken?

Die Quellen, etwa von Adam Hochschild oder Fran Abrams, hinterfragen kritisch, ob das Gedenken einseitig bleibt, den Krieg verharmlost oder die Schuldfrage sowie die Perspektive der Kriegsgegner ausblendet.

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Details

Title
Die Geschichtskultur zum Ersten Weltkrieg in Großbritannien
Subtitle
Ein didaktischer Entwurf
College
University of Potsdam  (Historisches Insitut)
Course
Der Erste Weltkrieg in Geschichtskultur und Geschichtsunterricht
Grade
2,7
Author
Marie Marx (Author)
Publication Year
2015
Pages
21
Catalog Number
V340771
ISBN (eBook)
9783668305885
ISBN (Book)
9783668305892
Language
German
Tags
Erster Weltkrieg Großbritannien Geschichtskultur kollektives Gedächtnis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marie Marx (Author), 2015, Die Geschichtskultur zum Ersten Weltkrieg in Großbritannien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340771
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