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Lyriktheorie und Poetologie von Rolf Dieter Brinkmann

Gedichtsbände "Die Piloten" und "Westwärts 1 & 2"

Titre: Lyriktheorie und Poetologie von Rolf Dieter Brinkmann

Élaboration , 2015 , 11 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anna Schenck (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Anhand der Vorworte der Gedichtsbände "Die Piloten" und "Westwärts 1 & 2" und einiger Gedichte daraus wird eine nie von Brinkmann selbst in dieser Form dargelegte Lyriktheorie und Poetologie erarbeitet. Dazu wird zunächst Brinkmann in seinen historischen und literarischen Kontext eingegliedert, bevor sein ambivalentes Verhältnis zum Medium der Aprache und Literatur durchleuchtet wird, in dem er sich bewegt und dass ihm doch so unzulänglich scheint.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Poetologie

2.1 Die Piloten

2.2 Westwärts 1&2

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, eine Poetik des Autors Rolf Dieter Brinkmann zu rekonstruieren, obwohl dieser sich zeitlebens gegen theoretische Definitionen seines Werkes verwahrte. Die Untersuchung analysiert dabei die schwierige Beziehung zwischen Dichter und Sprache sowie die bewusste Abwendung von traditionellen Literaturkonventionen hin zur radikalen Subjektivität und Authentizität.

  • Rolf Dieter Brinkmanns kritisches Verhältnis zum deutschen Kulturbetrieb der 1960er und 70er Jahre.
  • Die Rolle der Medienlandschaft und Einflüsse der amerikanischen Underground- und Pop-Literatur.
  • Die Transformation von Lyrik durch die Kamera-Ästhetik und die Technik der Montage.
  • Die Dekonstruktion der Sprache in den Werken "Die Piloten" und "Westwärts 1&2".

Auszug aus dem Buch

Die Piloten

Brinkmanns Pop-Phase reagiert auf eine mediale Flut von Oberflächenphänomenen. Die Realität der modernen Kultur lässt sich laut Brinkmann mit den Mitteln der alten Literatur einfach nicht greifen, abbilden. Deswegen stellt der Gedichtband Die Piloten von 1968 den Siegeszug der Pop-Kultur über die alte Literatur dar. Dies wird durch drei Comicstrips verdeutlicht, die den Gedichtband rahmen und unterteilen.

Sprache soll Tiefe erzeugen. Bilder hingegen sind flach und bilden die Realität ab, demnach müsse Literatur um die Realität abzubilden auch flach, das heißt einfach werden. 'Subjektivität', 'Sinnlichkeit' und 'Authentizität' sind die Werte seiner Literatur. Diese finden sich in seiner Alltagsdichtung, denn diese kann gar nicht kitschig und damit auf Wirkung aus sein.

Die Notiz zu Die Piloten beginnt mit einer Kritik an den Zeitgenossen, die schwerer zu beseitigen seien als die alten Vorbilder. Er nennt sie „lebende Tote“ (Sp 185), die kulturelle Wörter besetzen und sich nicht für die Kunst der anderen Interessieren. „Die Toten bewundern die Toten!“ (Sp 186) Damit verurteilt er den „gespenstische[n] […] deutschen Kulturbetrieb“ (Sp 186) zur Unwichtigkeit, der immer nach Stil, was mit Manieren gleichgesetzt wird, ruft. Wieso solle er sich um Stil kümmern, wenn alles schon so stilvoll sei? Stil sei unwichtig, weil er ablenkt von der Dichtung. „Man muss vergessen, daß es so etwas wie Kunst gibt! Und einfach anfangen.“ (Sp 186) Er sagt, formale Probleme seien uninteressant, langweilig, für berufsmäßige Ästheten und Dichterprofis, zudem tot und zum Beschäftigungsgegenstand degradiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel gibt einen biografischen Überblick über Rolf Dieter Brinkmann und erläutert die methodische Schwierigkeit, aus einem Werk ohne explizite Poetik eine Theorie abzuleiten.

2. Poetologie: Hier wird Brinkmanns Verhältnis zur Medienwelt sowie seine Abkehr von der "traditionellen" Literatur hin zur Antikunst und Pop-Ästhetik analysiert.

2.1 Die Piloten: Dieses Unterkapitel untersucht Brinkmanns Pop-Phase und seine Forderung nach einer "flachen" und einfachen Sprache, um authentische Realität abzubilden.

2.2 Westwärts 1&2: Dieser Abschnitt thematisiert das Spätwerk, in dem der Prozess der Selbstzerstörung und die radikale Sprachkritik im Vordergrund stehen.

3. Fazit: Das Fazit fasst Brinkmanns Überlebenskampf gegen die Herrschaftssprache zusammen und ordnet seine Versuche einer Neuerfindung der deutschen Lyrik ein.

Schlüsselwörter

Rolf Dieter Brinkmann, Lyriktheorie, Pop-Literatur, Sprachkritik, Authentizität, Antikunst, Westwärts 1&2, Die Piloten, Medienlandschaft, Literaturwissenschaft, Subjektivität, Montage, Underground-Literatur, Kulturbetrieb, Sprachzerstörung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die poetologischen Ansätze von Rolf Dieter Brinkmann und versucht, seine implizite Lyriktheorie aus seinem Werk und seinen Äußerungen herauszuarbeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen Brinkmanns Ablehnung des deutschen Kulturbetriebs, seine Hinwendung zur Pop-Kultur, die Transformation medialer Wahrnehmung in Lyrik sowie seine zunehmende Sprachkritik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, trotz Brinkmanns Weigerung, Poetiken zu formulieren, eine Theorie seiner Lyrik aus seinem Gesamtwerk, insbesondere den Vorworten und Essays, zu rekonstruieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine textanalytische Herangehensweise gewählt, die Brinkmanns Reflexionen "ex negativo" nutzt, ergänzt durch die Analyse von Vorbemerkungen in seinen Hauptwerken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine poetologische Einführung und die detaillierte Untersuchung der Gedichtbände "Die Piloten" und "Westwärts 1&2" hinsichtlich Sprache und Realitätswahrnehmung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Sprachkritik, Pop-Literatur, Authentizität, Dekonstruktion und das Verhältnis des Dichters zur Gesellschaft bestimmt.

Warum lehnt Brinkmann "künstlerische Sprache" ab?

Brinkmann assoziiert "künstlerische Sprache" mit einer falschen, elitären Distanz zur Welt und einer Ideologie, die die unmittelbare Erfahrung des Einzelnen überdeckt.

Inwiefern spielt die Fotografie/Kamera eine Rolle für seine Dichtung?

Brinkmann überträgt filmische und fotografische Techniken wie Montage, Zoom und Blitzlichtaufnahmen auf seine Gedichte, um Momente des Alltags unmittelbar und unverfälscht einzufangen.

Was bedeutet der "Tod der Literatur" im Kontext von Brinkmann?

Es bezeichnet die radikale Destruktion des klassischen Literaturbegriffs durch Brinkmann, der die Sprache selbst als Herrschaftsinstrument kritisiert und schließlich ihre Auflösung in der Wortlosigkeit propagiert.

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Résumé des informations

Titre
Lyriktheorie und Poetologie von Rolf Dieter Brinkmann
Sous-titre
Gedichtsbände "Die Piloten" und "Westwärts 1 & 2"
Université
University of Leipzig  (Germanistik)
Cours
Lyriktheorie
Note
1,3
Auteur
Anna Schenck (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
11
N° de catalogue
V340925
ISBN (ebook)
9783668304093
ISBN (Livre)
9783668304109
Langue
allemand
mots-clé
beat poetry Rolf Dieter Brinkmann Literaturtheorie Lyriktheorie Autorenpoetologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anna Schenck (Auteur), 2015, Lyriktheorie und Poetologie von Rolf Dieter Brinkmann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340925
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Extrait de  11  pages
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