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Das Irlandbild in John Fords „The Informer"

Titel: Das Irlandbild in John Fords „The Informer"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2000 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Helene Radam (Autor:in)

Filmwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beginnt mit einer Inhaltsangabe. Diese Inhaltsabgabe umfasst eine detaillierte Abfolge des Filmgeschehens. Ich empfand dies als notwendig, um die in den folgenden Kapiteln der Arbeit beschriebenen Szenen zur Untermauerung bestimmter Thesen nicht immer wieder bis ins kleinste Detail ihrer Bilder und des Zusammenhangs zu den übrigen Szenen beschreiben zu müssen. Gleichzeitig vermittelt die Inhaltsangabe eine Einführung in die Stimmung des Films und erinnert besser an die Bilder. Nach dieser Inhaltsangabe wird ein Zusammenhang zwischen Film und christlicher Religiosität versucht herzustellen. Gleichzeitig findet sich in diesem Kapitel die Auseinandersetzung mit dem Thema der Gemeinschaft. In dem darauf folgenden Kapitel stelle ich die Figur Gypo Nolan, von dem Schauspieler Victor McLageln gespielt, in den Vordergrund. Aus der Motivation seiner Tat im Film schließt die Arbeit mit meiner Auseinandersetzung zu der Bedeutsamkeit Amerikas im Film und deren aktuellen und geschichtlichen Stellung, die dieses Land immer wieder einnimmt. Vor das letzte Kapitel ist der Einsatz der Filmtechnik und im speziellen das Licht in einem eigenen Kapitel thematisiert worden. Hier wird die Stimmung des Film, die er dem Betrachter vermittelt und diesen fesselt, an Hand der Technik erklärt. Es wird unter anderem eine Parallele zum Filmregisseur Friedrich Wilhelm Murnau gezogen, an den der Lichteinsatz John Fords stark erinnert. Mein Hauptanliegen ist es, einen der vielen Filmen John Fords vorzustellen und einige seiner Besonderheiten sowie das Einfließen verschiedener Themen in einen einzigen Film herauszustellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

The Informer

Einleitung

Inhaltsangabe

Der Christliche Glaube – die Gemeinschaft – Themen des Films

Gypo Nolan – Victor McLaglen – Oskarpreisträger 1935

The Informer – Licht – Kamerabewegung – Musik

Amerika, ein Symbol der Freiheit und unbegrenzter Möglichkeiten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit John Fords Film "The Informer" auseinander, wobei der Fokus auf der filmästhetischen Umsetzung, der christlichen Symbolik und dem zentralen Motiv der Sehnsucht nach Amerika liegt. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie Ford durch technische Mittel und inhaltliche Leitmotive die Figur des Gypo Nolan sowie dessen soziale und psychologische Isolation innerhalb einer von Unterdrückung und Armut geprägten irischen Gesellschaft charakterisiert.

  • Die christlich-religiöse Symbolik und ihre Bedeutung für die Handlung.
  • Die Rolle der Gemeinschaft und die soziale Isolation des Protagonisten Gypo Nolan.
  • Filmtechnische Aspekte, insbesondere die Lichtgestaltung und der sparsame Einsatz von Kamerabewegungen.
  • Amerika als kontrastierendes Symbol für Freiheit und wohlhabende Zukunftsaussichten.
  • Die Charakterisierung von Gypo Nolan als tragisch-komische Figur.

Auszug aus dem Buch

Gypo Nolan – Victor McLaglen – Oskarpreisträger 1935

Gypo Nolan wird von dem irischstämmigen amerikanischen Filmschauspieler Victor McLaglen verkörpert.

Die Figur und dessen Charakter ist von Ford und McLaglen als einfacher, etwas plump wirkender Mensch gezeichnet worden. Ein Mensch, der sehr direkt und in seinen Gedankengängen nie weit oder komplex vorgeht. Gypo Nolan ist nicht die Person, die Konflikte mit dem Kopf, sondern mit Taten zu klären versucht. Meistens spricht Gypo die Sprache physischer Gewalt. Gypo reißt das Fahndungsplakat von Frankie ab, zerknüllt es und wirft es verärgert weg. Als er Katie von einem Freier belagert sieht, schlägt er zu. In der Situation vor dem Pub schlägt er einen Mann, der ihn seiner Meinung nach despektierlich angeschaut hat, und den Polizisten nieder.

Zu dem Zeitpunkt des Films, als er Frankie an die Polizei des Geldes wegen verrät, denkt er nicht über eventuell eintretende Konsequenzen nach, sondern nur an den Traum Irland mit Katie verlassen zu können. Sein Land, in dem er ein Außenseiter geworden ist und in der sozialen Schicht sich an unterster Stelle befindet.

Ford und McLaglen machen keine psychologisierende Figur aus Gypo Nolan. Allerdings stellt McLaglen Gypo Nolan auch nicht als stumpfsinnigen Verräter dar. Er verleiht der Figur viele kleine sympathischen Nuancen. Gypo Nolan ist in dem Film zwar der Verräter und der Schläger, aber trotz alledem kein unsympathischer Charakter. Er ist eher der Verlierertyp. Er steht an der untersten Sprosse der gesellschaftlichen Leiter, auf Grund der Armut und der Ausgegrenztheit, und schafft es durch seine Sehnsucht nach Wohlstand, Freiheit und der Liebe zu Katie, die auf Grund ihrer Berufs ebenfalls ausgegrenzt ist, sich durch den Verrat gänzlich den Boden unter den Füßen zu nehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

The Informer: Einleitende Betrachtung der Regiearbeit von John Ford anhand eines Zitats über die Rolle des Regisseurs als Architekt.

Einleitung: Vorstellung der methodischen Vorgehensweise und der thematischen Schwerpunkte der Arbeit, von der Inhaltsangabe über christliche Symbolik bis hin zur Filmtechnik.

Inhaltsangabe: Detaillierte Rekapitulation des Filmgeschehens, von der Einleitung durch den Vorspann bis zur finalen Konfrontation und dem Tod des Protagonisten.

Der Christliche Glaube – die Gemeinschaft – Themen des Films: Analyse der religiösen Referenzen und der Bedeutung der Gemeinschaft im Kontext des irischen Freiheitskampfes und der sozialen Armut.

Gypo Nolan – Victor McLaglen – Oskarpreisträger 1935: Charakterstudie des Protagonisten Gypo Nolan, seiner Motivation und der schauspielerischen Leistung von Victor McLaglen.

The Informer – Licht – Kamerabewegung – Musik: Untersuchung der filmischen Gestaltungsmittel, insbesondere der Lichtsetzung und des Kameraeinsatzes in Anlehnung an Friedrich Wilhelm Murnau.

Amerika, ein Symbol der Freiheit und unbegrenzter Möglichkeiten: Erörterung der Sehnsucht nach Amerika als treibende Kraft hinter dem Verrat und der Einordnung dieser Thematik in den historischen Kontext.

Schlüsselwörter

John Ford, The Informer, Gypo Nolan, Verrat, Irland, Dublin, Christliche Symbolik, Gemeinschaft, Victor McLaglen, Filmmusik, Lichteinsatz, Amerika, Sozialkritik, Freiheitskampf, Filmwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Film "The Informer" von John Ford und analysiert, wie filmästhetische Mittel und inhaltliche Leitmotive die Darstellung des Verrats und der Einsamkeit des Protagonisten Gypo Nolan unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die biblische und christliche Symbolik, die Dynamik von Gemeinschaft versus Isolation und die Bedeutung von Amerika als Sehnsuchtsort in einer von Armut geprägten Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Charakterzeichnung des Gypo Nolan in seinem spezifischen historischen und sozialen Kontext sowie die filmtechnische Umsetzung durch Licht, Musik und Kameraarbeit zu entschlüsseln.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine filmwissenschaftliche Analyse, die den Film durch Inhaltsangabe, szenische Interpretation, komparative Vergleiche mit anderen Regisseuren (wie Murnau) und kulturhistorische Einordnung untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Inhaltsangabe, die Analyse von Glauben und Gemeinschaft, ein Charakterporträt von Gypo Nolan, eine technische Analyse der Filmsprache sowie eine Untersuchung der Amerikaproblematik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie John Ford, Gypo Nolan, Verrat, christliche Symbolik, Gemeinschaft, soziale Isolation und Filmsprache beschreiben.

Inwiefern beeinflusst das Amerikabild den Handlungsverlauf des Films?

Das Werbeplakat für eine Überfahrt nach Amerika fungiert als zentraler Auslöser für den Verrat; der Traum von einem besseren Leben in Amerika rechtfertigt in der verzerrten Wahrnehmung Nolans seine Tat an seinem Freund.

Warum wird Gypo Nolan im Text als „tragisch-komische“ Figur bezeichnet?

Die Figur vereint extreme Verzweiflung, Gewaltbereitschaft und Verrat mit Momenten der Liebenswürdigkeit und Hilflosigkeit, was es dem Zuschauer erschwert, eine eindeutige moralische Bewertung vorzunehmen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Irlandbild in John Fords „The Informer"
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
2,0
Autor
Helene Radam (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
24
Katalognummer
V34094
ISBN (eBook)
9783638344104
ISBN (Buch)
9783656754022
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Irlandbild John Fords Informer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Helene Radam (Autor:in), 2000, Das Irlandbild in John Fords „The Informer", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34094
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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