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Physische Geographie der Harzregion. Die Harzer Moore

Beitrag zum Exkursionsführer

Titre: Physische Geographie der Harzregion. Die Harzer Moore

Travail de Projet (scientifique-pratique) , 2016 , 25 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Claudia Jözwiak (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Géographie physique, Géomorphologie, Ecologie
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Moore sind einzigartige und faszinierende Ökosysteme, die eine ursprüngliche, wilde Natur verkörpern. Sie unterscheiden sich grundlegend von anderen Ökosystemen und bieten in ihrer Ursprünglichkeit einen Lebensraum für hochspezialisierte und angepasste Tier- und Pflanzenarten. Moore nehmen eine wichtige Funktion für den Landschaftshaushalt ein und sind gleichzeitig stark gefährdete Landschaftstypen. Ich habe ich mich für dieses Thema entschieden, um eben diese Vielfältigkeit und Einzigartigkeit der Moore aufzuzeigen.

Im Rahmen dieses Exkursionsführers gibt es einen weiteren Moorbericht mit dem Schwerpunkt Renaturierung. Ich hingegen möchte die Besonderheiten der Moorentwicklung und -zusammensetzung und deren typische Vegetation herausarbeiten. Dazu werde ich das Goethemoor und das Niederkalkmoor im Helsunger Bruch vorstellen. Im letzten Abschnitt meines Berichtes werde ich auf die Inkohlungsprozesse eingehen, die im Wienroder Becken zur Entstehung von Braunkohle geführt haben.

Die Landschaft des Hochharzes, ein Gebiet von rund 116 km², wird von großflächigen waldfreien Hochmooren, kleineren Niedermooren und ausgedehnten Fichten-Moorwäldern geprägt. Es gibt hier 54 offene Vermoorungen, die einen Anteil von rund 500 ha einnehmen. Hinzu kommt allein im Niedersächsischen Westharz eine beachtliche Fläche von 937 ha vermoorten Fichtenwäldern. Die Moore im Harz sind fast ausschließlich Hangmoore, da sie sich auf geneigtem Untergrund befinden. Nur ein kleiner Teil der Moore ist auf ebenem oder fast ebenem Untergrund entstanden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Moore und Braunkohle in der Harzregion

1.1 Einführung ins Thema

1.2 EXP 1: Das Goethemoor

1.3 EXP 2: Das Niederkalkmoor im Helsunger Bruch

1.4 EXP 3: Vegetation des Goethemoores und des Niederkalkmoores im Helsunger Bruch

1.5 EXP 4: Wienroder Becken

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die ökologische Einzigartigkeit und die geologischen Entstehungsprozesse von Mooren im Harz sowie die historische Entstehung von Braunkohlevorkommen im Wienroder Becken detailliert aufzuarbeiten, um als Grundlage für einen geographischen Exkursionsführer zu dienen.

  • Grundlagen der Moorbildung und Hydrodynamik im Hochharz
  • Vegetationskundliche Analyse spezifischer Moor-Ökosysteme
  • Stratigraphie und Entstehungsprozesse von Niederkalkmooren
  • Tektonische Voraussetzungen und Inkohlungsprozesse im Wienroder Becken
  • Ökologische Auswirkungen von anthropogenen Eingriffen und Renaturierungsmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

1.1 Einführung ins Thema

Die Landschaft des Hochharzes, ein Gebiet von rund 116km², wird von großflächigen waldfreien Hochmooren, kleineren Niedermooren und ausgedehnten Fichten-Moorwäldern geprägt. Es gibt hier 54 offene Vermoorungen, die einen Anteil von rund 500ha einnehmen. Hinzu kommt allein im Niedersächsischen Westharz eine beachtliche Fläche von 937ha vermoorten Fichtenwäldern. Die Moore im Harz sind fast ausschließlich Hangmoore, da sie sich auf geneigtem Untergrund befinden. Nur ein kleiner Teil der Moore ist auf ebenem oder fast ebenem Untergrund entstanden (vgl. Beug 1999, 8 und 91).

Das Moorwachstum begann unmittelbar nach der letzten Eiszeit vor rund 10.000 Jahren. Während der jüngsten, sogenannten weichselzeitlichen Vereisung, mit einer Mächtigkeit des Eisschildes von bis zu 200m, waren u.a. Rehberg, Sonnenberg, Wurmberg und Königsberg am Brocken vergletschert. Im Weichsel-Spätglazial löste sich der Gletscher vermutlich ganz auf und ließ auf dem undurchlässigen Granituntergrund mit vielen Senken und Klüften und aufgrund der feuchtkühlen Bedingungen vernässte Bereiche entstehen (vgl. Beug 1999, 18). Es konnte sich über einen langen Zeitraum mehr Wasser in den Senken und Klüften ansammeln, als durch Verdunstung und Abfluss verloren ging. Dies ist die erste wichtige Voraussetzung für eine Moorbildung. Durch das anaerobe Milieu werden nun abgestorbene Pflanzen nicht bzw. nur teilweise durch Pilze und Mikroorganismen zersetzt. Diese Pflanzenreste lagern sich schichtweise auf dem Granituntergrund ab und es entstehen sedentäre Sedimente, kurzum Torf (vgl. Luthardt/Zeitz 2014, 13). Moore haben daher eine positive Stoffbilanz, d.h. es werden mehr organische Substanzen gebildet als zersetzt. Mit dieser selbstwachsenden Kraft und der positiven Stoffbilanz unterscheiden sich Moore von allen anderen Ökosystemen auf der Erde und sind damit einzigartig (vgl. Succow 1986, 20-21).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Moore und Braunkohle in der Harzregion: Einleitende Betrachtung der geologischen Besonderheiten und der allgemeinen Bedeutung von Mooren als Ökosysteme im Landschaftshaushalt des Harzes.

1.1 Einführung ins Thema: Detaillierte Darstellung der landschaftlichen Prägung des Hochharzes durch Moore sowie die klimatischen und geologischen Voraussetzungen für deren Entstehung nach der letzten Eiszeit.

1.2 EXP 1: Das Goethemoor: Untersuchung des Goethemoores als hochgelegenes Hochmoor-Komplexgebiet mit besonderem Fokus auf seine Hydrologie, Entstehungsgeschichte und aktuelle Beeinträchtigungen.

1.3 EXP 2: Das Niederkalkmoor im Helsunger Bruch: Analyse der Entstehung und der einzigartigen stratigraphischen Eigenschaften des Niederkalkmoores als kalkhaltiges Verlandungsmoor.

1.4 EXP 3: Vegetation des Goethemoores und des Niederkalkmoores im Helsunger Bruch: Vergleich der spezifischen Pflanzengesellschaften beider Moortypen und Erläuterung der ökologischen Anpassungsstrategien einzelner Arten.

1.5 EXP 4: Wienroder Becken: Erläuterung der tektonischen Entstehung des Wienroder Beckens und der geochemischen Inkohlungsprozesse, die dort zur Bildung von Braunkohle führten.

Schlüsselwörter

Moore, Hochmoor, Niederkalkmoor, Torf, Vegetation, Sphagnum, Inkohlung, Braunkohle, Harz, Ökosystem, Stratigraphie, Hydrologie, Renaturierung, Schwingrasen, Geologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den physikalisch-geographischen Aspekten der Moorbildung und der Entstehung von Braunkohlevorkommen in der Harzregion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Hydrologie von Hang- und Niedermooren, die Vegetationsdynamik sowie die schollentektonischen Prozesse und Inkohlung im Wienroder Becken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die fundierte Aufbereitung wissenschaftlicher Informationen zu Mooren und Braunkohle, um diese als inhaltliche Basis für einen Exkursionsführer zur Physischen Geographie der Harzregion zu nutzen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung geographischer und ökologischer Daten zu den untersuchten Standorten im Harz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei spezifische Moor-Exkursionspunkte sowie eine detaillierte geologische Analyse des Wienroder Beckens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Moore, Hochmoor, Niederkalkmoor, Inkohlung, Braunkohle und ökologische Standorte charakterisiert.

Warum ist das Goethemoor aus ökologischer Sicht besonders gefährdet?

Die durch die Brockenbahn verursachte Entwässerung führt zu einer erheblichen Störung des Wasserhaushalts, wodurch die ehemals offenen Hochmoorflächen zunehmend verfichten.

Was unterscheidet das Niederkalkmoor im Helsunger Bruch von anderen Mooren?

Es handelt sich um das letzte kalkhaltige, mesotrophe Verlandungsmoor in Sachsen-Anhalt, das eine sehr spezifische Vegetation aufweist und durch ein komplexes Grabensystem stark devastiert wurde.

Welche Rolle spielt die Tektonik für das Wienroder Becken?

Die schollentektonischen Bewegungen im Tertiär und die Heraushebung der Harzscholle schufen die geologischen Voraussetzungen für die Entstehung von Senken, in denen sich unter warm-feuchten Bedingungen Moorbildungen und damit Inkohlungsprozesse abspielen konnten.

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Résumé des informations

Titre
Physische Geographie der Harzregion. Die Harzer Moore
Sous-titre
Beitrag zum Exkursionsführer
Université
Humboldt-University of Berlin  (Geographisches Institut)
Note
1,0
Auteur
Claudia Jözwiak (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
25
N° de catalogue
V341334
ISBN (ebook)
9783668311770
ISBN (Livre)
9783668311787
Langue
allemand
mots-clé
Moore Harz Braunkohle
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Claudia Jözwiak (Auteur), 2016, Physische Geographie der Harzregion. Die Harzer Moore, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341334
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Extrait de  25  pages
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