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Die Kommerzialisierung des Fußballs im europäischen Vergleich

Die Fallbeispiele Deutschland, England und Spanien

Título: Die Kommerzialisierung des Fußballs im europäischen Vergleich

Tesis de Máster , 2016 , 73 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

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Diese Arbeit behandelt die Kommerzialisierung des Fußballs im europäischen Vergleich.

Die Arbeit ist in vier thematische Teilbereiche gegliedert. Im ersten Abschnitt wird zunächst einmal nach dem Modell von Heitmeyer und Peter das Stadionpublikum ausdifferenziert. Damit lässt sich zunächst das angesprochene aktiv gestaltende Stadionpublikum vom Rest der Besucher trennen und allgemeingültig definieren. Daraufhin, im zweiten thematischen Abschnitt, wird die theoretische Grundlage dieser Arbeit gelegt. Dabei wird den Fragen nachgegangen, warum sich Individuen überhaupt in eine kollektive Gruppe zusammen finden, was schlussfolgernd die Kollektivgutproblematik darstellt und was Einzelne innerhalb einer Gruppe motiviert, ihren Beitrag zu leisten.

Im dritten thematischen Abschnitt werden ausgewählte Kriterien der fortschreitenden Kommerzialisierung im Profifußball der zu untersuchenden europäischen Profiligen herausgearbeitet. Es werden vier verschiedene Phasen der Kommerzialisierung vorgestellt, in welche die Kriterien "Der Verkauf von Eintrittskarten und die Konzeption der Stadien", "Sponsoring und Werbung" sowie die "Medialen Übertragungsrechte" im europäischen Vergleich einzuordnen sind. Diese Kriterien werden gewählt, da sie in den zu untersuchenden Ligen den größten prozentualen Erlös erzielen und somit den größten sportlichen Output darstellen. Dadurch lässt sich nun sehr gut einordnen, in welcher Kommerzialisierungsphase die verschiedenen Kriterien innerhalb der untersuchten Länder im europäischen Vergleich anzusiedeln sind.

Im vierten und letzten thematischen Abschnitt dieser Arbeit werden beispielhaft Protestaktionen der aktiven Fanszenerie vorgestellt. Dabei handelt es sich um Protestaktionen, welche im Sinne der Logik des kollektiven Handelns in Gruppen geplant und durchgeführt werden und gegen die Auswirkungen der Kommerzialisierung gerichtet sind. Als Quelle dient hierbei das so genannte "Ultrámanifest", da in diesem die Ziele der zu untersuchenden Fangruppierungen niedergeschrieben sind. Für die daraufhin durchgeführten Protestaktionen innerhalb der Stadien können allerdings ausschließlich journalistische Quellen dienen, da diese in der Regel für eine Betrachtung genügen und in diesem Bereich nur wenig Fachliteratur vorhanden ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ausdifferenzierung der Fanszenerie

2.1 Der konsumorientierte Fan

2.2 Der erlebnisorientierte Fan

2.3 Der fußballzentrierte Fan

3 Das Kollektivgut Fußball - Theoretische Auseinandersetzung mit der Fragestellung

3.1 Die Theorie des kollektiven Handelns - Ausgangslage

3.2 Die Kollektivgutproblematik

3.3 Der Beitritt zu organisierten Gruppen

3.3.1 Positive und negative Anreize

3.4 Aktives Handeln innerhalb von Gruppierungen

3.4.1 Die direkte Überwachung der Mitglieder

3.4.2 Selektive Anreize

3.4.2.1 Status innerhalb einer Gruppe

3.4.2.2 Prestige innerhalb einer Gruppe

3.4.2.3 Soziale Anreize und rationales Verhalten

3.4.3 Werte, Normen und soziale Sanktionen

3.4.4 Intrinsische Motivation

4 Die Kommerzialisierung des Profifußballs

4.1 Definition und Wirkungsweise der Kommerzialisierung

4.2 Der Verkauf von Eintrittskarten und die Konzeption der Stadien

4.2.1 In der deutschen Bundesliga

4.2.2 In der englischen Premier League

4.2.3 In der spanischen La Liga

4.2.4 Vergleich

4.3 Sponsoring und Werbung

4.3.1 In der deutschen Bundesliga

4.3.2 In der englischen Premier League

4.3.3 In der spanischen La Liga

4.3.4 Vergleich

4.4 Mediale Übertragungsrechte

4.4.1 In der deutschen Bundesliga

4.4.2 In der englischen Premier League

4.4.3 In der spanischen La Liga

4.4.4 Vergleich

5 Reaktionen der Fans

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der zunehmenden Kommerzialisierung im Profifußball auf das Kollektivgut Fußball im Vergleich der drei europäischen Ligen Deutschland, England und Spanien. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf den Auswirkungen auf kollektives Handeln von Fangruppierungen, die sich gegen diese Entwicklung positionieren.

  • Strukturelle Analyse der Kommerzialisierung anhand ökonomischer Kriterien (Eintrittskarten, Sponsoring, Medienrechte)
  • Differenzierung des Stadionpublikums nach dem Modell von Heitmeyer und Peter
  • Theoretische Fundierung des kollektiven Handelns durch Mancur Olson und Viktor Vanberg
  • Analyse von Protestaktionen fußballzentrierter Fans als Reaktion auf kommerzielle Veränderungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Theorie des kollektiven Handelns - Ausgangslage

Wie bereits erläutert, fallen die fußballzentrierten Fans vor allem durch die optische und gesangliche Unterstützung einer Fußballmannschaft auf. Dies geschieht nicht nur im Stadion des Fußballvereins, zu dem sie sich bekennen, sondern auch in Auswärtsspielen des Vereins. Ebenfalls setzen sie sich durch Banner und Choreographien für ihre Anliegen ein. Somit bleibt zu konstatieren, dass es zwei primäre Ziele gibt: eine ansprechende Unterstützung des jeweiligen Vereins sowie die Realisierung ihrer Fan-Interessen. Eben diese Ziele lassen sich allerdings nicht alleine, sondern im Kollektiv verwirklichen. Daher erscheint es zunächst einmal logisch anzunehmen, dass Individuen, die an der Durchsetzung ihrer Ziele interessiert sind, sich für diese Realisierung aktiv engagieren und sich somit zu einem Kollektiv zusammenschließen.

Der theoretische Ansatz, auf den die vorliegende Arbeit zurückgreift, setzt genau an diesem Punkt an.

"Aus der Annahme, daß Mitglieder einer Gruppe ein gemeinsames Interesse oder Ziel haben und sie alle besser daran wären, wenn dieses Ziel erreicht würde, schien logisch zu folgen, daß die einzelnen Mitglieder einer solchen Gruppe, sofern sie sich rational im Eigeninteresse verhalten, so handeln werden, daß dieses Ziel erreicht wird." 11

Neben Olson dient ebenfalls die Sicht von Viktor Vanberg über kollektives Handeln in Gruppen der vorliegenden Arbeit als theoretische Grundlage, da er betont, dass auf Grund ihres gemeinsamen Interesses diese Personen automatisch eine Interessensgruppe bilden.12

Somit gruppiert Vanberg alle Personen mit einem gemeinsamen Interesse zu einer Gruppe. Diese sehr weite Definition einer Interessensgruppe erklärt zwar, wie Interessensgruppen entstehen, begründet allerdings noch nicht, ob Individuen, die in diesem Sinne zu einer Interessensgruppierung zählen, sich aktiv für die Verwirklichung dieser Ziele einsetzen.

Der Grund, warum Akteure innerhalb einer Interessensgruppe nur unter bestimmten Bedingungen gewillt sind, sich für das Erreichen des Ziels zu engagieren, liegt im Ziel selbst. Das Ziel ist immer die Verwirklichung des Verlangens. Jedoch kann der Gegenstand dieses gemeinsamen Interesses davon abweichen. Er kann die Bereitstellung bestimmter Produkte oder Leistungen sein sowie die Behebung oder sogar Beibehaltung eines gewissen Zustands. Jedoch wird in jedem Fall ein Kollektivgut beschrieben13.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Kommerzialisierung im Profifußball ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung für die aktive Fanszenerie sowie die Forschungsfrage.

2 Ausdifferenzierung der Fanszenerie: Dieses Kapitel kategorisiert Fußballfans in konsumorientierte, erlebnisorientierte und fußballzentrierte Fans, um die für die Arbeit relevante Zielgruppe zu bestimmen.

3 Das Kollektivgut Fußball - Theoretische Auseinandersetzung mit der Fragestellung: Das Kapitel legt die theoretische Basis des kollektiven Handelns nach Olson und Vanberg und untersucht, warum sich Individuen in Gruppen engagieren und welchen Mechanismen ihr Handeln unterliegt.

4 Die Kommerzialisierung des Profifußballs: Hier wird der Prozess der Kommerzialisierung definiert und anhand der Kriterien Eintrittskarten, Sponsoring und Medienrechte in drei europäischen Ligen beispielhaft analysiert.

5 Reaktionen der Fans: Dieses Kapitel stellt Protestaktionen der fußballzentrierten Fanszene vor, die als Reaktion auf die im vorherigen Kapitel beschriebenen kommerziellen Tendenzen entstanden sind.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Auswirkungen der Kommerzialisierung auf das Kollektivgut Fußball in Deutschland, England und Spanien.

Schlüsselwörter

Kommerzialisierung, Profifußball, Kollektivgut, Fanszenerie, kollektives Handeln, Interessensgruppe, Ticketpreise, Stadionkonzeption, Sponsoring, Mediale Übertragungsrechte, Fan-Protest, Fußball-Bundesliga, Premier League, La Liga, Soziale Anreize.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die fortschreitende Kommerzialisierung im Profifußball auf das Kollektivgut Fußball auswirkt und wie die aktive Fanszene, insbesondere fußballzentrierte Gruppen, darauf reagiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse konzentriert sich auf die Kategorisierung der Fans, die theoretischen Grundlagen des kollektiven Handelns und die ökonomische Ausgestaltung der Kommerzialisierung durch Ticketverkäufe, Sponsoring und mediale Rechte.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Wie wirken sich ausgewählte Aspekte der Kommerzialisierung im europäischen Vergleich auf das Kollektivgut Fußball aus und welche Auswirkungen ergeben sich für das kollektive Handeln von Fangruppierungen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen sozialwissenschaftlichen Ansatz, wobei sie auf strukturell-individualistische Modelle zur Erklärung kollektiven Handelns sowie auf eine vergleichende Analyse der Kommerzialisierung in den Ligen Deutschlands, Englands und Spaniens setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Kategorisierung der Fans nach Heitmeyer/Peter, die Theorie des kollektiven Handelns nach Olson/Vanberg sowie die konkrete Ausgestaltung der Kommerzialisierung in den drei untersuchten Ligen detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören Kommerzialisierung, Kollektivgut, fußballzentrierte Fans, kollektives Handeln und die vergleichende Analyse der europäischen Top-Ligen.

Warum spielt die deutsche Bundesliga bei der Analyse der Eintrittskarten eine Sonderrolle?

In der Bundesliga findet sich im Vergleich zu England und Spanien ein höherer Anteil an Stehplätzen und ein vergleichsweise günstigeres Preisniveau, was als bewusstes Gegensteuern zur vollständigen Kommerzialisierung interpretiert wird.

Welche Rolle spielen die "fußballzentrierten Fans" bei den Protesten?

Diese Gruppe ist stark gruppenorientiert und lehnt die Kommerzialisierung ab, da sie diese als Gefährdung des Sports als öffentliches Gut empfindet; sie nutzt Protestaktionen, um ihre Interessen als Kollektiv wahrnehmbar zu machen.

Wie unterscheidet sich die Situation der Stadien in Spanien von der in Deutschland?

Spanische Stadien weisen oft eine geringere Auslastung und deutlich höhere Ticketpreise auf, während in Deutschland die Stadionauslastung trotz oder wegen der beibehaltenen Stehplatzkultur sehr hoch ist.

Final del extracto de 73 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Kommerzialisierung des Fußballs im europäischen Vergleich
Subtítulo
Die Fallbeispiele Deutschland, England und Spanien
Universidad
University of Siegen
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
73
No. de catálogo
V341390
ISBN (Ebook)
9783668310292
ISBN (Libro)
9783668310308
Idioma
Alemán
Etiqueta
kommerzialisierung fußballs vergleich fallbeispiele deutschland england spanien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2016, Die Kommerzialisierung des Fußballs im europäischen Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341390
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