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Helden und ihre Gegner im Nibelungenlied. Das Böse und die Herausforderung

Titre: Helden und ihre Gegner im Nibelungenlied. Das Böse und die Herausforderung

Dossier / Travail de Séminaire , 2016 , 20 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Die folgende Arbeit soll sich mit der Darstellung und Analyse der Helden und ihrer Gegner im Nibelungenlied beschäftigen. So stellt sich bei der Auseinandersetzung mit der Figurenkonstitution folgende Frage: Was kennzeichnet, situationsbezogen, Figuren als Helden, was als Gegner? Im Folgenden soll genau diese Frage aufgegriffen und beantworten werden. Dabei wird untersucht, wie Helden untereinander zu Gegnern werden, ungeachtet ihrer Wesensart.

Dafür wurde zum einen der erste Teil des Epos ausgewählt, in dem Siegfried als Held und Hagen als Gegner untersucht werden soll. Bei der Betrachtung des zweiten Teils wird von Hagen als Helden und Kriemhild als Gegnerin ausgegangen. Das Ziel ist demnach, während der Beschreibung und Erläuterung Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen. Der Grund für die Wahl dieses Untersuchungsgegenstandes liegt darin begründet, dass sich die typischen Merkmale, die einem Helden, beziehungsweise einem Gegner, zugeschrieben werden, vor allem in der Darstellung und Entwicklung der Figuren Siegfried, Kriemhild und Hagen untersuchen lassen. Vor allem diesen Figuren „stehen unterschiedliche Verhaltensweisen zur Verfügung, List und Tapferkeit, Diplomatie und Kampf, die sie je nach Handlungsnotwendigkeit einsetzen.“ Gerade dieses große Spektrum an Eigenschaften eignet sich besonders gut, um es auf typische Merkmale von Helden und Gegnern anzuwenden.

Da im Rahmen dieser Arbeit nur ein kurzer Einblick in die komplexe Figurenkonstitution des Nibelungenliedes möglich ist, beschränkt sich die Betrachtung und Analyse der Figuren und deren Beziehungen zueinander auf einzelne Eigenschaften, die anhand von ausgewählten Beispielen aufgezeigt werden sollen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Formulierung der Fragestellung

2. Betrachtung Helden und ihre Gegner im Nibelungenlied

2.1 Analyse des ersten Teils

2.1.1 Charakterisierung Siegfrieds als Helden

2.1.2 Charakterisierung Hagens als Gegner Siegfrieds

2.1.3 Die Figuren im Handlungsverlauf

2.2 Analyse des zweiten Teils

2.2.1 Charakterisierung Hagen als Helden

2.2.2 Charakterisierung Kriemhilds als Gegnerin Hagens

2.2.3 Die Figuren im Handlungsverlauf

3. Ergebnis und Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, welche situativen Merkmale und Eigenschaften Figuren im Nibelungenlied als Helden oder als Gegner definieren, wobei insbesondere die Rollenverteilung zwischen Siegfried, Hagen und Kriemhild in den beiden Teilen des Epos analysiert wird, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrer Charakterkonstitution herauszuarbeiten.

  • Figurenkonstitution in der mittelhochdeutschen Heldenepik
  • Die ambivalenten Rollen von Siegfried, Hagen und Kriemhild
  • Racheimpulse und Kränkung als treibende Kräfte der Handlung
  • Wechselspiel von Macht, Treue und moralischer Ambiguität
  • Situationsbezogene Helden- und Gegnerzuschreibungen

Auszug aus dem Buch

Charakterisierung Siegfrieds als Helden

„Sîfrit was geheizen der snelle degen guot. er versúochte vil der rîche durch ellenhaften muot. durch sînes lîbes sterke er reit in menegiu lant. hey waz er sneller degene sît zen Búrgónden vant!“( 21)

Mit dieser einführenden Vorstellung der Figur des Siegfrieds wird sogleich das Bild des starken Abenteurers skizziert. Das zeigt sich daran, dass der Verfasser bei der Beschreibung Siegfrieds Formulierungen wie „der snelle degen“, „ellenhaften muot“ und „lîbes sterke“ verwendet und darauf hinweist, dass Siegfried viel in andere Gegenden reist. Durch diese positive Ausführung wird von Anfang an vermittelt, dass es sich bei Siegfried um eine wichtige Figur mit herausragenden Fähigkeiten handelt. Auch Siegfrieds glänzende Jugend wird in der 2. Aventiure dargestellt: Er wächst am Königshof in Xanten als Sohn von Siegmund und Sieglinde auf, genießt dort die höfische Erziehung und widmet sich dort dem Rittertum und Minnedienst. Damit ist er, wie alle anderen Figuren, von Anfang an definiert durch seine Herkunft. Seine soziale Rolle, sein Stand, ist der eines „edelen küneges kint“ (20,1). Durch sein Aussehen wird „die Identifizierung als Heros“ hinzugefügt, da der Text immer wieder darauf hinweist, wie gern er gesehen wurde (24) und dass seine Erscheinungsbild Bewunderung hervorruft.

Werner Hoffmanns ‚Siegfriedbild in der Forschung’ beschreibt ihn als „lichtvollen, strahlenden Helden, wie ihn das höfische Epos verlangt“, dessen äußere Erscheinung schon die des „höfischen Idealhelden“ ist. Auch hier wird ein weiteres Mal Siegfrieds Aussehen in den Mittelpunkt gestellt. Er ist ein charismatischer Held, gutaussehend und mit Ausstrahlung (22f). Danach wird erzählt, er habe schon „In sînen besten zîten bî sînen jungen tagen“ (22,1f) viele große Taten vollbracht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Formulierung der Fragestellung: Die Einleitung führt in die Komplexität des Nibelungenlieds ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der situativen Charakterisierung von Helden und Gegnern im Epos.

2. Betrachtung Helden und ihre Gegner im Nibelungenlied: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Figuren Siegfried, Hagen und Kriemhild im ersten und zweiten Teil des Epos hinsichtlich ihrer moralischen Ambivalenz und Funktionsweise als Helden oder Gegner.

3. Ergebnis und Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert, dass Figurenkonstitution nicht statisch ist, sondern stark von situativen Kontexten abhängt und das Nibelungenlied eine klare moralische Einteilung in Gut und Böse verweigert.

Schlüsselwörter

Nibelungenlied, Heldenepik, Siegfried, Hagen von Tronje, Kriemhild, Figurenkonstitution, Literaturwissenschaft, Mittelalter, Rache, Macht, Heldenbild, Gegner, situative Analyse, höfisches Epos, Ehrenkodex.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Charakterdarstellung und der Rollenverteilung im mittelalterlichen Nibelungenlied, speziell mit der Frage, wie Figuren situationsabhängig als Helden oder Gegner konstituiert werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Figurenkonstitution, die Dynamik von Macht und Rache sowie der Wandel der Helden- und Gegnerbilder zwischen dem ersten und zweiten Teil des Epos.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung von Siegfried, Hagen und Kriemhild festzustellen und zu analysieren, warum diese Figuren nicht auf ein eindimensionales Muster reduziert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine textnahe Analyse unter Einbeziehung literaturwissenschaftlicher Fachliteratur zur Figurenkonstitution und zur mittelalterlichen Heldenepik angewandt.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des ersten Teils (Siegfried vs. Hagen) und des zweiten Teils (Hagen als Held vs. Kriemhild als Gegnerin) inklusive der jeweiligen Handlungsverläufe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Nibelungenlied, Figurenkonstitution, Heldenbild, Rache, Machtstrukturen und literarische Ambiguität geprägt.

Inwiefern verändert sich die Wahrnehmung von Hagen von Tronje im Laufe der Geschichte?

Während Hagen im ersten Teil primär als finsterer Gegenspieler Siegfrieds auftritt, zeichnet sich sein Charakter im zweiten Teil durch positive Attribute wie Loyalität, Mut und strategisches Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Burgunden aus.

Warum wird Kriemhild im zweiten Teil als gnadenlose Gegnerin charakterisiert?

Ihre Charakterisierung wandelt sich durch den Tod Siegfrieds; ihr Handeln wird fortan ausschließlich von Racheplänen gegen Hagen dominiert, wobei sie skrupellos die Interessen anderer opfert, um ihr Ziel zu erreichen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit über die Figurenkonstitution im Nibelungenlied?

Die Arbeit schließt darauf, dass es im Nibelungenlied keine universell gültige, statische Rollenverteilung gibt, da die Charaktere vielschichtig sind und ihre Einstufung als Held oder Gegner entscheidend von der jeweiligen Situation abhängt.

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Résumé des informations

Titre
Helden und ihre Gegner im Nibelungenlied. Das Böse und die Herausforderung
Université
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Germanistische Mediävistik)
Cours
Treue - Schicksal - Tod – Erinnerung: Konstanten und Variablen heldenepischen Erzählens
Note
1,7
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
20
N° de catalogue
V341392
ISBN (ebook)
9783668310179
ISBN (Livre)
9783668310186
Langue
allemand
mots-clé
helden gegner nibelungenlied böse herausforderung
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2016, Helden und ihre Gegner im Nibelungenlied. Das Böse und die Herausforderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341392
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Extrait de  20  pages
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