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Die Zukunft der angewandten Psychoanalyse unter besonderer Berücksichtigung der Humanwissenschaften

Titel: Die Zukunft der angewandten Psychoanalyse unter besonderer Berücksichtigung der Humanwissenschaften

Essay , 2016 , 24 Seiten , Note: entfällt

Autor:in: Uwe H. Peters (Autor:in)

Psychologie - Sonstiges
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Angewandte Psychoanalyse nennt man die Anwendung psychoanalytischer Theorien außerhalb des ärztlichen Sprechzimmers, also ohne Rücksicht auf Behandlung von Patienten. Dies bezieht sich u. a. auf Psychologie, Kunst, Geschichte, Archäologie, alle Philologien, Literatur, Literaturwissenschaft, Philosophie, Biologie, Ethnologie, Soziologie, Pädagogik, Sexologie. In diesem Essay wird eine Einführung und ein Überblick dazu vorgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Humanwissenschaften

Geschichtswissenschaft

Literaturwissenschaft

Psychobiographie

Ethnopsychiatrie-Ethnospsychoanalyse

Psychosoziologie

Schlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die aktuelle Bedeutung der angewandten Psychoanalyse, insbesondere im Kontext der deutschsprachigen Emigration und deren Einfluss auf diverse geistes- und humanwissenschaftliche Disziplinen.

  • Die Sonderrolle der Psychoanalyse in Deutschland im historischen und politischen Kontext.
  • Die Auswirkungen der Emigration von Psychoanalytikern auf die internationale Wissenschaftslandschaft.
  • Die Anwendung psychoanalytischer Theorien auf Geschichtswissenschaft, Literatur und Ethnologie.
  • Die Bedeutung der Psychobiographie als Weiterentwicklung der traditionellen Pathographie.
  • Reflexion über die Zukunft der angewandten Psychoanalyse im Spannungsfeld der verschiedenen nationalen Philosophien.

Auszug aus dem Buch

Humanwissenschaften

Im Gegensatz zum immensen Einfluß des Mesmerismus auf die Literatur am Anfang des 19. Jahrhunderts war der Einfluß der Psychoanalyse in den Humanwissenschaften lange Zeit sehr begrenzt. Ein Einfluß der nicht-psychoanalytischen Richtungen der dynamischen Psychiatrie ist überhaupt kaum auszumachen. So weit in dieser Epoche in den Humanwissenschaften überhaupt psychoanalytische Theorien angewendet wurden, waren es zumeist Psychoanalytiker, die in anderen Disziplinen tätig wurden und sich um die psychoanalytische Interpretation von auf anderem Wege erarbeiteten Fakten bemühten, was oftmals zu eigentümlichen Verzerrungen führte.

Diese Situation hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend gewandelt, insofern manche Humanwissenschaftler selbst sich die psychoanalytische Theorie angeeignet und sich auf die psychoanalytische Lehrcouch gelegt haben und nun Fakten ihrer eigenen Fachdisziplinen psychoanalytisch interpretieren. Man kann ohne Übertreibung sagen, daß die Humanwissenschaften Freud in den letzten Jahrzehnten ein weiteres Mal entdeckt haben. Auch dies hat oft mit Emigration zu tun, obwohl die Zusammenhänge nicht immer sofort erkennbar sind. Es sind oft die Mitglieder einer Zwischengeneration der Emigration aus Deutschland, die ich hier nach einem prominenten Repräsentanten die »Kissinger-Generation« nennen möchte. Der 1923 in Fürth geborene Heinz Alfred Kissinger ging im alter von 15 Jahren zusammen mit seinen Eltern in die Emigration und wurde als Henry Kissinger amerikanischer Außenminister und eine weltbekannte Persönlichkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel skizziert die historische Sonderrolle Deutschlands in der Psychoanalyse und die tiefgreifenden Folgen der Emigration während der Zeit des Nationalsozialismus für die Disziplin.

Humanwissenschaften: Hier wird der wachsende Einfluss psychoanalytischer Ansätze auf geisteswissenschaftliche Disziplinen beleuchtet, oft initiiert durch die Generation der Emigranten.

Geschichtswissenschaft: Das Kapitel analysiert, wie Historiker wie Peter Gay psychoanalytische Methoden nutzen, um deutsche Kulturgeschichte und das Verhältnis von Deutschen und Juden zu interpretieren.

Literaturwissenschaft: Es wird die Anwendung psychoanalytischer Denkmodelle auf literarische Texte diskutiert, unter Einbeziehung von Theoretikern wie Shoshana Felman und Edith Kurzweil.

Psychobiographie: Der Fokus liegt auf der Etablierung der Psychohistorie und Psychobiographie als wissenschaftliche Disziplinen, illustriert am Beispiel von Erik Eriksons Luther-Studie.

Ethnopsychiatrie-Ethnospsychoanalyse: Hier werden die Verbindungen zwischen Ethnologie und dynamischer Psychiatrie durch Forscher wie Géza Róheim und George Devereux untersucht.

Psychosoziologie: Ein kurzes Kapitel, das die Übertragung individueller entwicklungspsychologischer Modelle auf gesellschaftliche Prozesse einführt.

Schlußbetrachtung: Der Autor reflektiert über die zukünftige Ausrichtung der Psychoanalyse und betont die Notwendigkeit, historische Wurzeln und die philosophischen Rahmenbedingungen in verschiedenen Kulturen zu berücksichtigen.

Schlüsselwörter

Angewandte Psychoanalyse, Emigration, Kissinger-Generation, Psychobiographie, Humanwissenschaften, Geschichtswissenschaft, Psychohistorie, Dynamische Psychiatrie, Freud, Identitätskrise, Ethnopsychiatrie, Literaturwissenschaft, Psychosoziologie, Kulturgeschichte, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Essay primär?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung der angewandten Psychoanalyse, ihre historische Belastung durch die Emigration im 20. Jahrhundert und ihre interdisziplinäre Anwendung in verschiedenen Wissenschaftsbereichen.

Welche wissenschaftlichen Disziplinen werden thematisiert?

Der Schwerpunkt liegt auf der Geschichtswissenschaft, der Literaturwissenschaft, der Ethnopsychiatrie sowie der Psychobiographie.

Was ist das zentrale Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie psychoanalytische Theorien über das klinische Setting hinaus in den Humanwissenschaften genutzt werden können und welche Rolle dabei die Emigrantengeneration spielte.

Welche methodische Herangehensweise wählt der Autor?

Der Autor nutzt einen essayistischen, kulturgeschichtlichen und biographischen Ansatz, um Zusammenhänge zwischen den Lebenswegen bedeutender Emigranten und deren wissenschaftlichem Wirken aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Wirkungsgeschichte der Psychoanalyse in den jeweiligen Disziplinen, illustriert durch Fallbeispiele und prominente Vertreter wie Peter Gay oder Erik Erikson.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die "angewandte Psychoanalyse", die "Kissinger-Generation", der interdisziplinäre Transfer und die Verbindung von Kulturgeschichte mit psychodynamischen Ansätzen.

Warum spielt die Emigration eine so große Rolle im Text?

Die Emigration zwang deutsche Analytiker ins Exil, wo sie maßgeblich dazu beitrugen, psychoanalytische Denkweisen in das intellektuelle Leben ihrer Aufnahmeländer zu integrieren und später kritisch auf ihre Herkunftskultur zurückzublicken.

Wie bewertet der Autor die Zukunft der angewandten Psychoanalyse?

Er sieht die Zukunft in einer fundierten Erforschung der historischen Strömungen, insbesondere der Zeit vor der Psychoanalyse, um mit diesem Wissen die Theorie und Therapie sinnvoll weiterzuentwickeln.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Zukunft der angewandten Psychoanalyse unter besonderer Berücksichtigung der Humanwissenschaften
Veranstaltung
entfällt
Note
entfällt
Autor
Uwe H. Peters (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
24
Katalognummer
V341420
ISBN (eBook)
9783668310711
ISBN (Buch)
9783668310728
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zukunft psychoanalyse berücksichtigung humanwissenschaften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Uwe H. Peters (Autor:in), 2016, Die Zukunft der angewandten Psychoanalyse unter besonderer Berücksichtigung der Humanwissenschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341420
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Leseprobe aus  24  Seiten
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