Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Kulturwissenschaften - Sonstiges

Wie greift Cassirer Vicos sprachphilosophische Aspekte der Etymologie auf?

Titel: Wie greift Cassirer Vicos sprachphilosophische Aspekte der Etymologie auf?

Essay , 2015 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Essay soll Giambattista Vicos sprachphilosophische Auffassung erörtert und danach den Ansichten Ernst Cassirers gegenübergestellt werden. Durch diese Reihenfolge kann zugleich eine sprachphilosophische Chronologie eingehalten und eine mögliche Entwicklung in dieser Arbeit diskutiert werden. Vor allem da knapp zweihundert Jahre zwischen den Veröffentlichungen zweier betrachteter Texte liegen, ist ein cassirerisches Weiter- beziehungsweise Überdenken Vicos nahezu vorauszusetzen.

Als konkrete Aspekte werden dabei aufeinander aufbauend das Verständnis über Etymologie und die Vorstellung von einem Universalwörterbuch herausgegriffen, zu welchen sich Vico vornehmlich in seinem Werk Prinzipien einer neuen Wissenschaft über die gemeinsame Natur der Völker äußerte. Aber auch in Cassirers Philosophie der symbolischen Formen zeigt die Kapitelüberschrift Die Sprache als Affektausdruck. - Das Problem des „Ursprungs der Sprache“ bereits im Titel, um welches grundlegende Problem in der Sprachphilosophie es für ihn geht. Zugleich kann hier schon in Cassirers Formulierung eine implizite Kritik an einer Sprachvereinheitlichung interpretiert werden, der an dieser Stelle nur einführend ein Zitat vico‘scher Selbstgewissheit über seine wissenschaftliche Tätigkeit gegenübergestellt werden soll:
„(…) von diesem [Universal-]Wörterbuch machen wir noch jetzt bei der Behandlung dieser Wissenschaft Gebrauch. Und wir haben eine wirklich vollständige Probe im vierten Abschnitt gegeben (…)“

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Zentrale Etymologie Vicos - oder: vom einzelnen Kinde zur menschlichen Evolution?

Universalwörterbuch - Vicos ewiger Ansatz?

Cassirer spricht von spekulativer Etymologie

Cassirer und ein erstrebenswertes Universalwörterbuch?

Rückblick und Anmerkungen

Zielsetzung & Themen

Dieses Essay verfolgt das Ziel, die sprachphilosophischen Auffassungen von Giambattista Vico einer kritischen Prüfung durch Ernst Cassirer zu unterziehen, um die historische Entwicklung und das philosophische Weiterdenken in diesem Diskurs aufzuzeigen. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie Cassirer Vicos Ansätze zur Etymologie und die Idee eines Universalwörterbuches bewertet und in sein eigenes, dynamisches Kulturverständnis integriert.

  • Vergleichende Analyse der sprachphilosophischen Theorien von Vico und Cassirer
  • Kritische Beleuchtung von Vicos etymologischem Monismus durch Cassirer
  • Diskussion der Konzeption eines Universalwörterbuchs
  • Anthropologische Vertiefung des menschlichen Sprachvermögens
  • Bewertung der methodischen Unterschiede in der kulturwissenschaftlichen Forschung

Auszug aus dem Buch

Cassirer spricht von spekulativer Etymologie

„Die eigenen Versuche, die Vico in dieser Richtung unternimmt, zeigen freilich noch die ganze naive Willkür einer rein spekulativen „Etymologie“, die durch kritische oder historische Rücksichten in keiner Weise eingeschränkt wird.“ 20

In der zu diesem Satz gehörenden Fußnote wird Cassirer in seinem Urteil über jenen etymologischen Ansatz noch deutlicher, da er ihn einerseits als „naiv“ betitelt und sogar grundsätzlich das Verständnis über die Aufgabe der Etymologie in jener Zeit anzweifelt. Dass er diesbezüglich mit Vico nicht d’accord geht, verdeutlicht er sprachlich auch, indem er den Begriff in Anführungszeichen setzt und zusätzlich als spekulativ bezeichnet. Cassirer argumentiert vor allem historisch, wenn er sich im Folgenden auf Vicos Theorie über Ursprachen21 bezieht. So bezog sich Vico bei jenen Sprachen auf Völker, welche nie einer Fremdherrschaft ausgesetzt waren. Dem hält Cassirer schlicht sein Wissen über die historische Entwicklung der dazwischen liegenden zweihundert Jahre entgegen. Auch dies bezeichnet er sprachlich erneut treffend, indem er von einer „barocken“ Theorie Vicos spricht und damit historisch attribuiert.22

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Das Kapitel stellt die beiden Philosophen vor und legt den Grundstein für den Vergleich von Vicos ursprünglichen Theorien und Cassirers späteren Überlegungen.

Zentrale Etymologie Vicos - oder: vom einzelnen Kinde zur menschlichen Evolution?: Hier wird Vicos etymologischer Ansatz erläutert, der die Sprachentwicklung in Analogie zur Evolution des menschlichen Geistes und kindlicher Spracherwerbsprozesse betrachtet.

Universalwörterbuch - Vicos ewiger Ansatz?: Dieses Kapitel beleuchtet Vicos Bestreben, alle Welterscheinungen in einem universellen Wörterbuch zusammenzuführen, um die ewige Geschichte der Völker abzubilden.

Cassirer spricht von spekulativer Etymologie: Cassirers kritische Haltung gegenüber Vicos Ansätzen wird hier detailliert dargestellt; er klassifiziert Vicos Methode als naiv und rein spekulativ.

Cassirer und ein erstrebenswertes Universalwörterbuch?: Dieses Kapitel analysiert, warum Cassirer trotz seiner Kritik an Vicos Etymologie den Versuch eines Universalwörterbuchs grundsätzlich als wertvoll für die Sinnesform der Sprache betrachtet.

Rückblick und Anmerkungen: Die Arbeit fasst die Gegenüberstellung zusammen und reflektiert die anthropologische Vertiefung durch Cassirer sowie die Bedeutung des Diskurses für die heutige Kulturwissenschaft.

Schlüsselwörter

Giambattista Vico, Ernst Cassirer, Sprachphilosophie, Etymologie, Universalwörterbuch, Kulturphilosophie, symbolische Formen, Methodenmonismus, Sprachentwicklung, Anthropologie, Kulturwissenschaft, Lautlehre, Sprechdynamik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die sprachphilosophischen Ansätze von Giambattista Vico und Ernst Cassirer, insbesondere mit Blick auf die Themen Etymologie und das Konzept eines Universalwörterbuches.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Einordnung sprachphilosophischer Theorien, die Kritik an methodenmonistischen Ansätzen und die Funktion der Sprache als symbolische Form innerhalb einer Kulturtheorie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Cassirer Vicos Ansätze aufgenommen, kritisiert und in ein moderneres, anthropologisches Kulturverständnis überführt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine komparative und philosophiehistorische Analyse, die zentrale Quellentexte beider Philosophen gegenüberstellt und durch eine kulturwissenschaftliche Interpretation ergänzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Vicos Theorie zur Etymologie und zum Universalwörterbuch und stellt diesen Cassirers Kritik sowie sein Verständnis von Sprache als dynamische Ausdrucksform gegenüber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Vico, Cassirer, Etymologie, Universalwörterbuch, Sprachphilosophie, Kulturwissenschaft und symbolische Formen.

Wie bewertet Cassirer Vicos etymologischen Ansatz konkret?

Cassirer beurteilt Vicos Methode als historisch überholt, naiv und rein spekulativ, da sie wissenschaftliche Strenge vermissen lasse und religiöse Erklärungsmodelle in die Sprachanalyse einbringe.

Warum hält Cassirer das Universalwörterbuch trotz Kritik für ein erstrebenswertes Ziel?

Cassirer sieht darin einen wichtigen Schritt, um der Sprache als Sinnesform näherzukommen und die Organisation unserer Wahrnehmungswelt durch universelle Kategorien zu erfassen.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie greift Cassirer Vicos sprachphilosophische Aspekte der Etymologie auf?
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Kulturwissenschaften)
Veranstaltung
Ernst Cassirers Sprach- als Kulturphilosophie – philosophiehistorische Einordnung und philosophisch-anthropologische Erörterung
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
11
Katalognummer
V341434
ISBN (eBook)
9783668310636
ISBN (Buch)
9783668310643
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachphilosophie Vico Cassirer Universalwörterbuch Kulturwissenschaften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2015, Wie greift Cassirer Vicos sprachphilosophische Aspekte der Etymologie auf?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341434
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  11  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum