Demotivation im Instrumentalunterricht... Ein Phänomen, dass jedem Lehrer bekannt sein dürfte. Doch was kann ich als Lehrer präventiv und aktiv gegen die Demotivation meiner Schüler unternehmen?
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Methoden eines Klavierlehrers zur Steigerung der Motivation des Schülers im Unterricht sowie mit den Demotivationsfaktoren. Mit verschiedenen Methoden und Techniken können Klavierlehrer Abhilfe gegen Demotivation schaffen. Mit zusätzlichen Methoden können sie neue Motive vorgeben und dem Schüler so zu neuer Motivation und Leistung verhelfen. Um jedoch diese Methoden richtig einzusetzen, ist es notwendig, einige Voraussetzungen zu erfüllen. Im letzten Teil dieser Arbeit werden weitere Hilfestellungen gegeben sowie Fallbeispiele aufgeführt, um die Umsetzung der Methoden in die Praxis zu unterstreichen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Stand der Forschung
1.2 Notwendigkeit
1.3 Aufgabenstellung
2 Definition De-/Motivation
2.1 „De-/Motivation“ allgemein
2.2 Der Motivationszirkel
2.3 Intrinsische Motivation
2.4 Extrinsische Motivation
3 Ursachen für Demotivation
4 Voraussetzungen zur Motivation
5 Motivationsmethoden und -techniken
5.1 Individuelle menschliche Bedürfnisse beachten
5.2 Die Persönlichkeit des Lehrers
5.3 Die Persönlichkeit des Schülers
5.4 Die Unterrichtsgestaltung
5.5 Die Unterrichtsumgebung
5.6 Weitere Motivationsmethoden
5.6.1 Das Vorspiel oder Konzert
5.6.2 Das Gruppenmusizieren
6 Fallbeispiele
6.1 Motivieren eines Schülers bei Interessenverschiebung
6.2 Motivieren eines gelangweilten Schülers
6.3 Motivieren eines widerspenstigen Schülers
7 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die zur Demotivation bei Klavierschülern führen, und erarbeitet methodische Ansätze sowie praktische Techniken für Klavierlehrer, um die Motivation langfristig zu steigern und einen schülerorientierten Unterricht zu gewährleisten.
- Theoretische Grundlagen von Motivation und Demotivation im Musikunterricht.
- Einfluss der Maslowschen Bedürfnishierarchie auf den Lernprozess.
- Die Rolle der Lehrerpersönlichkeit und Unterrichtsgestaltung.
- Umgang mit spezifischen Motivationsproblemen durch praktische Fallbeispiele.
- Strategien zur Förderung intrinsischer gegenüber extrinsischer Motivation.
Auszug aus dem Buch
5.1 Individuelle menschliche Bedürfnisse beachten
Jeder Mensch hat körperliche und geistige Bedürfnisse. Diese Bedürfnisse haben unmittelbare Auswirkungen auf unsere Persönlichkeit. Ist eine Person z.B. müde und hungrig, so werden wir sie schwerlich zu einer großartigen Leistung bewegen können. Darum ist es notwendig, als Klavierlehrer auf die physiologischen, sozialen und individuellen Bedürfnisse des Schülers zu achten und den Schüler ggf. bei Auffälligkeiten darauf hinzuweisen. Ist der Schüler müde, hungrig, durstig o.ä. im Unterricht und zeigt entsprechende Verhaltensweisen (Einnicken, Magen drücken etc.) so sollte man den Schüler darauf ansprechen (keine Moralpredigt) und ihm nahelegen, ausgeschlafen, satt und sitt am Unterricht teilzunehmen. Es ist auch sinnvoll, einige kleine Snacks (Müsliriegel etc.) und Getränke in der Nähe bereitzuhalten. Bei Müdigkeit helfen kleine Gymnastik- und Dehnübungen (Achtung: Der Lehrer sollte mitmachen, um den Schüler nicht bloßzustellen!) oder ein kurzer Gang an die frische Luft, um den Schüler wieder zu aktivieren. Weiter sollte ein angenehmes Raumklima vorhanden sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beleuchtung der Problematik mangelnden Interesses im Klavierunterricht und Darstellung der Forschungsrelevanz.
2 Definition De-/Motivation: Theoretische Herleitung der Begriffe und Erläuterung des Motivationszirkels sowie der Unterschiede zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation.
3 Ursachen für Demotivation: Analyse von Demotivationsfaktoren unter Anwendung der Maslowschen Bedürfnishierarchie.
4 Voraussetzungen zur Motivation: Darstellung notwendiger Rahmenbedingungen für den Lehrer, um motivierend auf den Schüler einzuwirken.
5 Motivationsmethoden und -techniken: Detaillierte Vorstellung pädagogischer Ansätze, von der Berücksichtigung individueller Bedürfnisse bis zur gezielten Unterrichtsgestaltung.
6 Fallbeispiele: Praxisorientierte Anwendung der Strategien auf konkrete Schülertypen wie den Interessenverschobenen, den Gelangweilten und den Widerspenstigen.
7 Zusammenfassung: Resümee der Arbeit mit dem Fazit zur zentralen Bedeutung der intrinsischen Motivation.
Schlüsselwörter
Klavierunterricht, Motivation, Demotivation, Musikpädagogik, Schüler-Lehrer-Beziehung, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Maslowsche Bedürfnishierarchie, Unterrichtsgestaltung, Lernabbruch, Motivationsmethoden, Fallbeispiele, Musikpsychologie, Persönlichkeitsentwicklung, Individuelle Bedürfnisse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Macht des Lehrers über die Motivation seiner Klavierschüler und sucht nach Wegen, Demotivation zu vermeiden oder abzubauen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die psychologischen Grundlagen der Motivation, die Analyse von Demotivationsursachen sowie praktische methodische Ansätze für den Klavierunterricht.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, Methoden und Techniken auszuarbeiten, die den Lehrer dazu animieren, seinen Unterricht bewusst und schülerorientiert zu gestalten, um die Freude am Klavierspiel zu erhalten oder neu zu entfachen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien (u.a. zur Hildesheimer Studie und zum Modell nach Maslow) und überträgt diese Erkenntnisse in die musikpädagogische Praxis.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt theoretische Definitionen, die Ursachenforschung von Demotivation sowie konkrete Motivationsmethoden bezüglich der Persönlichkeit, der Unterrichtsgestaltung und der Umgebung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Klavierunterricht, Motivation, Demotivation, Pädagogik und schülerorientiertes Lernen.
Wie geht die Autorin mit dem Problem der extrinsischen Belohnungen um?
Die Arbeit warnt vor einer Überdosierung extrinsischer Motivationsmittel, da diese die intrinsische Freude und Selbstbestimmung unterminieren können, erkennt sie aber zeitlich begrenzt als effektives Werkzeug an.
Welche Rolle spielt die räumliche Umgebung für die Motivation?
Die Umgebung, inklusive Raumklima, Sauberkeit des Instruments und Akustik, ist laut der Autorin ein unterschätzter Faktor, der das Wohlbefinden und somit die Lernbereitschaft maßgeblich beeinflusst.
- Quote paper
- Annette Teichrib (Author), 2016, Die Macht des Lehrers über die Motivation des Schülers. Techniken zur Motivation von Klavierschülern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341662