In den nächsten Jahren wird die Generation Y die prägende Gruppe der arbeitenden Bevölkerung ausmachen. Zusätzlich zum Eintritt dieser neuen Generation in die Arbeitswelt sind aktuell gravierende Veränderungen im Personalmanagement zu beobachten, die einen neuen Umgang mit den bisherigen Gesetzen fordern.
Neue Technologien wie die Wearables erobern den internationalen Markt und ihr Einsatz in Unternehmen wird viel diskutiert. In großen Konzernen wie Google ist die dauerhafte Datenerfassung der Mitarbeiter bereits Gang und Gäbe. Ein Großteil der Innovationen wird mit dem ansteigenden Fachkräftemangel begründet, der in Deutschland mehr und mehr die Wirtschaft schwächt und zu einem ernsthaften Problem geworden ist. Mit gesundheitsfördernden und Arbeitsprozesse erleichternden Technologien sollen Mitarbeiter länger und besser ans Unternehmen gebunden und mehr auf die aktuell geforderte Möglichkeit der Selbstverwirklichung und Individualität am Arbeitsplatz eingegangen werden.
Die weiterentwickelte Informations- und Kommunikationstechnik wirft ein neues Licht auf die Selbstbestimmung am Arbeitsplatz, denn was passiert, wenn uns intelligente Minicomputer detailliert aufzeigen, wann, wo und wie wir am effizientesten arbeiten? Wie wird die junge Generation auf diese neue Form des Arbeitens reagieren und welche Konsequenzen müssen dabei berücksichtigt werden?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1. Generation Y
2.2. Selbstbestimmung und Autonomie
3. Innovationen: Personalentwicklung und -management
3.1. Generationswechsel und Anpassung an Generation Y
3.2. Subjektivierung
3.3. Datensammlung und Leistungsmessung durch neue ICT
4. Gesetzeslage: Arbeitnehmer und Arbeitgeber
5. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Wandel im Personalmanagement im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung und deren spezifische Auswirkungen auf die Generation Y in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie moderne Informationstechnologien und Wearables Arbeitsprozesse beeinflussen, die Selbstbestimmung verändern und den Druck auf Arbeitnehmer erhöhen, während gleichzeitig rechtliche Rahmenbedingungen wie das Arbeitsrecht und der Datenschutz auf ihre Anpassungsnotwendigkeit hin überprüft werden.
- Charakteristika und Arbeitsverständnis der Generation Y
- Einfluss des demografischen Wandels auf den Personalbedarf
- Subjektivierung der Arbeit und deren psychische Folgen
- Potenziale und Gefahren durch Datensammlung und Wearables
- Rechtliche Anforderungen an eine flexible Arbeitswelt
Auszug aus dem Buch
3.3. Datensammlung und Leistungsmessung durch neue ICT
Der „Wunschzettel der Generation Y“ beinhaltet die Unterstützung und Motivation seitens des Arbeitgebers, die beschriebene angemessene Vergütung ihrer Leistungen. Zusätzlich wollen sie aber auch einen fortschrittlichen Einsatz von Informationstechnologie, sowie physisch und psychisch gesunde Bedingungen am Arbeitsplatz (Ruthus 2014: S.34).
Die Informations- und Kommunikationstechnologie (engl. ICT) ist hierbei wichtig, um die Arbeitnehmerzufriedenheit zu messen und Feedback zu Stärken, Schwächen und Problemen im Unternehmen zu geben (Parment 2009: S.118).
Die neue IT soll Daten zur Produktivität und Effizienz intern und extern sammeln, die Leistungen der Mitarbeiter transparent und erfassbar machen, um so Mitarbeiterprofile erstellen zu können (Parment 2009: S.134 ff.). Niedrige Auslastungen sind eine erhebliche Belastungen für das Unternehmen und zu hohe Auslastungen nicht dauerhaft für die Mitarbeiter tragbar, wodurch Ausfälle drohen (Taglieri o.A.: S.54). Eben diese Problematik soll durch die neuen Analyseprogramme behoben werden.
Mit der allgemeinen Präsenz persönlicher Daten im Netz ist es zudem möglich, umfassende Analysen von potenziellen Mitarbeitern zu machen und somit kostenaufwendige Assessment-Center teilweise abzulösen (Biester 2015). Vor allem die junge Generation hat eine sehr geringe Hemmschwelle bei der Freigabe ihrer sensiblen Daten (Siemann 2015: S.22).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Eintritt der Generation Y in den Arbeitsmarkt und diskutiert technologische Innovationen wie Wearables als Antwort auf den Fachkräftemangel sowie deren Einfluss auf die Selbstbestimmung am Arbeitsplatz.
2. Definitionen: Dieses Kapitel definiert die Generation Y als technologieaffine Gruppe mit hohem Freiheitsdrang und erläutert die Begriffe Selbstbestimmung und Autonomie im rechtlichen und gesellschaftlichen Kontext.
3. Innovationen: Personalentwicklung und -management: Hier wird der Zusammenhang zwischen dem demografischen Wandel, dem „War for Talents“ und der Einführung neuer Technologien in das Personalmanagement analysiert, inklusive der Phänomene der Subjektivierung und digitaler Überwachung.
4. Gesetzeslage: Arbeitnehmer und Arbeitgeber: Das Kapitel untersucht die notwendigen Anpassungen im Arbeitsrecht sowie Herausforderungen beim Datenschutz und den Mitbestimmungsrechten durch den Einsatz von Wearables.
5. Ausblick: Der Ausblick reflektiert die zukünftigen Herausforderungen, insbesondere die Gefahr einer Überwachung und die Notwendigkeit, eine Balance zwischen technologischer Effizienzsteigerung und dem Erhalt der Selbstständigkeit zu finden.
Schlüsselwörter
Generation Y, Personalmanagement, Digitalisierung, Informationstechnologie, Wearables, Datenerfassung, Arbeitsrecht, Fachkräftemangel, Subjektivierung, Selbstbestimmung, Autonomie, Arbeitswelt, Datenschutz, Mitarbeiterbindung, Leistungsoptimierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert den Wandel des Personalmanagements durch IT-Innovationen und deren spezifische Auswirkungen auf die Generation Y unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der demografische Wandel, die Erwartungen der Generation Y, die technologische Überwachung durch Wearables sowie die rechtliche Anpassung des Arbeits- und Datenschutzes.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Unternehmen auf die Anforderungen der Generation Y reagieren können, ohne dabei die Grenzen der Privatsphäre und das menschliche Wohlbefinden durch technologische Überwachung zu verletzen.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die aktuelle Forschungsergebnisse zum Personalmanagement, zur Generation Y und zu technologischen Entwicklungen systematisch auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Generation Y, die Auswirkungen von Innovationen im Personalmanagement wie Subjektivierung und Datensammlung sowie eine Analyse der Gesetzeslage.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Generation Y, Personalmanagement, Subjektivierung, Wearables und Arbeitsrecht.
Wie beeinflussen Wearables die Arbeitswelt laut der Autorin?
Wearables ermöglichen zwar eine gesundheitsfördernde Optimierung, bergen aber das Risiko der dauerhaften Überwachung und einer Rückkehr zu tayloristischen Kontrollmechanismen.
Welche Rolle spielt der Datenschutz bei neuen Technologien?
Der Datenschutz ist ein kritischer Punkt, da die Erfassung sensibler Mitarbeiterdaten durch Wearables rechtliche Schutzmechanismen erfordert, um eine diskriminierende Behandlung zu verhindern.
Warum ist der "War for Talents" relevant für dieses Thema?
Der Fachkräftemangel zwingt Unternehmen zur Anpassung ihrer Strategien, um für die anspruchsvolle Generation Y attraktiv zu bleiben, was wiederum technologische Innovationen im Personalbereich vorantreibt.
- Citar trabajo
- Tamara Erdenberger (Autor), 2015, Personalmanagement im Zeitalter der IT. Die Auswirkungen auf die Generation Y in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341687