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Der Einfluss der physischen Attraktivität auf das Einkommen: Sind Bildung und Berufsprestige vermittelnde Mechanismen?

Eine Analyse auf Basis des ALLBUS 2014

Título: Der Einfluss der physischen Attraktivität auf das Einkommen: Sind Bildung und Berufsprestige vermittelnde Mechanismen?

Trabajo Escrito , 2016 , 22 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Thomas Beer (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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Soziologische Forschung ist seit jeher stark an der Untersuchung von sozialer Ungleichheit an sich und von Determinanten, die diese verursachen, interessiert. Man kann sagen „Soziale Ungleichheit liegt dann vor, wenn Menschen aufgrund ihrer Stellung in sozialen Beziehungsgefügen von den ‚wertvollen Gütern‘ einer Gesellschaft regelmäßig mehr als andere erhalten“ (Hradil und Schiener 2001: 30). Nun kann man sich generell streiten, welche Güter exakt als „wertvoll“ gelten können und welche nicht. Beim Einkommen dürfte diese Entscheidung jedoch recht leicht fallen. Einkommensungleichheiten können als Ursprung einer Vielzahl an ungleich verteilten Chancen und Risiken im Leben von Menschen gesehen werden und geraten deshalb immer wieder in den Fokus der Forschung. Das Aussehen, und genauer gesagt die körperliche Attraktivität, von Menschen ist in der Soziologie hingegen ein blinder Fleck bei der Erforschung von Ungleichheiten. Dies ist aus zwei Gründen verwunderlich: Erstens handelt es sich bei der Attraktivität um eine Eigenschaft, die man, ähnlich wie andere exzessiv erforschten Quellen sozialer Ungleichheit, nur in recht begrenztem Rahmen selbst beeinflussen kann. Zweitens ist es ein Merkmal, von dem es zugleich in verschiedensten Kontexten immer wieder heißt, es könne bei entsprechender Ausprägung einen Vorteil darstellen und für eigene Profite genutzt werden. Hier stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob attraktivere Menschen auch im Berufsleben bevorzugt behandelt werden und demnach auch eher höhere Einkommen generieren können als unattraktivere. Studien zeigen, dass attraktivere Menschen gegenüber unattraktiveren als intelligenter eingestuft und ihre Bewerbungen tendenziell besser eingeschätzt werden. Es kann auch gezeigt werden, dass mit der Attraktivität das durchschnittliche Haushaltseinkommen steigt. Alles in Allem lässt sich zusammenfassen, dass das Aussehen von Menschen großes Potential für soziale Ungleichheit mit sich bringt. Im Kontext der Forschungsergebnisse kann hier von einer Art Kapital im Sinne Bourdieus gesprochen werden, das bei entsprechender Ausprägung eingesetzt werden kann, um in verschiedensten Lebensbereichen bessere Chancen zu haben. In vorliegender Forschungsarbeit soll nun untersucht werden, ob die Schulbildung und das Berufsprestige – als die neben dem Einkommen wichtigsten Determinanten des sozioökonomischen Status – vermittelnde Faktoren im Einfluss der Attraktivität auf das persönlich erzielten Einkommen darstellen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie und Hypothesen

2.1 Die „objektive Attraktivität“

2.2 Der Halo-Effekt (Attractiveness Stereotype) und die selbsterfüllende Prophezeiung

2.3 Der „Beauty is Beastly“-Effekt

3. Daten, Operationalisierung und Methode

3.1 Datengrundlage und Einschränkung des Samples

3.2 Konzeptspezifikation und Operationalisierung

3.3 Methode

4. Ergebnisse

5. Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob physische Attraktivität einen Einfluss auf das persönlich erzielte Einkommen hat und inwieweit Bildung sowie das Berufsprestige als vermittelnde Mechanismen in diesem Zusammenhang fungieren. Dabei wird analysiert, ob diese Effekte geschlechtsspezifisch variieren.

  • Einfluss physischer Attraktivität auf das Erwerbseinkommen
  • Vermittlungseffekte durch Bildungsniveau und beruflichen Status
  • Theoretische Fundierung durch den Halo-Effekt und die selbsterfüllende Prophezeiung
  • Untersuchung des „Beauty is Beastly“-Effekts im beruflichen Kontext
  • Empirische Analyse auf Basis des ALLBUS 2014

Auszug aus dem Buch

2.2 Der Halo-Effekt (Attractiveness Stereotype) und die selbsterfüllende Prophezeiung

Der Halo-Effekt entstammt ebenfalls aus der Sozialpsychologie und beschreibt allgemein das Phänomen, das eine herausragende, positive oder negative, Eigenschaft bei der Bewertung einer Person auch auf andere Personenmerkmale übertragen wird. Man kann verbildlicht davon sprechen, dass die herausstechende Eigenschaft auf unterschiedlichste Merkmale „ausstrahlt“ und diese überdeckt. Dabei muss zwischen dem „strahlenden“ Merkmal und den „überstrahlten“ Merkmalen kein Zusammenhang bestehen und meist ist ein solcher auch nicht logisch. Der Gesamteindruck kann von diesem Bewertungsfehler entscheidend beeinflusst werden (vgl. Thorndike 1920: 25 ff.; Hemberger 2009: 7). Ein solcher Effekt kann auch von der physischen Attraktivität erzeugt werden. In entsprechenden sozialpsychologischen Forschungen wird dies auch als Attractiveness Stereotype bezeichnet (vgl. Rosar et al. 2008: 67).

Forschungsergebnisse bestätigen, dass attraktiveren Menschen per se auch oft bessere Eigenschaften zugesprochen werden. So gelten sie unter anderem als intelligenter, fleißiger, leistungsfähiger, sympathischer, zuverlässiger und freundlicher (vgl. zusammenfassend Rosar et al. 2014: 188). Wendet man die bisherigen theoretischen Überlegungen auf vorliegende Fragestellung an, bedeutet dies, dass attraktivere Menschen ein höheres Einkommen erzielen, da andere Personen in diesen sozusagen „mehr sehen als tatsächlich vorhanden ist“. Innerhalb des Schul- und Ausbildungssystems kann sich das bemerkbar machen, indem attraktiveren Personen, im Vergleich zu unattraktiveren und bei ansonsten gleichem Leistungsniveau, beispielsweise eine generell höhere Intelligenz, Kompetenz und auch Sympathie zugeschrieben wird und dies auch (zumindest unterbewusst) in die Benotung miteinfließt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die soziologische Erforschung sozialer Ungleichheit ein und identifiziert die physische Attraktivität als bisher vernachlässigten Faktor für Einkommensunterschiede.

2. Theorie und Hypothesen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Konzepte des Halo-Effekts, der selbsterfüllenden Prophezeiung sowie des „Beauty is Beastly“-Effekts und leitet daraus die drei Forschungshypothesen ab.

3. Daten, Operationalisierung und Methode: Hier werden die Datengrundlage des ALLBUS 2014, die Auswahl des Samples, die Operationalisierung der Variablen sowie das statistische Verfahren der linearen Regression beschrieben.

4. Ergebnisse: In diesem Abschnitt werden die deskriptiven Statistiken dargestellt und die Ergebnisse der stufenweise aufgebauten Regressionsanalyse präsentiert, um die Mechanismen zu prüfen.

5. Zusammenfassung und Diskussion: Das abschließende Kapitel fasst die Hauptergebnisse zusammen, validiert die Hypothesen und reflektiert die methodischen Einschränkungen der vorliegenden Querschnittsanalyse.

Schlüsselwörter

Physische Attraktivität, Einkommen, Soziale Ungleichheit, Halo-Effekt, Selbsterfüllende Prophezeiung, Beauty is Beastly-Effekt, Bildung, Berufsprestige, ALLBUS, Regressionsanalyse, Arbeitsmarkt, Geschlechterunterschiede, Lohndiskriminierung, Sozialpsychologie, Humankapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der physischen Attraktivität von Personen und deren erzieltem Netto-Einkommen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind soziale Ungleichheit, Arbeitsmarktsoziologie sowie sozialpsychologische Einflüsse auf die Bewertung von Kompetenz und beruflicher Leistung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu analysieren, ob Bildung und Berufsprestige als Mechanismen fungieren, über die sich der positive Einfluss von Attraktivität auf das Einkommen vermittelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quantitative Analyse in Form einer linearen Regressionsanalyse auf Basis der Daten des ALLBUS 2014 durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen, die Beschreibung der Daten und Variablen sowie die statistische Auswertung und Interpretation der Regressionsmodelle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind physische Attraktivität, Einkommen, Halo-Effekt, Bildung, Berufsprestige und Regressionsanalyse.

Warum werden Personen ohne hauptberufliche Tätigkeit aus der Analyse ausgeschlossen?

Um Verzerrungen zu vermeiden, da bei nicht hauptberuflich Tätigen (wie Studierenden oder Rentnern) das Einkommen oft nicht direkt auf deren individueller Leistung oder Attraktivität basiert, sondern durch staatliche Leistungen oder Haushaltsstrukturen beeinflusst ist.

Bestätigen die Ergebnisse den „Beauty is Beastly“-Effekt?

Ja, die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Attraktivität für Frauen in einer männlich dominierten Arbeitswelt nicht immer einen Vorteil darstellt und für sie, im Gegensatz zu Männern, kein signifikanter Einkommensvorteil durch Attraktivität nachweisbar ist.

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Detalles

Título
Der Einfluss der physischen Attraktivität auf das Einkommen: Sind Bildung und Berufsprestige vermittelnde Mechanismen?
Subtítulo
Eine Analyse auf Basis des ALLBUS 2014
Universidad
University of Bamberg  (Fakultät für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften)
Curso
Fortgeschrittene Analysemethoden der quantitativen Sozialforschung: Angewandte Regressionsanalyse
Calificación
1,0
Autor
Thomas Beer (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
22
No. de catálogo
V342075
ISBN (Ebook)
9783668321519
ISBN (Libro)
9783668321526
Idioma
Alemán
Etiqueta
soziale Ungleichheit Einkommen Aussehen physische Attraktivität Attractiveness Stereotype Selbsterfüllende Prophezeiung Beauty is Beastly Regressionsanalyse ALLBUS Bildung Berufsprestige Prestige
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thomas Beer (Autor), 2016, Der Einfluss der physischen Attraktivität auf das Einkommen: Sind Bildung und Berufsprestige vermittelnde Mechanismen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342075
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