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Philosophieren mit Kindern. Grundlegende Bedeutung und positive Auswirkungen

Titel: Philosophieren mit Kindern. Grundlegende Bedeutung und positive Auswirkungen

Hausarbeit , 2015 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christine Schmidt (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Kinder und Philosophie – diese beiden Begrifflichkeiten könnten auf den ersten Blick kaum weiter voneinander entfernt liegen. Die Philosophie, die den Ruf einer komplexen abstrakten Wissenschaft hat und sich höchstens für gebildete und lebenserfahrene Menschen eignet, passt scheinbar nicht in die Lebenswelt eines Kindes. Historisch betrachtet lässt sich ein gewisser Hype Anfang der 1990er Jahre feststellen, als der philosophische Kinder- und Jugendroman „Sophies Welt“ publiziert wurde und das Thema Philosophie für Kinder und Jugendliche in der Öffentlichkeit populär machte. Dazu kam überdies, dass sinnvolle Alternativen zum konventionellen Religionsunterricht angeboten werden mussten, sodass der Ethikunterricht mitsamt seiner Teildisziplin des Philosophierens und der Werte- und Normenerziehung Einzug in das Leben vieler Jugendlicher und Kinder hielt.

Im Zuge der vergangenen reformpädagogischen Welle begegnete man Kindern wie kleinen Erwachsenen, begann sie ernst zu nehmen und sich mehr für ihre ganz eigene und besondere Denkweise zu interessieren. Es gab darum wachsende Bemühungen, Kindern philosophisches Gedankengut näherzubringen. Wichtige Meilensteine in diesem Bereich sind auf deutscher Seite insbesondere den Ansätzen von Ekkehard Martens, Helmut Schreier und Hans-Ludwig Fresse und denen der beiden amerikanischen Philosophen Matthew Lipman und Gareth B. Matthew zu Beginn der 1970er Jahre zu verdanken.

Die Ausarbeitung beginnt mit einem einleitenden Teil, in welchem kurz sowohl die grundlegende Bedeutung als auch die positiven Auswirkungen der Kinderphilosophie vorgestellt werden sollen. Ein Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Frage, ob Kinder überhaupt philosophieren können und sollen. Im Hinblick auf die dargelegten Elemente erfolgt anschließend ein Einblick in die didaktische Umsetzung im Kindergarten anhand des philosophischen Themas der Freundschaft. Es soll aufgezeigt werden, wie konkret mit Kindern philosophisch gearbeitet werden kann, um sie zu einer Einsicht zu führen. Zum Abschluss wird die gesamte Thematik kritisch beleuchtet und mit einer Schlussbetrachtung abgerundet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bedeutung des Philosophierens mit Kindern

2.1 Ziele des Philosophierens

3 Können Kinder Philosophen sein?

4 Philosophieren in der Praxis – vom Fragen zur Umsetzung

4.1 Zum Philosophieren über die Freundschaft

5 Schlussbetrachtung

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und die Bedeutung des Philosophierens mit Kindern im Vorschul- und Grundschulalter. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, ob Kinder bereits über die kognitiven und reflektiven Fähigkeiten verfügen, um philosophische Diskurse zu führen, und wie diese Prozesse pädagogisch sinnvoll initiiert und begleitet werden können.

  • Grundlagen und Definition der Kinderphilosophie
  • Ziele und pädagogischer Nutzen des Philosophierens
  • Debatte um die philosophische Kompetenz von Kindern
  • Didaktische Umsetzung und Methoden in der Praxis
  • Fallbeispiel: Philosophieren über Freundschaft

Auszug aus dem Buch

4.1 Zum Philosophieren über die Freundschaft

Was ist ein guter Freund? Diese Frage stellte sich auch schon vor vielen Jahren der berühmte Philosoph Aristoteles. Freundschaftliche Beziehungen sind ein zentrales menschliches Bedürfnis und spielen eine wichtige Rolle im Leben: Erste freundschaftliche Kontakte werden bereits im Kindergarten gescossen. Es werden erste Geburtstageinladungen ausgesprochen, es kommt zu Streitigkeiten und Trennungen. Kein Wunder also, dass dieses Thema auch ein wichtiger Bestandteil bei Kindern und Jugendlichen ist. Der amerikanische Philosoph Ronald Reed vertritt die Meinung, dass Philosophieren und Freundschaft untrennbar miteinander verknüpft sind.

Er fordert deshalb dazu auf, sich beim Philosophieren nicht nur direkt mit dem Thema Freundschaft auseinanderzusetzen, sondern er erkennt auch im gemeinsamen Philosophieren eine Art des freundschaftlichen Umgangs: Es gibt keine hierarchische Stellung, es wird einander aufmerksam zugehört, die jeweiligen anderen Meinungen wird respektiert und geachtet. „Freunde philosophieren gerne und beim Philosophieren kann man auch zu Freunden werden.“

Im Folgenden sei nun eine etwa dreißigminütige Sequenz einer philosophischen Diskussion in einem Kindergarten vorgestellt, die sich um das Thema „Freundschaft“ dreht. Länger hält die Konzentration bei jüngeren Kindern in der Regel nicht an. Nichtsdestotrotz sollte jedes Kind die Zeit erhalten, um seine Gedanken frei äußern zu können. Eine philosophische Diskussion hat die Eigenheit, dass der Prozess einen offenen Ausgang hat und nicht genau vorhergesagt werden kann, ob überhaupt ein Ergebnis oder ob das „gewünschte“ Ergebnis der Gesprächsleitung letztendlich herauskommt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Kinderphilosophie ein und erläutert die wachsende Bedeutung des Philosophierens als Mittel zur Werteerziehung und Persönlichkeitsbildung.

2 Bedeutung des Philosophierens mit Kindern: Hier wird der Begriff des Philosophierens mit Kindern von der klassischen Philosophie abgegrenzt und als gemeinsamer Prozess verstanden, der das Kind als ebenbürtigen Gesprächspartner ernst nimmt.

2.1 Ziele des Philosophierens: Dieses Kapitel beleuchtet die Förderung von sozialer Kompetenz, kritischem Denken und Toleranz durch den interaktiven philosophischen Diskurs.

3 Können Kinder Philosophen sein?: Die Autorin untersucht die entwicklungspsychologische Kontroverse darüber, ob Kinder bereits über die notwendigen kognitiven Fähigkeiten für philosophisches Denken verfügen.

4 Philosophieren in der Praxis – vom Fragen zur Umsetzung: Hier wird der Transfer der Theorie in den pädagogischen Alltag thematisiert und aufgezeigt, wie philosophische Einheiten in Schule und Kindergarten konkret gestaltet werden können.

4.1 Zum Philosophieren über die Freundschaft: Anhand dieses spezifischen Beispiels wird demonstriert, wie eine philosophische Diskussion mit Kindern aufgebaut und methodisch geleitet werden kann.

5 Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Kinder frühzeitig in ihrer Urteilsfähigkeit und ihrem kritischen Denken zu unterstützen.

6 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Kinderphilosophie, Philosophieren mit Kindern, Ethik, Pädagogik, Didaktik, Freundschaft, kritisches Denken, sokratisches Gespräch, Entwicklungspsychologie, Diskurs, Werteerziehung, Kindheit, Argumentation, Selbstreflexion, Urteilsfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Begründung und praktischen Umsetzung des Philosophierens als pädagogisches Instrument, um Kinder und Jugendliche zum kritischen Nachdenken über die Welt anzuregen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Kinderphilosophie zur klassischen Wissenschaft, die kognitiven Voraussetzungen von Kindern für philosophische Diskurse sowie didaktische Strategien zur Gesprächsführung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist aufzuzeigen, dass Kinder bereits frühzeitig philosophisch denken können und dass dies einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung einer autonomen Persönlichkeit leistet.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse philosophischer und pädagogischer Ansätze, ergänzt durch die Darstellung didaktischer Methoden zur praktischen Umsetzung in Kindergruppen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Reflexion der "Kinderphilosophie", die Analyse entwicklungspsychologischer Debatten und die konkrete Anleitung zur Gestaltung philosophischer Diskussionen im Bildungsalltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Kinderphilosophie, sokratisches Gespräch, didaktische Methoden, Werteerziehung und kritisches Denken beschreiben.

Welche Rolle spielt die Gesprächsleitung beim Philosophieren mit Kindern?

Die Lehrkraft oder der Erzieher agiert nicht als allwissende Instanz, sondern als Moderator, der den Prozess anstößt, den "roten Faden" hält und eine dialogische Atmosphäre auf Augenhöhe schafft.

Warum ist das Thema "Freundschaft" als Fallbeispiel gewählt worden?

Freundschaft ist ein zentrales und lebensnahes Erfahrungsthema für Kinder, das sich hervorragend eignet, um existenzielle Fragen und Werte in einer für Kinder verständlichen Weise zu erörtern.

Können auch jüngere Kinder im Kindergartenalter bereits philosophieren?

Ja, laut der Autorin können auch Vorschulkinder philosophische Gedanken äußern, sofern die Gesprächsleitung an ihre Erfahrungswelt anknüpft und keine abstrakten, akademischen Vorkenntnisse voraussetzt.

Was ist das wichtigste Fazit für die pädagogische Praxis?

Das Fazit lautet, dass Philosophieren eine wertvolle, alltägliche Praxis in Kindergärten und Schulen sein sollte, da sie Kinder dabei unterstützt, ihre eigene Umwelt besser zu verstehen und ihre Urteilsfähigkeit zu schulen.

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Details

Titel
Philosophieren mit Kindern. Grundlegende Bedeutung und positive Auswirkungen
Veranstaltung
Philosophieren mit Kindern
Note
1,0
Autor
Christine Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
19
Katalognummer
V342146
ISBN (eBook)
9783668319622
ISBN (Buch)
9783668319639
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinder Philosophie Vermittlung Freundschaft Philosophieren
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christine Schmidt (Autor:in), 2015, Philosophieren mit Kindern. Grundlegende Bedeutung und positive Auswirkungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342146
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Leseprobe aus  19  Seiten
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