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Effektiver Zweitschrifterwerb. Der Ansatz einer kontrastiven Alphabetisierung am Beispiel Arabisch-Deutsch

Titre: Effektiver Zweitschrifterwerb. Der Ansatz einer kontrastiven Alphabetisierung am Beispiel Arabisch-Deutsch

Dossier / Travail , 2016 , 23 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Jess Dittmann (Auteur)

Didactique de l'Allemand - L'allemand en tant que langue étrangère
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Das Thema der vorliegenden Ausführungen ist die Alphabetisierung von arabischsprachigen Personen in der Fremdsprache Osten. Dabei soll es um Personen gehen, die bereits im arabischen Schriftsystem literarisiert sind, jedoch nicht in einem lateinischen Schriftsystem wie dem deutschen. Zu diesem Personenkreis zählen beispielsweise erwachsene Asylsuchende oder Migranten.

Die Beherrschung von Schrift in einer literalen Gesellschaft, wie sie in Deutschland vorzufinden ist, ist sehr wichtig. Für jüngere Menschen ist die deutsche Schriftsprache alleine schon aus dem Grund unabdingbar, um in der Schule bestehen zu können. Aber auch für Erwachsene gibt es eine Vielzahl von Grpnden fur die Notwendigkeit einer Alphabetisierung. In der deutschen Schrift alphabetisiert zu sein, ist ein wichtiger Faktor, um sich für die Arbeitswelt zu qualifizieren. Gerade aufgrund des technologischen Wandels ist eine Schriftkompetenz immer häufiger grundlegende Voraussetzung. Zudem ist eine intensivere Teilhabe am wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen sowie politischen Leben möglich. Die Fähigkeit lesen zu können, vereinfacht des Weiteren die Orientierung im öffentlichen Leben.

Die zentralen Fragen der Arbeit lauten: Welche Besonderheiten ergeben sich dadurch, dass nicht nur eine fremde Schrift, sondern zur gleichen Zeit auch eine fremde Sprache erlernt wird? Welche Besonderheiten ergeben sich aufgrund der bereits erfolgten Erstalphabetisierung? Welche Besonderheiten ergeben sich in Anbetracht der involvierten Sprachen Deutsch und Arabisch?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Formen des Analphabetismus

3. Methoden der Alphabetisierung

3.1. Die synthetische Methode

3.2. Die analytische Methode

3.3. Methodenwahl beim Schrifterwerb in der Fremdsprache

4. Erst- und Zweitschrifterwerb

5. Das arabische und das deutsche Schrift-und Lautsystem.

5.1. Das arabische Schrift- und Lautsystem

5.2. Das deutsche Schrift- und Lautsystem

6. Die kontrastive Alphabetisierung

6.1. Die kontrastive Alphabetisierung Arabisch-Deutsch

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie arabischsprachige Personen, die bereits in ihrer Muttersprache literalisiert sind, effizient und zeitsparend die deutsche Schriftsprache erwerben können, wobei ein besonderer Fokus auf dem Ansatz der kontrastiven Alphabetisierung liegt.

  • Analyse der Besonderheiten beim Zweitschrifterwerb unter Berücksichtigung der Erstalphabetisierung.
  • Vergleich der arabischen und deutschen Schrift- und Lautsysteme.
  • Evaluierung geeigneter Alphabetisierungsmethoden für die Zielgruppe.
  • Konkretisierung des Konzepts der kontrastiven Alphabetisierung für die Sprachenkombination Arabisch-Deutsch.
  • Diskussion von Transferprozessen (positiver und negativer Transfer) beim Erlernen einer neuen Schrift.

Auszug aus dem Buch

6. Die kontrastive Alphabetisierung

Als Faustregel für den Zweitschrifterwerb gilt: Je näher die Kontrastschrift der Zielschrift ist, desto weniger muss gelernt werden (vgl. Berkemeier 1997: 53). Dies bedeutet also, dass für einen optimalen und ökonomischen Zweitschrifterwerb unter dem Stichwort der Individualisierung je die Erstsprache und die Erstschrift des Schrifterwerbenden Beachtung finden sollte (vgl. Feldmeier 2007: 25ff.).

Schriften können sich zum einen auf typologischer Ebene ähneln, zum anderen auf genetischer Ebene. Je nach Nähe auf der typologischen Ebene ergibt sich schon vorab spezifisches Vorwissen über die zu erlernende Schrift. Bei Ähnlichkeiten auf genetischer Ebene könnten auch inhaltliche Ähnlichkeiten vorliegen, die im Schrifterwerbsprozess Beachtung finden sollten (vgl. Berkemeier 1997: 45).

Gemäß der Kontrastivhypothese sind durch eine Analyse der Muttersprache Fehler, die in der Zielsprache gemacht werden, vorhersagbar. Dabei gilt die Annahme, dass durch Ähnlichkeiten in der Erstsprache und in der Zielsprache ein positiver Transfer entsteht, der eine Lernerleichterung mit sich bringt, während durch Unterschiede ein negativer Transfer zustande kommt, der dann den Lernprozess erschwert. Diese Hypothese ist in dieser strikten Form heute zwar umstritten, jedoch wurde in mehreren Studien repliziert, dass es einen Einfluss der Muttersprache auf die Zielsprache gibt und sich positiver als auch negativer Transfer finden lässt (vgl. Feldmeier 2010: 44).

Das Konzept der kontrastiven Alphabetisierung beruht also auf der Annahme dieser Transferprozesse. Werden dem Lernenden strukturelle oder phonetische Ähnlichkeiten zwischen seiner Muttersprache und der Zielsprache deutlich gemacht, kann der Erwerbsprozess erleichtert werden (vgl. Buschfeld et. al 2010: 65).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Alphabetisierung arabischsprachiger Asylsuchender und Migranten in der deutschen Sprache sowie Darlegung der Relevanz dieser Kompetenz in einer literalen Gesellschaft.

2. Formen des Analphabetismus: Differenzierung zwischen primärem, funktionalem und sekundärem Analphabetismus sowie Einordnung der Zielgruppe als bereits literalisiert im arabischen System.

3. Methoden der Alphabetisierung: Darstellung unterschiedlicher Alphabetisierungsmethoden und Diskussion ihrer Eignung für Fremdsprachenlerner unter Berücksichtigung der Ausgangssprache.

4. Erst- und Zweitschrifterwerb: Erläuterung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Erst- und Zweitschrifterwerb sowie der Rolle des bereits vorhandenen metasprachlichen Wissens.

5. Das arabische und das deutsche Schrift-und Lautsystem.: Detaillierte Analyse der strukturellen Merkmale, des Vokal- und Konsonanteninventars sowie der Graphem-Phonem-Korrespondenzen beider Sprachen.

6. Die kontrastive Alphabetisierung: Vorstellung des Konzepts der kontrastiven Alphabetisierung und dessen Anwendung zur Erleichterung des Zweitschrifterwerbs durch gezielte Berücksichtigung der Ausgangssprache.

7. Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung der Individualisierung im Unterricht sowie Forschungsdesiderate.

Schlüsselwörter

Alphabetisierung, Zweitschrifterwerb, kontrastive Alphabetisierung, Arabisch, Deutsch, Graphem-Phonem-Korrespondenz, Konsonantenschrift, Transferhypothese, Lautdiskrimination, Schriftlichkeit, Fremdsprachenunterricht, Interferenz, Sprachanalyse, Schriftsysteme, Zielgruppe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Alphabetisierung von arabischsprachigen Personen, die bereits im arabischen Schriftsystem literalisiert sind, in der deutschen Sprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Analyse von Schrift- und Lautsystemen, die Evaluation von Alphabetisierungsmethoden sowie der gezielte Einsatz kontrastiver Ansätze im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie diese spezifische Zielgruppe möglichst optimal und zeiteffizient die deutsche Schriftsprache erwerben kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, dem Vergleich von Schriftsystemen und der Anwendung der Kontrastivhypothese basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Einordnung des Analphabetismus, den Vergleich der Laut- und Schriftsysteme von Arabisch und Deutsch sowie die methodischen Überlegungen zur kontrastiven Alphabetisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Zweitschrifterwerb, kontrastive Alphabetisierung, Graphem-Phonem-Korrespondenz und Interferenz.

Warum ist das Arabische eine Herausforderung beim Erwerb der deutschen Schrift?

Herausforderungen ergeben sich durch die unterschiedliche Schriftrichtung, das Fehlen von Vokalen im arabischen Schriftbild (Skelettschreibung) und die Komplexität des deutschen Vokal- und Konsonanteninventars.

Welche Rolle spielt die Erstalphabetisierung für den Lernprozess?

Die Erstalphabetisierung ist vorteilhaft, da bereits ein Verständnis für die Symbolfunktion von Schrift und metalinguistisches Wissen vorliegt, erfordert jedoch eine spezifische didaktische Anpassung, um alte Muster (z.B. Schreibrichtung) zu reflektieren.

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Résumé des informations

Titre
Effektiver Zweitschrifterwerb. Der Ansatz einer kontrastiven Alphabetisierung am Beispiel Arabisch-Deutsch
Université
Ruhr-University of Bochum
Note
1,3
Auteur
Jess Dittmann (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
23
N° de catalogue
V342264
ISBN (ebook)
9783668326736
ISBN (Livre)
9783668326743
Langue
allemand
mots-clé
Alphabebetisierung Zweitschrifterwerb kontrastive Alphabeitisierung Arabisch-Deutsch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jess Dittmann (Auteur), 2016, Effektiver Zweitschrifterwerb. Der Ansatz einer kontrastiven Alphabetisierung am Beispiel Arabisch-Deutsch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342264
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