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Die Geschichte der Schrift. Von den Vorstufen der Schrift bis zum heutigen Alphabet

Titel: Die Geschichte der Schrift. Von den Vorstufen der Schrift bis zum heutigen Alphabet

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 28 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Janet Schua (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit Recht wird die Schrift zu den größten geistigen Schöpfungen und wichtigsten Kulturgütern der Menschheit gezählt. Dennoch sind sich die meisten Menschen ihrer Wirkungsbreite und Bedeutung nicht bewusst und halten sie für etwas Selbstverständliches. Dies mag daran liegen, dass wir, nachdem wir uns die Schrift mühsam in der Schule angeeignet haben, uns ihr als etwas Alltägliches bedienen und kaum mehr über den geistigen Vorgang an sich nachdenken.

Wenn wir unsere Ideen und Gedanken zu Papier bringen, sind wir uns kaum der Tatsache bewusst, welche Möglichkeiten die Schrift der Menschheit eröffnet hat und welche langwierige Entwicklung sie bis zu ihrem heutigen Standpunkt durchlaufen hat. Schließlich war die Entfaltung des Alphabets ein komplizierter und andauernder Prozess, der sich über die Jahrtausende hinweg vollzog. Erst wenn wir ein Schriftstück in einer uns unbekannten Schrift versuchen zu verstehen, rufen wir uns nachdrücklich ins Gedächtnis, welche Leistung wir und die Menschheit vergangener Zeiten geleistet haben.

Gerade der Anblick ausgestorbener Schriften, wie die ägyptische Hieroglyphenschrift oder die Keilschrift der Sumerer wecken in uns eine gewisse Faszination und drängen danach, das „Mysterium Schrift“ zu verstehen: Wie kam es zur Entstehung der Schrift? Wir entwickelte sich unser heutiges Alphabet? Und gibt es Zusammenhänge zwischen den gegenwärtigen Schriften und denen vergangener Zeiten?

Diese spannenden Fragen zum Anlass, wird der zentrale Gegenstand meiner Arbeit die evolutionsgeschichtliche Entstehung, des für uns heute so selbstverständlichen Kommunikationsmittels, der Schrift, sein. Die Thematik umfasst selbstverständlich einen breites Spektrum, jedoch erfordert der Rahmen der Arbeit eine gewisse Konzentration, weshalb es nicht Ziel ist, einen Überblick über alle Schriften geben, die den Weg der Schriftentwicklung im Laufe der Jahrtausende kreuzten. Vielmehr möchte ich auf die treibenden Kräfte, die zur Entwicklung der Schrift beitrugen und die wichtigsten Etappen der Schriftentstehung und Weiterentwicklung, eingehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Theorie der Schrift

2.1 Konstitutive Merkmale von Schrift

2.2 Typisierendes Modell der Schriftentwicklung

2. Ökologische und religiöse Hintergründe der Schriftentwicklung

3. Vorläufer der Schrift

3.1 Die Gegenstandsschrift

3.2 Höhlenmalereien der Eiszeit

3.3 Bilder- und Ideenschriften

4. Die Geburt der Schrift: Entwicklung einer sprachlich gebunden Lautschrift

4.1 Das Rebusprinzip

4.2 Die sumerische Keilschrift

4.3 Die ägyptischen Hieroglyphen

4.4 Die japanische Katakana - und Hiragana -Silbenschrift

5. Die Revolution des Alphabets

5.1 Die Vollendung des Alphabets in der griechischen Schrift

5.2 Unsere heutige Lateinschrift

5.3 Grenzen der modernen Alphabetschrift

Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die evolutionsgeschichtliche Entwicklung der Schrift von ihren frühesten Vorstufen bis hin zur Entstehung und Verbreitung des modernen Alphabets, wobei ein besonderer Fokus auf den treibenden Kräften und den wesentlichen Etappen dieses komplexen Prozesses liegt.

  • Theoretische Grundlagen und Bestimmung konstitutiver Merkmale von Schrift
  • Analyse der Vorläufer der Schrift wie Gegenstands- und Höhlenmalerei
  • Untersuchung der Entwicklung von der Bilderschrift zur phonetischen Lautschrift
  • Darstellung der Entstehung des Alphabets am Beispiel der griechischen und lateinischen Schrift
  • Kritische Reflexion über die Grenzen moderner Schriftsysteme

Auszug aus dem Buch

3.2 Höhlenmalereien der Eiszeit

Lange bevor der Mensch der Schrift mächtig war, drückte er seine Gedanken in Form von Bildern aus. Dabei wird ein bedeutender Entwicklungsschritt gegenüber der Gegenstandsschrift getan; sind doch zwei wesentliche Merkmale, wie sie in Kapitel 1.1 genannt wurden, vertreten: es liegt eine zeichnerische Tätigkeit vor, die im Sinne der Kommunikation oder als Gedächtnisstütze ausgeübt wird.24 Auf Stein gezeichnete Bilder in Form von Höhlen- oder Felsmalerei stellen die ersten kreativen Zeugnisse des Menschen dar, lange bevor die Menschheit zu schreiben begann. Vor allem Jagdszenen und naturalistische Darstellungen von Tieren gelten als Motive steinzeitlicher Felsbilder; wie das Abbild eines Jägers, der einen Bison erlegt oder ein Steinbock, gefangen in einer Fanggrube.25 Laut Földes-Papp standen die Zeichnungen dabei im Dienst magisch-religiöser Rituale: „Die Jagdmagie sollte in wunderbarer Fernwirkung den Jäger Mut zum Kampf einflößen, ihn vor Gefahr schützen und die Beute garantieren“26. Für den modernen Betrachter stellt die tiefere Bedeutung der farbigen Zeichnungen jedoch ein Rätsel dar und ergeben keinen Sinn, denn Höhlenmalereien können nicht einfach gelesen werden, sie müssen interpretiert und gedeutet werden.27 Obwohl die Jahrtausende alten Funde offenbaren, dass die frühen Eiszeitmenschen über zeichnerisches Geschick verfügten, waren diese von einer eigentlichen Schrift noch weit entfernt. „Die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse der Eiszeit schlossen das Bedürfnis nach einer Schrift […] völlig aus; einzig eine magisch beschaffene Zeichen- und Gemäldeschrift konnte entstehen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theorie der Schrift: Dieses Kapitel klärt grundlegende Definitionen von Schrift und führt ein idealtypisches Modell der Schriftentwicklung ein.

2. Ökologische und religiöse Hintergründe der Schriftentwicklung: Hier werden die nicht-technischen Motive für die Entstehung der Schrift untersucht, insbesondere wirtschaftliche Verwaltung und religiöse Riten.

3. Vorläufer der Schrift: Das Kapitel befasst sich mit den prähistorischen Kommunikationsformen, darunter Gegenstandsschriften sowie Höhlenmalereien als früheste Zeugnisse menschlicher Symbolik.

4. Die Geburt der Schrift: Entwicklung einer sprachlich gebunden Lautschrift: Der Schwerpunkt liegt auf dem Übergang von der bloßen Bilddarstellung zur phonetischen Lautschrift durch das Rebusprinzip und die frühe Keilschrift sowie Hieroglyphen.

5. Die Revolution des Alphabets: Abschließend wird die Entwicklung des griechischen und lateinischen Alphabets analysiert sowie die Grenzen heutiger Schriftsysteme kritisch beleuchtet.

Schlüsselwörter

Schriftentwicklung, Alphabetschrift, Piktogramm, Ideogramm, Rebusprinzip, Keilschrift, Hieroglyphen, Silbenschrift, Lautschrift, Gegenstandsschrift, Phonetisierung, Schriftgeschichte, Sprache, Kommunikation, Lateinschrift

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die geschichtliche Evolution der Schrift, von den ersten graphischen Versuchen der Menschheit bis zur Etablierung des global genutzten lateinischen Alphabets.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder umfassen die Theorie der Schrift, die soziokulturellen Hintergründe der Schrifterfindung sowie die chronologische Entwicklung verschiedener Schriftsysteme wie Keilschrift, Hieroglyphen und Silbenschriften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die treibenden Kräfte und die wesentlichen Etappen der Schriftwerdung nachzuvollziehen, die dazu führten, dass heute ein weitgehend standardisiertes Alphabet als Kommunikationsmittel dient.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Modelle und archäologische Befunde zur Schriftentwicklung zusammenführt und kritisch gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Schriftvorstufen, die Transformation zu phonetischen Systemen durch das Rebusprinzip und die detaillierte Darstellung der Alphabetisierung in der griechischen und römischen Kultur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schriftentwicklung, Alphabetschrift, Phonetisierung, Bilderschrift, sowie spezifische historische Systeme wie die sumerische Keilschrift und ägyptische Hieroglyphen.

Welche Rolle spielen die "Gegenstandsschriften" wie die Quipus der Inka?

Sie dienen als prominente Beispiele für frühe, nicht-zeichnerische Formen der Wissensspeicherung, die vor der eigentlichen Erfindung der Bilderschrift zur Kontrolle von Mengen und zur Nachrichtenübermittlung genutzt wurden.

Warum wird die lateinische Alphabetschrift als "ausgereifteste" Stufe betrachtet?

Aufgrund ihrer Phonem-basierten Struktur, die durch Sonderzeichen auf verschiedene Sprachen übertragbar ist, ermöglicht sie eine präzise Normierung und Effizienz, die jedoch laut der Arbeit noch nicht das absolute Ende der Entwicklung darstellt.

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Details

Titel
Die Geschichte der Schrift. Von den Vorstufen der Schrift bis zum heutigen Alphabet
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
1,5
Autor
Janet Schua (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
28
Katalognummer
V342300
ISBN (eBook)
9783668323353
ISBN (Buch)
9783668323360
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schriftentwicklung Die Schrift Alphabet Schriftarten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janet Schua (Autor:in), 2013, Die Geschichte der Schrift. Von den Vorstufen der Schrift bis zum heutigen Alphabet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342300
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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