Zur Verhältnisbestimmung der christlichen Sonntagsfeier zum Sabbat in der römischen Antike


Essay, 2015

12 Seiten, Note: 1,0

Doris Glanz (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Religiöse Lebenswirklichkeit von Juden und Christen in der römischen Antike

3. Verhältnisbestimmung der christlichen Sonntagsfeier zum Sabbat in der römischen Antike

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1.Einleitung

„Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, aber der siebte Tag ist Sabbat für den HERRN, deinen Gott. Du sollst (an ihm) keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore (wohnt). Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn (Ex 20, 8-11).“

Vorstehendes Zitat entstammt der Bibel aus den zehn Geboten und beinhaltet Gottes Be- stimmungen zu den rechten Verhaltensweisen des Menschen am Sabbat. Nicht nur Gottes Worte, sondern auch seine Positionierung in den zehn Geboten verleihen ihm in der Bibel eine herausragende Bedeutung. Kein anderer Feiertag findet sonst in den zehn Geboten Erwähnung. Auch dessen häufige Nennung in der Bibel kann für seine tragende Rolle ins Feld geführt werden. Weiterhin beschränkt sich die intensive Auseinandersetzung mit dem Sabbat nicht nur auf die jüdische Praxis, sondern nimmt bereits in der römischen Antike eine zentrale Stellung auch für das Christentum ein. Besonders in Bezug auf die Verhält- nisbestimmung der christlichen Sonntagsfeier bzw. des Herrentages zum Sabbat wurde sich intensiv mit dem Sabbat seitens des Christentums in der römischen Antike beschäftigt. So war er doch mit einer Positionierung zu den eigenen jüdischen Wurzeln verbunden.1

In dieser Arbeit wird nun untersucht, wie das Verhältnis der christlichen Sonntagsfeier zum Sabbat in der römischen Antike zu bestimmen ist. Hierzu wird zunächst allgemein die religiöse Lebenswirklichkeit von Juden und Christen thematisiert und sich auf die Positio- nierung des Christentums zum Judentum in der römischen Antike fokussiert. Nur auf die- ser Basis kann letztendlich herausgefunden werden, wie exemplarisch für die Beziehung des Christentums zum Judentum das Verhältnis von der christlichen Sonntagsfeier zum Sabbat hierfür gestaltet ist.

2. Religiöse Lebenswirklichkeit von Juden und Christen in der römischen Antike

Zur Beantwortung der Fragestellung ist es zunächst notwendig, allgemein die religiöse Lebenswirklichkeit von Juden und Christen mit Fokussierung auf die Positionierung des Christentums zum Judentum zu dieser Zeit und in diesem Lebensraum darzustellen. Um in der Diaspora die jüdische Identität zu wahren und sich nicht im Synkretismus zu verlieren, grenzten sich die Juden vom Heidentum bzw. anderen römischen Religionen ab.

[...]


1 Vgl. Alexandra GRUND: Die Entstehung des Sabbats. Seine Bedeutung für Israels Zeitkonzept und Erinnerungskultur. Tübingen 2011, S. 313.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Zur Verhältnisbestimmung der christlichen Sonntagsfeier zum Sabbat in der römischen Antike
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
12
Katalognummer
V342326
ISBN (eBook)
9783668320864
ISBN (Buch)
9783668320871
Dateigröße
666 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sabbat, Sonntag, Christentum, Antike
Arbeit zitieren
Doris Glanz (Autor), 2015, Zur Verhältnisbestimmung der christlichen Sonntagsfeier zum Sabbat in der römischen Antike, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342326

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