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Finanzierung im Mittelstand. Auswirkungen der Niedrigzinsphase und Baselregulierungen

Title: Finanzierung im Mittelstand. Auswirkungen der Niedrigzinsphase und Baselregulierungen

Bachelor Thesis , 2016 , 58 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Nadya Dalmis (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Der Erfolg der deutschen Volkswirtschaft ist vor allem dem deutschen Mittelstand zu verdanken. Kaum ein anderes Land verfügt über ein solches Unternehmenssegment, welches international als Asset bezeichnet wird. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) machen 99,6 % der steuerpflichtigen Unternehmen in Deutschland aus. Sie beschäftigen 59,2 % aller Arbeitnehmer in Deutschland. In den letzten Jahren konnten aufgrund der Exportstärke Hunderttausende neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Zudem engagieren sie sich in hohem Maße an der Dualen Ausbildung. Der deutsche Mittelstand ist daher von zentraler gesellschaftspolitischer Bedeutung.

In den letzten Jahren müssen sich jedoch mittelständische Unternehmen einigen Herausforderungen stellen. Man spricht vor allem von einem Wandel des Finanzierungsumfelds von mittelständischen Unternehmen. Veränderungen des konjunkturellen Umfelds, die Niedrigzinspolitik und die Basel-Regulierungen haben wesentlichen Einfluss auf die Finanzierung der Unternehmen.

Der Bankkredit zählt als wesentliches Finanzierungsinstrument für KMU. Durch die Basel-Regulierungen ist der Zugang zu Bankkrediten jedoch schwieriger geworden. Ein weiterer Aspekt, der Einfluss auf die Finanzsituation von Unternehmen haben wird, ist die Einführung von Negativzinsen. Dies geschah erstmals im Juni 2016. Deutsche Banken müssen für ihre Einlagen bei der EZB Zinsen bezahlen. Die EZB möchte damit die Kreditinstitute dazu verleiten, mehr Darlehen zu vergeben, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Unternehmen sind von dieser Einführung auch betroffen.

Die Commerzbank hat nun als erste große deutsche Bank angekündigt, von ihren Kunden Negativzinsen zu verlangen. Unternehmenskunden, die einen zweistelligen Millionenbetrag auf ihrem Girokonto oder auf dem Tagesgeldkonto verfügen, müssen in Zukunft für ihre Einlagen Zinsen bezahlen. Inwieweit mittelständische Unternehmen davon betroffen sein werden, wird sich in Zukunft zeigen. Dennoch sollten die Mittelständler die Strafzinsen als „Weckruf“ sehen und alternative Anlagemöglichkeiten in Erwägung ziehen. Aufgrund dieser Ereignisse rückt das Thema Mittelstandsfinanzierung immer mehr in den Vordergrund. Vor dem Hintergrund der Niedrigzinsphase und der Basel-Regulierungen stellt sich für mittelständische Unternehmen die zentrale Frage, welche Möglichkeiten der Finanzierung sowohl im Hinblick auf die Mittelverwendung als auch die Herkunft der Mittel in Betracht kommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Grundlagen der Finanzierung

2.1 Definition des Begriffs Finanzierung

2.2 Finanzierungsformen

2.2.1 Außenfinanzierung

2.2.2 Innenfinanzierung

2.3 Finanzierungsziele

3. Mittelstand in Deutschland

3.1 Definition von Mittelstand, KMU und Familienunternehmen

3.1.1 Quantitative Merkmale

3.1.2 Qualitative Merkmale

3.2 Aktuelle Finanzsituation

3.2.1 Eigenkapitalsituation

3.2.2 Basel II/III

3.2.3 Rating

3.2.4 Liquiditätssituation

3.3 Finanzierungsverhalten

4. Finanzierungsformen für den Mittelstand

4.1 Bankkredit

4.2 Substitute zum Bankkredit

4.2.1 Leasing

4.2.2 Lieferantenkredit

4.2.3 Factoring

4.3 Working-Capital-Management

4.4 Beteiligungsfinanzierung

4.4.1 Private-Equity

4.4.2 Mezzanine Finanzierung

4.5 Öffentliche Förderung

4.6 Alternative Anlagekonzepte

4.6.1 Vorbemerkungen

4.6.2 Kurzfristige und langfristige Anlagemöglichkeiten

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Finanzierungsverhalten und die Finanzierungsoptionen mittelständischer Unternehmen vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie der Niedrigzinspolitik und verschärfter Basel-Regulierungen. Das zentrale Ziel ist es, alternative Finanzierungs- und Anlageinstrumente zu identifizieren und deren Eignung für den Mittelstand kritisch zu bewerten.

  • Wandel des Finanzierungsumfelds für KMU
  • Bedeutung der Basel-Regulierungen und Ratings
  • Analyse bankunabhängiger Finanzierungsformen
  • Optimierung von Working-Capital-Management
  • Alternative Anlagestrategien bei Negativzinsen

Auszug aus dem Buch

4.2.3 Factoring

Beim Factoring handelt es sich um den Verkauf von Forderungen aus Lieferung und Leistung an einen Factor, in der Regel eine Factoringgesellschaft oder eine Bank. Die Forderungen werden vor Fälligkeit verkauft, womit sie durch den Factor vorfinanziert werden. Diese Leistung wird gegen eine Prämie erbracht, die als Abschlag vom Nominalwert der Forderungen berechnet wird. Beim Factoring wird zwischen einem echten und einem unechten Factoring unterschieden. Beim echten Factoring trägt der Forderungskäufer das Ausfallrisiko, welches auch Delkredererisiko genannt wird. Beim unechten Factoring trägt der Veräußerer der Forderungen das Kreditrisiko. Durch das Factoring ist eine direkte Finanzierung von 90 Prozent möglich, womit sie meist höher ausfällt, als eine Bank gegen Abtretung der Forderung als Kredit bereitstellt.

Zudem erfolgt eine Unterscheidung zwischen dem offenen und stillen Factoring. Das offene Factoring ist heutzutage die dominierende Form des Factorings. Bei dieser Form wird der Schuldner der verkauften Forderung über die Abtretung an den Factor informiert. Dadurch hat der Factor die Möglichkeit, dem Schuldner Mahnungen zu erteilen oder die Begleichung der Schuld auf seinem eigenen Konto zu verlangen.

Durch das Factoring wird den Unternehmen eine umsatzkongruente Finanzierung und Planbarkeit der Liquidität ermöglicht. Es erfolgt eine sichere Planung der Zahlungen, was bei zögerlicher Zahlung der Debitoren nicht immer möglich ist. Zudem hat das Factoring positive Auswirkungen auf die Bilanz eines Unternehmens. Die Bilanzsumme wird verkürzt, wodurch der Eigenkapitalanteil erhöht wird. Fast alle Kreditwürdigkeitsprüfungen von Banken umfassen eine Bilanzanalyse. Durch die erhöhte Eigenkapitalquote können KMU im Rahmen des Ratings besser abschneiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Relevanz des Mittelstands für die Volkswirtschaft sowie der Herausforderungen durch Basel-Regulierungen und Niedrigzinsen, die einen Wandel der Finanzierungsstrukturen erfordern.

2. Grundlagen der Finanzierung: Definition der Begriffe und Systematisierung der verschiedenen Finanzierungsformen (Außen- vs. Innenfinanzierung) sowie Erläuterung der unternehmerischen Finanzierungsziele.

3. Mittelstand in Deutschland: Abgrenzung und Definition von KMU und Familienunternehmen sowie Analyse der aktuellen Finanzsituation unter Berücksichtigung von Basel II/III, Rating und Liquiditätsmanagement.

4. Finanzierungsformen für den Mittelstand: Detaillierte Untersuchung von Bankkrediten, Leasing, Lieferantenkrediten, Factoring, Working-Capital-Management, Beteiligungsfinanzierung und öffentlicher Förderung sowie alternativer Anlagestrategien.

5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der analysierten Finanzinstrumente und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung alternativer Finanzierungswege für den Mittelstand.

Schlüsselwörter

Mittelstand, KMU, Finanzierung, Bankkredit, Basel III, Eigenkapital, Leasing, Factoring, Working-Capital-Management, Private-Equity, Mezzanine-Kapital, Liquidität, Negativzinsen, Unternehmensrating, Familienunternehmen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Finanzierung mittelständischer Unternehmen in Deutschland und analysiert, wie sich veränderte Rahmenbedingungen auf deren Finanzierungsverhalten auswirken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung des Mittelstandsbegriffs, die Auswirkungen von Basel-Regulierungen, die Rolle des Bankkredits sowie die Bedeutung alternativer Finanzierungsformen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Möglichkeiten der Finanzierung für mittelständische Unternehmen unter dem Aspekt der Herkunft und Verwendung von Mitteln angesichts aktueller ökonomischer Rahmenbedingungen zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf einer umfassenden Auswertung der wirtschaftswissenschaftlichen Fachliteratur und aktuellen Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Finanzierung, die Merkmale des Mittelstands in Deutschland und eine detaillierte Prüfung diverser Finanzierungs- und Anlagealternativen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Mittelstand, Basel-Regulierungen, Leasing, Factoring, Eigenkapitalquote, Mezzanine-Finanzierung und Working-Capital-Management.

Wie beeinflussen Basel-Regulierungen die Finanzierungssituation?

Die Basel-Regulierungen führen zu strengeren Eigenkapitalvorschriften für Banken, was die Kreditvergabe erschweren kann und Unternehmen dazu zwingt, ihre Bonität stärker zu optimieren.

Welchen Vorteil bietet das Factoring gegenüber dem klassischen Bankkredit?

Factoring ermöglicht eine umsatzkongruente Liquiditätsbeschaffung, verbessert durch die Verkürzung der Bilanzsumme die Eigenkapitalquote und kann somit positiv auf das Unternehmensrating wirken.

Warum wird Mezzanine-Kapital im Mittelstand als relevant angesehen?

Mezzanine-Kapital dient als Hybridform dazu, Eigenkapitallücken zu schließen, ohne die Mitbestimmungsrechte der Eigentümer durch direkte Beteiligungen zu gefährden.

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Details

Title
Finanzierung im Mittelstand. Auswirkungen der Niedrigzinsphase und Baselregulierungen
College
University of Applied Sciences Bielefeld
Grade
2,0
Author
Nadya Dalmis (Author)
Publication Year
2016
Pages
58
Catalog Number
V342380
ISBN (eBook)
9783668323414
ISBN (Book)
9783668323421
Language
German
Tags
Finanzierung Mittelstand Finanzierungsinstrumente KMU Familienunternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadya Dalmis (Author), 2016, Finanzierung im Mittelstand. Auswirkungen der Niedrigzinsphase und Baselregulierungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342380
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