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Narzissmus auf Social Network Sites

Theoretische Überlegungen und empirische Befunde zum Zusammenhang von Narzissmus und den Motiven für die Nutzung von Social Network Sites

Title: Narzissmus auf Social Network Sites

Research Paper (postgraduate) , 2016 , 84 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lisa Schlichting (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Summary Excerpt Details

Ziel dieser theoretischen Arbeit ist es, Hypothesen zum Zusammenhang zwischen der Narzissmusausprägung und den Nutzungsmotiven von Social Network Sites (SNS) aufzustellen, die dann in einer darauffolgenden empirischen Studie überprüft werden sollen. Die zentrale Fragestellung, zu der auf der Basis theoretischer Überlegungen und der Analyse bereits durchgeführter empirischer Studien, Hypothesen abgeleitet werden sollen, lautet demnach: Inwiefern unterscheiden sich narzisstische SNS Nutzer im Vergleich zu weniger narzisstischen SNS Nutzern in Bezug auf die von ihnen genannten Gründe für die Nutzung von SNS?

Vor dem Hintergrund dieses formulierten Ziels der Arbeit ergibt sich die Notwendigkeit der Betrachtung zweier Themenkomplexe: Der erste zu behandelnde Themenkomplex bezieht sich auf das Narzissmuskonzept, welches seinen wissenschaftlichen Ursprung in der psychoanalytischen Forschungstradition hat und nunmehr seit einigen Jahren intensiv aus sozial- und persönlichkeits-psychologischen Forschungsdisziplinen beschrieben und untersucht worden ist.

Der zweite Themenkomplex bezieht sich auf die Beschreibung und Analyse von Social Network Sites. Zu Anfang sollen dabei die zentralen Charakteristika von Social Network Sites dargestellt werden, um dadurch verdeutlichen zu können welche Funktionen Social Network Sites ihren Nutzern bieten. Nachdem ausführlich beschrieben wurde welche Interaktions- sowie Präsentationsmöglichkeiten SNS ihren Nutzern ermöglichen, sollen im Anschluss die derzeit populärsten Netzwerke und die Entwicklung ihrer Nutzerzahlen präsentiert werden.

In dem letzten Kapitel der vorliegenden Arbeit werden die Erkenntnisse aus den beiden Bereichen dann zusammengeführt und vor dem Hintergrund der herausgearbeiteten Bedürfnisse des Narzissten sowie den ermittelten Motiven für die Nutzung von SNS Hypothesen zum Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitseigenschaft Narzissmus und den Nutzungsmotiven von SNS abgeleitet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die narzisstische Persönlichkeit

2.1 Entwicklungsgeschichtliche Genese und klinische Definition des Narzissmus

2.2 Sozial- und persönlichkeitspsychologische Narzissmusforschung

2.2.1 Das narzisstische Persönlichkeitsinventar (NPI)

2.2.2 Deskriptive Merkmale und Bedürfnisse der narzisstischen Persönlichkeit

3 Social Network Sites

3.1 Definition und Charakteristika von Social Network Sites

3.2 Populäre Netzwerke und die Entwicklung ihrer Nutzerzahlen

3.3 Social Network Sites als Forschungsgegenstand

3.3.1 Motivationale Nutzungsfaktoren von Social Network Sites

3.3.2 Narzissmus im Kontext von Social Network Sites

4 Synthese: Ableitung der Forschungshypothesen

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, theoretische Hypothesen zum Zusammenhang zwischen der Ausprägung narzisstischer Persönlichkeitsmerkmale und den spezifischen Nutzungsmotiven von Social Network Sites (SNS) zu entwickeln, die als Grundlage für eine darauffolgende empirische Überprüfung dienen. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, inwiefern sich narzisstische SNS-Nutzer hinsichtlich ihrer Beweggründe für die Nutzung dieser Plattformen von weniger narzisstischen Nutzern unterscheiden.

  • Historische Entwicklung und klinische Definition des Narzissmuskonzeptes
  • Sozial- und persönlichkeitspsychologische Erforschung der narzisstischen Persönlichkeit
  • Charakteristika und funktionale Aspekte von Social Network Sites
  • Analyse motivationaler Nutzungsfaktoren (Uses-and-Gratifications-Ansatz)
  • Synthese von Narzissmuskonzept und Nutzungsmotiven zur Hypothesenableitung

Auszug aus dem Buch

Die narzisstische Persönlichkeit

Das heutige, alltagssprachliche Begriffsverständnis des Narzissmus wird meist durch Überheblichkeit, ein erhöhtes Geltungsbedürfnis, eine ausgeprägte Selbstliebe und ein Übermaß an Selbstbezogenheit charakterisiert (vgl. Altmeyer 2000: S. 142; Hartmann 2009: S. 69). Im Alltagsverständnis wird also derjenige als narzisstisch beschrieben, der sich den Großteil seiner Zeit mit sich selbst beschäftigt und damit einhergehend seine Mitmenschen vernachlässigt bzw. diese für eigennützige Zwecke instrumentalisiert. Schon an dieser deskriptiven Beschreibung der narzisstischen Persönlichkeit lässt sich deutlich erkennen, dass dem Begriff eine stark negative Konnotation immanent ist. Vor allem in den letzten Jahren ist vom Begriff des Narzissmus ein inflationärer und damit unpräziser Gebrauch gemacht worden, da dieser vor allem von den Medien durch die Beschreibung von öffentlichen Persönlichkeiten als Narzissten, wie z.B. Donald Trump, popularisiert wurde. Der Begriff Narzissmus dient alltagssprachlich somit inzwischen zur Bezeichnung für jegliches selbstdarstellerisches, arrogantes oder egoistisches Verhalten.

Ähnlich dem alltagssprachlichen Begriffsverständnis, beschreiben auch die am häufigsten zitierten Definitionen den Narzissmus. So wird der Narzissmus in der klassischen Definition von Moore und Fine (1990) charakterisiert als die „Selbstliebe“ bzw. "die Konzentration des seelischen Interesses auf das eigene Selbst" (zit. nach Volkan/Ast 2002: S. 9). Die Definition im Duden weist Parallelen zu der Definition von Moore und Fine auf. Dort wird der Narzissmus definiert als „übersteigerte Selbstliebe“ und „Ichbezogenheit“. Als Synonyme für Narzissmus gelten laut dem Duden die Begriffe „Egoismus, Eigenliebe und Selbstsucht“. Weiterhin wird der Narzisst charakterisiert als eine Person, welche „[erotisch] nur auf sich selbst bezogen ist“ (Duden 2015). Eine weitere viel zitierte Definition, die ebenfalls von zentralen Narzissmusforschern adaptiert wurde, stammt von dem Ich-Psychologen Hartmann (1950). Dieser definiert den Narzissmus als „(auch gesunde) libidinöse Besetzung des Selbst“ (Hartmann 1997: S. 11f.). Diese überwiegend deskriptiven Definitionsansätze weisen schon implizit darauf hin, dass es sich beim Narzissmus um ein Spektrum handelt, welches vom normalen, gesunden Narzissmus bis zu schweren narzisstischen Persönlichkeitsstörungen reichen kann (vgl. Dammann 2012: S. 15).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas Narzissmus im digitalen Zeitalter ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage sowie das Ziel der theoretischen Arbeit.

2 Die narzisstische Persönlichkeit: Dieses Kapitel behandelt die historische Genese sowie die klinische und psychologische Definition des Narzissmus, einschließlich des Narzisstischen Persönlichkeitsinventars (NPI).

3 Social Network Sites: Hier werden die Merkmale, Funktionen und die Relevanz von Social Network Sites als Forschungsgegenstand beschrieben und motivationale Nutzungsfaktoren analysiert.

4 Synthese: Ableitung der Forschungshypothesen: Das abschließende Kapitel führt die Erkenntnisse über narzisstische Bedürfnisse und SNS-Nutzungsmotive zusammen, um fundierte Hypothesen für weiterführende Studien aufzustellen.

Schlüsselwörter

Narzissmus, Social Network Sites, SNS, Persönlichkeitseigenschaft, Selbstkonzept, Selbstdarstellung, Impression Management, Nutzungsmotive, Narzisstisches Persönlichkeitsinventar, NPI, Uses-and-Gratifications-Ansatz, soziale Netzwerke, Psychologie, Mediennutzung, Bedürfnisbefriedigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den theoretischen Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitseigenschaft Narzissmus und den Gründen, warum Menschen soziale Netzwerke nutzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die psychologische Narzissmusforschung, die Funktionsweisen von Social Network Sites sowie die medienpsychologische Motivforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Ableitung von wissenschaftlich fundierten Hypothesen, die erklären, wie sich narzisstisch veranlagte Personen bei der Nutzung von sozialen Netzwerken motivisch von weniger narzisstischen Personen unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse der bestehenden Forschungsliteratur, um aus theoretischen Modellen und empirischen Studien ein konsistentes Kategoriensystem für Nutzungsmotive zu erstellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl das psychologische Narzissmus-Konzept (inklusive NPI-Messinstrument) als auch die medienpsychologische Perspektive auf SNS und deren Nutzungsfaktoren ausführlich dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Narzissmus, Selbstdarstellung, Impression Management, Nutzungsmotive und Social Network Sites definiert.

Warum ist das NPI-Instrument für die Forschung so wichtig?

Das NPI ermöglicht es, Narzissmus in der Allgemeinbevölkerung als dimensionale Eigenschaft zu erfassen, statt ihn lediglich als klinische Störung zu betrachten.

Wie unterscheidet sich die Nutzung von SNS bei Narzissten von anderen Nutzern?

Die Hypothesen legen nahe, dass Narzissten SNS primär als Instrument zur Bestätigung und zur Kontrolle ihrer Selbstdarstellung nutzen, anstatt für den Aufbau tiefer, gemeinschaftlicher Beziehungen.

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Details

Title
Narzissmus auf Social Network Sites
Subtitle
Theoretische Überlegungen und empirische Befunde zum Zusammenhang von Narzissmus und den Motiven für die Nutzung von Social Network Sites
College
University of Applied Sciences Osnabrück  (Institut für Kommunikationsmanagement)
Grade
1,3
Author
Lisa Schlichting (Author)
Publication Year
2016
Pages
84
Catalog Number
V342574
ISBN (eBook)
9783668323513
ISBN (Book)
9783668323520
Language
German
Tags
Narzissmus Social Network Sites Nutzungsmotive Nutzen- und Belohnungsansatz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Schlichting (Author), 2016, Narzissmus auf Social Network Sites, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342574
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