Demokratisierungsprozesse in Kamerun. Ausbildung und Evaluierung von Wahlbeobachtern

Die Partnerschaft zwischen der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Service National Justice et Paix


Diplomarbeit, 2016
152 Seiten, Note: 13/20

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Widmung

Danksagung

Vorwort

Résumé

Abstract

Abkürzungen

Einleitung
1.1 Zum Thema
1.2 Zum Forschungsstand
1.3 Die Problematik
1.4 Die Hypothesen
1.5 Zur Methode der Arbeit
1.6 Zur internationalen Kooperation
1.7 Ziele der Arbeit
1.8 Aufbau der Arbeit

Kapitel I: DIE POLITISCHE KULTUR UND POLITISCHES SYSTEM IN KAMERUN
Teil 1: Die Politische Kultur In Kamerun
1.1 Begriffsbestimmung und Darstellung von Arten der politischen Kultur Kultur
1.2 Die politische Kultur in Kamerun und deren verschiedene Phasen
Teil 2: Das System Der Politischen Parteien In Kamerun
2.1 Begriffsbestimmung: Das System der politischen Parteien
2.2 Das System von politischen Parteien: die Mehrpartei
2.3 Die Allianzen zwischen poltischen Parteien in Kamerun
2.4 Das Wahlsystem in Kamerun
2.5 Die Arten von Wahlen

Kapitel II: ZUR GESCHICHTE DER WAHLBEOBACHTUNG VOM 1992 BIS ZUM 2013
1.1 Die Wahlbeobachter im Jahre 1992
1.2 Die Wahlbeobachter im Jahre 1997
1.3 Die Wahlbeobachtung im Jahre 2002
1.4 Die Wahlbeobachtung im Jahre 2011
1.5 Die Wahlbeobachtung von legislativen und kommunalen Wahlen vom 30. September 2013.
1.6 Zusammenfassung

Kapitel III: ZUR PARTNERSCHAFT ZWISCHEN FRIEDRICH EBERT STIFTUNG UND „SERVICE NATIONAL JUSTICE ET PAIX“ IM RAHMEN DER BILDUNG VON WAHLBEOBACHTERN
Teil 1: DIE DARSTELLLUNG DER FRIEDRICH EBERT STIFTUNG UND „SERVICE NATIONAL JUSTICE ET PAIX“
1.1 Die Darstellung der Friedrich Ebert Stiftung
1.2 Die Darstellung der „Service National Justice et Paix“
1.3 Zur Gründung von „Service National Justice et Paix“
1.4 Das soziale Engagement der katholischen Kirche
1.5 Die Beweggründung zur Schaffung von „Service National Justice et Paix“
1.6 Die Ziele der Wahlbeobachtung durch „Service National Justice et Paix“
Teil 2: ZUR PARTNERSCHAFT ZWISCHEN FRIEDRICH EBERT STIFTUNG UND „SERVICE NATIONALE JUSTICE ET PAIX“
2.1 Zur Darstellung des Lehrwerks „Manuel du représentant dans le bureau de vote“
2.2 Zur Notwendigkeit des Lehrwerks „Manuel du représentant dans le bureau de vote“
2.3 Der Beitrag des Lehrwerks „Manuel du représentant dans le bureau de vote“ im Rahmen der Bildung von Wahlbeobachtern
2.4 Zusammenfassung

Kapitel IV: KAPITEL IV: DIE BILDUNG DER WAHLBEOBACHTER DURCH SERVICE NATIONAL JUSTICE ET PAIX
Teil 1: DIE EINSTELLUNG DER WAHLBEOBACHTERN DURCH DIE „SERVICE NATIONAL JUSTICE ET PAIX“
1.1 Die Kriterien zur Auswahl der Wahlbeobachter
Teil 2: DIE BILDUNG VON WAHLBEOBACHTERN
2.1 Die Inhalte der Bildung
2.2 Die Darstellung der Ergebnisse nach der Evaluierung von Wahlbeobachtern
2.3 Zusammenfassung

Kapitel V: PERSPEKTIVEN FÜR DIE WAHLBEOBACHTUNG UND DEN DEMOKRATISIERUNGSPROZESS
Teil 1: TEIL I: LÖSUNGEN ZUR EINSTELLUNG UND BILDUNG DER WAHLBEOBACHTER
1.1 Lösungen zur Auswahl der Wahlbeobachter
Teil 2: TEIL 2: DIE NEBENLÖSUNGEN ZUR WAHLTRANSPARENZ
2.1 Der Beitrag der westlichen Partner
2.2 Die politische Erziehung von Wählern
2.3 Zusammenfassung

SCHLUSSBEMERKUNG

LITERATURVERZEICHNIS
Bücher
Reden:
Interviewe
Wörterbücher
Doktorarbeit
Memoirearbeiten
Internetartikel
Artikel
Befunde im Cameroon Tribune

Anhang

Widmung

Diese Arbeit widme ich meinem verstorbenen Grossvater Mouafo Tambo Joseph Raymond, meinem Vater Eltern Félix Tassegmo und meinerMutter Berthe Lisette Mouafo.

Danksagung

Bei dieser Arbeit haben mir viele Leute geholfen. An dieser Stelle möchte ich meinem Betreuer Pr Albert Pascal Temgoua Dank sagen, der meine Arbeit mit Geduld betreuet hat.

Ich bedanke mich auch bei Pr David Simo, Dr Maryse Nsangou , Dr Hyacinthe Ondua, Dr Joseph Mbongue, Dr Atyame Sarr und Dr Jean Betrand Migoué.

Einen großen Dank richte ich an Herrn Justin Mabouth und David Bayang, die mir genehmigt haben, eine Umfrage bei „Service National Justice et Paix“ zu führen.

Dankbar bin ich auch Herrn Denis Tull, Repräsentanten der Friedrich Ebert Stiftung und dem Sekretär Herrn Nokam.

Einen grossen Dank richte ich an meinen Eltern Felix Tassegmo und Mutter Mouafo Berthe Lisette, meinen Schwestern Michelle Tassegmo, Patricia Tassegmo, Line Tassegmo und Nicole Tassegmo.

Ich bin meinen Freunden Chimene Ngou, Telesport Soh, Anatole Dambe und Yannick Ndassi und Aboulaye Njoya Seidamdi dafür dankbar, dass sie Bücher zu meiner Verfügung gestellt haben.

Vorwort

Meines Wissen wird keine Untersuchung über die Bildung von Wahlbeobachtern im Rahmen der Partnerschaft zwischen Friedrich Ebert Stiftung und „Service National Justice et Paix“ geführt. Die vorliegende Arbeit stellt sich als Aufgabe, die Bildung von Wahlbeobachtern im Rahmen der legislativen und kommunalen Wahlen im September 2013 zu untersuchen.

Der Anstoss ging dvon aus, dass das Wahlorganisieren der besondere Gegenstand einer National- und Internationalbeobachtung seit der präsidentiellen Wahl im Oktober 1992 ist. Die politischen Stiftungen spielen eine wichtige Rolle für den gerechten Wahlprozess in Kamerun.

Die Wahlbeobachtung ist ohne Zweifel ein Mittel, durch das man die positiben Aspekte und die Schwächen bei den Wahlfälligkeiten darstellen kann.. Die Wahlbeobachtung dient also dazu, den Wahlprozess zu evaluieren und die Wahlbetrügen zu vorbei=ugen.

Die Rücksichnahme auf die Kriterien und Lösungen führt dazu, dass das kamerunische Wahlsystem sich in eier ständigen Änderungslage befindet.

Die Zusammenarbeit zwischen Kamerun und den Wahlbeobachtern kann als eine Routine betrachtet werden, in der die Partnerschaft zu der Verbesserung der Wahl beiträgt. Trotzdem kann mann ohne Zweifel festlellen, dass das Wahlorganisieren nocht mit Schwierigkeiten konfrontiert wird.

Wilfried Tassegmo

Jaunde, den 25, Juni 2015.

Résumé

La présente étude porte sur la formation des observateurs électoraux dans le cadre du partenariat entre la fondation Friedrich Ebert et Service National Justice et Paix. Ele a été réalisée pendant des élections coplées de septembre 2013 au Cameroun au cours de laquelles plusieurs organisations nationales et internationales, ainsi que les missons diplomatques ont pris part pour évaluer le système électoral.

Le but de cette étude est d’évaluér les observateurs électoraux après leur formation lors des élections couplées de septembre 2013. Pour cela, la méthode employée s’est faite en deux phases. La première phase porte sur une enquête de terrain qui consiste à poser des questions aux bservateurs électoraux à l’aide des questionnaires. La deuxième concerne l’anlyse et l’interprétation des résultats.

L’observation électoral est possible dans un système politique dans le lequel il ya plusieurs partis politiques. Et depuis l’ouverture démocratique en 1990, beaucoup de missions diplomatiques et les acteurs de la société civile se sont toujours engagées pour un procéssus électoral indépendant, transparent et équitable. Dans le cadre de la formation des observateurs électoraux, le partenariat entre la fondation Fredrich Ebert et Service National Justice et Paix s’est établie par un cnsentement mutuel.

De cette étude, premièrement il ressort après analyse des données, que certains observateurs électoraux après la formation, ne disposent pas de toutes les connaissainces requises pour mener une observation électorale conformément à la loi éléctorale. Cela proviendrait du fait que dans le cadre de la formation, certains aspects et étapes ont été omis. Deuxièmement, les solutions apportées à la formation de ces observateurs pourront non seulement améliorer la formation, mais aussi contibuer à l’éducation politique de l’électorat.

Dans le cadre de la formation des observateurs, l’accent doit être aussi mis sur la formation de pratique, les exercices pratiques et les échanges d’expérience. Cela pourrait améliorer leurs compétences. Par ailleurs, l’observation électorale peut contribuer de façon évaluative à l’amélioration du procéssus électoral.

Abstract

The present Study concern the training of electoral observers within the partnership between the german foundation Fridrich Ebert and the electoral mandate of Catholic Church “Service National Justce et Paix”. This study has been realized in the occasion of the legislative and communal elections of 30th September 2013, in which many national and international organizations and diplomatic delegations seized to evaluate tht electoral system in Cameroon.

The main goal of this study is to evaluate the observers after their training. The method has two phases: The fisrt concerned the investigation and the second was the analysis of data from inverstigation.

The electoral observation is possible when many political parties take part to an election. And since 1990 many national and international organizations and diplomatic delegations engage to fight for the transparent independant election. The partnerchip between the german foundation Fridrich Ebert and the electoral mandate of Catholic Church “Service National Justceet Paix” results from a mutual consent.

In this study, the first closing remark is that many electoral observers don’t have the main knowledge to observe the election in according to the electoral law. The cause is that some important aspects were not taken in account during the training.

During the training, the monitors have to take the pratical exercices, the exchanges of experience between the observers in account. They can improve the performances of the observers. The electoral observation can contribute to improvement of electoral process.

Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einleitung

1.1 Zum Thema

Réfléchir sur la démocratie en Afrique, C’est d’abord réfléchir sur son absence [1] .

Max Leninger Goumaz ist der Meinung: "La démocratie telle que nous (Européens) la pratiquons, n’est pas encore applicable dans les communautés africaines. Encore que certains progressent dans ce sens [2] . Die afrikanischen Länder beachten nicht alle Prinzipien, damit man sie als demokratisch betrachten.

Im Rahmen des Demokratisierungsprozesses zeigt die westliche Partnerschaft, dass die afrikanischen Regierungen dazu unfähig sind, sich selbst zu demokratisieren. Diese Situation konnte mit der Auffassung Hegels zustimmen, nach der die Afrikaner zum Selbstregieren unfähig seien und immer einen Vormund brauchen. Die These von Max Leninger Goumaz und die Auffassung Hegels erlauben uns zu verstehen, dass die Partnerschaft mit den westlichen Mächten eine wichtige Rolle für den Demokratisierungsprozess in Afrika spielt.

Seit dem demokratischen Wind in Afrika hat die Bundesrepublik Deutschland ihre Beziehung mit den Entwicklungsländern im Rahmen der Außenpolitik verstärkt, um an dem Demokratisierungsprozess mitzuwirken[3]. Die in afrikanischen Ländern eingerichteten deutschen Stiftungen arbeiten Hand in Hand mit Nationalinstitutionen an dem Demokratisierungsprozess. Im Rahmen dieser Untersuchung befassen wir uns mit der Zusammenarbeit zwischen der Friedrich Ebert Stiftung und „Service National Justice et Paix“. Das Thema dieser Untersuchung lautet: Die Partnerschaft zwischen der Friedrich Ebert Stiftung und „Service National Justice et Paix“ im Rahmen des Demokratisierungsprozesses in Kamerun: die Bildung und Evaluierung von Wahlbeobachtern bei Wahlen im September 2013.

1.2 Zum Forschungsstand

Wir stellen die Autoren und Wissenschaftlern dar, die sich mit der Wahlbeobachtung befasst haben.

Abdoulkarimou[4] geht auf das Organisieren der Wahlen in Kamerun ein. Dabei stellt er die Rollen, die die Nichtregierungsorganisationen spielen, die Etappen und die Schwächen des Wahlprozesses dar. Was die Wahlbeobachter angeht, stellt er ihre Aufgaben, Tätigkeiten und und den Rahmen dar, im dem sie arbeiten. Obwohl es nicht von ihrer Bildung die Rede ist, zeigt er, dass die Handlung der Wahlbeobachter auf dem Terrain erlaubt, die Quote der Wahlbetrüge zu beschränken.

Cephas Germain Ewangui[5] stellt die Vorschriften dar, nach denen die Wahlbeobachter sich richten sollten. Er erklärt, dass die Wahlbeobachtung nach den Wahlgesetzen des Gastlandes geführt werden sollte.

Im Buch „ Elections libres régulières: un regard neuf [6] “ setzen sich drei Autoren mit der Evaluierung der Wahl zusammen. In seinem Artikel zeigt Richard Katz[7] zusammenfassend, dass die demokratischen Prinzipien zur Wahlevaluierung auf den Zugang der politischen Parteien zu den Medien, die Finanzierung der politischen Parteien und der Respekt vor den Wahlvorschriften verweisen. Diese Prinzipien dienen dazu, dass die Kandidaten oder die politischen Parteien an der Wahl in denselben Bedingungen teilnehmen.

In seinem Artikel “Juger les élections d’après les resultats,,[8] erklärt Massicote, dass die Wahl nach den Resultaten evaluiert werden kann. Die soziodemografischen Resultate haben mit der Teilnahmequote der Wählerschaft und politischen Parteien. Seiner Meinung nach garantiert die Teilnahme nicht, dass die Wahlen frei und gesetzmäßig sind.

In ihrem Artikel „ Juger la qualité et la gestion d’une élection d’après le processus[9] beschäftigen sich Jorgen Elkit et Andrew Reynolds mit den legislativen Normen zur Evaluierung der jeweiligen Phasen des Wahlprozesses. Diesen beiden Autoren nach ist jeweilige Wahlphase nach bestimmten Gesetzen geregelt, anhand deren die Wahlbeobachter den Wahlprozess evaluieren können.

Aus der Darstellung dieser Bücher schließt man, dass die Autoren sich mit den Vorschriften, Normen und Kriterien zur Evaluierung der Wahlbeobachtung befassen. Wir bemerken, dass keine Autoren sich mit der Bildung von Wahlbeobachtern beschäftigen.

1.3 Die Problematik

Die Problematik kann auf eine Reihe von Fragen verweisen, die man so formulieren kann:

- Wozu dient die Partnerschaft zwischen Friedrich Ebert Stiftung und „Service National Justice et Paix“ im Rahmen der Bildung von Wahlbeobachtern?
- Inwiefern ist ein Wahlbeobachter zuständig?

1.4 Die Hypothesen

Die Partnerschaft dient dazu, dass die Friedrich Ebert Stiftung „Service National Justice et Paix“ bei der Bildung der Wahlbeobachter hilft.

Ein zuständiger Wahlbeobachter kann alle Wahlbetrüge identifizieren und notieren.

1.5 Zur Methode der Arbeit

Wir haben zwei Fragebogen ausgearbeitet, um die Hypothesen zu verifizieren. Der erste Fragebogen dient dazu, die Gründe der Partnerschaft zwischen den beiden jeweiligen Institutionen zu erklären. Der zweite Fragebogen dient dazu, die Wahlbeobachter nach der Rezeption des Lehrwerks „Manuel du représentant dans le bureau de vote“ zu evaluieren. Nach der Umfrage haben 51 wahlfähige Wahlbeobachter aus Maroua, Bafia und Yaoundé den zweiten Fragebogen ausgefüllt.

1.5.1 Vorgehen

Wir benutzen einen Fragebogen, um die theoretischen Kenntnisse und praktischen Kenntnisse von den Wahlbeobachtern zu evaluieren. Diese Fragen verweisen auf verschiedenen Kategorien, die in drei Ebenen klassifiziert werden, und zwar: die Begriffsbestimmung, die theoretischen Kenntnisse und die praktischen Kenntnisse.

1.5.2 Die Kriterien zur Evaluierung der Wahlbeobachter

Wir haben zwei Kriterien ausgewählt, um die Wahlbeobachter zu evaluieren. Das erste Kriterium hat mit der Begriffsbestimmung zu tun. Der Wahlbeobachter sollte alle Fragen über theoretische Kenntnisse richtig antworten.

Das zweite Kriterium verweist auf die praktischen Kenntnisse. Die Wahlbeobachter sollten in die Lage sein, die drei Fragen richtig zu beantworten. Eine falsche Antwort auf praktische Kenntnisse zeigt, dass der Wahlbeobachter nicht zu der Wahlbeobachtung zuständig ist.

1.5.3 Die Darstellung von Ergebnissen

Die Ergebnisse werden anhand von Diagramen dargestellt. Sie dienen dazu, die verschiedenen Kategorien zu illustrieren und die Hypothesen zu verifizieren. Die Darstellung von Ergebnissen (im Prozent) zielt darauf ab, nach den Schwächen im Rahmen der Bildung auch zu suchen.

1.6 Zur internationalen Kooperation

1.6.1 Definition

Das Konzept internationale Kooperation besteht aus zwei Wörtern, nämlich: international und Kooperation. Wir werden diese Wörter erklären, um das Konzept besser zu definieren.

1.6.1.1 international:

Im Jahre 1781 benützt Jeremy Bentham den Begriff “international“ in seinem Werk „ Introduction to the principles of morals and legislation“, um die Internationalnormen zu erklären. Es verweist auf alles, was die Staaten gemeinsam haben können. Es bezieht sich auf die Normen und Gesetze, nach denen die Staaten sich richten sollten.

1.6.2 Kooperation:

Olga Navarro-flores definiert die Kooperation als „ une échange informel et flexible qui sous-tend qu‘il existe une reciprocité organosationelle [10] ,,. Die Kooperation verweist auf einen Austausch, bei dem verschiedene Organisationen an einem Projekt zusammen arbeiten. Es geht um ein gemeinsames Ziel, dem die Organisationen folgen.

In dem Wörterbuch für die Politikwissenschaft definiert man die Kooperation als “ un mode d'organisation sociale qui permet à des individus ayant des intérêts communs de travailler ensemble avec le souci de l'objectif général. Elle nécessite un certain degré de confiance et de compréhension,, [11] . Die Kooperation verweist auf Versammlung von Wesen, die an ein gemeinsames Projekt zielorientiert arbeiten.

Aus den beiden Definitionen ergibt sich, dass die Kooperation auf eine Sozialversammlung von verschiedenen Organisationen verweist. Sie arbeiten zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Nach der Definition von „international“ und „Kooperation“ verweist das Konzept internationale Kooperation auf die Versammlung von zwei oder mehreren National- oder Internationalorganisationen oder Staaten, die sich nach Internationalnormen richten und an einem gemeinsamen Projekt arbeiten.

1.6.3 Theoretischer Rahmen

Die Theorie der internationalen Kooperation dient dazu, die Kooperationsarten und die Partnerschaft zwischen den Staaten oder den Akteuren der Entwicklung zu erklären. Sie geht davon aus, dass alle Akteure autonome unabhängige souveräne Wesen sind[12]. Das bedeutet, die internationale Kooperation verweist auf selbstständige Wesen, die im Rahmen der Partnerschaft zusammenarbeiten.

Die Theoretiker der internationalen Kooperation haben zwei Thesen entwickelt. Die erste These verweist darauf, dass die internationale Kooperation eine alternative Lösung für die Sozial- und Wirtschaftentwicklung, von denen die Entwicklungsländer profitieren. Das bedeutet, die internationale Kooperation bezieht sich auf die technische und finanzielle Hilfe der Industrieländer, die auf die Entwicklung der gewinnbringenden Länder abzielt. Die zweite These verweist darauf, dass die Entwicklungsmodele zu der Wirtschaftabhängigkeit und Ungleichheit im Rahmen der Nord-Süd Partnerschaft seit dem Kolonialismus führen[13]. Die zweite These stimmt mit der Partnerschaft zwischen Industrieländern und Entwicklungsländern überein: “Le partenariat suppose qu’il y a une relation égalitaire dans le cadre de la coopération internationale. Ce n’est pas le cas entre le Nord et le Sud,,[14]. Die Nord-Süd Partnerschaft zeigt, es gibt dominierende Akteure (Industrieländer) und dominierte Akteure (Entwicklungsländer). Die beiden Thesen zeigen zweifellos, die internationale Kooperation ist nicht nur ein Entwicklungsfaktor, sondern auch führt zu einem Ungleichgewicht zwischen den Industrieländern und Entwicklungsländern.

1.6.3.1 Die Akteure der internationalen Kooperation

Olga Navarro-Flores betrachtet die Nichtregierungsorganisationen als die Hauptakteure der Entwicklung. Denn sie spielen eine wichtige Rolle für die Planung, die Koordinierung und Realisierung von Entwicklungsprojekten. Er unterstreicht: „ Il est impossible de parler de développement sans mentionner le rôle que les organisations non gouvernementales jouent dans le Sud,,[15]. Die Entwicklung verweist auf die Nichtregierungsorganisationen, die im Rahmen der Partnerschaft an den Projekten arbeiten. Sie können Projekte finanzieren und eine logistische Hilfe bringen.

Olga Navarro-Flores unterscheidet zwei Arten von Nichtregierungsorganisationen im Rahmen der internationalen Kooperation, und zwar: „ Organisations de Coopération Internatinale “ (OCI) und „ Organisations Non Gouvernementales(ONG). OCI verweisen auf die Organisationen der Industrieländer. Sie wurden aus humanitären Gründen und später aus Entwicklungsgründen gegründet: „ Dans la plupart des cas, les OCI ont envoyé des centaines dans les pays du Sud. Ils se occupé de las construction des cliniques et des écoles, de ponts et des puits, de programme d’analphabétisation et vaccination dans une perspective d’aide humanitaire et bien-être socia,,l [16] . Die Beiträge von OCI zu der Entwicklung zielten auf die Verbesserung von Lebensbedingungen und den Bau von Infrastrukturen ab. Sie bringen den Entwicklungsländern technische und finanzielle Hilfe. ONG sind die Entwicklungsakteure aus den Entwicklungsländern und verweisen auf die Gewerkschaften und nicht gewinnbringenden Organisationen.

Neben diesen beiden Entwicklungsakteuren gibt es auch Finanzinstitutionen (Weltbank und Breton Wood), die Projekte in den Entwicklungsländern finanzieren. Manche Autoren kritisieren aber an diese Institutionen : „ La coopération internationale soutenue par la banque mondiale et le Fond monétaire internationale est un instrument de préservation des intérêts économiques et commerciaux des pays industrialisés [17] ,,. Im Rahmen der internationalen Kooperationen zielen die Finanzinstitutionen darauf ab, die Entwicklungsländer in das kapitalistische System einzuwickeln.

Die internationale Kooperation stellt das Engagement der Industrieländer für die Entwicklung, die Förderung der Demokratie und des Frieden in den Entwicklungsländern heraus. Sie stellt die Entwicklungsakteure dar, die Entwicklungs- und Sozialwerke realisieren. Die internationale Kooperation verweist auf die Internationalsolidarität[18].

1.6.3.2 Die Kooperationsmodele

Die Kooperationsmodele verweisen auf die verschiedenen Modele der Kooperation zwischen den Entwicklungsakteuren. Jan Tinbergen unterscheidet acht Kooperationsmodele:

In der ersten Kooperationsart trifft ein Partner eine Entscheidung und informiert dann den anderen Partner darüber. Diese Kooperationsart führt dazu, dass es keinen Kompromiss zwischen den Akteuren gibt.

In der zweiten Kooperationsart trifft den dominierenden Akteur eine Entscheidung, während der andere seine Entscheidung später treffen kann. In dieser Kooperationsart nehmen die Akteure ihre Entscheidung nicht gleichzeitig.

Die dritte Kooperationsart bezieht sich darauf, dass die Staaten ihre Partner über die Entscheidungen informieren. Die Partner untersuchen die Entscheidungen. Danach nehmen die beiden eine endgültige Entscheidung. Die Kooperationsart zeigt, die Staaten sprechen sich mit dem Partner ab.

In der vierten Kooperationsart arbeiten die Staaten und die Partner an einem Projekt zusammen. Sie nehmen dann eine endgültige Entscheidung. Diese Kooperationsart zeigt, die Entscheidung aus einer Untersuchung des Projekts resultiert.

Die fünfte Kooperationsart verweist darauf, dass die Staaten und die Partner die Entscheidungen in die Praxis umsetzen.

Bei der sechsten Kooperationsart gibt es einen fakultativen Vermittler in Rahmen der Zusammenarbeit. Er gibt sich als Ratgeber für die Akteure der Kooperation aus. Der Ratgeber verweist auf eine Institution oder einen Staat.

In der siebten Kooperationsart gibt es unbedingt einen Vermittler. Es sollte neutral und objektiv sein. Die achte Kooperationsart verweist auf die Strafen, die die Staaten und die Partner freiwillig im Rahmen der Partnerschaft ausgewählt haben. Die Strafen dienen dazu, dass die Akteure der Kooperation die Beschlüsse des Vertrages nicht überschreiten.

1.6.4 Geschichte der internationalen Kooperation

Die internationale Kooperation entstand nach dem zweiten Weltkrieg. Es ging, darum eine Friedensinstitution (ONU) zu gründen. In dieser Hinsicht zielte die internationale Kooperation darauf ab, die Sicherheit und den Frieden in der Welt im allgemeinen und in Europa besonders zu bewahren[19]. In der Tat zielte die Kooperation auf die Gleichheit und gegenseitige Respekt zwischen den Staaten.

Nach dem zweiten Weltkrieg stellt die soziale wirtschaftliche Lage von Europa die Länder dar, die mit der Armut und dem Mangel an Gelder konfrontiert sind. Ab dieser Zeit bestand die internationale Kooperation darin, den europäischen Ländern bei ihrer Entwicklung zu helfen (Kooperation Nord-Nord). Später betrifft sie auch die afrikanischen Länder (Nord-Sud).

Laurent Delcourt unterscheidet drei Phasen im Rahmen der internationalen Kooperation. Die erste Phase (1955-1980) verweist auf den Marshalls Plan. Dieser Plan diente dazu, die Infrastrukturen zu bauen und die Wirtschaft europäischer Länder in Aufschwung zu bringen. Aber er zielte auch darauf ab, dass die europäischen Länder sich nicht in dem sowjetischen Block befinden: „ Le Plan Marshall visait le renforcement économique des pays industrialisés, enfin qu’ils s’insèrent promptement dans le l’économie mondiale. Il visait aussi à la stabilité économique par la promotion de la démocratie versus communisme [20] “. Der Marshalls Plan war eine finanzielle Hilfe für Industrieländer und gab sich auch als eine geopolitische Strategie gegen den Kommunismus aus.

In den sechziger und siebziger Jahren war die Wirtschaft der afrikanischen Länder mit dem Mangel an Gelder und Technologie konfrontiert[21]. Diese finanziellen und technologischen Schwierigkeiten hinderten den wirtschaftlichen Fortschritt. Durch den Marshalls Plan haben viele europäische Nichtregierungsorganisationen soziale und humanitäre Entwicklungsprojekte in Afrika realisiert[22]. In den gewinnbringenden Ländern der Dritte Welt hat der Marshalls Plan dazu gedient, die Expansion des Kommunismus zu hindern.

Die zweite Phase verweist auf (1980-1990) verweist auf die Kooperation zwischen den Finanzinstitutionen und den Entwicklungsländern. Die gewinnbringenden Länder sollten sich nach den finanziellen Bedingungen der Weltbank richten. Die finanzielle Hilfe bei der Entwicklung legt den Akzent auf die Strenge und die Verantwortlichkeiten der Staaten und die gute Geschäftsführung[23].

Die dritte Phase bezieht sich auf die Prinzipien von der Demokratie und „ good gournance. Die Entwicklungsländer können die finanzielle und technische Hilfe bekommen, wenn sie demokratisches System (Mehrpartei, Gründung von Gewerkschaften, Pressefreiheit) einrichten. Diese Bedingung verweist auf die demokratische Konditionalität.

Die Darstellung dieser drei Phasen zeigen, dass die internationale Kooperation mit dem Marshalls Plan anfängt. Dieser Plan führt zu der Kooperation zwischen den Industrieländern. Die Kooperation zwischen den Industrieländern und Entwicklungsländer verweist auf die Entwicklungshilfe, deren gewinnbringender Länder nach der Prinzipien der Demokratie und „ good gouvernance“ richten müssen.

1.7 Ziele der Arbeit

Diese Arbeit verfolgt zwei Ziele. Das erste Ziel verweist auf die Evaluierung von Wahlbeobachtern. Wir verifizieren, ob sie die Wahlbeobachtung gemäß den Wahlnormen führen können. Das zweite Ziel besteht darin, nach den Lösungen für die Bildung und den Wahlprozess zu suchen.

1.8 Aufbau der Arbeit

Die Arbeit besteht aus fünf Kapiteln. Das erste Kapitel besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil hat mit der politischen Kultur in Kamerun zu tun. In diesem Teil geht es darum, die politische Kultur von der deutschen Kolonialzeit bis zur demokratischen Öffnung darzustellen. Diese Darstellung dient dazu, das politische Verhalten von politischen Akteuren zu verstehen. Der zweite Teil widmet sich der Darstellung des politischen Systems in Kamerun.

Das zweite Kapitel hat mit der Wahlbeobachtung zu tun. Dabei haben wir einige Abstimmungen ausgewählt. Die Darstellung dient dazu, die positive Aspekte und die Schwächen jeweiliger Abstimmungen darzustellen.

Das dritte Kapitel betrifft die Partnerschaft zwischen der Friedrich Ebert Stiftung und „Service National Justice et Paix“ im Rahmen der Bekämpfung der Wahlbetrüge bei der Doppelwahl vom September 2013. Dabei werden die Beweggründe der Partnerschaft zwischen den bei Institutionen und der Beitrag des Werkes zur Bildung der Wahlbeobachter dargestellt.

Das vierte Kapitel geht die Untersuchung von Daten über die Bildung und Evaluierung der Wahlbeobachter an. Die Untersuchung der Daten betrifft die Begriffsbestimmung, die Motivation der Wahlbeobachter bei der Einstellung und die praktische Kenntnisse. Die Untersuchung dieser Daten zielt darauf ab, die Zuständigkeit zu verifizieren.

Im fünften Kapitel wird den Perspektive und Lösungen über den Wahlprozess gewidmet, die die Wahlbeobachter ausgehend ihrer Terrainerfahrungen vorgeschlagen haben. Dazu kommt auch die Lösungen zur Bildung der Wahlbeobachter. Dabei werden ein theoretisches Modele hergestellt. Das erste Model betrifft die Bildung der Wahlbeobachter nach „Service National Justice et Paix“. Das zweite Model verweist auf die Bemerkungen und Schwächen über die Bildung, die Wahlbeobachter gemacht haben.

Kapitel I:
DIE POLITISCHE KULTUR UND POLITISCHES SYSTEM IN KAMERUN

Teil 1: Die Politische Kultur In Kamerun

Das Kapitel besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil befassen wir uns mit der Begriffsbestimmung des Konzepts „ politische Kultur“, der Darstellung von Arten der politischen Kulturen und der Geschichte der politischen Kultur in Kamerun vom 1884 bis zum 1990. In dem zweiten Teil stellen wir das politische System in Kamerun.

1.1 Begriffsbestimmung und Darstellung von Arten der politischen Kultur Kultur

1.1.1 Begriffsbestimmung: die politische Kultur

Der amerikanische Politikwissenschaftler Herrmann Fine hat das Konzept „politische Kultur“ in seinem Buch „Regierungssystem der großen europäischen Staaten (1956)“ zum ersten Mal benützt. Später haben die amerikanischen Politikwissenschaftler Gabriel Almond und Sydney Verba dieses Konzept in ihrem Buch „ Civic Culture: : Political Attitudes and Democracy in Five Nations" (1963) erklärt.

Die politische Kultur bezeichnet:

Die konkrete Struktur und die tatsächliche Wirkung der politischen Einrichtungen eines politischen Gemeinwesens auf die Einstellungen und Werte, Forderungen und Leistungen der Bürger und Bürgerinnen gegenüber diesen Einrichtungen sowie im Gegenzug die (verantwortungsbewusste) Teilnahme der Bürger und Bürgerinnen an diesen Einrichtungen[24].

Die politische Kultur verweist darauf, wie die Bürger und Bürgerinnen einer Gemeinschaft mit den Einrichtungen eines politischen Systems umgehen. Die politische Kultur hat also mit den Wechselbeziehungen zwischen dem Gemeinschaftswesen und den Einrichtungen in einem politischen System zu tun.

Unter dem Konzept „politische Kultur“ versteht man auch: „ l’ensemble des normes et des valeurs qui orientent les attitudes politiques d’un citoyen et structurent ses rapports avec le pouvoir. La culture politique peut être vue comme l’orientation psycho-sociologique des individus vis-à-vis de la vie politique[25] . Die politische Kultur bezieht sich auf die Normen und Werten, die das Verhalten eines Individuums bzw. Gemeinschaftswesens gegenüber den Einrichtungen eines politischen Systems regeln.

Die politische Kultur verweist auf: „ die Orientierungen, Sozialereignisse, die politischen Werte, historische Erfahrungen und Emotionen, die direkt auf das Verhalten eines Individuums bzw. Gemeinschafswesens gegenüber eines politischen Systems wirken [26]. Die politische Kultur hat mit den historischen Sozialereignissen, den Auswirkungen auf die Handlungsorientierungen und den Gewohnheiten eines Individuums bzw. Gemeinschaftswesens in einem politischen System zu tun. Die politische Kultur variiert nach der Vergangenheit und dem politischen Streben jeweiliger Gemeinschaft[27]. Sie hat immer mit der Geschichte eines Volkes zu tun. Sie resultiert also aus vergangenen Ereignissen, der Denkweise, Verhaltensweise und der Gewohnheiten eines Individuums oder einer Sozialgruppe oder einer Ethnie oder einer Gemeinschaft.

Aus den Definitionen ergibt sich, dass die politische Kultur auf eine Wechselbeziehung zwischen den Einrichtungen eines politischen Systems und dem Gemeinschaftswesens verweist. Diese Wechselbeziehung variiert nach den soziopolitischen Situationen und dem Auseinandersetzungsstil.

1.1.2 Die politischen Kulturarten

Gabriel Almond und Sydney Verba gehen von einer Umfrage über das politische Verhalten in vereinigten Staaten, Großbritannien, Deutschland Italien und Mexico aus, um die Arten der politischen Kulturen zu identifizieren. Am Ende dieser Umfrage kommen sie zur Bemerkung, dass es die politische Pfarrkultur, die Unterordnungskultur und die politische Kultur der Partizipation gibt.

Die politische Pfarrkultur verweist auf verschiedene lokale Unterkulturen von den Gemeinden, Dörfern, Stämmen und Ethnien, die keine Kontakte zwischen einander haben[28]. Diese Unterkulturen beziehen sich auf die Identitäten von jeweiligen Gemeinschaftswesen, in denen die Hauptakteure politische religiöse wirtschaftliche Funktieren auf sich nehmen[29]. Die politische Pfarrkultur stellt also ein politisches System der Gemeinschaften dar, das spezifische Merkmale hat. Diese nebeneinanderstehenden Unterkulturen bilden das politische Nationalsystem.

Die politische Unterordnungskultur bezieht sich auf ein politisches System, in dem die Bürger und Bürgerinnen sich dem Regime unterwerfen. Sie haben ein passives Verhalten zu dem Regime[30]. Die politische Unterwerfungskultur hat mit dem diktatorischen autoritären Regime zu tun. Es gibt keine Machtverteilung. Zaire bei der Zeit von Mobutu ist ein Beispielfall in Afrika.

Die politische Kultur der Partizipation verweist auf ein demokratisches Regime, in dem die Bürger und Bürgerinnen ihre Rechte genießen. Sie nehmen an den politischen Ereignissen an.

Aus der Darstellung dieser Arten von politischen Kulturen ergibt sich, dass es verschiedene politische Regime gibt. Die politische Unterwerfungskultur hat mit dem autoritären oder diktatorischen Regime zu tun. Die politische Kultur der Partizipation verweist auf das demokratische Regime. Die politische Pfarrkultur bezieht sich auf eine dezentralisierte politische Struktur[31]. Jedes Regime hat also eine spezifische politische Kultur.

Nachdem wir das Konzept „ politische Kultur“ definiert und die Arten der politischen Kulturen dargestellt haben, befassen wir uns mit der politischen Kultur in Kamerun.

1.2 Die politische Kultur in Kamerun und deren verschiedene Phasen

Jegliche politische Kultur entwickelt sich in dem Rahmen einer Wechselbeziehung zwischen den Regierten und Regierenden. Wie andere Länder hat Kamerun eine politische Kultur, die nach den Sozialereignissen variiert hat. Achille identifiziert drei verschiedene Phasen der Geschichte, die das Kraftverhältnis zwischen den kamerunischen Bevölkerungen und den Fremdkräften herausstellen. Die erste Phase verweist auf die deutsche Kolonialzeit (1884-1914) und hat mit den Widerständen gegen den deutsche Eindrang und Kolonialherrschaft in Kamerun zu tun. Die zweite Phase bezieht sich auf die Zeit des ersten und zweiten Weltkriegs (1919-1939). Die dritte Phase betrifft die englisch-französische Bevormundung in Kamerun (1945-1960). Die drei Phasen haben mit dem „ Nationalisme Camerounais[32] zu tun. Aus drei Phasen ergibt sich, dass die politische Kultur sich im Rahmen einer Wechselbeziehung zwischen Kamerunern und den westlichen Mächten bis zu der Unabhängigkeit entwickelt hat.

Christian-Tobie Kuoh[33] stellt das Ahidjos Regime dar und erklärt den Machtübergang zwischen Amadou Ahidjo und Paul Biya. Francois Bayart[34] stellt die politische Kultur vom 1882 bis zum 1986 dar. Die beiden Autoren beschäftigen sich mit dem politischen System nach den sechziger Jahren. Die Epoche verweist nicht mehr auf dem kamerunischen Nationalismus, sondern auf die einparteiische Ära, die zum Ende im Jahre 1991 geht.

Andere Autoren Michel Banock[35] und Kum’a Ndumbe[36] befassen sich mit der politischen Kultur in Kamerun nach der demokratischen Öffnung. Michel Banock stellt die soziopolitischen Ereignisse dar, die zu der demokratischen Öffnung in Kamerun beigetragen haben. Kum’a Ndumbe befasst sich mit den verschiedenen Aspekte der Demokratie in Kamerun[37].

Diese verschiedenen Autoren erlauben uns, die politische Kultur in drei Phasen darzustellen. Die erste Phase hat mit dem kamerunischen Nationalismus (1884-1960) zu tun. Die zweite Phase verweist auf die einparteische Ära (1960-1991), in der das autoritäre Regime herrschte. Die dritte Phase bezieht sich auf die demokratische Öffnung und den Demokratisierungsprozess ab 1990.

1.2.1 Die erste Phase: Von der deutschen Kolonialzeit bis zur Unabhängigkeit

Diese Phase verweist auf die deutsche Kolonialherrschaft und die Vormundschaft. Sie hat mit der Anwesenheit der Europäer auf dem kamerunischen Boden zu tun. Sie stellt ein Kraftverhältnis dar, das mit den Widerständen und der Feindseligkeit gegen die Europäer zu tun hat. Die Phase besteht aus zwei Teilen und zwar: die deutsche Kolonialzeit und Kamerun unter französischer und englischer Bevormundung.

Die deutsche Kolonialzeit begann offiziell in Kamerun mit dem „germano-duala“ Vertrag vom 12 Juli 1884. Dieser Vertrag verwies darauf, dass Kamerun als ein deutsches Schutzgebiet betrachtet war.

Während der deutschen Kolonialzeit verweist die politische Kultur auf die antikolonialen Widerstände. Der erste Widerstand hatte mit dem Kampf gegen den deutschen Eindrang in Duala zu tun. Aus dem Kraftverhältnis zwischen den Kamerunern und den Deutschen ergeben sich zwei ziel- und interesseorientiert jeweilige Handlungen. Durch die Expeditionen zielen Deutschen darauf ab, das Handelsmonopol von Kamerunern zu zerstören und die Bevölkerungen zu unterwerfen[38]. Im Gegensatz hatten Kameruner vor, ihre Autonomie zu bewahren. Beim weiteren Widerstand stellten die „Kings“ der Kolonialregierung gegenüber. Die „Kings“ sahen den „germano-duala“ Vertrag als ein Schutzvertrag an. Die Deutschen betrachteten den Vertrag als einen juridischen Beweis, nach dem sie die Kolonialmacht in das Hinterland festzulegen dürfen[39]. Diese Situation stellt ein Missverständnis über die Souveränitätsübertragung dar. Später haben weitere Aufstände mit der Expropriation, die Zwangsarbeit in den deutschen Plantagen und der Steuererhebung zu tun. Diese Aufstände kommen daher, dass die Kameruner ihre Rechte auf den Boden verlieren und als Arbeitskraft bei den deutschen Unternehmen ausgebeutet werden. Trotz der Festigung der Kolonialmacht zeigen die antikolonialen Demonstrationen, dass die Kameruner sich den deutschen Behörden nicht unterwerfen wollten[40].

Die deutsche Verwaltung stützte sich auf gewältige Methoden wie Prügelstrafe, Expeditionen und arbiträre Inhaftierungen, um ihre Macht gesetzlich zu festigen. Die Opposition der manchen Häuptlinge wie Rudolf Duala Manga und Martin Paul Samba gegen die Kolonialverwaltung verweist auf eine Herausforderung. Sie zeigt auch, dass sie sich von der Kolonialmacht befreien wollen.

Die Niederlage der Deutschen im ersten Weltkrieg wurde als eine Befreiung bei den Kamerunern angesehen, die ihre Grundrechte verloren haben[41].Die Niederlage zeigt auch, die Kameruner auf ihren Boden wieder hoffen können[42].

Die deutsche Kolonialzeit gekennzeichnet sich durch die Widerstände und die Kollaboration zwischen den Häuptlingen und der Kolonialmacht. Die Wechselbeziehung zeigt, die deutsche Kolonialmacht hatte das Oberwasser. Wahrend der Kolonialzeit bezieht sich die politische Kultur mal auf die Widerstände mal auf die Kollaboration und Unterwerfung der Kameruner. Aus dieser Wechselbeziehung ergibt sich, dass die Widerstände auf die ersten nationalistischen Demonstrationen verweisen[43]. Hier haben wir die Unterwerfungskultur.

1.2.2 Die Kamerun unter dem französischen Mandat bis zur Unabhängigkeit 1918-1960

Bei diesem Zeitraum war Kamerun unter dem französischen Mandat (1918-1940), dann unter der französischen und englischen Bevormundung (1940-1960).

Während der Mandats- und Vormundschaftszeit hat Kamerun ein neues Internationalstatut. Kamerun ist ein Staat, den die Vormunde bei dem Selbstregieren helfen und zur Unabhängigkeit bringen sollten. Es kommt den Vormunden die Aufgabe zu:“Les tuteurs doivent favoriser l’évolution progressive vers la capacité à s’administrer eux-mêmes et les mener vers l’indépendance ’’[44]. Die Charta erlaubte den Kamerunern, die politischen Parteien und Gewerkschaften zu gründen und von ihren politischen Rechten zu genießen. In dieser Hinsicht sind viele politische Parteien nach dem zweiten Weltkrieg gegründet. Abel Eyinga unterscheidet zwei Arten der politischen Parteien. Die erste Art politischer Partei ist UPC, die sich für die bedingungslose Unabhängigkeit einsetzte. Die zweite Art der politischen Partei verweist auf verwaltungspolitische Parteien, die durch französische Verwaltung gegründet werden. Sie zielte darauf ab, die Ideologie von UPC zu bekämpfen. Unter diesen Parteien zählt man „UNICAM“, „ESOCAM“ und BDC von Dr Ajoulat[45].

Es lag auf der Hand, dass die Gründung politischer Parteien zur Unabhängigkeit und zum Wahlorganisieren führen könnte. Dieser politische Trend verweist auf die Mehrpartei und gilt auch als eine Gefahr für die französischen Interessen. Die Vormunde betrachteten die Unabhängigkeit als ein frühzeitiges Recht, das Achille Mbembe so beschreibt:

Les Camerounais ne devraient donc pas se laisser abuser par cette fameuse doctrine de l’indépendance immédiate ... [Leur pays] n’a pas tout ce qu’il faut pour vivre seul sans la présence d’une nation tutrice, c’est-à-dire sans la présence de la France (...) Quand un orphelin est encore mineur, il a besoin d’un tuteur, un oncle, un parent ou un ami de la famille qui le protège et qui protège ses biens. Au fur et à mesure que cet enfant grandit, il rentre en possession des, biens et de tout l’héritage qui lui reviennent de droit... [Quant aux] lois de la nature, [elles imposent] de ne se développer, de ne grandir, que par étapes successives[46].

Man kann also feststellen, dass die Unabhängigkeit auf einen fortschrittlichen Prozess verweist. Sie ist kein Erwerb, sondern eine ständige Suche. Diese Situation stellt die Auseinandersetzung zwischen der Vormundschaft und den Demonstrationen im Rahmen der Unabhängigkeitskämpfe dar. Sie zeigt auch, die Unabhängigkeit sollte das Ergebnis der nationalistischen Kämpfe sein.

Die Kämpfe von UPC Mitgliedern für die Unabhängigkeit erwecken bei den Kamerunern eine nationalistische Ideologie[47]. Sie stützt auf die patriotischen Gedichte und Gesange. Sie zeigen, dass die Kameruner auf die bedingungslose Unabhängigkeit streben.

Während der Vormundschaftszeit stellt die politische Kultur eine Wechselbeziehung dar. Sie zeigt, die Kameruner wollen sich von der Vormundschaft durch die nationalistischen Kämpfe befreien. Hier haben wir mit der politischen Kultur der Partizipation unter der Vormundschaft zu tun.

Zwischen der Vormundschaftszeit und der demokratischen Öffnungszeit gibt es die einparteiische Ära. Diese Ära gekennzeichnet sich durch die Beseitigung der politischen Parteien und das Ende des Parlamentarismus. Die Gründung einziger politischen Partei „Union National Camerounaise“ unter der Führung von Amadou Ahidjo führt zur Einrichtung eines autoritären Regimes. Dieses Regime stützt sich auf die Institutionen (Armee, und die Gerechtigkeit), um seine Autorität zu festigen. Ab 1882 kommt Paul Biya an die Macht und gründet „Rassemblement Démocratique du Peuple Camerounais“ im Jahre 1985. Das einparteiische Regime führt zu der Machterhaltung und dem Exil von politischen Gegnern. Diese Ära verweist auf die politische Unterordnungskultur.

1.2.3 Die dritte Phase: die demokratische Öffnung in Kamerun

Zwei Thesen erklären die Faktoren, die zur demokratischen Öffnung beigetragen haben. Edem Kodjo verteidigt die These, nach der die afrikanischen Bevölkerungen gegen die Regierenden autoritärer Regime gekämpft haben. Er betrachtet die demokratische Öffnung nicht als die Auswirkungen des Ostwindes in Afrika, sondern als das Resultat des Kampfs gegen die autoritären Regime[48]. Die zweite These zeigt, der Ost Wind (Niedergang von autoritären Regimen in Zentraleuropa) wirkt auf die autoritären Regime in Afrika[49]. Die beiden Thesen stellen eine Wechselbeziehung zwischen den Regierenden und den Regierten dar. Diese Wechselbeziehung verweist auf ein Kraftverhältnis, in dem die jeweiligen Akteure sich interessenorientiert benehmen und verschiedenen Zielen folgen. Die Regierenden haben vor, die Macht zu erhalten. Die Streikenden streben nach der Einrichtung eines demokratischen Systems.

Ab 1989-1990 verweist die politische Kultur in Kamerun auf die sozialpolitischen Ereignisse und politischen Demonstrationen (opération villes mortes, état d’urgence, Incitation à la désobeissance civile), die zur demokratischen Öffnung geführt haben. Die demokratische Öffnung ergibt sich aus den Demonstrationen zahlreicher Akteure (Studenten und politische Leader).

Im Jahre 1990 tragen die bestreitenden Demonstrationen zu dem Niedergang von dem einparteiischen Regime bei, das Ahidjo seit 1966 eingerichtet hat[50]. Diese Demonstrationen, an denen Studenten und politische Leader teilgenommen haben, ergeben sich aus der Wirtschaftskrise, die auf die Bevölkerungen wirkt. Sie stellen die Verhältniskraft zwischen den Demonstranten und der Polizei dar.

In den Campus wird das einparteiische Regime als ein Hindernis für die Freiheiten und verantwortlich für die Wirtschaftskrise angesehen[51]. Die Streike beschränken nicht mehr auf Ansprüche auf die Verbesserung der Lebensbedingungen. Sie nehmen auch eine politische Allüre und zielen darauf ab, mit dem einparteiischen Regime Schluss zu machen.

Galvanisés par le principe réaffirmant le droit de tous les peuples à disposer d’eux-mêmes, les étudiants ne pouvaient accepter sans broncher de voir l’Afrique tenue à l’écart d’un mouvement d’émancipation qui déferlait sur d’autres régions du Tiers Monde. (…) L’agitation chronique dont les campus universitaires sont actuellement le théâtre trouve là une explication. Comme toutes les forces vives de nos pays, les étudiants sont arrivés à la conclusion que les régimes politiques responsables de la crise dramatiques que traverse l’Afrique méritent d’être sanctionnés. Autant à raison de leur incompétence et de leur mauvaise gestion (…). Ils pensent également qu’aux régimes fondés sur le parti unique ou l’armée doivent se substituer à des structures dirigeantes démocratiquement élues[52].

Man kann zweifellos feststellen, dass die Demonstrationen der Studenten ein Streben nach den politischen Freiheiten zeigen. Sie zeigen auch, die Bevölkerungen nehmen Anspruch auf ihre Souveränität durch die demokratischen Wahlen. Die politischen Trends zeigen, die Universitäten werden als einparteiischen Institutionen nicht mehr angesehen. Sie sind aber Orte par excellence, in denen die Demonstranten an dem Regime kritisieren[53].

Die Demonstrationen betreffen nicht nur die Studenten. Die politischen Leader haben eine wichtige Rolle für die Einrichtung eines mehrparteiischen Systems gespielt. Die Handlungsorientierungen der Leader zielen darauf ab, politische Parteien zu gründen[54]. Die illegale Gründung politischer Parteien der Opposition zeigt, das einparteiische Regime geht zum Ende. Folglich ist die machthabende Partei nicht mehr der einzige Akteur auf die politische Szene. In dieser Hinsicht verteidigt Antoine Sicpa das Argument, nach dem die Gründung politischer Parteien nicht aus dem Erlaubnis des Machthabers ergeben sollte.

L’opposition responsable adaptée au niveau de conscience de nos populations, n’a pas besoin à attendre que le pouvoir en place lui délivre le droit d’existence. C’est un devoir salutaire pour tout régime qui se veut moderne et puissant, d’être critiqué sans qu’il ait aussitôt foudroyé ce qu’il prend pour adversaire[55].

Vor 1990 waren alle politischen Parteien der Opposition gesetzwidrig gegründet. Sie sind in einer Spannungsatmosphäre entstanden, in der die machthabende Partei die politische Leader als Gegner betrachtete. Die Gründung dieser Parteien gilt als ein wichtiger Faktor für die demokratische Öffnung, insofern als sie zur Destabilisierung von autoritären Regimen führen.

In der 90er Jahren verweist die politische Kultur auf die soziopolitischen Ereignisse. Sie stellen die Akteure dar, die unterschiedliche Ziele haben. Einerseits streben die Streikenden nach der Demokratie. Anderseits hat der Machthaber vor, die Macht zu erhalten. Diese Situation stellt also eine politische Krise dar: „ Si le président du «Renouveau» ne libère pas les énergies étouffées, il risque de n’être un président de guerre civil, latente et endémique. Ce qu’un Camerounais conscient et de bonne foi ne peut souhaiter [56]. Die Politik von „Renouveaur“ sollte also darin bestehen, an der demokratischen Öffnung mitzuwirken und die Mehrpartei einzuführen. Mit anderen Worten geht es darum, mit der einparteiischen Ära Schluss zu machen.

Im Jahre 1990 resultiert die sozialpolitische Krise aus einer wirtschaftlichen Krise, die direkt Auswirkungen auf die verschiedenen Sozialschichten gehabt haben. Offensichtlich haben die Demonstrationen einen revolutionären Trend, der die Streben der Bevölkerungen herausstellt. Dieser Trend stellt den Übergang vom einparteiischen System zu einem mehrparteiischen System.

Im ersten Teil des Kapitels geht es darum, das Konzept „politische Kultur“ zu definieren, die Arten der politischen Kulturen darzustellen und einen Überblich über die politische Kultur in Kamerun darzulegen. Aus der Darstellung der politischen Kultur in Kamerun ergeben sich drei Phasen. Die erste Phase betrifft die Kolonialherrschaft in Kamerun (1884-1960), während der die Kamerun den europäischen Mächten unterworfen sind. Die Phase hat mit dem „ nationalisme camerounais“ zu tun. Die zweite Phase (1961-1990) geht die einparteiische Ära an und geht zum Ende mit dem „ vent de l’Est“[57] und soziopolitischen Demonstrationen. Diese Phase verweist auf die Kultur der Unterwerfung. Die dritte Phase (1990-heute) markiert die demokratische Öffnung, die Entstehung der Mehrpartei und das Wahlorganisieren. Sie verweist auf die politische Kultur der Partizipation.

Da das zweite Kapitel die Wahlbeobachtung betrifft, befassen wir uns mit der Darstellung des politischen Systems in Kamerun in dem zweiten Teil des ersten Kapitels.

Teil 2: Das System Der Politischen Parteien In Kamerun

2.1 Begriffsbestimmung: Das System der politischen Parteien

Das System des politischen Parteien wird definiert als:

L’ensemble des relations et des interactions qu'exercent entre eux les partis politiques dans un pays donné, à un moment donné. Il est donc nécessaire qu'il existe au moins deux p artis politiques (pluralisme) pour que la notion de "système de partis" puisse s'appliquer. La finalité du système de partis est la conquête et le contrôle du pouvoir exécutif[58].

Das System der politischen Parteien verweist auf zwei oder mehrere Parteien, die in Beziehungen pflegen. Diese Interaktion dient dazu, die Executive zu kontrollieren. Die Interaktion zwischen den politischen Parteien kann auf politische Allianzen oder Konflikte führen.

Am Meisten entstehen die politischen Allianzen im Rahmen der Verabschiedung der Gesetze in der Nationalversammlung oder bei dem Wahlkampf. Als Beispielfälle in Kamerun gibt es die Allianz zwischen FNSC und RDPC bei den Doppelwahlen im 30. September 2013. In der Nationalversammlung bilden RDPC und UNDP eine politische Allianz. Diese Allianzen haben mit der Kooperation zwischen politischen Parteien zu tun und geben sich als politische Strategien aus.

Die Wechselbeziehungen zwischen den politischen Partein verweist auch auf die Konflikte. In den meisten Fällen steht die machthabende Partei der radikalen politischen Parteien der Opposition gegenüber. Die Konflikte zwischen RDPC und SDF sind Beispielfälle in Kamerun.

2.2 Das System von politischen Parteien: die Mehrpartei

Seit der Wahl von Senatoren im Jahre 2012 gibt es 292 legalisierte politische Parteien in Kamerun[59]. Viele Beobachter haben verschiedene Meinungen über die Zahl der politischen Parteien. Manche Beobachter teilen die Meinung, dass eine große Zahl politischer Parteien auf die Mehrpartei verweist[60]. Es liegt auf der Hand, dass die Verordnung über die Beschränkung auf die Zahl der politischen Parteien als gesetzwidrig angesehen werden kann. Diese Maßnahme bezieht sich sogar auf ein Hindernis für die Versammlungsfreiheit.

Andere Beobachter sind dem Standpunkt, nach dem die große Zahl von politischen Parteien zum „ l’aventure politique[61] führt. Anders gesagt, wäre es den Wählern unmöglich die Ideologien und Handlungsfelder jeweiliger politischen Parteien zu identifizieren. Laurent Mbassi geht von drei Kriterien aus, um den Unterschied zwischen den politischen Abenteuern und den Politikern zu machen. Diese Kriterien sind: die Ideologie, die Nationalansiedlung und die Zahl der Mitglieder und Sympathisanten[62].

Die große Zahl der politischen Parteien in Kamerun zeigt, viele Kamerun wollen in die Politik gehen. Aber der Mangel an politscher Erziehung, die nicht Zielorientierung; die nicht Handlungsorientierungen und der Mangel an Ideologie stellen die Schwächen dieser politischen Parteien heraus. Außerdem zeigen Wahlresultate zeigen konkret, dass diese politischen Parteien keine Sitze in der Nationalversammlung haben[63].

2.3 Die Allianzen zwischen poltischen Parteien in Kamerun

Die politischen Allianzen entstehen aus den politischen Kalkülen und zielen darauf ab, die Macht zu erhalten, oder Sitze in der Nationalversammlung zu haben, oder einen Konkurrenten zu isolieren.

2.3.1 Die präsidentielle Mehrheit

Die erste Klasse verweist auf die politischen Parteien, die der präsidentiellen Mehrheit angehören. Sie gelten als Alliierten der machthabenden Partei (RDPC). Die politischen Allianzen zwischen der machhabenden Partei RDPC und diesen Parteien hängen von den politischen Wahlansätzen ab. Die Parteien, die die präsidentiellen Mehrheit bilden, sind Alliierten der machthabenden Partei RDPC. Mit anderen Worten bilden die Alliierten und RDPC politische Allianzen, aus denen jeweilige Partner einen Gewinn ziehen. . Unter diesen Alliierten zählt man FNSC von Tchirouma Bakary (Front national pour le Salut du Cameroun), UNDP von Bello Bouba Maïgari (Union National pour la Démocratie et le Progrès) und (Mouvement Progressiste) von Jean Jacques Ekindi (Mouvement Progressiste).

Nach den legislativen Wahlen vom März 1992 bildeten RDPC politische Allianzen mit MRD, UPC und UNDP, um SDF zu isolieren. In Gegenleistung bekommen die Alliierten die Geschäftsführung von einigen Ministerien[64]. Diese Allianzen bestanden darin, SDF zu isolieren.

Außerdem besteht auch die politische Allianz darin, dass die machthabende Partei sich mit einem politischen Leader einer anderen Partei alliiert oder einen Eliten als Minister nennt. Diese Allianz kommt daher, dass der Elite oder der politische Leader die Massen zugunsten RDPC mobilisieren kann. Die Nennung von einem Eliten aus Nordwesten oder Südosten als Erstminister (John Ngu Foncha, Peter Mafany Musongue, Ephraïm Inoni, Philemon Yang) verweist auf eine ethnopolitische Allianz, insofern als diese Region als die Hochburg des Hauptleader der Opposition John Frau Ndi (SDF) ist.

Zusammenfassend Diese Mehrheit resultiert aus einer Gesamtheit von politischen Allianzen. Sie bezieht sich auf politischen Parteien oder Eliten, die die machthabenden Partei RDPC bei der Machterhaltung helfen können.

Da die Suche nach der Macht ist das Hauptziel politischer Parteien schließt die politische Allianz nicht die Tatsache aus, dass eine politische Partei sich als Rivale der machthabenden Partei aus Interessegründen von heute auf Morgen benehmen kann.

2.3.2 Die politischen Parteien der Opposition

Im Allgemein wird als „ politische Partei der Opposition“ irgendwelche Partei in Kamerun angesehen, die der präsidentiellen Mehrheit nicht angehört. Diese politischen Parteien sind am m*Meisten bei den politischen Krisen gegründet. UPC und SDF sind Beispielsfälle. UPC wurde 1948 geründet und hat sich für die politische Emanzipation und Erziehung von Massen vor der Unabhängigkeit eingesetzt. Wegen ihrer Ideologie und politischen Handlungsorientierungen wird UPC als „parti nationaliste“ betrachtet[65]. SDF begann seine politischen Aktivitäten in einer Spannungsatmosphäre im 1988 und hat eine wichtige Rolle für die Emanzipation der Bevölkerungen bei der demokratischen Öffnung gespielt. SDF wird als die politische Hauptpartei der Opposition betrachtet.

Neben diesen politischen Parteien der Opposition zählt man auch MP (Mouvement Progressiste), ADD (Alliance pour la Démocratie et le Développement du Cameroun), Paddec (Les Patriotes Démocrates pour le Développement du Cameroun), UNITOC (Union Nationale pour l’Indépendance Totale du Cameroun).

Die Opposition ist ein wichtiges Element in einem mehrparteiischen System, da sie die Exekutive in Rahmen der staatlichen Geschäftsführung kontrolliert. Mit anderen Worten gibt sich die Opposition als ein politisches Gegengewicht in einem mehrparteiischen System. Im Rahmen der Eroberung der Macht sollten auch die politischen Parteien der Opposition auch politische Allianzen bilden. Diese Allianzen sind wichtige Faktoren für die politische Alternanz.

Seit der demokratischen Öffnung haben viele politischen Parteien Allianzen gebildet, um RDPC die Stirn bei den Wahlfälligkeiten zu bieten. Bei den Wahlen im Oktober 2004 haben die politischen Parteien eine Allianz „Coalition nationale pour la reconstruction et la reconciliation“ gegründet.. Diese Initiative zeigt ohne Zweifel, dass die Allianz RDCP isolieren möchte. Dieses Projekt wird aber mit Schwierigkeiten konfrontiert:

Mais la faiblesse de ce dispositif est que les partis ont eu une appréciation irréaliste des rapports de forces dans la mise en place d’une telle organisation. Ils n’ont pas compris qu’ils ne peuvent pas mettre en place une coalition de cette manière en éliminant le leader ou les leaders les plus représentatifs ou les plus forts. C’est pourquoi une telle coalition ne pouvait qu’exploser, puisque si on tient compte des rapports de force en présence, c’est le Social Democratic Front et son leader qui étaient en position de force face à celui de l’Union Démocratique du Cameroun (UDC). Envisager une unification sans eux était irréaliste[66].

Daraus folgert, dass die politischen Parteien nicht über die Auswahl eines einzigen Kandidaten einverstanden sind. Diese Schwäche zeigt auch, dass es kein Vertrauen zwischen den politischen Parteien gibt. Diese Situation stellt die Brüchigkeit der Opposition, die keine wirksamen Strategien bei den präsidentiellen Wahlfälligkeiten hat. In dieser Hinsicht verteidigen viele politische Beobachter, dass es keine „Opposition“ in Kamerun gibt. Diese These kann gültig sein, insofern als die Opposition keinen politischen Leader ausgewählt hat und in zerstreuten Reihen arbeiten[67]. Man kann an dieser These daran kritisieren, dass manche politischen Leader (John Fru Ndi, Bello Bouba Maïgari) immer Sitze in der Nationalversammlung besitzen[68].

Die Missverständnisse zwischen den politischen Parteien der Opposition können zur demokratischen Alternanz bei den präsidentiellen Wahlfälligkeiten nicht beitragen. Die Schwächen der Opposition stellen einen Vorteil für RDPC dar.

Das System der politischen Parteien verweist auf politischen Allianzen, die die Kalküle und die Strategien bei den Wahlfälligkeiten herausstellen. Die Kraftverhältnisse zwischen den politischen Parteien zeigen, die politischen Allianzen berücksichtigen auf die Wahlansätze jeweiliger Partei.

2.4 Das Wahlsystem in Kamerun

Das kamerunische Wahlsystem besteht aus zahlreichen Akteuren, die an dem Wahlprozess teilnehmen. Vor der Vorstellung dieser Akteure befassen wir uns zuerst mit den Bestimmungsarten.

2.4.1 Die Arten von Abstimmungen in Kamerun

Die Abstimmung wird definiert als: „ Ensemble des opérations qui constituent un vote ou une élection[69]. Die Abstimmung verweist auf eine Reihe von hintereinanderstehenden Operationen, die dazu dienen, eine Wahl zu organisieren. In dem Wörterbuch „Toupie“ wird die Abstimmung als „ est la manière de réaliser un vote à l'aide de boules, de bulletins ou de formulaires placés dans une urne ou dans une boîte virtuelle“ [70] . Die Abstimmung bezieht sich auf die Methode, die Operationen und das Material, die dazu dienen eine, Wahl zu organisieren.

Man identifiziert zwei Abstimmungsarten: die einwahlgängige Abstimmung und die zweiwahlgängige Abstimmung.

2.4.2 Die einwahlgängige Abstimmung

Wenn ein Kandidat oder die Liste der Kandidaten die Mehrheit von Stimmen hat, gilt er/ sie als Gewinner(in). Aber man sollte darauf beharren, dass die Abstimmung viele Vorteile, sowie Nachteile darstellt[71].

2.4.3 Die zweiwahlgängige Abstimmung

Was die zweiwahlgängige Abstimmung angeht, sollten die Kandidaten oder die Liste der Kandidaten beim ersten Wahlgang 50% der Stimmen haben, um als Gewinner betrachtet zu werden. Falls keine Kandidaten oder Liste der Kandidaten die absolute Mehrheit hat, wird eine zweiten Wahlgang organisieren.

Seit dem Wahlorganisieren im März 1992 (legislative Wahlen) werden keine zweiwahlgängigen Abstimmungen organisiert. Die Diskussionen über die Abstimmungsart kommen immer in der Nationalversammlung wieder auf dem Tapet. Die Opposition plädiert für eine zweiwählgängige Abstimmung. Im Gegensatz zu der Opposition verteidigt die Regierung das Argument, nach dem die einwahlgängige Wahl vorteilhafter als die zweiwahlgängige Abstimmung ist:

Le scrutin uninominal à un tour a toujours été appliqué dans notre pays, ce dernier est encré dans les habitudes des Camerounais. Il permet un vote utile, évite les marchandages et l’achat des consciences. Par ailleurs, ce type de scrutins permet de faire l’économie des moyens[72].

Die einwahlgängige Abstimmung stellt den Vorteil dar, nach dem sie sparsam ist und die Wahlbetrüge vorbeugt. Die Einführung der einwahlgängigen Abstimmung datiert seit den ersten demokratischen Wahlen vor der einparteiischen Ära[73].

2.5 Die Arten von Wahlen

Man kann vier Arten von Wahlen identifizieren.

Die präsidentielle Wahl: Am Meisten gelten die Nationalpräsidenten jeweiliger politischen Parteien als Bewerber im Rahmen der präsidentiellen Wahlen. Der Kandidat sollte durch die Mitglieder und Sympathisanten der politischen Partei ausgewählt werden. In Kamerun zeigt die politische Realität zweifellos, dass die Nationalpräsidenten nach den politischen Wahlansätzen ausgewählt werden. Außerdem kann man bemerken, dass die heutigen Nationalpräsidenten an der Spitze ihrer politischen Parteien seit der demokratischen Öffnung sind. Die Beispiele (Paul Biya- RDPC, John Fru Ndi von politischer Partei SDF, Bello Bouba Maïgari von der politischen Partei UNDP) sind legendär. Das Mandat des Präsidenten dauert sieben Jahre lang.

Die legislative Wahl: Sie verweist auf die Wahl der Abgeordneten, die das Volk in der Nationalversammlung vertreten. Am meisten verweisen die Bewerbungen auf die Listen von Kandidaten jeweiliger politischen Parteien. Das Mandat der Abgeordneten dauert fünf Jahre lang. Die Nationalversammlung besteht aus 180 Abgeordneten.

Die kommunale Wahl: Sie hat mit der Wahl von Bürgermeistern in den verschiedenen Gemeinden. Kamerun zählt 360 Gemeinden. Das Mandat der Bürgermeister dauert fünf Jahre lang.

Die vierte Wahl hat mit den Senatoren zu tun. Die erste Wahl findet im Jahre 2012 statt. In Kamerun besteht der Kammer aus 100 Senatoren.

2.5.1 Das Wahlorganisieren

An dem Wahlorganisieren nehmen viele Akteure teil.

2.5.2 Die Institution zum Wahlorganisieren

Seit den Wahlen der mehrparteiischen Ära im Jahre 1992 wird das Wahlorganisieren MINAT, ONEL und heute ELECAM nacheinander zugeschrieben. Diese Mutationen resultieren aus den Kritiken der Wahlbeobachter und die Beschwerden von politischen Parteien.

Vom 1992 bis zum 1997 befasste sich MINAT mit dem Wahlorganisieren. Die Wahlbeobachter unterstreichen, dass das Wahlorganisieren durch MINAT zu keinen objektiven Wahlergebnissen führen kann. Dies lässt sich dadurch erklären, dass die machthabende Partei RDPC Herrschaft über das Wahlapparat hat. Der Präsident Paul Biya kann die Wahlbeamte (Gouverneurs, Präfekten und Beamte der Verwaltung) nennen und absetzen. Es liegt also auf der Hand, die Beamte die Wahlergebnisse zugunsten RDPC manipulieren können[74]. Diese Manipulationen zeigen ohne Zweifel die Parteilichkeit vom MINAT zu RDPC. Daraus ergibt sich folglich, dass RDPC die Macht durch die Korruption und Klientelismus erhalten kann.

Vom 1992 bis zum 1997 haben die verschiedenen Wahlorganisieren keine Kriterien der Transparenz und Objektivität wegen der Herrschaft von RDPC über das Wahlbeamt[75].

Nach dem Gesetz N 2000/16 du 19 . Dezember 2000 betrifft die Gründung vom „Observatoire National des Elections (ONEL) Das aus 22 Artikeln bestehende Gesetz stipuliert die verschiedenen Aufgaben und Aufträge vom ONEL. Gemäß dem Artikel 9 sind der Präsident und seinen Stellvertreter durch die präsidentielle Verordnung genannt. Es ist zwar, dass die Gründung von ONEL auf das neutrale transparente Wahlorganisieren abzielt. Aber manche Wahlbeobachter kritisieren daran, dass die Nennung seinen Beamten zu keinen objektiven glaubwürdigen Ergebnissen führen kann[76].

Das Gesetz N 2006/011 vom 29. November 2006 über die Gründung, das Organisieren und Funktionieren von ELECAM (Elections Cameroon). Dieses Gesetz präzisiert die Regeln, nach denen die Beamten vom ELECAM in Partnerschaft mit den Gouverneurs, den politischen Parteien, der Zivilgesellschaft und den Privatpartnern arbeiten müssen. Die Beobachtung der präsidentiellen Wahl hat aber gezeigt: „ ELECAM semble être encore sous les mamelles de l’administration térritoriale. Il faudra professionaliser cet organe si l’on a pour souci de le rendre indépendant [77] “. Daraus ergibt sich, dass ELECAM noch nicht berufsmäßige Beamte hat. Die Bildung der Beamte dieser Institution kann dazu dienen, das Wahlmaterial zu beherrschen.

Die ständige Mutation der Institution zum Wahlorganisieren zeigt Zweifellos, dass das Wahlorganisieren noch mit Berufmässigkeitsproblemen und der indirekten Einmischung vom MINADT konfrontiert wird. Diese Probleme resultieren aus der Herrschaft vom RDPC auf diese Institution.

2.5.3 Die politischen Parteien

Die Parteien verweisen auf „ groupe de personnes qui partagent les mêmes intérêts, les mêmes opinions , les mêmes idées, et qui s'associent dans une organisation ayant pour objectif de élire , d' exercer le pouvoir se faire et de mettre en oeuvre un projet politique ou un programme commun“ [78] . Die politische Partei bezieht sich auf eine Versammlung, in der Personen dieselbe Ideologie haben und Interessen vertreten und auf die Macht abzielen.

Gemäß der Gesetzgebung können die politischen Parteien an der Wahl teilnehmen. Mit anderen Worten erlaubt die Mehrpartei den Wählern, einer politischen Partei nach ihren Ideen oder Überzeugungen beizutreten.

2.5.4 Die Beamten vom MINADT

Die Beamten von MINADT verweisen auf „Chefs de terre“[79], die Hand in Hand mit ELECAM an der Wahleinschreibungen und Sensibilisierung über den Entzug von Wahlkarten arbeiten. Manche Beobachter klagen sich oft über die Politisierung der „Chefs de terre“ im Rahmen der Wahlen. Die Politisierung dieser Beamten zeigt ihre Parteilichkeit zu RDPC und verweist auf eine Wahlstrategie, nach der sie aus eigenen Interessen für RDPC stehen. In dieser Hinsicht Aboulkarimou unterstreicht: “Le militantisme des chefs traditionnels leur a collé une étiquette de partialité. Certains d’entre eux étaient responsables des inscriptions dites selectives et l’indimidation des électeurs[80]. Diese Situation zeigt in der Tat, die Parteilichkeit der Chefs kann als ein Hindernis bei den Wahleinschreibungen betrachtet werden. Sie trägt auch zu den Wahltrügen bei.

2.5.5 Die Akteure der Zivilgesellschaft

Die Akteure der Zivilgesellschaft verweisen auf die National (Journalisten, religiöse Versammlungen,, die Juristen, usw.) - und Internationalorganisationen (Diplomaten, Vertreten von Internationalorganisationen, oder Partner), die an der Wahlbeobachtung teilnehmen. Diese Teilnahme der Organisationen zielt auf die Evaluierung des Wahlprozesses ab.

In dem zweiten Teil haben wir das System der Parteien und das Wahlsystem in Kamerun dargestellt. Aus dem System der Parteien der ergibt sich, dass die politischen Parteien Allianzen aus Interessegründen bilden. Die Politischen Allianzen stellen die Strategien der politischen Parteien heraus, die auf die Machterhaltung abzielen. Aus den Allianzen zwischen den politischen Parteien in Kamerun resultieren die präsidentielle Mehrheit und die Opposition. Die Darstellung des Wahlsystems führt zur Bemerkung, dass viele Akteure an dem Wahlprozess teilnehmen und dabei eine bestimmte Rolle jeweils spielen. Aus der Darstellung beider Systeme ergibt sich, dass die politischen Parteien an der kommunalen Wahl oder legislativen Wahl oder präsidentiellen Wahl teilnehmen können.

In diesem Kapitel ging es darum, die politische Kultur und das System der politischen Parteien darzustellen. Daraus ergibt sich, dass die politische Kultur aus verschiedenen politischen und soziowirtschaftlichen Vorkommnissen resultiert. Diese Ereignisse stellen die Wechselbeziehungen zwischen den Regierenden und den Regierten heraus. Von der Kolonialherrschaft bis zur demokratischen Öffnung hat die politische Kultur zahlreiche Mutationen gekannt. Diese Mutationen stellen ohne Zweifel die psychologischen Orientierungen der Regierten gegenüber dem politischen System. Die Orientierungen (mal passiv, mal brutal) haben die Mutationen des politischen Systems geführt. Die politische Kultur kann nach diesen Orientierungen ändern. Die politische Kultur ist nicht stabil und verweist immer auf eine Denkweise und Verhaltensweise während eines gegebenen Zeitraums.

[...]


[1] Andreas Mehler zitiert nach Bertin Tetangmo, «Der Beitrag der Friedrich Ebert Stiftung zum Demokratisierungsprozess in Afrika nach der Wende, am Beispiel ihrer Leistungen zur Demokratieförderungen in Kamerun (1991-1993) » ,, Universität Yaunde 1, 1995.

[2] Max Leninger Goumaz , La démocratie et dictature camouflée, Paris, l’Harmattan , 1994, S 18.

[3] Heidemarie Wieczorek Zeul, Der Umbruch einer neuen Weltordnung globaler Sicherheitspolitik, Entwicklungspolitik und ihre praktischen Beiträge, in: Politik und Gesellschaft Online, international politics und society 1997, S 2, in URL:WWW.bpb.de.

[4] Abdoulkarimou, La pratique des élections au Cameroun, 1992-2007, Regards sur un système électoral en mutation, Yaoundé, édition Clé, 2010, S 90 - 93.

[5] Cephas Germain Ewangui, Guide de surveillance et observation électorale, l’Harmattan, Paris, Paris, 2012. S 38 - 39.

[6] Richard Katz, Elections libres régulières: un regard neuf, Genève, 2014.

[7] Richard Katz, « Principes démocratiques et évaluation du caractère libre et régulière des élections », S 17 – 43, in: Elections libres régulières: un regard neuf, Génève, 2014.

[8] Louis Massicote, « Juger les élections d’après les résultats », S 43 - 57, in: Elections libres régulières: un regard neuf, Genève, 2014.

[9] Jorgen Elkit et Andrew Reynolds, « Juger la qualité et la gestion d’une élection d’après le processus », in: : Elections libres régulières: un regard neuf.

[10] Olga Navarro-flores, Le partenariat en coopération internationale: Paradoxe ou compromis, Presse de l’université du Québec, 2009, S 45.

[11] Toupie, URL : http://www.toupie.org/Dictionnaire/Cooperation.htm , 23.4.2016.

[12] Jan Tinbergen, « Les formes de coopération », S 235, in : Perception de l’interdépendance mondiale, imprimerie des presses universitaires de France, 1978.

[13] Olga Navarro-flores, Op cit.

[14] Ibd

[15] Ibd.

[16] Ibd.

[17] Olga Navarro-flores, Op cit.

[18] Ibd.

[19] Laurent Delcourt, « Coopération » : une ébauche de problématisation, décembre 2006, in:http://www.cetri.be/Cooperation-une-ebauche-de, 29.April 2016

[20] Olga Navarro-flores, Op cit S 8.

[21] Ibd.

[22] Ibd.

[23] Laurent Delcourt, op Cit.

[24] In URL : http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/18033/politische-kultur, 1 Mai 2016.

[25] In URL: https://www.livementor.com/ressources/Terminale-ES/SES/fiche/Quelle-est-l-influence-de-la-culture-politique-sur-les-attitudes-politiques, 6.Mai 2016.

[26] In URL : http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/18033/politische-kultur, 1 Mai 2016.

[27] Philippe Braud , Sociologie politique, Seuil, Paris, 2004, S 46.

[28] Mamadou Gazibo, Jane Jenson, La sociologie comparée : fondements, enjeux et approches, presses de Montréal, 2004, S 274.

[29] In URL : http://bildungsmaterialien.com/Politikwissenschaft/100128-Politicheskaya-kul-tura-Rossii-tradicii-i-sovremennost.html, 2. Mai 2016.

[30] http://bildungsmaterialien.com/Politikwissenschaft/100128-Politicheskaya-kul-tura-Rossii-tradicii-i-sovremennost.html, 3 Mai 2016.

[31] « Quelle est l’influence de la culture politique sur les attitudes politiques? », in URL :http://www.google.fr/search?hl=fr&source=hp&biw=&bih=&q=culture+politique+de+participation&gbv=2&oq=culture+politique+de+participation&gs_l=heirloomhp.3...4714.23326.0.24057.42.36.2.4.0.1.1788.10339.6j13j5j2j1j4j8-2.33.00...1ac.1.34.heirloom-hp..25.17.2475.8VG9JMC_uWQ, 3 Mai 2016.

[32] Achille Mbembe, « Pouvoirs des morts et langage des vivants : Les errances de la mémoire nationaliste », S 37, in politique africaine : le réveil du Cameroun, Karthala, 2013.

[33] Christian-Tobie Kuoh, Mon témoignage: Une fresque de régime Ahidjo, 1970-1982 , Karthala, Paris 1991.

[34] Jean François Bayart, « La société politique camerounaise (I982-1 986) », in : in politique africaine : le réveil du Cameroun, Karthala, 2013.

[35] Michel Banock, Le processus de démocratisation en Afrique: Le cas camerounais, Paris, l’harmattan,1992.

[36] Kum’a Ndumbe, Vous avez dit Démocratie ? Le processus de démocratie au Cameroun : Défis et perspectives, Douala, Edition Africavenir, 2008.

[37] Kum’a Ndumbe ist der Herausgeber. Es gibt viele Autoren, die sich mit den verschiedenen Aspekten der Demokratie in Kamerun jeweils befassen.

[38] Nach jedem Krieg musste die Hauptlinge einen Unterwerfungsvertrag unterschrieben und die Treue zu der deutschen Kolonialmacht zeigen.

[39] Kum’a Ndumbe, Das deutsche Kaiserreich in Kamerun, Africavenir, Douala, 2008, S 18.

[40] Daniel Abgwa, Cameroun : Histoire d’un nationalisme camerounais 1884-1961, édition cl é, 2010, S 98.

[41] Pierre Kamé Mbouopda, Le Cameroun du protectorat vers la démocratie 1884-1992, l’Harmattan, Paris, 2008, S 13.

[42] Daniel Abgwa, op cit.

[43] Daniel Abgwa, op cit.

[44] Brice Kouakap Ndjeukam, Le Cameroun postcolonial dans le viseur des terroristes européens, Paris, l’Harmattans, 2008, S 53.

[45] Abel Eyinga , Cameroun, fin des élections au Cameroun 1960-1990, l’Harmattan, Paris 1990, S 33.

[46] Achille Mbembe, « Pouvoir des morts et langage des vivants : les errances de la mémoire nationaliste au Cameroun » , in Le reveil au Cameroun, l’Harmattan, Paris, 2008, S 76.

[47] Ibd.

[48] Edem Kodjo, « OUA et Démocratie », in Jeune Afrique du 12 au 24 Juillet 1990, S 18-19.

[49] In seinem Artikel „ Afrique: Les rois sont nus“ geht Francis Kpatindé von den Affinitäten zwischen den autoritären Regimen in Afrika und Zentraleuropa aus und schließt daraus, dass der Beginnmit dem Demokratisierungsprozess unbedingt Auswirkungen auf afrikanischen Länder haben m¨musste. In Jeune Afrique vom 8bis zum 21 August.

[50] Abel Eyinga, Cameroun 1960-1990 : la fin des élections, l’Harmattan, 1990.

[51] Antoine Sipca, Démocratisation et autaochnomie au Cameroun, Lit Verlag Muster, 2003, S 143.

[52] Siradiou Diallo, « étudiants d’hier et d’aujourd’hui », Jeune Afrique du 10 au 16 Juillet 1991, S 33.

[53] Antoine Sipca, op.

[54] Phillipe Gaillard, « En attendant le multipartisme au Cameroun, les manœuvres de l’opposition », Jeune Afrique du 7 au 13 novembre 1990, S 19.

[55] Antoine Sipca, op cit S 129.

[56] Victor Kamga, Duel camerounais : démocratie et barbarie, l’harmattan, Paris, 1985, S 128.

[57] Michel Banock, op.

[58] In URL: http://www.toupie.org/Dictionnaire/Systeme_partis.htm, 14.Mai 2016.

[59] Cameroun Tribune du 9 octobre 2012, S 6.

[60] Jean Baptiste Ketchanteng, « Y-t-il trop de partis ? », Cameroun Tribune du 9 octobre 2012, S 7.

[61] Das Konzept verweist auf politische Parteien, die keine Ideologie und zielorientierte Handlungsfelder haben.

[62] Jean Baptiste Ketchanteng, op cit.

[63] Siehe die Wahlergebnisse in URL : http://www.izf.net/content/listes-des-partis-politiques-legalises-cameroun, 13. Mai 2016.

[64] Georges Courade, Luc Sindjoun, Le Cameroun dans l’entre-deux jeux, Karthala, Paris, 1996, S 21.

[65] Achille Mbembe, Op cit.

[66] Friedrich Ebert Stiftung, L’impératif des alliances en démocratie, Presses universitaires d’Afrique, Yaounde, 201, S 41,

[67] Jean-Marie Nkoussa, «Cameroun – Politique: Quel bilan pour l’opposition camerounaise en 25 ans ? », in URL: http://www.cameroon-info.net/stories/0,72555,@,cameroun-politique-quel-bilan-pour-l-opposition-camerounaise-en-25-ans-nbsp.html, 11Mai 2016. http://www.izf.net/content/listes-des-partis-politiques-legalises-cameroun

[68] Siehe legislative und kommunale Wahlergebnisse, in: http://www.izf.net/content/listes-des-partis-politiques-legalises-cameroun, 15.Mai 2016

[69] In URL : http://www.larousse.fr/dictionnaires/francais/scrutin/7165211. Mai 2016.

[70] In URL : http://www.toupie.org/Dictionnaire/Scrutin.htm , 11. Mai 2016.

[71] Für die Vorteile und Nachteile siehe die Webseite: http://aceproject.org/ace-fr/topics/es/esd/esd01/esd01a/esd01a01, 11. Mai 2016.

[72] Abdoulkarimou, La pratique des élections au Cameroun 1992-2007, Regards sur un système électoral en mutation, Yaoundé, édition Clé, 2010, S 34..

[73] Abel Eyinga, Op cit.

[74] Fabien Eboussi Boulanga, Lignes de résistances, Edition Clé, Yaoundé, 1999, S 111.

[75] Lese: Alexandre Biyidi Awala, Autopsie d’un élection présidentielle contreversée; und Fabien Eboussi Boulanga, Lignes de résistances.

[76] Hippolyte Sando, « Observaion chrétienne des élections : l’apport de l’Eglise », in Nkeng-Shalom,2004, S 8-9.

[77] Observatoire chrétienne de l’élection présidentielle du 9 octobre 2011, Rapport général de synthèse, S 19.

[78] In URL : http://www.toupie.org/Dictionnaire/Parti.htm, 16.Mai 2016.

[79] „Chefs de terre“ verwesit auf territoriale Obrigkeiten Gouverneurs, Präfekten und Häuptlinge.

[80] Abdoulkarimou, op cit 79.

Ende der Leseprobe aus 152 Seiten

Details

Titel
Demokratisierungsprozesse in Kamerun. Ausbildung und Evaluierung von Wahlbeobachtern
Untertitel
Die Partnerschaft zwischen der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Service National Justice et Paix
Hochschule
Université de Yaoundé I
Veranstaltung
Master
Note
13/20
Autor
Jahr
2016
Seiten
152
Katalognummer
V342579
ISBN (eBook)
9783668325548
ISBN (Buch)
9783668325555
Dateigröße
1695 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Der Autor der vorliegenden Arbeit ist kein Deutsch-Muttersprachler. Bitte haben Sie Verständnis für grammatikalische Fehler und Uneinheitlichkeiten im Ausdruck.
Schlagworte
demokratisierungsprozesse, kamerun, ausbildung, evaluierung, wahlbeobachtern, partnerschaft, service, national, justice, paix
Arbeit zitieren
Steve Wilfried Tassegmo Mouafo (Autor), 2016, Demokratisierungsprozesse in Kamerun. Ausbildung und Evaluierung von Wahlbeobachtern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342579

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