Auf globaler und nationaler Ebene ist seit Jahren eine stetige Zunahme der Mobilität der Bevölkerung zu verzeichnen. Das Auto der Zukunft zeigt in vielen Bereichen verschiedene Entwicklungs- und Synergiepotentiale für die Automobilindustrie. Digitalisierung, Globalisierung und steigende Ressourcenknappheit sind einige der Herausforderungen in der Branche. Zur Bewältigung dieser Megatrends und um die Position als einer der führenden Innovationstreiber zu erhalten, entwickeln Ingenieure der Automobilindustrie innovative Lösungen. Vernetztes und automatisiertes Fahren, neue Transportkonzepte sowie alternative Antriebskonzepte sind unter anderem Segmente in welchen sich neue Märkte und Möglichkeiten öffnen. Wer die richtige Strategie wählt, hält den Schlüssel zu einem gigantischen Markt in den Händen.
Die wirtschatfliche Bedeutung ist auf Basis der Marktprognosen und der damit verbundenen Rentabilität der Automobilzulieferer ersichtlich. Zwischen 2014 und 2020 ist eine Verdoppelung des Marktpotenziales auf 2 Billionen Euro kalkuliert. In den vergangenen Jahren konnten die Zulieferer ihre Profitabilität kontinuierlich steigern. Die branchenspezifischen Finanzkennzahlen zeigen eine hohe Marktattraktivität auf, wordurch enorme Möglichkeiten für Wachstumspotenziale sichtbar werden. Allerdings rufen diese auch unterscheidliche Risiken für die Branche hervor, welche es zu bewältigen gilt. Steigende Aktiengewinne in den vergangenen Jahren unterstreichen die hohe Aktivität in dem Marktsegment.
Um den zukünftigen Erfolg in der Branche zu sichern ist es von entscheidender Bedeutung, die Erfolgspotenziale dieser zu analysieren und spezifische Strategien für einzelne Unternehmen zu verdeutlichen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINFÜHRUNG
1.1 PRAKTISCHE UND THEORETISCHE RELEVANZ
1.2 DER AUTOMOBILZULIEFERERMARKT
1.3 ZIELSETZUNG UND AUFBAU DER THESIS
2 STRATEGISCHE BESONDERHEITEN IM B2B
2.1 ABGRENZUNG B2B UND B2C
2.2 ORGANISATIONALE KUNDEN
2.2.1 AKTEURE IM BUYING CENTER
2.2.2 INTERAKTIONSPARADIGMA IM KAUFENTSCHEIDUNGSPROZESS
2.3 STRATEGISCHE UNTERNEHMENSFÜHRUNG
2.3.1 STRATEGIEN UND PERSPEKTIVEN DER ERFOLGSPOTENZIALE
2.3.2 SPEZIFISCHE ERFOLGSPOTENZIALE FÜR AUTOMOBILZULIEFERER
2.4 KLASSIFIZIERUNG VON GESCHÄFTSTYPEN
2.4.1 BESONDERHEITEN IM PRODUKTGESCHÄFT
2.4.2 BESONDERHEITEN IM ANLAGEN- UND PROJEKTGESCHÄFT
2.4.3 BESONDERHEITEN IM SYSTEMGESCHÄFT
2.4.4 BESONDERHEITEN IM ZULIEFERERGESCHÄFT
2.4.5 DER GESCHÄFTSTYPENWECHSEL
3 MAKROANALYSE AUTOMOBILZULIEFERINDUSTRIE
3.1 PESTEL ANALYSE
3.1.1 POLITICAL ANALYSE
3.1.2 ECONOMIC ANALYSE
3.1.3 SOCIAL ANALYSE
3.1.4 TECHNOLOGICAL ANALYSE
3.1.5 ENVIRONMENTAL ANALYSE
3.1.6 LEGAL ANALYSE
3.2 BRANCHENSTRUKTURANALYSE
3.2.1 RIVALITÄT UNTER DEN WETTBEWERBERN
3.2.2 BEDROHUNG DURCH NEUE ANBIETER
3.2.3 VERHANDLUNGSSTÄRKE DER ABNEHMER
3.2.4 VERHANDLUNGSSTÄRKE DER LIEFERANTEN
3.2.5 BEDROHUNG DURCH SUBSITUTE
3.3 ZUSAMMENFASSUNG DER BRANCHENSITUATION
4 DIE AUTOMOBILZULIEFERERINDUSTRIE
4.1 ROBERT BOSCH GMBH
4.2 CONTINENTAL AG
4.3 DENSO CORPORATION
4.4 MAGNA INTERNATIONAL INC.
4.5 HYUNDAI MOBIS CO LTD
4.6 BRIDGESTONE CORPORATION
4.7 ZF FRIEDRICHHAFEN AG INCL. TRW AUTOMOTIVE
4.8 SCHAEFFLER GROUP
5 MIKROANALYSE DER FIRMENKERNKOMPETENZEN
5.1 KERNKOMPETENZEN ELEKTROMOBILITÄT, AUTONOMES FAHREN UND INTERNET OF THINGS
5.2 FINANZPERSPEKTIVE
5.3 SEGMENTIERUNG VON STRATEGISCHEN GESCHÄFTSEINHEITEN UND GESCHÄFTSTYPEN
5.4 INTERNATIONALISIERUNG
5.5 INNOVATIONSPOTENZIAL UND ENTWICKLUNGSKAPAZITÄTEN
5.6 DAS QUALITÄTS-, KOSTEN- UND ZEITPARADIGMA
5.7 OPTIMIERUNGEN IN DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE
5.8 PERSONALMANAGEMENT UND KOOPERATIONSMANAGEMENT
5.9 MARKETING UND UNTERNEHMENSBRANDING
6 ZUSAMMENFASSUNG DER STRATEGISCHE SITUATION
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die strategischen Erfolgspotenziale in der Automobilzulieferindustrie zu identifizieren und umfassend zu untersuchen. Auf Basis einer systematischen Analyse der Branchenumwelt sowie der Kernkompetenzen weltweit führender Zulieferunternehmen werden die zukünftigen Herausforderungen erörtert und strategische Handlungsoptionen abgeleitet.
- Analyse des globalen Automobilzulieferermarktes und dessen Trends
- Untersuchung strategischer Besonderheiten im B2B-Geschäft
- Durchführung einer PESTEL- und Branchenstrukturanalyse
- Bewertung der Kernkompetenzen führender Konzerne durch Benchmarking
- Ableitung von Erfolgspotenzialen und Handlungsempfehlungen für Zulieferer
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Political Analyse
In der politischen Analyse werden klassischerweise Themen wie Sicherheitsvorgaben, Subventionen, politische Stabilität, Handelshemmnisse sowie Beschränkungen beschrieben. Es werden einige Themen in Abhängigkeit von deren Relevanz, inklusive deren Zusammenhang zu den strategischen Erfolgspotenzialen aufgezeigt.86
Ein zentraler Diskussionspunkt der Volkswirtschaftslehre ist die Globalisierung. Sie hat in all ihren Facetten geringen bis hin zu hohen Einfluss auf die Automobilzulieferindustrie. Weiterhin hat die Dynamik der internationalen Unternehmungen einen hohen Einfluss auf Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien. Kapital- und Managementleistungen müssen zwischen Stammsitzen und weltweiten Standorten ausgeglichen werden. Netzwerkstrukturen auf allen Ebenen sind zu implementieren, um der Koordinationsproblematik entgegen zu wirken. Politische Stabilität und Handelshemmnisse haben vor allem Einfluss auf ausgeglichene globale Produktionsbereiche sowie die dazugehörige Global Sourcing Strategie des Einkaufs.87
Subventionen und politische Ziele beeinflussen die Marktabsatz- und Entwicklungsstrategien. Folglich können politisch motivierte Ziele, wie von Mary Nichols, die Marktabsatzbereiche verschieben. So will Nichols, dass ab 2030 in Kalifornien nur noch Fahrzeuge in den Verkauf gelangen die keinerlei Abgase ausstoßen und damit CO2 neutral sind.88 Die Subvention von Forschungsprojekten und politisch motivierte Ziele anderer Staaten wie China und Deutschland, unterstreichen die Relevanz der Elektromobilität in den nächsten Jahrzehnten.89
Die Vision der Sicherheitsvorgabe „Null Verkehrstote“ von verschiedenen Organisationen und Staaten beflügelt vor allem die Sparte des autonomen Fahrens. Derzeit gibt es noch eine hohe Anzahl offener Themen, die in Interaktion zu politischen, rechtlichen und sozialen Belangen stehen. Das Sicherheitspotenzial automatisierter Fahrzeuge bietet viele strategische Projekte und Kooperationsmöglichkeiten, welche in den nächsten Jahren die Technologieführerschaft ermöglichen können.90
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel motiviert die wissenschaftliche Arbeit und stellt die praktische sowie theoretische Relevanz der Analyse des Automobilzulieferermarktes dar.
2 STRATEGISCHE BESONDERHEITEN IM B2B: Hier werden die theoretischen Rahmenbedingungen des Business-to-Business-Marketings erläutert, die spezifisch für die strategische Unternehmensführung von Zulieferern relevant sind.
3 MAKROANALYSE AUTOMOBILZULIEFERINDUSTRIE: Dieses Kapitel widmet sich der systematischen Umweltanalyse der Branche mittels PESTEL-Methodik und Branchenstrukturanalyse nach Porter.
4 DIE AUTOMOBILZULIEFERERINDUSTRIE: Hier werden ausgewählte weltweit führende Unternehmen der Branche detailliert porträtiert und deren Kernkompetenzen sowie Ausrichtung analysiert.
5 MIKROANALYSE DER FIRMENKERNKOMPETENZEN: In diesem Teil erfolgt eine vertiefte Analyse und ein Benchmarking der Kernkompetenzen der betrachteten Unternehmen im Hinblick auf ihre strategischen Erfolgsfaktoren.
6 ZUSAMMENFASSUNG DER STRATEGISCHE SITUATION: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und bewertet die strategische Situation der Zulieferer unter Berücksichtigung zukünftiger Marktherausforderungen.
Schlüsselwörter
Automobilzulieferer, B2B-Marketing, Strategische Erfolgspotenziale, Kernkompetenzen, Branchenstrukturanalyse, PESTEL-Analyse, Elektromobilität, Autonomes Fahren, Internet of Things, Unternehmensstrategie, Innovationsmanagement, Globalisierung, Benchmarking, Wertschöpfungskette, Marktattraktivität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit analysiert die strategischen Erfolgspotenziale in der globalen Automobilzulieferindustrie, indem sie die Branchensituation sowie die Kernkompetenzen der weltweit führenden Akteure detailliert untersucht.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Thesis?
Zentral sind die Bereiche Strategieauslegung im B2B-Umfeld, die Analyse technologischer Megatrends wie Elektromobilität und autonomes Fahren sowie die Bewertung der Wettbewerbsposition führender Konzerne.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, spezifische Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsvorteile der untersuchten Zulieferunternehmen zu identifizieren und daraus Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche strategische Marktpositionierung abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf etablierte Managementmethoden wie die PESTEL-Analyse, die Branchenstrukturanalyse (Fünf-Kräfte-Modell nach Porter) sowie ein Benchmarking-Verfahren basierend auf einem Schulnotensystem zur Bewertung der Kernkompetenzen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Makroanalyse der Umweltbedingungen, die Porträtierung von TOP-Unternehmen der Branche und eine detaillierte Mikroanalyse der spezifischen Firmenkernkompetenzen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Typische Schlüsselbegriffe sind Automobilzulieferindustrie, strategische Erfolgspotenziale, B2B-Marketing, Innovationsführerschaft, Wertschöpfungskette und globale Marktdynamik.
Welche Rolle spielt das Thema "Autonomes Fahren" für die Zulieferer?
Das autonome Fahren wird als einer der wesentlichen zukünftigen Wachstumstreiber identifiziert, der eine hohe technologische Komplexität aufweist und eine Verschiebung von reiner Hardwarekompetenz hin zu Software- und Systemkompetenz erfordert.
Wie unterscheidet sich das Produktgeschäft vom Systemgeschäft in der Analyse?
Die Arbeit klassifiziert verschiedene Geschäftstypen, wobei das Produktgeschäft durch Standardisierung und Massenfertigung geprägt ist, während das Systemgeschäft eine stärkere Verbindung von Hard- und Softwarekomponenten sowie eine engere Integration in die Wertschöpfungskette der Automobilhersteller erfordert.
Warum ist das Finanz-Rating der Unternehmen für die Strategie wichtig?
Eine solide Finanzstruktur und eine gute Bonität sind essenziell, da die hohen Forschungs- und Entwicklungskosten für Zukunftstechnologien von den Zulieferern zunehmend eigenständig vorfinanziert werden müssen, ohne die Unterstützung durch die Automobilhersteller (OEMs).
Welche Bedeutung haben strategische Kooperationen für die Branche?
Aufgrund der zunehmenden Systemkomplexität und technologischen Konvergenz sind intelligente Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette notwendig, um Synergieeffekte zu nutzen und Technologieführerschaft in neuen Bereichen aufzubauen.
- Citar trabajo
- Stephan Röß (Autor), 2015, Strategische Erfolgspotenziale in der Automobilzulieferindustrie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342776