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Sucht im Alter. Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebenssituation alkoholabhängiger Menschen unter Einbezug geragogischer Ansätze

Título: Sucht im Alter. Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebenssituation alkoholabhängiger Menschen unter Einbezug geragogischer Ansätze

Trabajo Escrito , 2016 , 36 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Nadine Czaja (Autor)

Trabajo social
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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Sucht bei älteren Menschen als besondere Herausforderung für die Praxis der Geragogik und Sozialen Arbeit in Deutschland. Das Ziel dabei ist es, im Verlauf der Arbeit aufzuzeigen, mit welchen Aufgaben und möglichen Problemlagen suchterkrankte Menschen im Alter besonders konfrontiert sind und wie die Geragogik als professionelle Instanz möglicherweise Unterstützung bieten kann.

Anlass für die Bearbeitung dieses Themas ist die scheinbar flächendeckend fehlende Berücksichtigung des hohen Alters in jeglichen Suchtfragen. So sind gemäß des Drogen- und Suchtberichts 2015 etwa 3,4 Millionen Menschen zwischen 18 und 64 Jahren von Alkoholmissbrauch oder -abhängigkeit betroffen, entsprechende Angaben zur Altersgruppe der über 65-Jährigen hingegen fehlen. Dies spiegelt sich im selbigen Bericht auch in den aufgeführten Schwerpunkten der Drogen- und Suchtpolitik wider: In zahlreichen nationalen und internationalen Präventionsmaßnahmen werden vorwiegend Schwangere sowie Kinder und Jugendliche als Zielgruppe adressiert, gelegentlich finden sich Projekte für Erwachsene. An konkreten Präventionsmaßnahmen für ältere Menschen mit Alkoholerkrankungen mangelt es auch hier.

Vor dem Hintergrund des fortlaufenden demografischen Wandels ist die Vernachlässigung des hohen Alters in der Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht erstrecht unverständlich. Bislang fehlen weitestgehend konkrete statistische Angaben zu Alkoholmissbrauch und –abhängigkeit im Alter; die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. schätzt jedoch, dass das Trinkverhalten von etwa einem Drittel der Männer und einem Fünftel der Frauen über 65 Jahren deutlich über einen risikoarmen Konsum hinausgeht. Aus diesen Angaben geht hervor, dass der Konsum von Alkohol für zigtausende ältere Menschen eine Gefährdung der Gesundheit und erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität darstellt, von welcher im Zuge des demografischen Wandels vermutlich in Zukunft noch mehr Menschen höheren Alters betroffen sein werden. Sucht im Alter muss also verstärkt wahrgenommen werden. Dies richtet sich nicht bloß an Drogenpolitik und Suchthilfe, sondern gleichwohl an Angehörige und Betroffene selbst, welche sich zu selten zu ihrer substanzbezogenen Störung bekennen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Alter

1.1 Zu den Begriffen „Alter“ und „Altern“

1.2 Epidemiologie und demografischer Wandel

1.3 Lebenssituation älterer Menschen in Deutschland

2. Alkohol: Konsum und Abhängigkeit

2.1 Zu den Begriffen „Alkoholkonsum“ und „Abhängigkeit“

2.2 Epidemiologie

2.3 Kurzfristige Effekte des Alkoholkonsums

3. Alkoholabhängigkeit im Alter

3.1 Ursachen von Alkoholabhängigkeit im Alter

3.2 Auswirkungen der Abhängigkeit auf ältere Menschen

3.2.1 Perspektive der Betroffenen

3.2.2 Perspektive der Angehörigen

3.3 Gegenwärtige Versorgungsstruktur

4. Geragogische Zugänge im Umgang mit alkoholabhängigen Menschen im Alter

4.1 Begriff und Grundlagen der Geragogik

4.2 Bildungsangebote für alkoholabhängige Menschen im Alter

4.2.1 Biografisches Lernen

4.2.2 Künstlerisch-kulturelle Bildung

4.2.3 Gesundheitsförderung

4.2.4 Intergenerationelles Lernen

4.2.5 Förderung des freiwilligen Engagements

4.3 Bildungsangebote für den Umgang mit alkoholabhängigen Menschen im Alter

4.3.1 Fort- und Weiterbildungen für Professionelle

4.3.2 Angehörigenarbeit

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen von Suchterkrankungen bei älteren Menschen in Deutschland. Ziel ist es, aufzuzeigen, mit welchen Problemlagen diese Zielgruppe konfrontiert ist und inwiefern geragogische Ansätze als Unterstützung in der Sozialen Arbeit dienen können, um die Lebenssituation Betroffener zu verbessern.

  • Demografischer Wandel und die steigende Bedeutung der Suchtthematik im Alter.
  • Ursachen und Auswirkungen von Alkoholabhängigkeit bei älteren Menschen.
  • Kritische Analyse der aktuellen, oft unzureichenden Versorgungsstrukturen.
  • Übertragbarkeit geragogischer Bildungskonzepte auf die Zielgruppe der Suchtkranken.
  • Potenziale von Biografiearbeit, künstlerischer Bildung und intergenerationellem Lernen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Ursachen von Alkoholabhängigkeit im Alter

Es gibt zahlreiche Gründe und Ursachen dafür, dass ein Mensch im Laufe seines Lebens eine substanzbezogene Suchterkrankung entwickelt. Welche Theorie man zur Erklärung auch heranziehen mag, seien es die Eigenschaften des Individuums und seine genetische Konstitution, gesellschaftliche und soziale Faktoren oder auch die Eigenschaften der Droge selbst, die Ursachen sind ebenso vielfältig und unterschiedlich wie auch individuell in der Biografie verankert.

Doch wo liegen spezifische Erklärungsmuster für eine entwickelte Alkoholabhängigkeit von Menschen höheren und hohen Alters?

Zunächst ist zwischen zwei Gruppen von älteren Alkoholabhängigen zu unterscheiden: Den sogenannten „Early-Onset“- und den „Late-Onset“-Abhängigen. Charakteristisch für die Personengruppe mit einer Early-Onset-Abhängigkeit ist der Beginn des Suchtverhaltens vor dem 30. Lebensjahr und einer dementsprechend jahrzehntelangen Suchterfahrung. Schätzungen zufolge fällt etwa jeder vierte alkoholabhängige Mensch im Alter in diese Kategorie, wobei sich die Ursache für eine Prädisposition zum Suchtverhalten hierbei oftmals in der frühen Lebensgeschichte und kritischen biografischen Lebensereignissen findet. Dass der Anteil der Early-Onset-Abhängigen unter allen alten Alkoholabhängigen vergleichsweise gering ist, ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass nur wenige Menschen mit jahrzehntelanger Suchterfahrung überhaupt ein hohes Alter erreichen. Deutlich häufiger als Early-Onset-Personen finden sich daher Menschen mit einer Late-Onset-Abhängigkeit. Diese Personengruppe zeichnet sich durch ein Suchtverhalten aus, das sich erst im höheren Alter ab etwa 45-60 Jahren manifestiert hat, und umfasst etwa die Hälfte aller alten, alkoholabhängigen Menschen (vgl. Niekrens 2012, S.47).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Alter: Dieses Kapitel definiert die Begriffe „Alter“ und „Altern“ im Kontext der Geragogik und beleuchtet den demografischen Wandel sowie die Lebenssituation älterer Menschen in Deutschland.

2. Alkohol: Konsum und Abhängigkeit: Hier werden Definitionen zu Alkoholkonsum und Abhängigkeit dargelegt, epidemiologische Daten präsentiert und die kurzfristigen körperlichen Auswirkungen des Konsums erörtert.

3. Alkoholabhängigkeit im Alter: Dieses Kapitel analysiert Ursachen und Auswirkungen der Sucht auf Betroffene und deren Angehörige und beleuchtet kritisch die derzeitige Unterversorgung in der Praxis.

4. Geragogische Zugänge im Umgang mit alkoholabhängigen Menschen im Alter: Hier wird geprüft, wie geragogische Ansätze wie Biografiearbeit, Gesundheitsförderung und intergenerationelles Lernen zur Unterstützung suchtbetroffener älterer Menschen beitragen können.

Schlüsselwörter

Sucht im Alter, Alkoholabhängigkeit, Geragogik, Soziale Arbeit, Demografischer Wandel, Lebenssituation, Suchthilfe, Biografiearbeit, Gesundheitsförderung, Intergenerationelles Lernen, Angehörigenarbeit, Co-Abhängigkeit, Prävention, Lebensqualität, Altersbilder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Alkoholabhängigkeit bei älteren Menschen und der Frage, wie die Geragogik und die Soziale Arbeit hier unterstützend tätig werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Altern, die Ursachen der Suchtentwicklung im Alter, die Analyse der aktuellen Versorgungsstruktur sowie die Vorstellung geragogischer Bildungsangebote.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Herausforderungen alkoholabhängige ältere Menschen bewältigen müssen und ob geragogische Konzepte dazu beitragen können, deren Lebenssituation gezielt zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller Fachpublikationen, Suchtberichte und geragogischer Grundlagen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Suchtproblematik, eine Darstellung der Folgen für Betroffene und Angehörige sowie die Überprüfung verschiedener geragogischer Ansätze auf ihre Anwendbarkeit bei suchtkranken Senioren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sucht im Alter, Geragogik, Alkoholabhängigkeit, Soziale Arbeit, Lebensqualität und Versorgungsstruktur.

Was unterscheidet "Early-Onset" von "Late-Onset" Alkoholabhängigkeit?

Early-Onset beschreibt ein Suchtverhalten, das vor dem 30. Lebensjahr begann, während Late-Onset sich erst im höheren Alter (ca. 45-60 Jahre) manifestiert.

Warum wird die aktuelle Versorgung als mangelhaft bewertet?

Viele Suchthilfeeinrichtungen sind auf jüngere Klienten ausgerichtet, es mangelt an alterspezifischen Konzepten, und viele ältere Betroffene werden aufgrund problemorientierter Altersbilder in der Gesellschaft oder durch Diagnoseprobleme nicht angemessen erreicht.

Wie kann Angehörigenarbeit hier konkret helfen?

Professionelle Angehörigenarbeit soll Familienmitglieder entlasten, Co-Abhängigkeit verhindern und durch Schulungs- sowie Beratungsangebote einen konstruktiven Umgang mit der Suchterkrankung des Angehörigen fördern.

Final del extracto de 36 páginas  - subir

Detalles

Título
Sucht im Alter. Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebenssituation alkoholabhängiger Menschen unter Einbezug geragogischer Ansätze
Universidad
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Köln
Curso
Geragogik
Calificación
1,3
Autor
Nadine Czaja (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
36
No. de catálogo
V342962
ISBN (Ebook)
9783668321168
ISBN (Libro)
9783668321175
Idioma
Alemán
Etiqueta
soziale arbeit Sucht Alter Geragogik Alkohol Alkoholabhängigkeit Alkoholmissbrauch Prävention
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nadine Czaja (Autor), 2016, Sucht im Alter. Möglichkeiten zur Verbesserung der Lebenssituation alkoholabhängiger Menschen unter Einbezug geragogischer Ansätze, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342962
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