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EMMEs im Unterricht. Erfolg in der Schule durch Eye Movement Modeling Examples und kognitive Aktivierung?

Title: EMMEs im Unterricht. Erfolg in der Schule durch Eye Movement Modeling Examples und kognitive Aktivierung?

Project Report , 2016 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Alexandro Roggio (Author)

Psychology - Intelligence and Learning Psychology
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Im Rahmen der Bildungswissenschaften stellt sich immer wieder die Frage, wie Unterricht möglichst optimal gestaltet werden kann. In Zeiten der Digitalisierung stehen den Lehrenden hierzu mehr Möglichkeiten zur Verfügung als jemals zuvor. Der Einsatz von multimedialem Lehrmaterial rückt dabei zunehmend in den Fokus. Die Frage nach den Vor- und Nachteilen der Nutzung dieser Hilfsmittel, sowie deren Implementierung in den Unterricht, beschäftigt die Forschung in diesem Bereich daher immer mehr. Eine dieser Fragen, die sich häufig stellen, ist, ob es bei dieser Fülle an Möglichkeiten und Informationen, mit der der Lernende dadurch konfrontiert wird, nicht leicht zu einer Überforderung der Informationsverarbeitung kommt.

Es zeigte sich, dass der Lernerfolg bei der Darbietung von multimedialem Lehrmaterial, also solches, das sowohl textuell oder sprachlich als auch in Form von Bildern präsentiert wird, höher als bei reinem Text ist. Jedoch gibt es auch Hinweise darauf, dass Lernende Schwierigkeiten haben können, Text- und Bildrepräsentationen ineinander zu übersetzen. Außerdem fanden Studien heraus, dass die Tendenz besteht, Bilder werden zu wenig beachtet oder ganz ignoriert. Dies kann an der fehlenden Motivation oder Anstrengungsbereitschaft des Lernenden liegen oder aber auch an einem mangelnden Einsatz von Lern- und Verarbeitungsstrategien, die notwendig wären, diese multimediale Integration zu bewältigen. Letzteres ist jedoch lernbar und es ist Aufgabe der Forschung, wie und wodurch eine selbstregulierte Anwendung dieser Lern- und Verarbeitungsstrategien unterstützt werden kann.

Zudem zentral für die Unterrichtsforschung ist, wie Wissen an Lehrende weitergegeben werden kann. Ziel des Lehrenden ist es also, seinen Wissensstand an den Lernenden weiterzugeben. Hierbei fungiert der Lehrende als Experte oder auch Modell, von dem gelernt werden soll. Eine wichtige psychologische Theorie, die hinter dieser Idee steckt, ist das sogenannte Beobachtungslernen oder Lernen am Modell von Bandura (1977). Diese theoretischen Konzepte, sowie das eben genannte Aufzeigen von Lern- und Verarbeitungsstrategien und die einführend dargestellten Problemfelder werden von den Eye Movement Modeling Examples, kurz EMMEs, aufgegriffen.

Durch diese Studie soll gezeigt werden, dass durch Blickbewegungen eines Experten auf Lernmaterial, den sogenannten EMMEs, relevante Informationen ausfindig gemacht und diese tiefer verarbeitet werden können, als dies ohne EMMEs möglich wäre.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EMMEs im Unterricht – Erfolg in der Schule durch Eye Movement Modeling Examples und kognitive Aktivierung?

Eye Movement Modeling Examples

Kognitive Aktivierung

Hypothesen

Methode

Stichprobe

Material

Abhängige Variablen

Ablauf

Ergebnisse

Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob der Einsatz von Eye Movement Modeling Examples (EMMEs) in unterrichtsähnlichen Settings den Lernerfolg steigert und ob durch Video-Annotationen eine kognitive Aktivierung der Lernenden erreicht werden kann, um Lernprozesse zu optimieren.

  • Wirksamkeit von EMMEs bei der Vermittlung komplexer visueller Lerninhalte
  • Einfluss von Video-Annotationen auf die kognitive Aktivierung
  • Synergieeffekte durch die Kombination von EMMEs und aktiver Lernarbeit
  • Förderung des Wissenserwerbs bei multimedialen Lehrmaterialien
  • Optimierung von Unterrichtsgestaltung durch digitale Hilfsmittel

Auszug aus dem Buch

Eye Movement Modeling Examples

EMMEs sind Videos mit Blickbewegungen eines Modells. Das bedeutet, dass Lernenden Blickbewegungen von Experten auf dem jeweiligen Lernmaterial präsentiert werden. Dabei werden Informationsverarbeitungsstrategien des Modells mit Hilfe ihrer Blickbewegungen dargeboten und den Lernenden in Form von Videos gezeigt. Es wird zudem versucht, diejenigen kognitiven Prozesse, die dem Lernenden während des Unterrichts normalerweise unsichtbar sind, durch Darbietung dieser Blickbewegungen sichtbar zu machen. Dabei nimmt man an, dass Blickbewegungen auf kognitive Verarbeitungsprozesse zurückzuführen sind, die zu diesem Zeitpunkt beim Modell ablaufen.

Neben dem bereits erwähnten Lernen am Modell von Bandura (1977), das der sozial-kognitiven Lerntheorie entspringt, liegen EMMEs weitere theoretische Konzepte zugrunde. Eine davon ist der Worked-Example-Effekt (Renkl, 2005). Dieser besagt, dass es für Novizen, also Anfänger, in einem bestimmten Gebiet, sehr effektiv ist, wenn beispielsweise bei einer Aufgabe das Lösungsverfahren durch einen Experten aufgezeigt wird. Lernenden fällt es also oft leichter, Lerninhalte anhand von ausgearbeiteten Lösungsverfahren zu verstehen, als dass sie sich den Weg selber erarbeiten müssen. Dadurch wird das Arbeitsgedächtnis nicht zusätzlich durch den Lösungsprozess belastet, so dass ein schnelles und zielgerichtetes Lernen stattfindet. Das hat nicht nur den positiven Effekt, dass mögliche kognitive Belastung reduziert werden kann, sondern auch generalisierte Schemata ausgebildet werden, die den Transfer auf ähnliche Aufgabenstellungen ermöglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

EMMEs im Unterricht – Erfolg in der Schule durch Eye Movement Modeling Examples und kognitive Aktivierung?: Einleitung in die Problematik der multimedialen Informationsverarbeitung und Vorstellung der Zielsetzung der Untersuchung.

Eye Movement Modeling Examples: Theoretische Herleitung von EMMEs und deren Potenzial zur kognitiven Entlastung und Aufmerksamkeitslenkung.

Kognitive Aktivierung: Erläuterung des Konzepts der kognitiven Aktivierung und der Rolle von aktiven Lernaufgaben wie Video-Annotationen.

Hypothesen: Formulierung der Erwartungen bezüglich des Haupteffekts von EMMEs und des Interaktionseffekts mit aktiven Annotationsaufgaben.

Methode: Beschreibung der Stichprobe, des experimentellen 2x2 Designs, der verwendeten Materialien und des Versuchsablaufs.

Ergebnisse: Präsentation der statistischen Auswertung, die signifikante Effekte für EMMEs und Video-Annotationen auf den Lernerfolg belegt.

Diskussion: Interpretation der Befunde, Reflexion über die Aussagekraft der Ergebnisse sowie kritische Auseinandersetzung mit methodischen Einschränkungen.

Schlüsselwörter

Eye Movement Modeling Examples, EMMEs, Kognitive Aktivierung, Multimediales Lernen, Unterrichtsgestaltung, Video-Annotationen, Lernerfolg, Aufmerksamkeitslenkung, Wissenserwerb, Digitalisierung, Worked-Example-Effekt, Kognitive Belastung, Bildungswissenschaften, Lernstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Möglichkeiten, multimediales Lernen durch EMMEs und aktive kognitive Aktivierung in Schulen zu optimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Lenkung visueller Aufmerksamkeit bei Lernvideos und der Einbindung aktiver Annotationsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass durch EMMEs und Video-Annotationen ein höherer Lernerfolg als bei passiven Lernmethoden erzielt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein 2x2 between-subjects Design im Labor (TüDiLab) mit 160 Schülern durchgeführt, wobei die Daten mittels ANOVA statistisch ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung von EMMEs und kognitiver Aktivierung sowie der detaillierten Beschreibung des methodischen Versuchsaufbaus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind EMMEs, kognitive Aktivierung, multimediales Lernen, Video-Annotationen und Lernerfolg.

Warum wurden gerade Fische als Lerngegenstand gewählt?

Das Thema der Fischbewegungen wurde gewählt, da die Probanden hierfür kaum Vorwissen besaßen, was Verzerrungen bei der Messung des Lernerfolgs minimiert.

Welche Rolle spielt das Programm Camtasia 2 im Experiment?

Camtasia 2 diente als technisches Werkzeug, mit dem die Probanden in der Experimentalbedingung Video-Annotationen schriftlich und grafisch direkt im Videomaterial vornehmen konnten.

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Details

Title
EMMEs im Unterricht. Erfolg in der Schule durch Eye Movement Modeling Examples und kognitive Aktivierung?
College
University of Tubingen  (Psychologie)
Grade
1,3
Author
Alexandro Roggio (Author)
Publication Year
2016
Pages
25
Catalog Number
V342977
ISBN (eBook)
9783668341869
ISBN (Book)
9783668341876
Language
German
Tags
EMME Eye Movement Modeling Examples Unterrichtsgestaltung Multimedialität Lernstrategien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandro Roggio (Author), 2016, EMMEs im Unterricht. Erfolg in der Schule durch Eye Movement Modeling Examples und kognitive Aktivierung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/342977
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