Wie Erwin Goffman schon sagte, spielen wir alle Theater. Wir sind Träger von Rollen. Im Verlauf unseres Lebens nehmen wir verschiedene Rollen ein, eine Rolle ist zum Beispiel die des Geschlechts. In dieser Hausarbeit möchte ich auf die soziale Rolle der Frau eingehen und diese näher erläutern.
Um die Rolle der Frau beschreiben zu können gehe ich auf den Wandel ein den diese Rolle durchlaufen hat. Auch gehe ich auf die Frau im Kontext der Familie ein, da sich dahingehend viel veränderte. Ich gehe auf den Wandel ein, da man sowohl in der Literatur als auch in den Nachrichten immer mehr von starken Frauen hört. Egal ob in der Politik oder in der Wissenschaft. Frägt man seine Eltern oder Großeltern erzählen diese, dass dies vor Jahren noch undenkbar war – beispielsweise eine Frau an der Spitze der Bundesrepublik.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Erläuterung „soziale Rolle“
Frauenbewegungen
Die soziale Rolle der Frau im Wandel
Als Frau und Mutter in der Erwerbstätigkeit
Praxisbeispiel
Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit analysiert den historischen und gesellschaftlichen Wandel der sozialen Rolle der Frau, insbesondere in Bezug auf ihre Erwerbstätigkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie sich die Identität und die gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen durch Modernisierungsprozesse, Frauenbewegungen und rechtliche Reformen verändert haben und welche Herausforderungen dabei weiterhin bestehen.
- Grundlagen und soziologische Definitionen der „sozialen Rolle“
- Einfluss von Frauenbewegungen auf gesellschaftliche Modernisierungsprozesse
- Wandel der Geschlechterrollen und die Auflösung traditioneller Familienbilder
- Herausforderungen der weiblichen Erwerbstätigkeit und Vereinbarkeitsmodelle
- Die Bedeutung von Bildungsexpansion für die Autonomie der Frau
Auszug aus dem Buch
Die soziale Rolle der Frau im Wandel
Die soziale Rolle der Frau auf den Punkt zu charakterisieren ist schwer, da sie einen Wandel durchlaufen hat im Laufe der letzten Jahrzehnte. Daher möchte ich den Wandel darlegen um diese Rolle zu erläutern.
Die Rolle der Frau befindet sich seit den Frauenbewegungen im Wandel, von Hausfrau und Mutter zu einer selbstbewussten und selbstständigen Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht. Folglich möchte ich auf diesen Wandel eingehen und darlegen was sich für die Frau alles verändert hat und durch was diese Veränderung unteranderem, abgesehen von den Frauenbewegungen, bedingt wurde.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat die Rolle des Vaters als Oberhaupt der Familie an Geltung verloren. (Mit-)Verantwortlich dafür war vor allem der Rückgang der Bedeutung unselbstständiger Erwerbsarbeit, welcher zur Folge hatte, dass der Erwerb „unsichtbar“ wurde und Frauen immer häufiger außerhäusliche Tätigkeiten zum Gelderwerb anstrebten und vollzogen. Ebenso die steigende Unabhängigkeit der Frauen (vgl. Peuckert, 2008). Die in den 1970er Jahren erfolgte Bildungsexpansion unterstützte diesen Prozess ebenfalls. Man übernahm nun nicht mehr Berufe die in der Familie vorher vertreten waren, sondern suchte sich neue „Ziele“ und Erwerbstätigkeiten. Beschleunigt wurde diese Entwicklung durch Studenten – und Frauenbewegungen (siehe oben). Diese sogenannte Arbeitsteilung der Geschlechter hatte ebenfalls einen Wandel der Ehe – und Familienformen zur Folge. So gab es nun vermehrt uneheliche Kinder, Alleinerziehende etc. (vgl. Peuckert, 2008).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Thematik der sozialen Rollen mit Bezug auf Erwin Goffman und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit bezüglich des Wandels der Frauenrolle.
Erläuterung „soziale Rolle“: Theoretische Herleitung des Begriffs „soziale Rolle“ als Verfestigung von Normen sowie Differenzierung zwischen zugeschriebenen und erworbenen Rollen.
Frauenbewegungen: Untersuchung der Frauenbewegungen als kollektive Akteure, die maßgeblich zur Modernisierung und zur kritischen Hinterfragung traditioneller Geschlechterrollen beigetragen haben.
Die soziale Rolle der Frau im Wandel: Analyse der gesellschaftlichen Faktoren und der Bildungsexpansion, die den Übergang der Frau von der familienorientierten Hausfrau zur selbstständigen Erwerbsperson begünstigt haben.
Als Frau und Mutter in der Erwerbstätigkeit: Erörterung der „Dreifachbelastung“ und der rechtlichen Rahmenbedingungen, die die Erwerbsbiografien von Frauen beeinflussen.
Praxisbeispiel: Illustrierung des theoretisch erarbeiteten Wandels anhand einer biografischen Betrachtung der eigenen Familiengenerationen.
Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass der Wandel der Frauenrolle zwar fortschreitet, aber weiterhin durch bestehende Ungleichheiten konstante Forschung erfordert.
Schlüsselwörter
Soziale Rolle, Frauenbewegung, Geschlechterrollen, Erwerbstätigkeit, Familienformen, Individualisierung, Bildungsexpansion, Normalarbeitsverhältnis, Rollenkonflikt, Gleichstellung, Vereinbarkeit, Autonomie, Sozialisation, Geschlechtervertrag, gesellschaftlicher Wandel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse der sozialen Rolle der Frau und deren Wandel über die vergangenen Jahrzehnte hinweg, unter Berücksichtigung historischer und gesellschaftlicher Einflüsse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Geschlechterrollen, der Einfluss von Frauenbewegungen, die Veränderung des Familienbildes sowie die Herausforderungen der Frau im modernen Erwerbsleben.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Transformationsprozess von traditionellen, fremdbestimmten Rollenbildern hin zu einer selbstbestimmten, eigenständigen Identität der Frau in der modernen Gesellschaft aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse soziologischer Standardwerke und aktueller Studien sowie auf ein reflektierendes Praxisbeispiel aus dem familiären Kontext.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu sozialen Rollen, der historische Beitrag von Frauenbewegungen, die Auswirkungen der Bildungsexpansion und die rechtlichen sowie praktischen Bedingungen von Müttern in der Erwerbstätigkeit diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind soziale Rolle, Frauenbewegung, Erwerbstätigkeit, Vereinbarkeit, Individualisierung und gesellschaftlicher Wandel.
Welche Rolle spielt die Bildungsexpansion für Frauen?
Sie wird als zentraler Motor beschrieben, der Frauen qualifizierte Zugänge zum Arbeitsmarkt ermöglichte und somit ihre ökonomische Abhängigkeit von Männern nachhaltig verringerte.
Was besagt das im Text erwähnte „Drei-Phasen-Modell“?
Es beschreibt das Leitbild der weiblichen Erwerbsbiografie im Westen Deutschlands, welches die Phasen Ausbildung/Einstieg, Mutterschaft mit Unterbrechung und den späteren Wiedereintritt in das Erwerbsleben gliedert.
Wie hat sich die rechtliche Lage für Frauen in Deutschland entwickelt?
Die Arbeit beleuchtet den Wandel vom alten §1356 BGB, der Erwerbstätigkeit an die Pflichten als Ehefrau knüpfte, bis hin zur verfassungsrechtlichen Gleichstellung in Artikel 3 des Grundgesetzes.
Warum ist die „soziale Rolle der Frau“ heute schwer zu charakterisieren?
Da Frauen heute nicht mehr einem einzigen Rollenmodell folgen, sondern individuelle Lebensentwürfe wählen können, ist die Rolle vielfältiger und somit schwieriger in eine einzige Definition zu fassen.
- Citation du texte
- Saskia Givens (Auteur), 2015, Die soziale Rolle der Frau im Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343308