Im Anschluss an den ersten Teil der Forschungsergebnisse über Rongorongo, der vermeintlichen Osterinselschrift, folgen in diesem Band die Erklärungen für die Planeten-Zeichen und für Himmelsrichtungen. Zahlreiche Abbildungen der Zeichen sowie die exakte Analyse einer Zeichenkombination werden erstmalig vorgestellt. Die Konzeption der Notationen als "Sternnavigation im Pazifik" wird mit vielen Belegen dafür untermauert. Weitere Publikationen in dieser Serie werden auch weitere Beweise vorlegen für das neue Verständnis des Systems "Rongorongo". Seit 150 Jahren wird Rongorongo als Osterinselschrift verstanden, obwohl bisher kein einziger überzeugender Nachweis vorgelegt werden konnte, der die These einer Schrift nachvollziehbar begründet. Somit markieren diese Forschungsergebnisse erstmalig seit 150 Jahren den Anfang zu einem neuen Verständnis der sehr künstlerischen Zeichen, die in harte Hölzer gekerbt und erstmals 1864 von einem Laienbruder auf der Osterinsel entdeckt wurden.
Auch der 2. Band ist so geschrieben, dass keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich sind, um zu verstehen, worum es geht und wie einfach im Prinzip das Verständnis der Zeichen ist.
Inhaltsverzeichnis
1 Ich sehe was, das Du nicht siehst
2 Wir sehen, was wir sehen wollen!
3 Wenn zwei das Gleiche sehen ist es noch lange nicht dasselbe
4 Die Sache haben die Menschen gesehen – aber nicht die Ursache
5 Das Ziel der Wissenschaft ist es immer gewesen, die Komplexität der Welt auf simple Regeln zu reduzieren
6 Das Volk liebt den Verrat – nicht den Verräter
7 Quantité negligeable – unzulässig in der Rongorongo-Forschung
8 Mit durchgebogenen Seilen zieht man keine Masse
9 Fünf verrückte Atua
10 Sag’ mir, was du tust – dann sag’ ich dir, wer du bist
11 Das große Fressen in Rongorongo
12 Land essende Sterne
13 Wer bei Kleinigkeiten keine Geduld hat, dem misslingt der große Plan
14 Handzeichen meinen „mit-der-Hand-zeigen-Zeichen“
15 Yellow Submarine „Fisch mit Armen“ in Rongorongo
16 Der Kopf steuert die Hand – nicht umgekehrt
17 Die Sterne sind der Kompass – zuverlässig
18 . . . den Vorhang zu und alle Fragen offen
19 Nur wer sein Ziel kennt, findet den richtigen Weg
20 Das Interesse am Anderen war einseitig
21 Vom Himmel hoch, da komm’ ich her . . .
22 Ich hab’ da mal eine Frage
23 Der Mensch ist das klügste aller Wesen – weil er Hände hat
24 Das Zeichen im Zeichen
25 Unsichtbare Zeichen sind „sichtbar“
26 Ein kleiner Irrtum am Anfang wird am Ende ein großer
27 Aller guten Dinge sind drei
28 Oben ist unten und unten ist oben – rechts ist links und links ist rechts
29 Und wenn sie nicht gestorben sind – leben sie noch heute
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht kritisch die bisherige Rongorongo-Forschung und setzt dieser eine neue methodische Herangehensweise entgegen, die auf Wahrnehmungspsychologie und einer astronomisch-navigatorischen Interpretation der Zeichen basiert. Das zentrale Ziel ist es, die Zeichen als logische, zielorientierte Notationen für die Seefahrt zu identifizieren, anstatt sie weiterhin als unentzifferbare "Osterinselschrift" zu deuten.
- Grundlagen der Wahrnehmungspsychologie und ihre Rolle bei der Fehlinterpretation von Zeichen.
- Kritische Analyse der bisherigen Forschungshistorie und ihrer methodischen Defizite.
- Die Entschlüsselung zentraler Zeichen als astronomische Symbole (Planeten, Sterne, Himmelsrichtungen).
- Die Bedeutung des grafischen Baukasten-Prinzips bei der Konstruktion komplexer Zeichen.
Auszug aus dem Buch
1 Ich sehe was, das Du nicht siehst
Die Grundlage der Rongorongo-Forschung sind sehr kleine Zeichen, in teils harte Hölzer gekerbt. Nun müsste man meinen, dass solche Zeichen ein objektiver Tatbestand sind, der von allen Menschen identisch erkannt werden müsste. Von unseren fünf „klassischen Sinnen“, die bereits der Philosoph Aristoteles beschrieb, benutzt die Rongorongo-Forschung eigentlich nur den Sinn des Sehens. Und damit haben wir den Gau als ständigen Begleiter der Forschung schon richtig erkannt.
Bezüglich der Zuverlässigkeit unserer Sinne: sehen – hören – riechen – schmecken und tasten haben die Götter außerordentlich schluderig gearbeitet. Nichts lässt sich einfacher täuschen und uns vorgaukeln, was es gar nicht gibt, als alles das, was über unsere Augen als „sehen“ wahrgenommen wird. Jeder unserer Sinne ist locker leicht manipulierbar, wenn man weiß, wie es geht.
Es gibt tausende von UFO Sichtungen aus allen Teilen der Welt. Mit heutiger Technik braucht ein Raumschiff 75.000 Jahre zum nächsten Stern und immer noch vier Jahre, wenn es mit Lichtgeschwindigkeit fliegen könnte. Wohlgemerkt: das sind „one way“ Werte. Zurück zur Erde also in doppelter Zeit. Es gibt keinen wissenschaftlich anerkannten Nachweis von UFOs oder außerirdischen Besuchern. Zu allen Zeiten haben Menschen am Himmel Dinge und Ereignisse gesehen, die sie nicht erklären konnten.
Seit 1850 wird „Bigfoot“ in den Wäldern Kanadas und in den Rocky Mountains gesehen. Es gibt auch hier tausende von protokollierten Sichtungen. Aber auch zu Bigfoot fehlen allgemein anerkannte Beweise seiner Existenz. Es gibt auch zu viele Fälschungen, die an der Wirklichkeit einer solchen Kreatur größte Zweifel angebracht erscheinen lassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Ich sehe was, das Du nicht siehst: Einführung in die Problematik der menschlichen Wahrnehmung und wie fehlerhaftes Sehen die Forschung behindert.
2 Wir sehen, was wir sehen wollen!: Erläuterung der notwendigen, aber vernachlässigten Arbeitsschritte Erkennen, Verstehen und Bestimmen bei der Analyse von Zeichen.
3 Wenn zwei das Gleiche sehen ist es noch lange nicht dasselbe: Kritik an den als gesichert geltenden Erkenntnissen der Forschung, die den Blick für alternative Deutungen verstellen.
4 Die Sache haben die Menschen gesehen – aber nicht die Ursache: Darstellung, wie die Fehlinterpretation "paralleler Zeichenfolgen" die Forschung in die Irre führte.
5 Das Ziel der Wissenschaft ist es immer gewesen, die Komplexität der Welt auf simple Regeln zu reduzieren: Das Fehlen nachvollziehbarer Regeln in der Rongorongo-Forschung als Hauptursache für unbefriedigende Ergebnisse.
6 Das Volk liebt den Verrat – nicht den Verräter: Reflexion über die gesellschaftliche Ausgrenzung, die entsteht, wenn etablierte wissenschaftliche Strukturen hinterfragt werden.
Schlüsselwörter
Rongorongo, Osterinselschrift, Wahrnehmungspsychologie, Navigation, Astronomie, Zeichendeutung, grafische Analyse, Kartografie, Rapanui, Seefahrt, Forschungskritik, Zeichenfolgen, Polynesien, Himmelsrichtungen, Zeichenanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dekonstruiert die etablierte Lehrmeinung, dass Rongorongo eine unentzifferbare "Osterinselschrift" sei, und argumentiert stattdessen für eine systematische, grafisch-astronomische Zeichendeutung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Wahrnehmungspsychologie, die Analyse der Forschungshistorie sowie die Entschlüsselung von Zeichen als navigatorische und astronomische Daten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Rongorongo-Zeichen keine abstrakten Texte, sondern logische Informationen für die polynesische Seefahrt und Astronomie darstellen, die durch präzises grafisches Arbeiten lesbar gemacht werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine analytische Methode angewandt, die das grafische Baukasten-Prinzip der Zeichen nutzt und diese mit überliefertem Wissen aus der Seefahrt und Astronomie Ozeaniens abgleicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert spezifische Zeichenkombinationen, zeigt auf, wie Hände, Körperhaltungen und Symbole für Sterne und Himmelsrichtungen als klare "Briefings" dienen, und korrigiert dabei systematisch die Abschriften früherer Forscher.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich vor allem mit den Begriffen Rongorongo, Navigation, astronomische Notationen, Wahrnehmungstäuschung und grafische Konzeption beschreiben.
Was bedeutet der Titel "Wir sehen, was wir sehen wollen!"?
Der Titel bezieht sich auf die psychologische Erkenntnis, dass Forscher dazu neigen, ihre eigenen Erwartungen und Wunschvorstellungen in die Daten hineinzuinterpretieren, anstatt die Zeichen unvoreingenommen zu betrachten.
Wie bewertet der Autor die bisherige Rongorongo-Forschung?
Der Autor bewertet die bisherige Forschung als einen "Giftcocktail" aus Fantasie und Fehlinterpretationen, der seit 150 Jahren auf unzulänglichem Material basiert und den Blick durch "Röhren" einengt.
- Arbeit zitieren
- Michael Dietrich (Autor:in), 2016, Auf Götterpfaden über den Pazifik. Die Geschichte der vermeintlichen Osterinselschrift – Teil 2, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343480