Im Zentrum dieser Arbeit steht eine Auseinandersetzung mit der Religionsphilosophie von Keiji Nishitani und insbesondere mit der Frage nach der Möglichkeit der Erkenntnis durch die religiöse Erfahrung.
Nishitani kritisiert in seinem Buch "Was ist Religion?" das philosophische, bewußtseinsmäßige Erkennen der Realität und die darauf basierende wissenschaftliche, mechanistische Weltanschauung als unzureichend und qualifiziert das Bewußtsein sowie das Unterbewußtsein als problematische Quellen der Wahrheit. Die religiöse Erfahrung, in der man des Nichts gewahr wird und somit zum Ursprung des Lebens zurückkehrt, soll einen Zustand und eine Perspektie ermöglichen, aus der das Selbst und somit auch jegliche Realität realisiert, erlebt und erkannt werden kann.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Über das Bewußtsein als unvollkommene Quelle der Wahrheit
- Über das Gewahrwerden des Nichts und die religiöse Perspektive der Lebensbetrachtung
- Über das Verhältnis der Philosophie zu der Religion
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Religionsphilosophie von Keiji Nishitani, insbesondere mit seiner These, dass die religiöse Erfahrung eine notwendige Quelle der Erkenntnis ist. Die Arbeit analysiert Nishitanis Kritik am kartesianischen Dualismus und untersucht die Rolle der religiösen Perspektive im Kontext der Lebenserfahrung.
- Die Notwendigkeit von Religion für das Leben jedes Einzelnen
- Die Kritik am kartesianischen Dualismus zwischen res cogitans und res extensa
- Die Bedeutung des Gewahrwerdens des Nichts für die religiöse Perspektive
- Das Verhältnis zwischen Philosophie und Religion
- Die Frage nach der Möglichkeit der Erkenntnis durch die religiöse Erfahrung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit stellt die Thematik der Religionsphilosophie von Nishitani vor und fokussiert auf die Frage der Erkenntnis durch die religiöse Erfahrung. Sie skizziert den Aufbau der Arbeit und die zentralen Fragen, die behandelt werden.
- Über das Bewußtsein als unvollkommene Quelle der Wahrheit: Dieses Kapitel kritisiert den kartesianischen Dualismus und zeigt auf, warum Nishitani das Bewusstsein als unzureichende Quelle der Wahrheit betrachtet. Es wird argumentiert, dass der Dualismus zu einer Trennung von Ich und Welt führt, die die Möglichkeit der wahren Erkenntnis behindert.
Schlüsselwörter
Religion, Philosophie, Nishitani, Erkenntnis, Bewusstsein, Dualismus, Nichts, Ursprung des Lebens, Lebenserfahrung, religiöse Perspektive, Philosophie der Religion.
Häufig gestellte Fragen
Was kritisiert Keiji Nishitani in seinem Werk „Was ist Religion?“
Nishitani kritisiert das rein bewusste, philosophische Erkennen der Realität und die mechanistische Weltanschauung als unzureichend.
Was versteht Nishitani unter der „religiösen Erfahrung“?
Es ist ein Zustand, in dem man des „Nichts“ gewahr wird und zum Ursprung des Lebens zurückkehrt, um die Realität wahrhaftig zu erleben.
Warum wird der kartesianische Dualismus in der Arbeit thematisiert?
Nishitani sieht in der Trennung von Ich (res cogitans) und Welt (res extensa) ein Hindernis für wahre Erkenntnis.
Welche Rolle spielt das Bewusstsein laut Nishitani bei der Suche nach Wahrheit?
Er betrachtet das Bewusstsein und das Unterbewusstsein als problematische und unvollkommene Quellen der Wahrheit.
Ist Religion laut der Arbeit für jeden Einzelnen notwendig?
Ja, die Arbeit untersucht die These, dass religiöse Erfahrung eine notwendige Quelle der Erkenntnis für das menschliche Leben ist.
- Quote paper
- Barbara Piechota-Lutum (Author), 2003, Über die Möglichkeit der Erkenntnis durch die religiöse Erfahrung in "Was ist Religion?" von Keiji Nishitani, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34355