Mit der vorliegenden Hausarbeit soll die Festigung des Gebrauchs des Präteritums im Deutschunterricht für ausländische Jugendliche (mit dem Sprachniveau A2 nach dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen) auf Grund eines konkreten Unterrichtsvorschlags mit methodischen und didaktischen Hinweisen vorgestellt werden.
In einer Doppelstunde kann die Vergangenheitsform "Präteritum" wiederholt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1. Linguistische Grundlagen des Präteritums
2.2. Form-Bedeutungszusammenhänge zwischen Perfekt und Präteritum
2.3. Didaktische Strategien bei der Vermittlung des Präteritums
2.4. Didaktischer Hintergrund bezogen auf den Unterrichtsvorschlag
3. UNTERRICHTSVORSCHLAG ZUR FESTIGUNG DES GRAMMATISCHEN WISSENS ÜBER DAS PRÄTERITUM
3.1 Unterrichtsplanung
3.2 Unterrichtsziele
3.3 Unterrichtsverlauf
4. SCHLUSSFOLGERUNG
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, Jugendlichen mit dem Sprachniveau A2 durch einen praxisorientierten Unterrichtsvorschlag den Gebrauch des Präteritums im Deutschen zu festigen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie sprachliche Schwierigkeiten bei der Tempuswahl durch gezielte methodisch-didaktische Interventionen überwunden werden können.
- Linguistische Analyse der funktionalen Unterschiede zwischen Perfekt und Präteritum.
- Didaktische Strategien zur Vermittlung morphologischer und aspektualer Merkmale.
- Entwicklung eines handlungsorientierten Unterrichtskonzepts zur Festigung grammatischer Strukturen.
- Integration spielerischer Elemente und visueller Lernhilfen zur Steigerung der Lernmotivation.
Auszug aus dem Buch
2.1. Linguistische Grundlagen des Präteritums
Das Präteritum ist ein Vergangenheitstempus im Deutschen und wird oft auch „Imperfekt“ genannt (von lat. imperfectum „das Unvollendete“). Schon die letztere Bezeichnung könnte für die Lernenden irreführend wirken, da dieses Tempus im Deutschen nicht die Funktion hat, Unvollendetes auszudrücken (vgl. Hentschel/Weydt 1994:99). Nach Helbig und Buscha (2005:133) hat das Präteritum nur eine einzige Bedeutungsvariante: es bezeichnet vergangene Sachverhalte; Aktzeit und Betrachtzeit sind identisch, beide liegen vor der Sprechzeit. Es wird sowohl in der allgemeinen Umgangssprache als auch in der Dichtersprache gebraucht. Hentschel und Weydt (1994:100) nennen weitere linguistische Probleme des grammatischen Phänomens Präteritum, die sich auch in den didaktisch-methodischen Schwierigkeiten bei der Vermittlung des Tempus im DaF-Unterricht widerspiegeln könnten:
• Präteritum und Perfekt sind gegeneinander austauschbar, die Ersetzungsmöglichkeit ist jedoch nur in einer Richtung vollständig gegeben: Jedes Präteritum kann in ein Perfekt verwandelt werden; aber nicht jedes Perfekt kann umgekehrt durch ein Präteritum ersetzt werden. So kann etwa in dem Satz Schiller schrieb „Die Räuber“ im Jahre 1781 … das Präteritum durch das Perfekt Schiller hat „Die Räuber“ im Jahre 1781 geschrieben ersetzt werden; nicht möglich ist diese Ersetzung aber beispielsweise in dem Satz Guck mal, es hat geschneit. (*Guck mal, es schneite.) (mehr dazu s. 2.2.)
• Im Deutschen findet ein langdauernder Umstrukturierungsprozess statt, bei dem das Perfekt mehr und mehr das Präteritum ersetzt. Deshalb wirkt das Präteritum oft archaischer als das Perfekt;
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Autorin begründet die Relevanz des Themas aus ihrer Lehrpraxis heraus und definiert das Ziel, den Gebrauch des Präteritums für Lernende auf Niveau A2 durch konkrete Unterrichtsmethoden zu festigen.
2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert die linguistischen Grundlagen des Präteritums, vergleicht es mit dem Perfekt hinsichtlich ihrer zeitlichen Relationen und beleuchtet didaktische Ansätze zur Vermittlung.
3. UNTERRICHTSVORSCHLAG ZUR FESTIGUNG DES GRAMMATISCHEN WISSENS ÜBER DAS PRÄTERITUM: Hier wird ein konkreter Entwurf für eine Doppelstunde präsentiert, der von der Vermittlung über ein Grammatikspiel bis zur Anwendungsphase (Schreiben einer Bildergeschichte) reicht.
4. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Autorin resümiert, dass eine gelungene Grammatikvermittlung die L1 der Lernenden berücksichtigen und Grammatik als kommunikatives Werkzeug statt als Selbstzweck begreifen sollte.
Schlüsselwörter
Präteritum, Perfekt, DaF-Unterricht, Grammatikvermittlung, Sprachniveau A2, Lernersprache, morphologische Distanz, Tempuswahl, Unterrichtsplanung, Bildergeschichte, Deutsch als Fremdsprache, kognitive Lernaktivitäten, Sprachproduktion, Didaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Vermittlung und Festigung des Präteritums im DaF-Unterricht für ausländische Jugendliche auf dem Sprachniveau A2.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf dem linguistischen Vergleich zwischen Perfekt und Präteritum, der Analyse von Lernschwierigkeiten sowie der praktischen Unterrichtsgestaltung.
Was ist das primäre Ziel des Unterrichtsvorschlags?
Das Ziel ist, dass die Lernenden nach der Unterrichtseinheit in der Lage sind, selbstständig eine Bildergeschichte im Präteritum zu verfassen.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse linguistischer und didaktischer Konzepte (u.a. von Schumacher, Gnutzmann und Funk/Koenig) sowie der Entwicklung eines didaktischen Unterrichtsdesigns.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Zeitform und einen konkreten, in vier Phasen gegliederten Unterrichtsentwurf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?
Präteritum, Perfekt, DaF-Unterricht, Grammatikvermittlung, Distanz, Unterrichtsplanung und sprachliche Kommunikation.
Warum stellt das Präteritum für Deutschlernende eine besondere Herausforderung dar?
Lernende haben oft Schwierigkeiten mit der Terminologie, dem Kontrast zur Muttersprache (insbesondere wenn diese nur eine Vergangenheitsform kennt) und der Entscheidung, wann Perfekt oder Präteritum zu verwenden ist.
Welche Rolle spielt die „Bildergeschichte“ im Unterrichtsvorschlag?
Die Bildergeschichte dient als Anwendungsphase, um kognitive Lernaktivitäten durch die Verbindung von Bildern und Sprache zu fördern und das Präteritum als Werkzeug zur Sprachproduktion zu nutzen.
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- M.A. Oyungerel Lunke (Autor), 2013, Präteritum im DaF-Unterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/343580